Good Morning Vietnam? – Nein, danke.

30.05.2011 Allgemein, Mode, Trend

Als ich dem skandinavischen Blog Spotding heute Morgen mal wieder einen Besuch abstattete, stieß ich auf Fionas kleine Kleiderschau für das SOUNDVENUE magazine. Zugegben, die hübsche Dänin kann beinahe alles tragen, bei Militär-Outfis hört’s bei mir aber auf. Ein Trend, der an mir unberührt vorbeischwappen wird.

Ich erinnere mich noch zu gut an ihn, diesen cremefarbenen Camouflage-Rock von Carhartt. Damals besuchte ich noch die siebte Klasse und fand mich ziemlich scharf in dieser Neuerrungenschaft. Heute benutze ich aber lieber mein Gehirn und lasse die Pfoten von derartigen modischen Ausflügen. Denn ja, auch die Mods drehten die Bedeutung des Parkas einfach um und auch diesmal ist die Prise Humor und die Entfremdung und symbolische Umkerhung dieses Kriegsoutfits natürlich nicht außer Acht zu lassen, aber trotzdem: Eine wirkliche Rechtfertigung für die Tarnkleidungs-Welle erschließt sich mir trotz allem nicht.

Wood Wood, Balmain, Henrik Vibskov und viele, viele mehr, zeigten Camouflage wie selbstverständlich auf den Laufstegen. Mag sein, dass dieses Revival bloß eine logische Konsequenz aus dem vorangegangenen Militay-Trend samt doppelreihiger Golkdknopfleisten und aufgesetzten Schulterapplikationen ist. Bloß im vergangenen Winter und in dem davor, wurde zumindest herumexperimentiert, abgewandelt, bis ins Unkenntliche kombiniert. Diesen auffälligen Print aber von seiner Kriegs-Assoziation zu lösen, scheint mir schier unmöglich. Good Morning Vietnam? – Nein, danke.

Und was sagt ihr dazu? Ja? Oder Nein!?


Victoria Beckham via.

Henrik Vibskov

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