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	<title>Bedroom Stories Archive - Jane Wayne News</title>
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		<title>GIRLS TALK // Männer, fragt uns häufiger, ob wir wirklich Lust auf Sex mit euch haben.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2018 17:28:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich musste ich an eine Situation denken, die mir, in dem Moment als sie sich zutrug, irgendwie spanisch vorkam. Komisch eigentlich, denn heute würde ich noch im Nachgang applaudieren, mir sogar viel mehr Wiederholungen herbei wünschen. Nicht nur für mich, sondern für alle Frauen dieser Welt. Damals war ich Single und überhaupt nicht auf der<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2018/11/05/girls-talk-maenner-fragt-uns-haeufiger-ob-wir-wirklich-lust-auf-sex-mit-euch-haben/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Neulich musste ich an eine Situation denken, die mir, in dem Moment als sie sich zutrug, irgendwie spanisch vorkam. Komisch eigentlich, denn heute würde ich noch im Nachgang applaudieren, mir sogar viel mehr Wiederholungen herbei wünschen. Nicht nur für mich, sondern für alle Frauen dieser Welt. Damals war ich Single und überhaupt nicht auf der Pirsch, wenn man das so sagen darf. Eher desinteressiert und gelangweilt, von trägen Dates, Bierfahnen an der Bar und stumpfer Vögelei ohne Sinn und Verstand. Nicht, dass letzteres nicht auch erste Sahne sein kann, aber irgendwann oder zwischendurch kann es auch mal öde werden, das Abschleppen und abgeschleppt werden. Oder auch weh tun. Wenn man zum Beispiel realisiert, dass man da gerade bloß Körperlichkeiten über Gefühle legt, nach dem Motto &#8222;Fuck the Pain Away&#8220; &#8211; mit freundlichen Grüßen von Peaches. Weshalb ich ein einziges Mal, zwischen Federkern und quietschendem Bettgestellt, dachte: &#8222;Och, nö. Eigentlich habe ich gerade gar keine Lust. Eigentlich will ich gerade viel lieber weinen. Aber egal, jetzt bin ich eh schonmal hier.&#8220; Anfang Zwanzig war ich da. Heute hätte ich schon frühzeitig und laut und deutlich gesagt: Adieu, ich kaufe mir jetzt doch noch Eiscreme statt Kondome. Früher aber nicht. An diesen einen Abend nicht. Vielleicht sogar, weil ich mich nicht getraut habe. Weil ich niemandem vor den Kopf stoßen oder enttäuschen wollte und mich deshalb lieber selbst ein bisschen durch die Laken gequält habe, mehr schnarchend als euphorisch. Eine absurde und auch entwürdigende Vorstellung, für beide Beteiligten, aber vermutlich trug es sich exakt so und nicht anders zu. Ein paar Mal erzählte ich Freundinnen davon, im festen Glauben daran, sie würden mir ob dieses eigentlich ungewollten und deshalb tragischen Stelldicheins einen ordentlichen Vogel zeigen. Haben sie aber nicht. Bloß genickt wurde viel, einvernehmlich und mitfühlend, die meisten von ihnen wussten nämlich ganz genau, wovon ich da sprach und nicht wenige hatten außerdem eine eigene Geschichte beizusteuern. Traurig, aber wahr. Und viel häufiger Realität, als man meint, dieses nicht &#8222;nein, doch nicht&#8220; sagen, wie ich bereits nach kurzer Recherche feststellen musste.</p>
<p style="text-align: center;"><strong> &#8211; <a href="https://leaaugereau.bigcartel.com/" target="_blank" rel="noopener">Artwork: Léa Augerau</a> &#8211; </strong></p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/BjE1DSXD9dP/?utm_source=ig_embed&amp;utm_medium=loading" data-instgrm-version="12">
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<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/BjE1DSXD9dP/?utm_source=ig_embed&amp;utm_medium=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von LÉA AUGEREAU (@lea_augereau)</a> am <time style="font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;" datetime="2018-05-22T09:55:34+00:00">Mai 22, 2018 um 2:55 PDT</time></p>
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</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<p style="text-align: justify;">Jahre später war ich jedenfalls wieder Single. Und lernte während eines Festessens bei Freunden einen Mann kennen, den ich ausnahmsweise unbedingt wiedersehen wollte. Habe ich dann auch. Nach einem langen Abend mit langem Gelächter und langen Berührungen katapultierten wir uns schließlich vom Küchentisch rüber gen Bett. Alle Hinweise und Zeichen im Blick hätte jetzt ohne Vorbehalte munter drauf los gefummelt werden können, würde ich sagen. Kurz vor dem entscheidenden Moment hielt dieser Mann aber inne. Und ich den Atem an. Was hat er denn, dachte ich, spinnt der? Ich muss geschaut haben wie ein Auto, während dieser Vollbremsung, und dann noch mehr, als seine Lippen sich plötzlich zu einem vorsichtigen &#8222;Wollen wir miteinander schlafen?&#8220;, formten. Ich musste mir, gemein war das, vor lauter Naivität fast das Lachen verkneifen, brüllte Jaha! und machte wohl wenig beeindruckt von so viel Feingefühl weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Begeisterung überkam mich erst viel später. Als ich realisierte, dass mir damals, Anfang Zwanzig, genau diese Form des respektvollen Miteinanders gefehlt hat, dass ich sie sogar gebraucht hätte. Als eine Art Exit-Strategie, die dabei helfen kann, für sich selbst einzustehen, die es leichter macht, sich nochmal umzuentscheiden. Es steht außer Frage, dass genau dazu kein Nachfragen und erst recht keine Erlaubnis nötig sein darf, schon klar. Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen. Aber nicht wenige von uns auf den Mund. Oder das Selbstbewusstsein. Zumindest temporär oder im Eifer des Gefechts. Das kann man belächeln. Unterschätzen sollte man diese Eventualität dennoch nicht. Auch wer klug und stark ist, macht manchmal nunmal Dummes oder reagiert den eigenen Empfindungen zuwider. Ich will damit nicht sagen, dass wir jegliche Verantwortung abgeben sollten, ganz und gar nicht. Aber ich meine sehr wohl, dass die Männer dieser Welt gut daran täten, die Ursachen von sexueller Gewalt, die in unterschiedlichsten Ausprägungen daher kommen kann, Seite an Seite mit uns zu bekriegen und zwar schon im Kern. Dass sie gut daran täten, mehr Zeichen zu setzen. Uns auch im Kleinen zu zeigen: Wir hören zu und verstehen und verlernen und lernen. Uns das Gefühl zu geben: Wir kämpfen mit euch, nicht gegen euch. Für eine Welt, in der #MeToo aus der männlicher Perspektive betrachte eben nicht ausschließlich &#8222;<a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2018/10/30/i-%e2%9d%a4%ef%b8%8f-the-internet-von-liebe-2018-iamsexist-neuem-haar-der-feststellung-dass-es-ok-ist-nicht-ok-zu-sein/" target="_blank" rel="noopener">#IamSexist&#8220;</a> bedeuten sollte, sondern ganz einfach: Ich auch. </p>
<p>Ich kenne auch meine Privilegien. <br />
 Ich bin mir auch meiner Macht bewusst. <br />
 Deshalb will ich auch, dass sich etwas ändert.<br />
 Deshalb mache ich auch mit.<br />
 Deshalb werde auch ich aktiv.<br />
 Und ich finde außerdem auch, dass es selbstverständlich sein sollte, nachzufragen, wann immer man(n) sich nicht sicher sein kann.</p>
<p>#MenToo</p>
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		<title>Bedroom Stories // Ich will nicht auf die Flugzeugtoilette, ich bleibe lieber im Bett.</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/07/14/bedroom-stories-ich-will-nicht-auf-die-flugzeugtoilette-ich-bleibe-lieber-im-bett/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jul 2017 10:31:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Bedroom Stories]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr hier. Ich bin jetzt seit sieben Jahren mit meine Freund zusammen und kann nicht behaupten, mir wäre niemals langweilig gewesen, so ganz grundsätzlich, aber auch im Bett. Ist aber völlig normal, verriet mir das Internet neulich, denn Leidenschaft inkludiert harte Arbeit. Machts<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/07/14/bedroom-stories-ich-will-nicht-auf-die-flugzeugtoilette-ich-bleibe-lieber-im-bett/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/07/14/bedroom-stories-ich-will-nicht-auf-die-flugzeugtoilette-ich-bleibe-lieber-im-bett/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-164135" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/07/bedrrom-stories-sekolumne-thisisjanewayne.jpg" alt="" width="783" height="783" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/07/bedrrom-stories-sekolumne-thisisjanewayne.jpg 783w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/07/bedrrom-stories-sekolumne-thisisjanewayne-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/07/bedrrom-stories-sekolumne-thisisjanewayne-513x513.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/07/bedrrom-stories-sekolumne-thisisjanewayne-768x768.jpg 768w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/07/bedrrom-stories-sekolumne-thisisjanewayne-624x624.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/07/bedrrom-stories-sekolumne-thisisjanewayne-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 783px) 100vw, 783px" /></a>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/09/kolumne-bedroom-stories-1-jungs-wir-haben-genau-so-viel-spass-wie-ihr/" target="_blank">hier</a>.</em></p>
<p>Ich bin jetzt seit sieben Jahren mit meine Freund zusammen und kann nicht behaupten, mir wäre niemals langweilig gewesen, so ganz grundsätzlich, aber auch im Bett. Ist aber völlig normal, verriet mir das Internet neulich, denn Leidenschaft inkludiert harte Arbeit. Machts mal draußen! Oder an geheimnisvollen Orten! Oder anders als erwartet!, röhrte es. Jetzt bin ich aber nunmal ein grundfauler Mensch und habe damit den trägen Sex-Salat. Nicht immer, manchmal bin ich die reinste Brezel und ausdauernd und spitz wie nix, nein oft sogar, aber die Tage, an denen ich lieber Netflix schaue als mit meinen Partner zu fummeln, nehmen langsam Überhand. Ach was, Tage! Abende vielmehr. Ich bin nämlich, was Zeit und Ort der erregten Zusammenkunft betrifft in etwa so kreativ wie in der Küche: Gar nicht. Ich kann Nudeln und Pfannkuchen und ich kann Bett und Sofa. Für alles andere fehlt mir die Abenteuerlust, aber auch der Kreislauf.<span id="more-164133"></span></p>
<p>Einmal zum Beispiel, da wollte mich einer an der Wohnzimmerwand vernaschen, im Stehen, mich tragend, wie man es eben aus Filmen kennt, in denen die Geilheit gleich im Flur beginnt. Abgesehen davon, dass ich wahrlich kein körperlicher Zahnstocher bin und besagter Mann Arme hat wie ein Klapperstorch Beine, wurde der aufbrodelnde Akt nach etwa dreieinhalb Minuten nicht etwa durch einen frühzeitigen Abschuss für beendet erklärt, sondern weil ich plötzlich Sternchen sah. Und so sank ich schließlich schwitzend und nackend in mich zusammen, um im Schneidersitz nach Luft zu schnappen. Ganz so als hätte mein Körper brüllen wollen: Bist du behämmert, was soll der vertikale Mist, jetzt mach dich doch bitte endlich mal lang, voll anstrengend, man! Ich sah das auch so und zeigte nur schlapp auf das Blumenlaken gegenüber, mit den Worten: Da bitte gleich, ja?</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-164145" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/07/giphy-1-1.gif" alt="" width="640" height="640" /></p>
<p>Es ist wirklich nicht so, als wäre ich mir der seither existierenden Monotonie meiner Sex-Locations nicht bewusst. Deshalb habe ich eine Zeit lang großen Willen gezeigt und keine Mühe gescheut! Ich habe es im Auto getrieben und mir dabei den Arm zwischen Fahrersitz und Handbremse eingeklemmt, ich habe es auf dem Küchentisch versucht, dessen Rappeln mit den Minuten lauter wurde als mein Stöhnen, ich habe in der hintersten Reihe des Kinos ein bisschen Petting initiiert, bis die Dame drei Reihen weiter vorne zum Pipimachen aufstand und den Pimmel meines Partners durch die Jeans drücken sah, ich habe mich am Strand lasziv präsentiert wie eine Nixe und noch zwei Tage später Penatencreme auf die Wunden stellen geschmiert, aber nichts von alldem konnte jemals diese himmlische Anziehungskraft eines ebenso geräumigen wie gemütlichen Bettes schlagen. Hier kann man sich etwa das Federkernkopfkissen unter den Po schieben, um den Winkel der Penetration im wahrsten Sinne der Wortes recht steil zu verschärfen, hier ist Platz für Seidentuch-Bondage und das Knutschen danach. Trotzdem schwant mir, dass ich, dass wir, dem Lattenrost in Zukunft wieder viel häufiger fremdgehen sollten.</p>
<p>Nicht etwa, weil es uns woanders besser gefiele. Sondern weil so ein schweinisches Kopfkino mit Ortswechsel zuweilen ausreicht, um die Flamme der Leidenschaft haushoch lodern zu lassen. Das ist zwar nicht immer bequem, aber belebend. So ein Mittelding wäre doch ganz gut: Appetit holen, wo auch immer es einen übermannt und dann einfach weiterwandern, die Lust steigern, bis man irgendwann ganz rappelig wird und sich nichts sehnlicher herbei wünscht als eine Matratze, die reichlich Raum für Schabernack lässt. So schlägt man ja gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Bett gewinnt durch diese Taktik wieder ebenso an Attraktivität wie das innerpartnerliche Stelldichein. Mir, als fauler Mensch, fiele dennoch noch eine letzte Alternative ein: <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2017/04/04/bedroom-stories-zusammen-pornos-gucken/" target="_blank">Pornos gucken</a>. Solche, in denen es die Leute im Park, am Pool, auf dem Polo-Platz oder sogar auf der Flugzeugtoilette treiben &#8211; vom Bett aus natürlich.</p>
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		<title>Bedroom Stories // Zusammen Pornos gucken &#8211; mit Erika Lust</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/04/04/bedroom-stories-zusammen-pornos-gucken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2017 09:18:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[box1]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Erika Lust]]></category>
		<category><![CDATA[Bedroom Stories]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr hier. Ich glaube, ich bin ein bisschen schief gewickelt, wenn es um die Wahrnehmung meiner eigenen Offenheit geht. Denn obwohl ich ohne zu zögern meine Hand dafür ins Feuer gelegt hätte, schon mit meiner (zugegeben sehr späten) Entjungferung eine gewaltig große Portion sexuelle Gelassenheit mit Löffeln<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/04/04/bedroom-stories-zusammen-pornos-gucken/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/04/04/bedroom-stories-zusammen-pornos-gucken/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-158342" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/04/erika-lust-.jpg" alt="" width="815" height="698" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/04/erika-lust-.jpg 815w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/04/erika-lust--150x128.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/04/erika-lust--513x439.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/04/erika-lust--768x658.jpg 768w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/04/erika-lust--800x685.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/04/erika-lust--624x534.jpg 624w" sizes="(max-width: 815px) 100vw, 815px" /></a><em>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/09/kolumne-bedroom-stories-1-jungs-wir-haben-genau-so-viel-spass-wie-ihr/" target="_blank">hier</a>.</em></p>
<p>Ich glaube, ich bin ein bisschen schief gewickelt, wenn es um die Wahrnehmung meiner eigenen Offenheit geht. Denn obwohl ich ohne zu zögern meine Hand dafür ins Feuer gelegt hätte, schon mit meiner (zugegeben sehr späten) Entjungferung eine gewaltig große Portion sexuelle Gelassenheit mit Löffeln gefressen zu haben, wird mir im Angesicht rotweingetränkter Gespräche mit meinen Freundinnen immer wieder das genaue Gegenteil unter die Nase gerieben. Zuletzt am vergangenen Wochenende. Gerade waren wir noch dabei, über das Für und Wider von <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2017/03/02/girls-talk-die-app-natural-cycles-soll-reichen-um-sicher-zu-verhueten/" target="_blank">Cycles</a>, dieser neuen gehypten Verhütungs-App, zu fachsimpeln, da platze es plötzlich aus der wahrscheinlich Runden-Blauesten heraus: Schluss jetzt damit, ihr sei nämlich echt scheißlangwellig im Bett und wirklich wichtiger als das Kalibrieren von Thermometern und Temperaturen seien jetzt verdammt nochmal mal ein paar hilfreiche Tipps und Tricks zum Aufmöbeln der in Daunendecken gebetteten 5-Jahres-Monotonie, sonst würden die Wanzen bald mehr rammeln als sie und ihr Freund, deren gemeinsame Libido derzeit vermutlich irgendwo auf Lanzarote Krabbenfischen würde, und falls sie jemand zufällig treffen würde: Schöne Grüße!</p>
<p>Betretenes Schweigen. Aber nur etwa zwei Sekunden lang. Mir selbst flog gerade etwas Limo aus dem linken Nasenloch, weil Contenance, als irgendwer am Tisch die Initiative ergriff und schnell danach fragte, ob denn noch nicht einmal Pornos helfen würden. <em>Pornos, ja klar,</em> dachte ich. Und <em>oh Gott, Pornos. Hihi.</em> Beinahe hätte ich aus Reflex das Gesicht zu einem Kotze-Smiley verzogen, schließlich schaue ich sowas nur allein und ratzfatz und vor allem heimlich, genau wie mein Freund vermutlich auch. Bis zu diesem Abend kannte ich nämlich nur Youporn. Und da vergeht einem die Lust mitunter schon auf der Startseite, soviel Sperma fliegt da rum. Als gäbe es für eine Frau nichts geileres, als sich in Befruchtungsflüssigkeit zu suhlen.<span id="more-158253"></span></p>
<p>Der momentan sexuell Frustrierten in unserer Runde ging es offenbar sehr ähnlich. Sie sagte nämlich gar nichts. Außer: Spinnst du? Und da ahnte ich schon, dass es eigentlich genau anders herum sein musste. Sie und ich, wir zwei Möchtegern-Haudegen, hatten in Wahrheit nicht mehr alle Tassen im Schrank zu denken, dass Pornos per se Schweinskram und zumindest offiziell ausschließlich Counter Strike zockenden Clerasil-Fanaten vorbehalten sein mussten. Nein, nein, konterte das Sprachrohr der Lustwandlerinnen am Tisch, ob wir denn noch nie etwas von Erika Lust gehört hätten.</p>
<p>Erika? Spielt die in Boschwanza mit? Nicht im Geringsten. Erika Lust ist Erotikfilm-Regissuerin und bekannt für &#8222;feministische Pornos&#8220;, die Geschichten erzählen und nicht ausnahmslos in einem glorreichen Cumshot enden. Ihre Filme zeigen echte Menschen, die Spaß am Sex haben und mitunter sogar Liebe machen. Hin und wieder geht es aber auch richtig rund. Allerdings stets ästhetisch. So jedenfalls stand es einst <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2015/02/05/feminstische-pornos-gibts-das-ein-gesprach-mit-regisseurin-erika-lust/" target="_blank">hier auf Jane Wayne</a> geschrieben. Nachdem wir also erfahren hatten, dass die Hälfte des Tisches längst unter die Lust-Fans gegangen war und sich sogar regelmäßig Pornos mit ihren Partnerinnen und Partnern ansahen, klebten auch meine eigenen Finger schon fast auf dem mobilen <a href="http://erikalust.com/" target="_blank">Download-Button</a>. Wenn mir nicht andauernd die Eifersucht in die Quere käme. Der Gedanke an einen Ständer im Bett, der nicht ich allein durch mich gen Himmel ragt, macht, dass es mir in der Magengrube zwickt. Entspann dich mal, meinten die anderen. Ich solle einfach mal Chips und Cola kaufen, einen gemütlichen Schlafanzug überwerfen, mir der Mann schnappen und schauen, was passiert. Ist gebongt. Man muss das am Ende ja auch nicht mögen. Aber Probieren geht eben über Studieren. Nächste Woche melde ich demnach wohl mit einem Selbstversuch zurück und eigentlich kann es ja auch nur gut ausgehen: Entweder mit Cola im Nasenloch und Chipskrümeln im Bett, oder mit echter, wahrer Lust dank Erika und ihrer Posse.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/04/04/bedroom-stories-zusammen-pornos-gucken/">Bedroom Stories // &lt;br/&gt;Zusammen Pornos gucken &#8211; mit Erika Lust</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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		<title>Bedroom Stories // Warum wir oft lieber performen statt kommen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2017 13:38:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[box1]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Bedroom Stories]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr hier. Ich bin gerade ein Körperklaus, so ein richtiger, ein bisschen wie ein Roboter, der nur rechts, links, oben und unten kann, aber bestimmt kein Talent für schlangenscharfe Latina-Bewegungen hegt. Woher das kommt, weiß ich nicht, normalerweise bin ich nämlich eher biegsam wie eine<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/03/20/bedroom-stories-warum-wir-oft-zu-sehr-performen-statt-zu-kommen/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/03/20/bedroom-stories-warum-wir-oft-zu-sehr-performen-statt-zu-kommen/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-157338" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/03/bedroom-stories-sexkolumne-.jpg" alt="" width="664" height="722" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/bedroom-stories-sexkolumne-.jpg 664w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/bedroom-stories-sexkolumne--150x163.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/bedroom-stories-sexkolumne--472x513.jpg 472w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/bedroom-stories-sexkolumne--624x679.jpg 624w" sizes="(max-width: 664px) 100vw, 664px" /></a>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/09/kolumne-bedroom-stories-1-jungs-wir-haben-genau-so-viel-spass-wie-ihr/" target="_blank">hier</a>.</em></p>
<p>Ich bin gerade ein Körperklaus, so ein richtiger, ein bisschen wie ein Roboter, der nur rechts, links, oben und unten kann, aber bestimmt kein Talent für schlangenscharfe Latina-Bewegungen hegt. Woher das kommt, weiß ich nicht, normalerweise bin ich nämlich eher biegsam wie eine Brezeln, bloß scheint mir über Nacht ein erheblicher Teil meines eigenen Körpergefühls flöten gegangen zu sein. Und so kam es, dass ich dieser Tage auf meinem Freund thronte, zwar mit Lust im Nacken, aber mächtig ungelenk. Und auch ein bisschen faul. Ich wippte also ein wenig hin und her, als plötzlich ein Bild vor meinem inneren Augen aufploppte, das die Sache nicht besser machte: ich als Wackeldackel &#8211; sichtlich um den richtigen Takt bemüht, kläglich am Einklang scheiternd. Es war zum Glück dunkel, deshalb blieb die erstarrte Denkermiene, die sich schnell zwischen nachdenklichen Stirnfalten verkroch, im Schatten verborgen. Statt mich aber über die damit einhergehende ausbleibende Befriedigung meiner eigenen Libido zu ärgern, hoffte ich von Zweifeln zerfressen einzig und allein darauf, mein Gegenüber möge nichts von meiner miesen Meisterleistung in Sachen Off-Beat bemerken. Ab sofort hieß es: Perfomen statt kommen. Denn wichtiger als meine Lust wurde mir plötzlich mein Ego.</p>
<p>Erst Tage später wurde mir bewusst, wie falsch das war. Nicht, weil Selbstlosigkeit per se dilettantisch wäre, bloß war der Grund für selbige in diesem Fall der behämmertste aller denkbaren. Ich wollte ja überhaupt nicht nett sein. Sondern bloß um Himmels Willen nicht schlecht im Bett. Und ich glaube, damit bin ich nicht alleine. Oder noch schlimmer: Vermutlich bringt diese Sorge sogar recht viele von uns um den so wohlverdienten Orgasmus.<span id="more-157276"></span></p>
<p>Beim Freitagsstammtisch gab ich meine Geschichte selbstverständlich zum Besten, woraufhin eine ungeahnt emotional aufgeladene Diskussion entstand. Von acht Frauen gaben vier zu, nur bei etwa jedem 10. Akt der körperlichen Liebe zum Höhepunkt zu gelangen. Und weshalb? Weil sie sich nicht selten für das Umsetzen ihrer eigenen Bedürfnisse schämen &#8211; und zwar solange, bis am Wochenende schließlich das ein oder andere Glas Wein oder Tonic die Hemmschwelle knackt. Wie fünf Ochsen vor dem weit entfernten Berg der Selbstbestimmung saßen wir also da und ersoffen eine nach der anderen in fadenscheinigen Erklärungen für unsere Scham, in abstrusen Gehirngespinsten, die uns offenbar in regelmäßigen Abständen um jede sexuelle Ekstase bringen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-157339" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/03/dee-throat.jpg" alt="" width="650" height="985" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/dee-throat.jpg 650w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/dee-throat-150x227.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/dee-throat-339x513.jpg 339w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/dee-throat-528x800.jpg 528w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/dee-throat-624x946.jpg 624w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" /></p>
<p>Die eine fand, sie müsse zu viel rubbeln. Rein-raus, das wäre gefühlt als würde man eine Bifi in eine Turnhalle werfen, quasi konsequenzenlos. Bloß käme sie sich vor, wie ein wildgewordenes Karnickel, würde sie sich minutenlang an ihrem Freund reiben. Und das Vorspiel? Achja, das vergesse man so leicht und dann sei man ja schon mittendrin, warf die Zweite ein. Die Vierte klagt, er komme zu schnell und sie selbst zu langsam. Nach Pausen traue sie sich aber nicht zu fragen, das sei ja voll fies, zu intervenieren, wenn einer vor Bock zu platzen droht. Freundin Nummer Vier hingegen traut sich nicht, ihrer Affäre zu gestehen, dass sie beim Doggy Style mehr Lust auf das Befreien des Kopfkissens von Fusseln verspürt, als auf seinen Lulu. Ob der Großteil der Männer eigentlich nicht wisse, dass vaginale Orgasmen echt schrecklich rar gesät seien, fragten wir uns im Kollektiv und ob ein blinkender Pfeil gen Kitzler vielleicht Abhilfe schaffen könne.</p>
<p>Natürlich nicht. Nur wir allein können das. Wenn Vögeln Silber ist, ist Kommunikation nunmal Gold. Verbale ebenso wie non-verbale. Man muss sich nur trauen. Hat man diese Hürde geschafft, fällt das Fallenlassen auch gar nicht mehr so schwer. Rubbelt und stöhnt wo viel ihr könnt, nehmt euch, was auch immer ihr wollt, fordert ein, was ihr braucht. Die Wahrheit ist nämlich: Im Bett kann man eigentlich gar nicht doof dastehen, ganz im Gegenteil: Selbstvertrauen ist und bleibt ganz unangefochten das ulitmative Superlativ von Sexyness.</p>
<p>Fotos: <a href="http://loversanddrifters.com/" target="_blank">The Lovers &amp; Drifters Club</a></p>
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		<title>Bedroom Stories #4 // J&#8217;aime vielleicht L&#8217;amour à trois</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/02/13/bedroom-stories-4-jaime-vielleicht-lamour-a-trois/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2017 14:13:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[box3]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Bedroom Stories]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr hier. Mein Freund und ich sind jetzt seit fast drei Jahren zusammen. Normalerweise fängt es ja jetzt irgendwann an, einzurosten. Im Bett vor allem. Sagt man jedenfalls. Aber was &#8222;man&#8220; sagt, stimmt ja wirklich auch nur bedingt. Jedenfalls würde ich unseren momentanen<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/02/13/bedroom-stories-4-jaime-vielleicht-lamour-a-trois/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/02/13/bedroom-stories-4-jaime-vielleicht-lamour-a-trois/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-154547" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/02/bedroom-stories-4-lamour-a-trois.jpg" alt="" width="900" height="900" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/02/bedroom-stories-4-lamour-a-trois.jpg 900w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/02/bedroom-stories-4-lamour-a-trois-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/02/bedroom-stories-4-lamour-a-trois-513x513.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/02/bedroom-stories-4-lamour-a-trois-768x768.jpg 768w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/02/bedroom-stories-4-lamour-a-trois-800x800.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/02/bedroom-stories-4-lamour-a-trois-624x624.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/02/bedroom-stories-4-lamour-a-trois-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><em>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/09/kolumne-bedroom-stories-1-jungs-wir-haben-genau-so-viel-spass-wie-ihr/" target="_blank">hier</a>.<br />
</em><strong><span style="font-size: 1rem;"><br />
</span></strong><span style="font-size: 1rem;">Mein Freund und ich sind jetzt seit fast drei Jahren zusammen. Normalerweise fängt es ja jetzt irgendwann an, einzurosten. Im Bett vor allem. Sagt man jedenfalls. Aber was &#8222;man&#8220; sagt, stimmt ja wirklich auch nur bedingt. Jedenfalls würde ich unseren momentanen Beziehungsstatus eher als zweiten oder dritten Frühling bezeichnen, auf allen Ebenen. Uns steht sozusagen der Schalk im Nacken, hin und wieder fühlen wir uns zu gleichen Teilen Banane und manchmal haben wir auch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Wenn wir zum Beispiel fest entschlossen sind, für immer ganz anders zu sein als der Rest der Welt, viel freier eben und offener und wunderbar wild. Erwachsen zwar, aber längst nicht &#8222;wie die großen Leute&#8220;. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch in diesem Monat Geburtstag habe, aber vor ein paar Tagen überkam uns zudem auch noch die Sehnsucht nach Jugend, weshalb wir schließlich im Schneidersitz vor alten Mixtapes saßen und unserer Vergangenheit lauschten. <strong>&#8222;Moi ce que j&#8217;aime / c&#8217;est faire l&#8217;amour / spécialment à trois / Je sais c&#8217;est démodé /ça fait hippie complet / mais je le crie sur les to&#8217;ts / J&#8217;aime l&#8217;amour à trois&#8220; </strong>sangen Stereo Total. Ein Blick, zwei Gedanken, dann Stille. &#8222;Willst du?&#8220; fragte ich und er sagte: &#8222;Du denn?&#8220;. Gemeinsam gegen das Einrosten, so der Plan.</span><span id="more-153722"></span></p>

<p>Wir brauchen uns hier ja nichts vormachen. 80% aller Menschen gehen laut Statistik fremd, leider. Warum, das steht in den Sternen, aber ich kann bloß vermuten, dass es nicht immer und ausschließlich an verlorenen Gefühlen liegt. Sondern vielmehr an unerfüllten Gelüsten. Meinen Freund liebe ich bis zur Raumsonde Voyager und wieder zurück, wirklich wahr, aber wer kennt denn nicht diesen kurzen Moment im aufflackernden Strobo-Licht, indem dir der Gedanke an einen schnellen Partykuss zu <em>Sixpence non the richer </em>auf einmal vorkommt wie eine leichte Brise, die verlockend süß von der Insel der Jugend rüber winkt. &#8222;Wir mögen uns mehr als Mohneis&#8220;, sagte er, &#8222;und das Abenteuer, wir könnten es wagen&#8220;. Klar, antwortete ich, mich feste gegen die Langeweile und auch gegen jede Spießigkeit wehrend. Freifahrtsschein olé. Und besser als eine offene Beziehung, die ich niemals führen könnte; das weiß ich schon lange. Eine Cola später verschluckte ich mich an der Kohlensäule. Das Bauchweh aber kam ganz woanders her. Nämlich von Option Nummer eins: Zwei Frauen und ein Mann. Mein Mann.</p>
<p>Mein Kopf hat binnen weniger Sekunden folgendes daraus gemacht: Wird sie aussehen wie frisch aus dem Ei gepellt, nach royalem Rosenöl duften, sich biegen können wie eine Brezel? Könnten ihre Brüste wie Zuckerwatte schmecken, was, wenn sie einen Hintern wie J.Lo mit ins Bett schwingt, ist sie am Ende womöglich auch noch supernett und im schlimmsten Fall sauschlau? Muss ich dann also im Falle der Fälle dabei zugucken, wie mein Freund eine Traumfrau vernascht? Was, wenn die sich verknallen? Ich werde sterben, innerlich. Mit jedem Blick und jeder Berührung. Vielleicht werde ich sogar handgreiflich, vielleicht laufe ich rot an und vielleicht wachsen mir Hörner. Oder ich schmeiße mich auf den Boden und fange laut an zu heulen. Zwei Männer und ich? Zu anstrengend. Und eine komische Vorstellung, die vor allem von kurzen Porno-Sequenzen genährt werden, die ich am liebsten nie gesehen hätte. Also zurück zum Anfang: L&#8217;amour à trois. Will ich das überhaupt? Schon. Bin ich selbstbewusst? Auch. Ist unsere Liebe stark? Sowieso. Aber das Ego! Die Restangst. Zu viel Gossip Girl geschaut, früher.</p>
<p>&#8222;Ich bin noch nicht so weit&#8220;, entscheide ich ganz flink, das alles soll ja schließlich Spaß machen und nicht irre. -&#8222;Ich auch nicht.&#8220; Puh.<br />
Immerhin wussten wir jetzt endlich, dass es gar nicht so schlimm ist, über Phantasien zu reden, noch bevor sie zu Wünschen werden. Und dass sie außerdem viel weniger abstrakt und abstrus erscheinen, wenn sie einem einmal über die Lippen gekommen sind. Als wir uns wenig später von unserer Übereinstimmung übermannt und ganz spontan durch die Laken wälzten, wurde mir plötzlich klar, was mich am meisten an allem Vorangegangenem gestört hatte: Die potenzielle Planung dieser kurz angedachten L&#8217;amour fou.</p>
<p>Man kann so einen Dreier natürlich ganz kontrolliert von statten gehen lassen und sich den Termin rot im Kalender notieren. Das mag für viele funktionieren, aber nicht für mich. Nennt es Psychologie, aber &#8222;Vorsatz&#8220; ist in den meisten Fällen ja tatsächlich eher negativ konnotiert. Ich schlage also vor, nochmal neu zu denken, und größer. Zu viert, das wäre vielleicht wirklich was. Mit einem fremden Pärchen etwa, weil &#8222;don&#8217;t shit where you eat&#8220;. Aber nur, wenn das Schicksal uns zusammen führt. Ohne großes Trara. Wenn alle Beteiligten es fühlen. Vielleicht ja, wenn mal wieder irgendwo &#8222;Kiss Me&#8220; läuft. Unwahrscheinlich? Mag sein. Aber wir haben ja noch ein ganzes Leben lang Zeit.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/02/13/bedroom-stories-4-jaime-vielleicht-lamour-a-trois/">Bedroom Stories #4 // &lt;br/&gt;J&#8217;aime vielleicht L&#8217;amour à trois</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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		<item>
		<title>Bedroom Stories #3 // Baby, take a walk on the wild side</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/27/bedroom-stories-3-baby-take-a-walk-on-the-wild-side/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2017 13:27:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Bedroom Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr hier. Man ließt und hört ja immer wieder davon, dass &#8222;diese Feministinnen&#8220; in Wahrheit nur mal richtig durchgenommen werden müssten, die Leute munkeln dann, dass &#8222;diese Feministinnen&#8220; unterm Bettlaken plötzlich sowieso ganz kleinlaut und devot würden und dass die ganze Sache mit der<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/27/bedroom-stories-3-baby-take-a-walk-on-the-wild-side/">weiterlesen…</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/27/bedroom-stories-3-baby-take-a-walk-on-the-wild-side/">Bedroom Stories #3 // &lt;br/&gt;Baby, take a walk on the wild side</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/27/bedroom-stories-3-baby-take-a-walk-on-the-wild-side/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-153240" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/01/wild-side-bedroom-stories.jpg" alt="wild side bedroom stories" width="700" height="576" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/wild-side-bedroom-stories.jpg 700w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/wild-side-bedroom-stories-150x123.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/wild-side-bedroom-stories-513x422.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/wild-side-bedroom-stories-624x513.jpg 624w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a></p>
<p><em>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/09/kolumne-bedroom-stories-1-jungs-wir-haben-genau-so-viel-spass-wie-ihr/" target="_blank">hier</a>.</em></p>
<p>Man ließt und hört ja immer wieder davon, dass &#8222;diese Feministinnen&#8220; in Wahrheit nur mal richtig durchgenommen werden müssten, die Leute munkeln dann, dass &#8222;diese Feministinnen&#8220; unterm Bettlaken plötzlich sowieso ganz kleinlaut und devot würden und dass die ganze Sache mit der Emanzipation und eben &#8222;diesen Feministinnen&#8220; dann wohl nichts weiter als bescheuerte Heuchelei sei. Denn eine echte Feministin täte &#8222;so etwas&#8220; selbstredend nicht. Im Angesicht derartiger Spekulationen wird mir immer ganz feurig zumute, während ich voller Wonne an den nächsten kleinen Klaps auf den Po denke, der mir bald nackend blühend wird. Sogar ganz freiwillig. Obwohl ich Feministin bin. Oder gerade deshalb, jawohl.</p>
<p>Ich habe nämlich gelernt, über meine Bedürfnisse und Wünsche zu reden, sie sogar ganz deutlich einzufordern. Das klingt jetzt Larifari, aber ich glaube, das Quatschen übers Bumsen ist zwischen vielen Paaren tatsächlich noch immer ein zaghaftes Pflänzchen, man will ja nicht unzufrieden, wahnsinnig oder gar verkorkst rüberkommen.<span id="more-153098"></span></p>
<p>Stattdessen wippt man vor allem in jungen Jahren durch ein, zwei, drölf Betten, ohne auch nur im Ansatz so richtig Butter bei die Fische zu geben. So war das auch bei mir. Versteht mich nicht falsch, schlecht war das nicht. Aber eben auch nicht superraketenstark. Lasst es mich so formulieren: Wenn Sex Pasta ist, dann ist Sex nach Wunsch Pasta mit Parmesan. Zügeln sollte man sich also nur aus aufrichtiger Lust am zaghaften Liebemachen, nicht aber aus Scham. Als ich das begriff, traute ich mich vor lauter Selbstbewusstsein strotzend also endlich auch mal absichtlich schwach zu sein.</p>
<p>Wenn ich meinem Sexpartner jedenfalls zu verstehen gebe, dass er diesmal gern ein bisschen ruppiger, fester zupacken oder verbal eindeutig sein darf, dann ist das ein Akt der Selbstbestimmung. Kein Ausdruck von Unterdrückung. Ich muss am Tor der sexuellen Unterwerfung ja nicht gleich meinen freien Willen abgeben, nein, ich beanspruche sogar einen großen Teil der zusammengerechneten Dominanz für mich &#8211; indem ich die Spielregeln selbst aufstelle. Leichtes Haareziehen, ein Klaps auf den Po, Handgelenke, die ins Kissen gedrückt werden &#8211; mehr muss es gar nicht sein. Aber genau das hin und wieder ganz unbedingt. Und ich glaube, damit bin ich nicht allein.</p>
<p>Wenn ich jetzt mal ungefiltert ehrlich sein darf, würde ich sogar ganz grundsätzlich für mehr Feuer im Bett, auf dem Sofa oder dem Küchentisch plädieren. <em>Baby, take doch endlich mal a walk on the wild side,</em> will ich meinen Freundinnen manchmal raten. Das könnte echt gut tun. Weil so ein neckisches Herumschubsen, das irgendwann in hemmungslosem Rumwälzen durch die Laken endet, besser ist als der meiste Streit. Weil zumindest sinnloses Zanken dadurch entschärft werden und dann sogar scharf sein und aus Ernst ein freudiges Spiel werden kann, nachdem man sich schließlich tief in die Augen schaut und einfach weiß. Dass das jetzt irgendwie heilsam war zum Beispiel. Weil über den Tag angesammelte Aggressionen und Hasskappen auf wen auch immer, binnen weniger kleiner Bisse ins Lieblingsohrläppchen plötzlich am egalsten sind. Weil Wut sich wirklich wegvögeln lässt. Getreu dem Motto: Make love, not war. Aber bitte nur so doll, wie es beide mögen.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/27/bedroom-stories-3-baby-take-a-walk-on-the-wild-side/">Bedroom Stories #3 // &lt;br/&gt;Baby, take a walk on the wild side</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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		<title>Bedroom Stories #2 // Sex statt Yoga.</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/17/bedroom-stories-2-sex-statt-yoga/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2017 09:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[box1]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Bedroom Stories]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr hier. Ich finde, so ganz grundsätzlich, die Leute sollten viel mehr bumsen. Ich sage jetzt außerdem ganz bewusst bumsen und nicht Liebe machen, denn Liebe zu machen ist zwar schön, aber mitunter auch anstrengend. Einfach, weil es dauert und in gewisser Weise fordert,<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/17/bedroom-stories-2-sex-statt-yoga/">weiterlesen…</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/17/bedroom-stories-2-sex-statt-yoga/">Bedroom Stories #2 // &lt;br/&gt;Sex statt Yoga.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/17/bedroom-stories-2-sex-statt-yoga/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-152495" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/01/bedroom-stories.jpg" alt="bedroom stories" width="640" height="681" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/bedroom-stories.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/bedroom-stories-150x160.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/bedroom-stories-482x513.jpg 482w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/bedroom-stories-624x664.jpg 624w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/09/kolumne-bedroom-stories-1-jungs-wir-haben-genau-so-viel-spass-wie-ihr/" target="_blank">hier</a>.</em></p>
<p>Ich finde, so ganz grundsätzlich, die Leute sollten viel mehr bumsen. Ich sage jetzt außerdem ganz bewusst <em>bumsen</em> und nicht <em>Liebe machen, </em>denn Liebe zu machen ist zwar schön, aber mitunter auch anstrengend. Einfach, weil es dauert und in gewisser Weise fordert, wenn auch nur Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen. Vorspiel, Aramsamsam, Nachspiel, ihr wisst schon. Manchmal wehrt sich auch in mir alles gegen das Rumfummeln, ich will dann lieber Netflix als nackte Tatsachen. Der Alltag ist schließlich anstrengend genug. Aber &#8211; und dieses <em>aber</em> sollte unbedingt sehr groß geschrieben werden &#8211; Fakt ist, dass so ein mittelkurzes bis rasant schnelles Rein-Raus Wunder bewirken kann, ob mit oder ohne Orgasmus, ganz egal. Sex statt Yoga quasi, darauf konnten meine Freundinnen und ich uns nach langem Hin und Her und einer großen Familienpizza sogar einigen. Sex als eine Art fortwährender Selbstheilungsprozess. Gut für die Seele, die Beziehung, den Job und die mentale Gesundheit. Weil Sex gleich doppelt Stress abbaut, auf dem geistigen wie dem körperlichen Kanal. Ganz so, als würde man den von Strapazen gespannten Flitzebogen endlich loslassen, als bekäme der innere Vulkan unverhofft das Go zum Spucken und am Ende legt sich die warme Lava wie eine versöhnliche Decke über das Tal der täglichen Reizthemen. Lava, nicht Sperma, ihr Ferkel. Bleibt trotz all der offensichtlichen Wonne von drei, vier, fünf, sechs Vögeleien pro Woche bloß noch ein Feind namens Faulheit. Wir kennen ihn alle. <span id="more-152467"></span></p>
<p>Natürlich auch ich. Dabei behaupten besagte Freundinnen gern, ich sei in dieser schlüpfrigen Angelegenheit &#8222;gestrickt wie ein Kerl&#8220;. Ständig horny und allzeit bereit. Stimmt einerseits, mal ganz abgesehen von der fiesen Sexismus-Keule. Andererseits schwante mir jüngst, dass ich vielleicht gar nicht grundlos geiler, sondern bloß gereizter bin als der Rest des tendenziell ausgeglichenen Freitagabend-mit-Rotwein-Trupps. Mag ja sein. Aber dann gibt es echt viele von mir. Für ebenjene erzähle ich das hier überhaupt. Jedenfalls verlor auch ich nach dem dieswöchrigen dritten Glas Wein mein politisch korrektes Feingefühl und gab zu, hin und wieder Schreckliches zu denken. Heimlich. Dinge wie &#8222;Gott, ist die heute untervögelt&#8220;. Pardon. Ich meine das niemals böse, aber durchaus ernst.</p>
<p>Wir Frauen mögen zwar zu gezügelter sexueller Gier erzogen worden sein, aber das bedeutet noch lange nicht, dass das Gegenteil nicht hin und wieder hilfreich sein könnte. Natürlich hat auch ein Mann nicht automatisch und immer Bock, das ist großer Quatsch, aber: Es ist für den Menschen an sich tatsächlich möglich, Lust zu lernen. Getreu dem Motto &#8222;Übung macht den Meister&#8220;. So war es jedenfalls bei mir trägem Hundling. Und ich vermute, der oder die ein oder andere täte ebenfalls recht gut daran, das Bumsen endlich viel gelassener in den Alltag zu integrieren. Wie Zähneputzen etwa, bloß ohne Pflicht und Druck. Es muss wirklich partout nicht anstrengend sein, sondern kann vielmehr so selbstverständlich werden wie das Abendbrot. Und auch ebenso köstlich, außerdem heilsam und noch dazu beruhigend wie heißer Lavendeltee.</p>
<p>Die Routine macht das Pimpern übrigens nicht schlechter. Im Zweifel sogar vertrauter. Und für, sagen wir mal, &#8222;Deep Sex&#8220; bleibt ja immer noch genügend Zeit. Gleichzeitig wird spontaner Sex wahrscheinlicher. Noch ein Pluspunkt also. Denken wir nur mal an die Intensität gewisser intimer Szenen aus <em>Mr. und Mrs. Smith.</em> Auch keine schlechte Idee. Mehr Leidenschaft statt Streit. Da wird es zuweilen ein bisschen wilder, wenn einer stinkig ist. Ich sage euch, auch das wirkt wieder Wunder, genau wie ein gelegentlicher neckischer Klaps auf den Po beim Sex, den man ruhig mal einfordern und auch zurückgeben darf, zum Beispiel durch leichtes Haareraufen und -ziehen, weil man stinksauer ist. Aber dazu nächste Woche mehr. Jetzt gehet und bumset &#8211; so viel ihr könnt.</p>
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		<title>Kolumne: Bedroom Stories # 1 // Jungs, wir haben genauso viel Spaß wie ihr.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2017 12:38:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[box3]]></category>
		<category><![CDATA[Bedroom Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Ich kenne Nike jetzt schon ein knappes ganzes Jahr. Meist sehen wir uns bei Wein und Kerzenschein, mit ein paar anderen Freundinnen und nicht selten reden wir in dieser Runde über Privates, das allgemein hin nicht für fremde Ohren bestimmt ist, über Sex zum Beispiel. Warum man<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/09/kolumne-bedroom-stories-1-jungs-wir-haben-genau-so-viel-spass-wie-ihr/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/09/kolumne-bedroom-stories-1-jungs-wir-haben-genau-so-viel-spass-wie-ihr/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-151983" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/01/bedroom-stories-thisisjanewayne.jpg" alt="bedroom stories thisisjanewayne" width="635" height="689" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/bedroom-stories-thisisjanewayne.jpg 635w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/bedroom-stories-thisisjanewayne-150x163.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/bedroom-stories-thisisjanewayne-473x513.jpg 473w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/01/bedroom-stories-thisisjanewayne-624x677.jpg 624w" sizes="(max-width: 635px) 100vw, 635px" /></a>Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane.</em></p>
<p>Ich kenne Nike jetzt schon ein knappes ganzes Jahr. Meist sehen wir uns bei Wein und Kerzenschein, mit ein paar anderen Freundinnen und nicht selten reden wir in dieser Runde über Privates, das allgemein hin nicht für fremde Ohren bestimmt ist, über Sex zum Beispiel. Warum man sich derart über einen der gängigsten Zeitvertreibe des Planeten echauffieren kann, darüber diskutierten wir erst neulich, was in folgender Erkenntnis gipfelte: Unsere Geschichten, die sich nunmal auch zwischen Laken oder nackend abspielen, sollten gelegentlich sehr wohl erzählt werden. Am besten sogar laut und deutlich. Einfach, weil es da ein paar Dinge gibt, die auch im größeren Kreis diskutiert gehören. Weil das Reden übers Vögeln nichts schmuddeligen ist, sondern höchstens sehr menschlich. Weil die Leute noch immer viel zu verklemmt sind. Finde ich. Und auch die Janes sehen das so, weshalb sie mir ab sofort erlauben, regelmäßig über Tabus und Gefühle und die Normalste Sache der Welt zu schwadronieren. Weil ich aber weiß, dass mein Partner das maximal anders sieht, genau wie andere Sexpartner oder meine Eltern, verrate ich euch zwar meinen echten Namen, aber lasse das dazu passende Foto vorerst weg. Ich hoffe, das ist ok. Auch wenn es meiner oben genannten Erkenntnis zweifelsohne widerspricht. Schuldig. Aber jetzt zu meinem jüngsten Erlebnis.<span id="more-151961"></span></p>
<p>Ich war noch ganz beschwipst von den Likörpralinen meiner Tante und außerdem heilfroh, dass Weihnachten nun endlich vorbei war, als ich vor meiner Heimreise nach Berlin noch bei einem alten Freund vorbei gurkte, der zum Abschiedstrunk geladen hatte. Ich rechnete mit vielem, aber nicht mit meinem Exfreund, der mein allererster war und ein wenig, sagen wir, beschränkt. Daran hatte sich offenbar auch nach zwölf Jahren nichts geändert, was gut daran zu erkennen war, dass er nach dem üblichen Smalltalk Blabla alsbald auf das Thema &#8222;Bumsen&#8220; umsattelte. Ich weiß noch nicht einmal mehr, wie es dazu kam, bloß, dass ich irgendwann auf einer Bierbank saß und mich daran zu erinnern versuchte, ob Felix früher schlecht oder gut im Bett gewesen war. Weder noch. Mittelmaß und der Prototyp eines &#8222;Rammlers&#8220;. Der Rammler sagte also plötzlich: &#8222;Ich bin ja so froh, dass ich ein Mann bin&#8220;. Aha, dachte ich und fragte &#8222;Wieso?&#8220;. Natürlich hätte ich ahnen können, dass nichts Geistreiches folgen würde, aber das Ausmaß der mit entgegen wehenden Idiocracy erschütterte mich trotzdem zutiefst: &#8222;Ja weil unser Orgasmus viel geiler ist als eurer!&#8220;. Ich verschluckte mich am Neujahrsstollen, der Rammler lachte laut und drückte seine Zunge von innen an die Wange. Blasen, haha. &#8222;Natürlich&#8220;, antworte ich. &#8222;Lass mich raten: Der männliche Höhepunkt MUSS viel geiler sein als der weibliche, sonst hättet ihr ja nicht ständig Bock zu Ficken und wir häufig Migräne.&#8220; Die Ironie kam nicht an. &#8222;GENAU!&#8220;. Erfreut darüber, dass ich ihn offenbar verstanden hatte, verschränkte Felix selbstgefällig die Arme vor der Brust. &#8222;Das glaubst du echt, ne?&#8220;, fragte ich. &#8222;Ja klar! Ihr habt ja auch keinen Schwanz.&#8220; Haha. Ganz offenbar redete Rammlerboy ausschließlich mit Kumpels über sein Liebesleben, nie aber mit seinen eigenen Freundinnen oder überhaupt mit irgendwelchen Frauen. Er erklärte nämlich außerdem, dass &#8222;das bei Männern auch viel einfacher von statten gehen würde&#8220;, wir Weibers &#8222;bräuchten ja ewig&#8220; bis wir mal einen Orgasmus hätten. Es folgte ein Monolog meinerseits:</p>
<p>Felix,<br />
jetzt pass mal gut auf. Bevor du mit deinen 30 Jahren noch weiter im Dunkeln herum tappst, solltest du zunächst einmal damit aufzuhören, zu denken und anfangen, zu reden. Und zwar mit den Personen, in die du deinen Penis reinschiebst. Frag sie doch mal, was und wie sie es am liebsten haben, hör einfach mal richtig zu. Es fällt uns nämlich auch nicht immer leicht, zu intervenieren, wenn einer ständig so tut, als hätte er die Weisheit der Lust mit Löffeln gefressen. Auch aus Rücksicht auf Gefühle, ihr seid ja schließlich nicht aus Stein. Frauen finden es in Wahrheit jedenfalls genau so geil zu kommen wie du. Es geht beim Pimpern also nicht darum, dass du möglichst schnell abspritzt. Vögeln ist keine Solo-Perfomance, außer du lehnst in deinem Schreibtischstuhl. Sollte deine Partnerin tatsächlich lieber Migräne als Sex mit dir haben, schlage ich dir dringend Selbstreflexion vor. Der weibliche Orgasmus ist in Wahrheit die reinste Wonne und ganz bestimmt nichts, auf das wir freiwillig verzichten. Bloß kommt der nunmal in den meisten Fällen nicht durch ein bisschen Rein-Raus zustande. Und hier hast du recht, wir sind da unten womöglich ein wenig komplexer gebaut. Aber lass dir gesagt sein: Wenn wir es uns selbst machen, dann gehts trotzdem ruckzuck. Think about it. Die Scheide trägt diesmal also keine Schuld. Dann schon eher die Pornoindustrie, die so tut, als sei jeder Orgasmus ein vaginaler und der Kitzler bloß eine lustige rosa Kugel, die sich hin und wieder zur Freude des Mannes abschlecken lässt. Frauen und deren Bedürfnisse sind übrigens sehr unterschiedlich, genau wie eure auch (manche Männer brauchen sogar Blümchensex, echt) &#8211; falls du das nicht wusstest. Solltest du also je davon ausgegangen sein, ein toller Hecht im Bett zu sein, mag das für eine spezielle Partnerin durchaus gegolten haben, aber: Neues Spiel, neues Glück. Mit immer neuen Regeln. Die Gleichung, die du dir da in deinem Kopf aufgestellt hast (Männer = dauerspitz, Frauen = nur mittel horny), ist, gelinde gesagt, ein fataler Trugschluss, für beide Seiten. Ich wünsche dir nämlich auch richtig guten Sex, aber der ist doch nur möglich, wenn man nicht nur selbst Lust hat, sondern auch die des Partners spürt. Fang am besten bei 0 an und mit den Fingern. Stopf sie nicht einfach rein, sondern erkunde, was es zu erkunden gibt und dann mach dich locker. Sei mal forsch und mal einfühlsam und vor allem emphatisch. Dann bittet dich deine Freundin irgendwann vielleicht sogar augenklimpernt darum, ihr doch bitte endlich das echte Kopfweh wegzuvögeln. Danke.</p>
<p>Jetzt schob Rammlerfelix sich wortlos den Rest des Christstollens rein und nickte artig mit dem Kopf. &#8222;Ja, aber warum sagt mir das denn mal niemand, wenn ich nackt bin?&#8220; &#8211; Weil wir Menschen eben grundsätzlich noch viel lernen müssen. In diesem Fall zum Beispiel, dass Reden über Sex vor allem das Äußern von völlig legitimen Wünschen bedeutet. Go for it.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/09/kolumne-bedroom-stories-1-jungs-wir-haben-genau-so-viel-spass-wie-ihr/">Kolumne: Bedroom Stories # 1 // &lt;br/&gt;Jungs, wir haben genauso viel Spaß wie ihr.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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