Schlagwort-Archiv: Woody Allen

DVD Tipp // “Woody Allen: A Documentary” von Robert B. Weides

– 30.10.2012 um 10.45 – Allgemein Film

woody allen DVD Tipp // Woody Allen: A Documentary” von Robert B. Weides

Die Temperaturen sinken in den Keller, die Tage werden immer kürzer und uns ist dieser Tage sowieso vor allem nach dieser einen Sache: Daheim verkrümeln und warmen Kakao schlürfen. Wie praktisch, dass das derzeitige Filmrepertoire so einiges zu bieten hat und auch die Serien-und DVD-Zeit endlich wieder ohne schlechtes Gewissen zelebriert werden darf. Ein Schmankerl hätten wir da auch gleich parat und für euch aus dem Überangebot herausgefischt “Woody Allen: A Documentary” von Robert B. Weides:

Er gibt keine Interviews, er holt sich keinen Award ab und hasst das Rampenlicht ebenso wie das Blitzlichtgewitter. Woody Allen konzentriert sich lieber auf seine Arbeit, statt in glitzerndem Scheinwerferlicht zu baden und sich zu feiern. Wie man es dennoch schafft, an diesen gefeierten Filmemacher heran zu kommen, beweist Weides nun in seiner Doku pünktlich zum Winterstart. weiterlesen

Wochenrückblick

– 11.03.2012 um 11.36 – Allgemein Wochenrückblick

wochenrückblcik Wochenrückblick

Von Jessica Oemisch.

Letzten Donnerstag, am Weltfrauentag, hatte ich eine wunderbare Begegnung. Auf der Zugfahrt von Berlin nach Hamburg, stieg in Berlin Spandau ein älteres Päärchen zu. Sie trug ihr schulterlanges, voll ergrautes Haar offen und wirkte mit ihren fragilen 1,60 m wie eine gealterte Elfe. Die alte Dame reichte ihm bis zur Brust. Er trug einen schwarzen Hut im Charly-Chaplin-Style und einen marinefarbenen Anzug.

Kaum hatten die beiden ihre Sitzplätze gefunden, half er ihr aus ihrem viel zu langen Wintermantel. Als der Zug langsam anrollte, zauberte er aus seiner Reisetasche zwei Piccolos und eine rote Rose. „Du bist doch verrückt!“, sagte sie mit flattriger Stimme zu ihm, während seine trüben Augen glänzten. „Zum Frauentag!“ Er öffnete die Fläschchen und beide genossen morgens, kurz nach neun, das leichtprozentige Prickeln.

Während der Zugfahrt fiel es mir richtig schwer meine Augen von dem alten Pärchen zu lassen. Wahnsinnig liebevoll gingen die Beiden miteinander um, ein Lächeln da, ein Tätscheln dort. Wie viele Jahre die Zwei wohl schon zusammen verbringen?

Als die Durchsage „In wenigen Minuten erreichen wir Hamburg Hauptbahnhof“ ertönt, hilft er ihr den Mantel und sie versucht nervös die Rose zu verstauen. „Das war eine dumme Idee. Ich weiß doch jetzt gar nicht wohin damit.“ „Nein“, sagt er und küsst sie auf die Stirn. weiterlesen

Filmtipp: Woody Allens „Manhattan“ von 1979

– 05.03.2012 um 15.24 – Allgemein Film

manhattan film Filmtipp: Woody Allens „Manhattan“ von 1979

Im wahren Leben funktioniert die Liebe nur selten wie im Film. Du triffst den Einen und es macht „Peng“ und das für’s ganze Leben. Einer der Gründe, warum man Woody Allen lieben muss. In seinen Filmen, wie auch in „Manhattan“ geht es weniger um die Person, in die sich die Hauptprotagonisten verlieben, als um das anbetungswürdige Gefühl, die Liebe zu empfinden.

Isaac Davis, gespielt von Allen selbst,  ist ein neurotischer Freigeist, der eine Affäre mit der 17-jährigen Tracy (Mariel Hemingway) hat. Aufgefressen von seinen Skrupeln, mit einer so jungen, naiven Schülerin zu verkehren, kann Isaac das „Techtel Mechtel“ kaum genießen. Dass Tracy einen Kopf größer als Isaac ist, visualisiert die Unterschiede der Beiden – eine Zuspitzung der Tatsache, dass er 25 Jahre älter als sie ist und dass die Zwei auf Dauer nicht zusammen gehören können.

Während seiner Beziehung zu Tracy, lernt er die Liaison seines besten Freundes Yale (Michael Murphy) kennen. Die super-intellektuelle  Journalistin Mary (Diane Keaton) scheint auf den ersten Blick arrogant, ist aber am Ende bloß auf der Suche nach sich selbst. Genau das zieht Isaac an. Er verbringt viel Zeit mit ihr, nachdem Yale die Affäre mit Mary beendet hat und fühlt sich mehr und mehr zu ihr hingezogen. In ihr findet er das, was er in Tracy aktuell nicht hat: einen Gesprächspartner auf Augenhöhe. Die tiefgründigen, pseudointellektuellen Dialoge erotisieren ihn, ihr geht es ähnlich und die Zwei kommen zusammen.

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Verliebt in: Woody Allens “Midnight in Paris”

– 29.08.2011 um 14.02 – Allgemein Film

Midnight in Paris Verliebt in: Woody Allens Midnight in Paris

Sind wir nicht alle einmal verliebt in eine Zeit, in die wir uns hinein wünschten? Sei es in die Zukunft mitsamt abgespaceter Fantasien um fliegende Autos und sprechenende Roboter, sei es in die Gegenwart und die Entdeckung einer anderen Welt oder eben in die Vergangenheit, in träumerische Jahre und ein völlig anderes Leben. Nicht selten ist es die Illusion, die Reise verspreche ein besseres, aufregenderes Leben. Und genau darum geht es in Woody Allens neuestem Streifen “Midnight in Paris“.

Denn dieses Verlangen hat auch Protagonisten Gil, gespielt von Owen Wilson, der in die Welt der 20iger eintauchen will. In Paris und im Regen. Für einen Kurztrip geht es für ihn samt seiner Verlobten Inez und ihren Eltern in die Stadt der Liebe. Eine Geschichte voller Witz und Klischees um amerikanische Engstirnigkeit und künstlerische Leichtigkeit beginnt und wird zu einer surrealen Komödie. Gil findet irgendwann seinen Weg, vorbei an der oberflächlichen, amerikanischen Sippe, die ihn weder ernst nimmt, noch etwas zutraut – und wir dürfen ihn auf seinem märchenhaft lustigen Abenteuer begleiten. weiterlesen

Filmfestspiele in Cannes 2011 – Filme & Looks

– 12.05.2011 um 14.43 – Allgemein Event Film

cannes 64th Filmfestspiele in Cannes 2011   Filme & Looks

Die Filmfestival-Riege ohne Cannes wäre sicher nicht das Gleiche und so schaut die ganze Welt von gestern an, dem 11. Mai, bis einschließlich zum 22. Mai auf das französische Städtchen an der malerischen Côte d’Azur. Auch wir können unseren Blick selbstverständlich nicht davon abwenden, bestaunen die Filme, die Stars und natürlich ihre Kleidchen. Der jährliche Höhepunkt der Kinobranche ist im vollen Gange, und alles was Rang und Namen hat tummelt sich derzeit um das 64. Filmfestival in Südfrankreich, um die neusten Werke und natürlich sich selbst zu präsentieren.

Eröffnet wurden die Filmfestspiele mit Woody Allens neuer Komödie “Midnight In Paris“, die mit interessantem Staraufgebaut aufwartet: Unter anderem Carla Bruni, Owen Willson und Rachel McAdams sind mit von der Partie. Die Goldene Palme, der Hauptpreis der alljährlichen Veranstaltung, ist heiß umworben und wir sind gespannt, welcher der 20 Anwärter dieses Jahr auf den Tron steigen wird. Hollywood-Schauspieler und Regisseur Robert De Niro ist dieses Jahr übrigens der Präsident der Jury. weiterlesen