Das Haarbürsten-ABC:
Eine Horror Trilogie mit glücklichem Ende

19.03.2018 Beauty, box1

Wir sind ziemlich gut darin, einzig und allein unserem Shampoo die Schuld in die Schuhe zu schieben, sobald die Sache mit dem frisiertem Haar mal wieder aus dem Ruder gerät. Dabei sind zackige Helferchen mindestens genauso wichtig, wenn es darum geht, mit gesundem, schönem und glänzendem Haar anzugeben.

Eine kleine Umfrage in meinem Freundeskreis hat jedoch ergeben, dass hier ganz schön viel borstiges Unwissen herrscht. Dabei sparen wir uns mit der richtigen Bürste sogar durchaus den ein oder anderen Friseur-Besuch, zumindest aber ordentlich Haarbruch und sogar schmerzverzehrte Gesichter. Drei Szenarien haben wir für euch direkt aus dem Badezimmer niedergeschrieben – und mit gleich sechs Bürsten-Lösungen wollen wir der Miesepeterstimmung am Morgen den Garaus machen. Bereit?

Szenario 1:

Du bist gerade mitten in der morgendlichen Beautyroutine, als du ein reißendes Geräusch hörst. Du denkst dir nichts dabei und kämmst deine Haare weiter. Sagt man nicht 100 Bürstenstriche für seidig glänzendes Haar? Doch dann hörst du es wieder und wieder! Rtschhhhhh. Du schaust auf den Waschbeckenrand und dort liegen sie: Deine abgebrochenen Haarspitzen. Tot und stumpf liegen sie im kalten Licht des Badezimmers…

Szenario 2:

Es ist früher Morgen. Du beginnst deinen Tag mit einer warmen Dusche. Hastig bürstest du durch dein nasses Haar – morgens muss es schließlich schnell gehen! Doch nasse Haare brechen leichter und als du sie trocken föhnst, ist das Ergebnis niederschmetternd: fades, elektrisiertes Haar, das flach vom Scheitel herunterhängt. Jeder weitere Bürstenstrich verschlimmert das Ergebnis nur und du bist gezwungen die Haare mal wieder geschlossen zu tragen…

Teil 3:

Im letzten Teil der Horror-Haar Trilogie geht es um die Lockenköpfe. Die widerspenstige Mähne macht mal wieder was sie will. Doch euch kriege ich in den Griff, denkst du! Panisch kämmst durch dein Haar, doch anstatt definierter Locken hast du es jetzt mit einer aufgeplusterten Mähne zu tun, die mehr als trocken ist.

Kommt dir bekannt vor? Muss es nicht länger, denn diese Szenarien sollen ein Ende haben – ein Happy End – und zwar im doppelten Sinne! Um Licht in das Grauen zu bringen, habe ich ein kleines Lexikon von den 6 wichtigsten Haarbürsten zusammengestellt. Das sollte euch die Wahl bei der richtigen Haarbürste erleichtern und das ein oder andere Horror Szenario verhindern. Eine gute Bürste hält ewig und ist eine einmalige Investition. Als grobe Faustregel gilt immer: Habt ihr feines oder kurzes Haar? – Dann eignen sich Bürsten mit nah beieinander stehenden Borsten. Pflegt ihr eure lange Mähne und habt Glück mit eurem dickem Haar? Dann sollten die Borsten größere Abstände haben.

Hier ein paar meiner Favoriten, je nach Haartyp und Bedürfnisse.

1. Paddle Brush: normales Haar/ langes glattes Haar

Ist, wie der Name schon sagt, eine flache eckige Haarbürste entweder aus Kunststoff oder Holz. Sie eignet sich super für lange, glatte Haare. Die langen Borsten massieren die Kopfhaut beim Kämmen und verleihen dem Haar Glanz. Durch ihre gerade Fläche trocknen die Haare beim Föhnen besonders schnell.

Aveda Paddle Brush 29,50 € www.aveda.de

2. Rundbürste: feines Haar

Rundbürsten sind gut geeignet für feine Haare, die mehr Volumen brauchen. Der Trick ist, beim Föhnen die Strähne kurz an der Bürste auskühlen zu lassen und dann erst die nächste Strähne zu föhnen. So bleibt das Haar besser in der Form und sackt nicht gleich wieder zusammen. Hier kann man auch variieren zwischen Naturborsten – mehr Glanz – und Nylonborsten. Hier erreicht die heiße Luft des Föhns jedes einzelne Haar und du kommst schneller zum gewünschten Ergebnis.

ghd natural bristle radial brush, Größe 1, 34,00€ www.ghdhair.com

3. Entwirr Bürste: alle Haartypen

Eine neue Ära der schmerzfreien Haarentwirrung mit einem Stück Plastik! Egal ob wilde Mähne oder dünnes, zu Knoten neigendes Haar. Mit dieser Haarbürste könnt ihr schmerzfrei und mit viel weniger Spliss in die Zukunft schauen. Die weichen Synthetik Borsten sind unterschiedlich lang und sehr flexibel, sie entwirren verknotetes Haar und fügen ihm dabei keinen Schaden zu. Keine toten Haarenden mehr im Waschbecken!!

Ikoo Brush home white/cotton candy, 21,95€ www.ikoo-brush.com

4. Naturborsten: trockenes sprödes Haar

Für besonders viel Glanz im Haar sorgen Haarbürsten mit Wildschweinborsten. Sie nehmen den Talg der Kopfhaut beim Kämmen auf und verteilen ihn bis in die Spitzen. Schmutz und Schuppen werden rausgekämmt. Vorsicht, wer zu leicht elektrisierendem Haar neigt! Ihr solltet dann lieber bei der Rundbürste bleiben. Auch für sehr dickes Haar gibt es Naturborsten-Bürsten, die mit Nylonstiften verstärkt sind. So kommt man besser durchs Haar.

Dapper Dan, Wildschweinborsten Bürste, 39,95€ www.pomadeshop.com

5. Kamm: lockiges Haar

Bei lockigem Haar eigenen sich keine Bürsten, sie verwandeln die Mähne in eine aufgeplusterte Masse. Die Locken werden rausgekämmt und bleiben undefiniert.

Um die Sprungkraft von Locken beizubehalten sollte man Kämme mit groben breit auseinander stehenden Zinken verwenden. Sie entwirren das Haar ohne die einzelnen Locken aufzubrechen. Für mehr Glanz würde ich hier mit Haaröl arbeiten.

Villa D’assia Haarkamm, 45,00€ über www.niche-beauty.com

6. Wet Brush Alle Haartypen/leicht welliges Haar

Nasses Haar ist besonders empfindlich und anfällig für Haarbruch, deswegen solltest du besonders vorsichtig beim Kämmen sein. Eine Wet Brush ist genau auf diese Situation abgestimmt. Durch die besonders weichen und flexiblen Borsten brechen die Haare nicht ab. Wer eine leichte Naturwelle hat, wird diese Bürste lieben! Ein Mal nass gekämmt, fallen die Wellen beim trocknen in ihre natürliche Form zurück ohne sich auszuhängen.

Wet Brush, ca. 14,00 € Amazon Beauty www.amazon.de

5 Kommentare

  1. Carolin

    Hallo Ourania, toller Artikel. Ganz bemerkenswert finde ich, dass du echt Nikes kleine Schwester sein könntest 🙂 Bist du jetzt fest bei den Janes? Wenn ja, würde ich mich über einen Vorstellungsartikel sehr freuen <3

    Antworten
    1. Ourania

      Hi liebe Carolin, danke dir!! Das ich Nike’s kleine Schwester sein könnte, ist ein tolles Kompliment!! Der Vorstellungsartikel kommt ganz bald 🙂

      Antworten
  2. Antigone

    Schöner Artikel! Bis ich meine Mason Pearson Bürste entdeckte war das Horror -Szenario Nr. 3 mein Alltag, danke für die tollen Tipps!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr von

Related