Inside Jane Wayne //
Durch den Oktober mit Sarah Jane

09.10.2017 Janes, Wir

Ein paar mal im Monat wollen wir euch mit unserer Rubrik INSIDE JANE WAYNE ein wenig mehr an unserem Alltag teilhaben lassen. Mal plaudert das Team ein klein bisschen aus dem Nähkästchen, wieder teilen wir mit euch unsere vergangenen Tage, unsere Flausen im Kopf und unsere persönliche Gedanken. Eben Momente, die uns aufgeregt oder glücklich gestimmt haben. Ein kleiner Querschnitt sozusagen, von Dingen, die gerade durch unsere Köpfe flitzen.

Was mich in diesem Oktober beschäftigt hat und worauf ich mich gerade freue, lest ihr hier: 

SO WÜRDE ICH MICH GERADE BESCHREIBEN //

Dankbar zu sein, ist eine Kunst, die man lernen kann: Denn es gibt tagtäglich zig Dinge, für die ich explizit dankbar sein darf! Angefangen bei der Gesundheit meiner eigenen Tochter bis hin zum schrecklich schönen Gefühl, glücklich und dankbar über das zu sein, was ich habe – und eben nicht ständig die Sachen zu betrachten, die ich nicht besitze oder erreicht habe. Einen Monat vor meinem 30. Geburtstag blicke ich aktuell öfter zurück denn je und das Gefühl von Dankbarkeit löst ganz viel Glück in mir aus.

DAS BESCHÄFTIGT MICH GERADE //

Wie können wir anderen Menschen um uns herum das Gefühl vermitteln, dass es den meisten von uns in diesem Land sehr wohl sehr gut geht und dass wir von unserem privilegierten Status ruhig einen ordentlichen Batzen abgeben können. Und damit meine ich nicht die Blase, in der wir uns aufhalten, sondern Menschen, die wir bislang offensichtlich nicht ordentlich erreicht haben.

Wie kann man ein „Wir schaffen das“-Gefühl verbreiten, Sorgen und Ängste aus dem Weg räumen und andere Mitmenschen an die Hand nehmen, damit sie selbst lernen, wiederum andere Hände zu ergreifen und eine bessere Welt zu gestalten? Der große Rechtsdruck in diesem Land, in Europa und der Welt macht mir Angst – und ich finde keine richtige Lösung, um diesem Problem selbst entgegen zu steuern – außer: zu kommunizieren, zu diskutieren und positive Vibes zu verströmen.

MEINE FÜSSE SIND VERZÜCKT VON:

Blauem Samt in Form von Boots. Bereits im vergangenen Jahr suchte ich sämtliche Stores nach genau diesem Modell ab – aber nichts da! In diesem Herbst konnten sie aufgestöbert werden: Bei & Other Stories!

ZUM NACHDENKEN:

Stephan Paddock erschoss 58 Menschen und in den USA rätselt man darüber, wie so ein Attentat zukünftig verhindert werden kann. So diskutiert man beispielsweise über verschärfte Sicherheitsstandards in Hotels, schiebt eine mögliche Ursache aber keinesfalls auf die laschen Waffengesetze. Eine merkwürdig traurige Welt ist das, pointiert zusammengefasst von Trevor Noah.

MEIN HERZ HÄNGT AN:

Meiner Freizeit! Vor der Geburt meiner Tochter, hätte ich bis Mitternacht im Büro sitzen können, um Artikel für euch zu tippen, Konzepte zu schreiben oder Events für euch zu besuchen – das sich meine Prioritäten aber irgendwann einmal so sehr verschieben würden, hätte ich selbst am wenigsten gedacht. Da wurde auch ununterbrochen am Wochenende gearbeitet oder Feierabende vorm Rechner verbracht. Vielleicht war es ein erstes, heilsames Jahr mit Baby, gefüllt mit Tagen und Nächten, in und an denen jede freie Minute getippt wurde, die mich irgendwann zu dem Entschluss kommen ließen, dass es so nicht weiter gehen kann, noch soll. Meine wichtigste Zeit gehört heute mir, meiner Kleinen, meinem Partner und natürlich meinen Freund*innen. Gelernt, um zu verstehen. Es gibt eben Dinge, die muss man selber fühlen und erleben, um sie zu verstehen. Heute liegen meine Prioritäten woanders: In einer gesunden Balance aus Familie und Freizeit und eben aus Arbeit – und ich bin sehr dankbar dafür.

DAS MACHT MICH STOLZ:

Ich kann es nur immer wieder sagen: Meine Tochter! Für das Wochenende ging es ausnahmsweise mit dem Flieger in die Heimat, um auf dem 30. Geburtstag einer meiner besten Freundinnen zu tanzen. Und alles, aber auch wirklich alles hätte nicht unkomplizierte funktionieren können. Ganz allein machten wir Zwei uns auf den Weg und hatten bei Oma, Uroma und Co die schönste Zeit. Family first!

Wovon wir uns außerdem öfter eine Scheibe abschneiden können: Von der Unvoreingenommenheit der Kleinsten! So wurde im Flieger kurzerhand die Brezel-Dose geteilt und mit dem etwa 1,5jährigen Nachbarn hinter uns Händchen gehalten. Außerdem Gold wert: Andere entspannte und offene Eltern. Sollte es viel häufiger geben – ist nämlich längst keine Selbstverständlichkeit.

DAS MUSS ICH ENDLICH SEHEN:

A Handmaid’s Tale“ – die US-amerikanischen Fernsehserie, die auf dem Buch Der Report der Magd von Margaret Atwood basiert und in der Frauen als Gebärsklavinnen unterdrückt werden. Die Hauptdarstellerin ist Offred, oder sagen wir „June“, die vor ihrem Schicksal einen einen Mann, ein Kind und einen Job hatte, hat jetzt nichts mehr.

Vor zwei Wochen wurde die Serie mit fünf Emmys ausgezeichnet, dem wichtigsten amerikanischen Fernsehpreis, darunter dem für die beste Drama-Serie. Seit dem 4. Oktober wird „A Handmaid’s Tale“ nun auch endlich von einem deutschen Streaming Portal ausgestrahlt, nämlich von EntertainTV, dem neuen Streaming-Dienst der Deutschen Telekom. Dort gibt’s ab sofort die ersten drei Folgen der insgesamt zehnteiligen ersten Staffel auf Deutsch und Englisch. Danach folgt wöchentlich immer donnerstags eine weitere Episode.

DAS FEHLT GERADE IN MEINER WOHNUNG: 

EIN SOFA! Himmelherrgott, es ist aber auch nicht einfach mit mir. Da bin ich jahrelang davon ausgegangen, der Küchenmensch zu sein, ein Sofa wirklich gar nicht so sehr zu nutzen und mich von meinem Riesenhoschi zu trennen, schon fehlt mir eine kuschelige Sitzgelegenheit zutiefst. Auf der Suche nach Ersatz bin ich schon länger, und wie ihr wisst, bereits bei made.com fündig geworden, allerdings überfordert mich das Angebot des Briten zunehmend. Soll ich statt auf Grün doch vielleicht auf Gelb setzen? Soll es vielleicht doch ein pflegeleichteres Ledersofa werden und brauche ich statt einem 2- vielleicht doch einen 3-Sitzer? Fragen über Fragen.

MISSION FÜRS WOCHENENDE //

Es ist zwar erst Montag, trotzdem kreisen meine Gedanken schon wieder ums heilige Wochenende. Mein Ausflug in die Wälder Brandenburgs war so heilsam, dass ich es kaum erwarten kann, auch mein kommendes Wochenende wieder voll auszukosten, in die Natur zu fahren und Freunde mitzunehmen. Egal ob Pilze bestaunen (statt sammeln!), ans Meer fahren, den Tag mit dem Drachen im Gepäck auf dem Tempelhofer Feld zu verbringen oder eine Museumstour einzulegen und selbstgemachtem Kakao in der Thermoskanne. 

AUF DER WUNSCHLISTE //

Ganz viel Cord-Liebe seit dem Lookbook von Mango. Eine Pufferjacke in knalligem Orange und Farbklekse von Grün bis blau:

Blazer von H&M Trend.
Cordhose von Mango.
Shirt mit Schulterpolstern von H&M Trend.
Gürtel von Sandro Paris.
Puffer Jacket von Stories.

 

DARAUF FREUE ICH MICH SCHON JETZT //

Tatsächlich auf den November: Zum einen steht mein 30. Geburtstag an und zum anderen habe ich ganz spontan ein wunderhübsches Airbnb Apartment in Paris gebucht: Für meine Mama, meinen Freund und mich. Jawohl, es geht mit der liebsten Maman in meine europäische Lieblingsstadt und ich kann es kaum erwarten, drei entspannte Nächte dort mit ihr zu verbringen, ihr meine liebsten Orte zu zeigen und ganz viel Quality Zeit zusammen zu haben. Paris, wir kommen!

3 Kommentare

  1. Jen

    Oh Sarah, das ist alles ganz wunderbar geschrieben und ich habe ganz ähnliche Gedanken.
    Vor allem kommentiere ich hier aber, weil das Bild deiner Tochter so unendlich süß ist! Die HAARE! Ich sterbe hier ein kleines bisschen hinterm Bildschirm 🙂 😉

    Antworten
    1. Christina

      Liebe Sarah, ich kann mich Jen nur anschließen, super schön von dir und deinen kommenden Plänen zu erfahren und deine Tochter ist ja sowas von süß und ich bin ein kleines bisschen neidisch wegen ihren roten Haaren, sooo schön und besonders! 🙂

      Antworten

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