Im Test: Fresh Parsnip //
Die Grünen Götter haben mich erhört

12.09.2014 Berlin, box1, Cooking

Food

Um es mit Carries Worten zu sagen „Ich mag mein Geld da, wo ich es nicht sehen kann – in meinem Bauch“ – so oder so ähnlich war das doch!? Lernt man mich kennen, weiß man jedenfalls auch schnell, dass ein Löwenanteil meines Geldes für Essen drauf geht – aber nicht etwa für irgendwelche Fast Food Schweinereien, klar gibt es auch mal die Falafel bei Al Safa oder Stulle mit Brot zum Mittag, aber die meiste Zeit bereitet es mir eine helle Freude mich in der Stadt auf die Suche nach richtig gutem #Foodporn zu machen: Wo gibt es die besten Märkte mit Schlonz aus der Region, wo den besten Burger und welcher Laden führt die gute zwei Jahre in Zedernholz gereifte Tamari Soja Sauce. Wo andere auf die nächste Céline sparen, lege ich jeden Tag einen Taler beiseite um zum Beispiel bald mal im Glass Berlin essen zu gehen.

Nachdem ich vor Kurzem viel über Ernährung im Botanischen Salon lernen durfte, versuche ich mich nun öfter vegan zu ernähren. Das macht Spaß und es fehlt mir nichts  – wenn es doch aber nicht so wahnsinnig unpraktisch und mitunter sehr aufwändig wäre – denn in so gut wie allen Fertigprodukten findet sich irgendwo ein Stückchen Tier(-ische Zusätze). Ganz zu schweigen von den Lieferdiensten wenn man mal faul sein will. Vegan ist tatsächlich bei vielen immer noch ein Fremdwort und deshalb gab es eines Abends diesen dramatischen Aufruf von mir im Facebook: 

Sari

Die grünen Götter scheinen mich erhört zu haben, denn seit nun fast einem Monat gibt es ihn, den gesunden, veganen Lieferservice mit ganz viel Superfood und Liebe drin. Fresh Parsnip heißt er -und ich musste ihn natürlich pronto testen:

So funktioniert’s:

Du bekommst für einen Zeitraum zwischen 1-14 Tagen jeden Tag morgens eine Kühltasche mit veganen und glutenfreien Gerichten für den ganzen Tag nach Hause geliefert.

Und so sieht zum Beispiel ein Tages-Menü aus:

Foto 2

Frühstück: Quinoa-Buchweizen-Pancakes mit Blaubeeren und Ahornsirup

Mittag: Kartoffel-Lupinen-Nocken, Auberginencreme, Tomate und Mangold

Snack: Grüner Smoothie mit jungem Spinat, Weizengras und grünem Tee

Abends: Zucchini-Spaghetti mit Avocadocreme und Paprika-Olivensauce (Rohkost) 

Oder so:

Foto 1

Frühstück: Tonkabohnen Chia mit Mango, Kiwi & Goji Beere

Mittag: Hirse Cashew Scone mit Kräutersaitlingen und Rotkohl-Slaw

Snack: Smoothie mit Blaubeer, Minze, Paranuss, Zimt, Banane

Abends: Romanesco mit Lavendel Creme, Radicchio-Linsen, Geschmorte Paprika und Wildkräuter Salat

Oder so:

Foto 3

Frühstück: Buchweizen-Porridge mit getrockneten Maulbeeren, Schokoladentopping und Pflaumen

Mittag: Süßkartoffelvindaloo mit Buschbohnen

Snack: Avocado-Limetten-Mousse mit Trauben (Rohkost)

Abendbrot: Gesprosste Blumenkohl-Quinoa-Blütenpizza

Schmeckt’s?

Jedes einzelne Gericht war ohne Übertreibung ein kleines Gedicht. Ausgewogen auskomponiert und gewürzt mit guten, saisonalen, regionalen Zutaten plus Superfood wie Maulbeeren, Hanfsamen, Quinoa, Goji und Co. Viel RAW Food ist auch immer mit dabei, was sonst übrigens ein riesengroßer Aufwand wäre das selbst zu machen.

Fazit:

Für einen Tag oder eine ganze Woche in der man sich um absolut nichts kümmern möchte, dabei aber auf nichts verzichten will, ist das Fresh Parsnip Konzept perfekt. Weder einkaufen noch den Kochtopf anfeuern muss man. Und dabei kann man sicher gehen, dass jeden Tag dreikommafünf vegane, ausgewogene, glutenfreie, gesunde und vor allem köstliche Mahlzeiten in Bioqualität auf den Tisch kommen. Die Gerichte sind liebevoll angerichtet und verpackt und die Verpackung ist sogar mikrowellengeeignet sowie kompostierbar. Wer gern gut essen, seine Ernährung umstellen will oder entgiften mag ohne dabei auf feste Nahrung zu verzichten – für den ist das Programm ebenso gut geeignet. Die für meinen Bärenhunger etwas zu kleinen Portionen sind ein kleiner (Hunger)Haken. Die nötige Portion Power gaben mir allerdings trotzdem alle Tagesrationen – denn die Gerichte strotzen vor Nährstoffen.

Der Preis ist natürlich auch nicht günstig: Ein 5 Tage Abo für 210 Euro rechtfertigt sich aber durchaus durch die Top-Zutaten, Verpackung und Lieferung. Dazu bekommt man jeden Morgen eine liebevolle Email mit dem Menü. Noch ist der Superfood-Lieferservice nur in Berlin zu bestellen, aber wenn’s gut läuft, geht’s bald weiter. Meine drei Testtage gingen jedenfalls viel zu schnell vorbei. Ich war richtig gespannt auf jeden Tag. Daran hätte ich mich gewöhnen können. Hach, Food kann so viel Spaß machen – Ich liebe dich, Essen.

Die 3 Tage Futtern gab es für mich übrigens umsonsto – Merci!

12 Kommentare

  1. Lisa

    Schade, dass du nur durch die Lieferung der ganze Bio-Kram dann doch nicht mehr so bio ist. Ich will einen Fahrradlieferdienst!

    Antworten
  2. Marie

    Klingt toll! Aber sag mal, klappt das denn die Lieferung morgens vorm Arbeiten entgegen zu nehmen? Stell mir das grad schwierig vor, weil die (Paket-)Post doch oft erst um später am Tag kommt, oder?
    Wie hast du das gemacht?

    Antworten
    1. Scalamari Jane Artikelautor

      Hi Marie, du kannst den Zeitraum genau bestimmen in dem deine Kühltasche bei dir ankommen soll. Die Lieferungen sind unabhängig von der „normalen“ Post.
      <3

      Antworten
  3. lisa

    macht dein magen verdauungstechnisch mit, bei so viel rawfood? ich hab da so meine bedenken, haha. sieht aber tiptop aus.

    Antworten
  4. Anne

    Klingt alles ziemlich lecker und raffiniert, aber dieses ganze Liefergedöns geht mir ziemlich auf die Nerven. Warum kann man sich sein Essen nicht ganz einfach selber kochen? Das macht Spaß, es entspannt und jeden, der sich nicht 1-2 Stunde am Tag für sein Essen/Essenbesorgung Zeit nimmt, halte ich für jemanden, der seine Prioritäten etwas seltsam gesetzt hat. Gutes, veganes, frisches Essen essen wollen, es aber nicht selber zubereiten wollen. Hä? Strange, in meinem Kopf. Aber ok, nicht jeder hat Spaß am Kochen und findet seine Muse darin. Ich halte diese Art der Ernährung recht Darm&Magen-belastend (zumindest meine Erfahrung) Vor allem abends Rohkost ist nicht die allerbeste Idee (wenn man es oft macht) Aber es verdaut ja jeder auch anders. Das Ding findet in B garantiert viele Abnehmer. Und wenn man Fan von so raffiniertem Kram ist, ist das ja noch doppelt gut. Achja, den Preis für 5 Tage finde ich persönlich ziemlich hoch. Das sind 42 Euro pro Tag!!! Für 3 1/2 Mahlzeiten. Das sind im Durchschnitt 12 Euro pro Mahlzeit. Ohne, dass es tierische teure Produkte enthält. Und ne Kartoffel und Aubeginen etc. kosten auch in GUTER Qualität NICHT SOVIEL! Ok, Zubereitung, Lieferung, Verpackung etc. Aber sorry, das kann man sich wirklich sparen für meiner Meinung nach „wichtigere, sinnvollere“ Dinge. Das ist auch nochmal so ne verschobene Sache, die nicht in meinen Kopf will …

    Antworten
  5. Ana

    Danke, Anne, für deinen Kommentar! Das kann ich so unterschreiben! Ich habe mich beim Lesen fürchterlich aufgeregt… allerspätestens beim Kostenpunkt. Hinzu kommt noch eine für mich persönlich wichtige Frage, wenn man schon bei dem Thema Bio und gesund ist: wird per Auto oder Fahrrad angeliefert?
    Lieber Gruß, ana

    Antworten
  6. Lisa Marie

    Die Gerichte klingen wirklich super lecker, die Portionen wirken für mich Fressmonster jedoch deutlich zu klein 😀

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr von

Related