Copenhagen Fashion Week: Und wir setzen Wood Wood das Krönchen auf – „Utopia“

09.08.2013 Allgemein, Mode

Wood Wood Teaser

Es spielt im ersten Moment keine Rolle, ob man Gesehenes umwerfend großartig findet oder sich damit vielleicht gar nicht anfreunden mag, denn Wood Wood setzt mit seiner Sommerkollektion 2014 „Utopia“ noch einen drauf. Noch nie wirkte das Konzept des dänischen Labels so durchdacht, so tiefgründig und gesellschaftskritisch: Es geht um unsere Generation, um die Unruhen unserer Zeit und um die nötige Balance, die es nun zu finden gilt:

Klassizismus traf auf Moderne, die Wahl der Location (die Ny Carlsberg Glyptotek) passte perfekt zur Kollektion und unterstrich die Aussage obendrein: Klassische Elemente verbinden sich mit modernsten Materialien, alt verschmilzt mit neu und Regeln werden ganz selbstverständlich überrannt. Der herausstechende Print wirkt wie marmorierter Stein, der durch Frakturen und Brüche eine Geschichte erzählen will und augenscheinlich an alte Gebäude erinnert – weite Silhouetten sorgen für die nötige und woodwood’sche Sportlichkeit.

Eine Kollektion, die dem ein oder anderem anders gestylt besser gefallen dürfte, die diesmal äußerst viele Lieblinge in petto hält und im kommenden Sommer für Ebbe im Portemonnaie sorgen dürfte. Und selbst der Fischerhut wirkt beim Dänen alles andere als peinlich!

Wood Wood16

Ich war für euch nämlich gestern auch auf der Messe unterwegs und habe alle Rosinchen noch mal separat geknipst. Ist doch klar.

Ein Look hat es mir besonders angetan: Der strahlend blaue Zweiteiler bestehend aus knöchellanger Flared Jeans und oversized Jacket. Ob das am „nicht-Modell“ gut ausschaut wird sich zeigen, wir bleiben bis dato aber erst mal optimistisch.

Ansonsten warten Wood Wood typische Silhoutten auf ein erneutes Remake, neue Farben halten Einzug und der Marmor-Print könnte im Team mit Alexander Wang für Balenciaga in der kommenden Sommer-Saison vielleicht doch kaum wegzudenken sein!

Eines aber ist deutlich hervor zu heben, selbst wenn man mit dem Styling der Show nicht unbedingt etwas anfangen kann: Wood Woods Sprung zum ernstzunehmenden Fashion Label ist beeindruckend, speziell dann, wenn man sich vor Augen führt, dass das einstige Basic-Label praktisch ganz spontan zur Mode gekommen ist. 2002 gründete Karl-Oskar Olsen mehr oder weniger aus einer Laune heraus einzelne Stücke – der Durchbruch  zum ernstzunehmenden Streetwear Brand gelang mit verschiedensten Kollaborationen Mitte/Ende der Nuller. 

Wood Wood

6 Kommentare

  1. Ani

    Hey! Vielen Dank für die tolle Berichterstattung, ich bin zwar dieses Mal (noch) nicht gänzlich von WoodWood überzeugt, kann ja aber alles noch werden… 😉 Noch eine weitere, gut gemeinte Anmerkung, als Userin eurer Seite ist mir aufgefallen, dass ich es schade finde, dass man „soweit“ zur Kommentarfunktion scrollen muss… Ich fände es angenehmer, wenn der Punkt „verwandte Artikel“ kürzer oder nach den Kommentaren kommen würde, denn früher habe ich oft und gerne Kommentare der anderen Leser gelesen… Es ist nur anzumerken, dass ich überhaupt keine Erfahrung im Blogbereich habe, meine Kritik kann also auch nur heiße Luft sein 😉 Ich sende euch liebe Grüße, weiter so! <3 Ani

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  2. maike

    „Es geht um unsere Generation, um die Unruhen unserer Zeit und um die nötige Balance, die es nun zu finden gilt“ – und um fischerhüte. das ist schon sehr tief ins kitschige gegriffen.
    was ich da bislang gesehen hab überzeugt mich zwar auch nicht gänzlich, aber geschmackssache.
    diesen fischerhut gibts aktuell (auch in gestreift!) bei c&a. es würde mich allerdings wirklich wundern, euch dort anzutreffen. aber ist eben auch nicht woodwood.

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  3. Nike Jane

    Liebe Maike, was genau bezweckst du eigentlich mit Absätzen wie dem Letzten? Du brauchst mir das jetzt auch gar nicht erklären, ich weiß es ja. Was ich damit sagen will: Ich finde es ungerecht, dass du uns immer wieder zu beurteilen versuchst, uns in Schubladen schiebst und unser Kauf- oder Schwärm-Verhalten bewertest, ohne uns zu kennen. Wieso trägst du seit ein paar Jahren wieder Röhrenjeans statt Boot-Cut-Schnitte? Sicher nicht, weil die Skinnies plötzlich bei C&A herum lagen.
    Liebe Grüße,
    Nike

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  5. Mira

    Tut mir leid, aber dieser Wood-Wood-„Hype“ bei euch wirkt etwas herbeigeredet.
    „Noch nie wirkte das Konzept des dänischen Labels so durchdacht, so tiefgründig und gesellschaftskritisch: Es geht um unsere Generation, um die Unruhen unserer Zeit und um die nötige Balance, die es nun zu finden gilt.“ Wo wird diese Interpretation im Folgenden erklärt/begründet? Doch nicht etwa nur wegen „Alt trifft neu“, oder? Das gilt ja heute für beinahe jede Kollektion. Würde mich insbesondere über eine Präzisierung der behaupteten Gesellschaftskritik freuen.

    Zur den Entwürfen kann ich leider nur sagen: College-Look, gähn; Schnitte, die sich bestenfalls als ungewöhnlich, schlimmstenfalls als unförmig bis untragbar erweisen; und Fischerhüte sehen auch hier furchtbar aus. Maximal ein interessanter Print als Fazit. Ein „Krönchen“ kann in meinen Augen das kaum ergattern.

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