TRAVEL // Zuhause woanders:
In Notting Hill

10.12.2015 um 12.57 – Travel

london

Wir waren schon so oft in London, haben in den schönsten Hotel geschlafen, uns von den Massen durch die Oxford Street treiben lassen, fühlten uns wie heimliche Beobachter in einem Harry Potter Film, staunten über diese schneekugelgleiche Kulisse, über kleine Chocolatiers und waren verliebt in die unfassbare Freundlichkeit dieser rauen Engländer. Wir waren dort, aber nie wirklich mittendrinnen, drückten unsere Nase an Schaufensterscheiben platt, statt rein zu gehen und waren schon wieder weg, bevor wir überhaupt ankamen – und eines war klar: Für Londons Großartigkeit braucht man ein klein wenig mehr Zeit, als ein paar Stunden zwischen eines Pressetrips. Gesagt getan: Nicht nur das Wochenende wurde eingetütet, auch die kleine Familie wurde kurzerhand unter den Arm genommen und in den Flieger gepackt.

Mit grummeligen Gefühl in der Magengegend, einem schlafenden Säugling auf dem Arm und einem schwerbepackten Freund kamen wir irgendwann an – nicht wie so oft an der Hotelrezeption, sondern im gediegenen Notting Hill: In den wohl kitschigsten vier Wänden, die ich bislang sah, in dieser gemütlichen Airbnb-Höhle von Tom und Jos mit flackerndem Kaminfeuer, kuscheligem Sofa und dem wohl schönsten Bücherregal überhaupt. Danke für so viel Heimeligkeit, ihr Zwei. Und danke London, für’s so hübsch sein – dir stehen sogar graue Wolken und Nieselregen.

Warum ich unbedingt bei Tom und Jo wohnen wollte?

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Wenn eine Stadt so hektisch ist wie London, dann ist das Ankommen in den „eigenen vier Wänden“ gleich doppelt so schön: Unser kleiner Kitschpalast direkt am Holland Park war für drei Nächte unsere kleine Insel. Während wir uns tagsüber durch Shoreditch brausten, einen Tisch im Ozone ergatterten oder noch kurz vor knapp durch die Tate Britain huschten, wartete in Notting Hill wieder pure Gemütlichkeit auf uns: Mit Tee vorm Kamin, Hauspuschen an den Füßen und ganz viel Ruhe im Kopf. So kann Städetrubel mit kleinem Kind eben doch auch ziemlich relaxt sein. Und weil ich gar nicht aufhören kann, von dieser kleinen Perle zu schwärmen, gibt’s an dieser Stelle einfach noch mehr Bilder für euch: Schlafen wie die Royals – can do!

Worauf man in London mit Baby achten solltet? Die Underground ist nicht die kinderwagenfreundlichste Zone: Treppen rauf, Treppen runter – überlegt es euch gut. Wir haben ab dem zweiten Tag nur noch auf die Trage gesetzt, hat hervorragend funktioniert <3

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Oxford Street.Processed with VSCOcam with a6 preset Processed with VSCOcam with a6 preset

Good Hood Store in Shoreditch.Processed with VSCOcam with c1 preset

Columbia Road Flower Market. Processed with VSCOcam with a6 preset

Covent Garden.

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Frühstück im Ozone.Processed with VSCOcam with a6 preset

Englische Tapas im „The Shed“.
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Columbia Road Flower Market.

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Shoreditch.Processed with VSCOcam with a6 preset

Piccadilly Circus.

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Music Party. East Cowes Castle c.1853 –  JMW Turner.

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8 Kommentare

  1. Lotta

    Hallo Sarah,
    deine Bilder sehen wirklich schön aus. Du hattest bestimmt eine tolle Zeit in London.
    Ich finde es nur wirklich schade, dass ihr auf dieser Seite vermehrt positiv über Airbnb redet ohne auch nur ein bisschen Kritik zu üben. Vermieten einzelne Personen ihre eigenen Wohnungen, wenn sie mal über das WE verreisen oder selbst im Urlaub ist, ist das unproblematisch. Der häufigere Fall ist allerdings, dass Wohnungen gekauft/gemietet werden, um diese bei Airbnb zu extrem hohen Preisen an Touristen zu vermieten. Dadurch wird Menschen der Wohnraum in ihrer eigenen Stadt genommen. Der knappe Wohnraum wird zweckentfremdet für Ferienwohnungen. Gut beobachten lässt sich dies beispielsweise in Berlin im Wrangelkiez in Kreuzberg.

    Einer (von vielen kritischen) Artikeln dazu: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/im-wrangelkiez-zeigt-sich-wie-airbnb-kreuzberg-verhoekert-13319651.html

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  2. Mae

    Das ist tatsächlich ein Problem von Airbnb, das Lotta da anspricht! Wir waren diesen Herbst länger in Portugal unterwegs und haben auch teilweise Airbnb Zimmer oder Appartments gehabt. Gerade in Lissabon waren sehr viele Wohnungen reine Touri-Buden, das war schon auffällig. Allerdings gibt es dort noch recht viel Leerstand – ganz anders als in Berlin oder gar London – über den Zustand dessen braucht man allerdings nicht sprechen, da ist ein großer Sanierungsbedarf.
    Hier in Berlin nervt es mich auch richtig – als wäre es nicht schon schlimm genug, dass plötzlich alle Welt in den eigenen vier Wänden wohnen muss und die Wohnungen verkauft werden wie geschnitten Brot. Aber das ist ein anderes Thema…
    Sarah, eure Unterkunft sieht fantastisch aus und ich würde meinen nächsten London-Trip auch gerne in so einem Träumchen verbringen! Schön, dass es mit Wilma so gut geklappt hat!

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    1. Sarah Jane Artikelautor

      Da geb‘ ich euch natürlich recht, allerdings ist das weniger ein Airbnb Problem, oder? Das „Problem“ der Ferienwohnung gibt’s schon länger. Ich hätte natürlich ins Hotel gehen können, bloß hätte das auch wieder mein Budget gesprengt – dann wiederum hätte ich nicht kommen können. Das heißt also: Laut Artikel ist nicht bloß Airbnb Schuld, sondern eben auch derjenige, der das Angebot nutzt. Und das bin ganz klar ich. Derjenige, der seine Wohnung untervermietet und der Staat, der sich zu wenig darum kümmert.

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  3. Carls daughter

    Hey Sarah,

    Sieht toll aus !!!!
    Kannst du mir erzählen wo ihr euer Baby für den nächtliche Schlaf gebettet habt? Denn da hab ich immer ein Problem mit bettchen und so ..,
    Und war der Städte Trip echt entspannt mit Kind?
    Ich fände ein paar mehr Infos zum reisen mit Baby oder besser noch Tipps oder einfach nur Berichte Mega cool :)))))))
    Thanxxxxxxxxxx

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    1. Sarah Jane Artikelautor

      Du Liebe, Wilma hat in ihrem Kinderwagen geschlafen.
      Das ist nämlich insofern super praktisch, da die Kleine erst bei uns im Wohnzimmer geschlafen hat und nachher mit ins Schlafzimmer umgezogen ist. Außerdem kennt sie den Geruch ihrer Auflage und alles ist recht kuschelig und fühlt sich geborgen an. Das kann ich wirklich nur empfehlen, solange sie so klein sind. Später würde ich ein Reisebett mit einpacken, sofern keines da ist. Aber wenn sie noch so klein sind, dann mögen sie es ja meist auch enger.
      Ich kann gern für Tiny Jane einen knackigen Artikel fertig machen <3

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  4. Elisa Zunder

    Liebe Sarah,
    das sind ja zauberhafte Fotos und ich vermute, dass die Zeit in London genauso toll war. Wenn ich die ganzen Fotos so sehe, bekomme ich echt wieder Sehnsucht nach der Stadt. Spätestens im Frühling statte ich meiner Lieblingsstadt definitiv wieder einen Besuch ab.

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  5. Johanna

    Woahhh, Sarah! Was ist das denn für eine Traumbude?! Wie hat es sich in dem Himmelbett gschlafen?

    Antworten

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