Recap: Besuch im ASOS Headquater London & Lieblingsstücke aus der Herbst-/Winterkollektion

19.07.2012 Allgemein, Mode, Wir, Event

Im Modeblogger-Kosmos stolpern wir immer und immer wieder über den britischen Online-Shopping-Giganten ASOS. Wer oder was genau aber hinter dem omnipräsenten Unternehmen steckt, das lies sich bisweilen nur wage erahnen, jedenfalls für unsererins. Mit unserem Besuch im Headquater, das sich im Greater London House irgendwo in Camden Town angesidelt hat, wurden wir ziemlich überrascht. Im positivsten Sinne – und das hat tatsächlich nichts mit den kleinen Köstlichkeiten und Drinks zu tun, die während und nach der kurzen Expedition zu Genüge parat standen.

Man könnte ja meinen, bei ca. 2000 Angestellten ginge jeglicher Überblick verloren und die tägliche Arbeit gleiche eher dem ziemlich unerfreulichen Treiben der „Grauen Männer“ aus Michael Endes Klassiker „Momo“. Ist aber nicht so. Hier sind richtige Menschen am Werk, mit Herz und Kopf. Das junge Team verbringt offenbar so viel Zeit in den heiligen Hallen, dass Freundschaften wie selbstverständlich entstehen und genau das wirkt sich glücklicherweise auch auf die hier herrschende Atmosphäre aus. Ein bisschen kommt uns das Asos-Headquater nämlich vor wie eine dieser Weihnachtswichtel-Fabriken aus Kinderfilmen.

Jeder weiß genau, was er zu tun hat, alles geht super schnell, und trotzdem verzieht niemand das Gesicht zu einer traurigen Clowns-Maske. Es scheint aufrichtig Spaß zu machen, Teil des Ganzen zu sein. Jedenfalls wage ich zu behaupten, dass das hier echt ist und keine für uns extra einstudierte Choreographie. Vielleicht liegt die beflügelte Grundeinstelung der vielen schönen Menschen hier ja auch ein klein wenig an der guten Musik, die pausenlos aus dem Shooting-Studio hallt.

Das „Greater House London“ – Hereinspaziert, hereinspaziert!

Shooting-Time: Alle vier Minuten wechselt das Model und begibt sich gleich nach dem Shoot vor der weißen Leinwand rüber ins nächste Studio. Dort wird dann das wenige sekunden kurze Catwalk-Video gedreht. Parallel zum Shoot kümmert sich der Rest schon um die Bildbearbeitung, Styling der nächsten Mädchen und Jungens und co. Die sorgfältige Auswahl des Teams, so wie des passenden Soundtracks, lässt beinahe vergessen, dass es sich hier quasi um „Fließbandarbeit“ handelt. Es kommt eben auch auf das Drumherum an.

 

Die Chefdesignerinnen haben einiges zu tun, denn so schnell wie Asos adaptiert kaum jemand die neuesten Trends. Inspiration liefern vor allem Blogger – das, was auf dem Catwalk geschieht, kommt tatsächlich erst an zweiter Stelle.

Die Moodboards für den kommenden Herbst gewähren uns einen ersten Einblick in das, was uns ab September Stück für Stück erwarten lässt. Superhelden liebäugeln mit metallischen Finessen, Leder-Details und futuristischen Highlights, Glitzerfäden, Brokat und eine üppige Print-Vielfalt finden wir im Baroque-Thema wieder. „Baroque 2“  gibt sich ein wenig derber und spielt mit maskulinen Elementen, während das Nowhere Girl sich in Fotoprints hüllt, mit dicken Wollpulli kuschelt und für wettertaugliche Jacken und Mäntel plädiert. Zu guter letzt bleibt uns noch das Trendthema „Empire„, das uns mit seinen Drucken an die Vielfalt und Form von Kirchenfenstern erinnert und religiöse Elemente mit Grunge, Romantik und viel Klimbim vereint.

 

Erste Lookbook-Bilder:

Wer, wie ich, eigentlich gar nicht so sehr auf Glitzerfunkelkram steht, der hat Glück – ich bin nämlich selbst ein wenig überrascht davon, dass einige der sportiven Looks es mir überaus angetan haben. Auf meiner Wunschliste steht der Jeans-Zweiteiler im Céline-Look ganz, ganz oben.

Und unsere Lieblingsteile für die nahende Herbst-/Wintersaison:

Zum Online-Shop geht’s hier entlang.

Und zu guter Letzt noch ein kleiner Schnappschuss aus unserem übertrieben-schnieken Hotelzimmer im Sanderson Hotel:

Danke, liebes Asos-Team, es war sehr schön bei euch, jawohl.

6 Kommentare

  1. Annemarie

    Was mich mal interessieren würde, ist, ob der Gigant Asos eigentlich identisch ist mit dem kleinen Online-Modeshop „as seen on screen“, den es vor ein paar Jahren noch gab. Wenn ja, hätte dieser ursprünglich übersichtliche Shop aber wahnsinnig (im Sinne von beeindruckend) expandiert. Und wäre dabei ziemlich vom ursprünglichen Konzept abgewiche, ausschließlich Kleidungsstücke anzubieten die in ähnlicher form an Promis gesichtet/fotografiert wurden (also man wählte einen Prominamen und bekam dann die passenden Teile angezeigt). Ist das so?

    Wenn nicht, dann handelt es sich nur um eine zufällige Namensgleichheit.

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  2. Nike Jane Artikelautor

    Liebe Annemarie, das ist genau richtig! Seit 2000 gibt es Unternehmen schon! Groß geworden ist es, allerdings.
    Die liebsten Grüße!

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  3. Elisa Zunder

    Wow – wirklich tolle Sachen dabei. 🙂
    Ihr glaubt nicht, wie neidisch ich bin, hätte mir das auch gerne hautnah angesehen …

    Liebst, Elisa Zunder

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  4. Pingback: Fashion Clash #21

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