
Im Kopf ist längst Sommer und wie kann man diese Sehnsucht am besten stillen? Genau, man geht ihr nach. 10 Monate ist mein 4 tägiges Tête-à-Tête mit Mallorca bereits schon her und der Hunger nach Sonne, Meer und Strand – oder vielmehr nach Offline-Zeit und und frischen Wind für die angeschlagenen Augen – ist ungehalten. Die Frage nach dem richtigen Kurz-Trip-Ort geisterte eine gefühlte Ewigkeit im Kopf herum und das Flair Magazin lieferte beim virtuellen Durchblättern vor rund einem Monat prompt die Antwort: Mykonos – oder wollen wir vielleicht sagen: Das San Giorgio Design Hotel direkt am Meer.
Ja, tatsächlich, absurderweise ist es mein erster Urlaub, der nach einer Bleibe ausgewählt wird und ich hoffe schwer, dass die griechische Insel die Kirsche auf dem Sahnehäubchen wird (zugegeben, ich bin mir eigentlich ziemlich sicher). Die Beschreibung der Online-Redakteurin konnte mich also vom Fleck weg begeistern, die Bilder taten ihr übriges, der Liebste wurde so lange mit einschlägigen Argumenten überzeugt und nun kann ich es kaum erwarten, bis es endlich Freitag wird <3
Dann nämlich gibt’s fünf Tage Tapetenwechsel! Weiterlesen »
Tags: Design Hotels, Griechenland, Mykonos, San Giorgio Design Hotel, Urlaub Posted in Allgemein, Leben, Wir | 9 Kommentare »

John Galliano, das “Enfant Terrible” der Modeszene, hatte es vor knapp zwei Jahren, gelinde gesagt, auf die Spitze getrieben – jetzt wird das Ganze Szenario erneut aufgewiegelt. Die Fakten dazu: Nachdem der Designer wegen antisemitischer Äußerungen zunächst von seinem Posten bei Dior befreit wurde, musste er sich schließlich auch vor Gericht verantworten. Eine Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro auf Bewährung waren die Folge seiner Pöbeleien gegenüber diverser Restaurant-Gäste an einem Abend in Paris und abgefeuerten Kommentaren wie «Ich liebe Hitler» oder «Leute wie Sie sollten tot sein. Ihre Mütter, Vorfahren sollten alle verdammt vergast sein». Nicht nur die Modewelt, sondern der halbe Erdball gab sich fassungslos – und plötzlich schieden sich die Geister am Verhalten Herrn Gallianos. Scarlett Johansson zum Beispiel, stand hinter ihrem Freund, nahm ihn sogar in Schutz, die jüdische Natalie Portman hingegen kennt bis heute kein Pardon und auch Karl Lagerfeld wetterte öffentlich gegen seinen Kollegen. Auch jetzt gehen die Meinungen über den enormen “Fehltritt” des Helden der Provokation wieder weit auseinander.
Neuester Aufhänger: Die “Parsons New School Of Design” will Galliano als Professor einstellen. Eine Petition soll das verhindern, berichtet Fashionista. Weiterlesen »
Tags: Dior, John Galliano Posted in Allgemein, Leben | 8 Kommentare »

Gestern Abend saß ich noch ein wenig schlaflos in meinem Bett herum, während ich träge durch das Internet klickte. Irgendwann landete ich schließlich auf Style.de und wurde an folgenden Satz erinnert: “Wenn man Nike von This is Jane Wayne kennt, weiß man, dass es Garderoben-technisch nie langweilig wird bei ihr.” Ich sehe mich also dort stehen, kunterbunt, mit Bindi auf der Stirn und frage mich, wo ich eigentlich geblieben bin, oder eher: Diese Person dort auf den Bildern. Jetzt gerade bin ich nämlich nichts lieber als das: Mega Langweilig.
Im ersten Moment lag der Grund für den momentanen Wandel ziemlich nahe: Ich bin jetzt 25 Jahre alt, versuche vernünftiger zu werden und auch ein bisschen ruhiger. Weniger Party, mehr Schlaf, weniger rauchen, mehr rennen. Aber das ist natürlich Quatsch. 25 Jahre, das ist kein Alter. Erwachsen ist man schließlich noch lange genug. Weiterlesen »
Posted in Allgemein, Leben, Wir | 44 Kommentare »

Wir wissen ganz genau, dass wir gern allen Dreck beiseite schieben, was nicht direkt vor unserer Haustür liegt, dass die meisten von uns lieber wegschauen als hinzusehen und die Verdrängung der Konfrontation vorziehen. Wir wissen außerdem, dass ein T-Shirt mehr als acht Euro wert sein muss und dass wir beinahe immer auf Kosten anderer Menschen sparen. Billige Kleidung tut einzig und allein dem eigenen Geldbeutel gut – für den Großteil der Konsumenten Grund genug weiterhin fröhlich in der europäischen Blubberblase zu planschen, massenhaft zu spachteln und getreu dem Motto “da muss sich wer anderes drum kümmern” zu leben.
Was soll man auch ändern als kleiner Mann, wenn die ganz großen Bosse, zum Beispiel Mohammed Abdul Jabbar, die Maschine so oder am Laufen halten. Weiterlesen »
Tags: Bangladesch, Fast-Fashion, H&M, Neon Posted in Allgemein, Kultur, Leben, Mode | 3 Kommentare »

Das Teewasser kocht über, rinnt links und rechts am Topf entlang, wie mein Gehirn an den Ohren. Ich will nicht mehr denken, nur noch atmen und existieren. Unsichtbar werden in Menschenassen, wo der Lärm die Bilder aus meinem Kopf radiert. Atemlos sitze ich am Küchentisch und starre auf das verblasste Foto, das neben all dem dreckigen Geschirr wie eine Oase wirkt. Er hält mich im Arm und ich einen Joint in der Hand, es ist Sommer, zwei Caprisonnen lehnen aneinander als könnte sie nichts jemals trennen. Noch mal 14 sein. Ich stehe auf, zupfe die Heftzwecke aus unseren Körpern und steche sie mitten in sein Herz. Verreck doch endlich, denke ich, aber ich sage nur „hör auf“.
Vor drei Jahren hat es angefangen. Erst eine Mail, dann zehn, dann hundert. SMS, jeden Tag. Wir sind A-Menschen, auserwählt, und du meine Frau. Ich bleibe, um dich zu beschützen und ich werde nie wieder gehen. Ignorieren, alles, bloß nicht antworten. Bis heute. Ich bringe dich um. Vier Worte im kalten Licht des Displays, die wie Abrissbirnen durch mein Leben schwingen und alles zertrümmern, was man Ruhe nennt. Heißes Blut pumpt durch meine Venen, jeder Muskel brennt, die Brust vollgepackt mit Steinen. Das Teewasser verdampft am Boden des Topfes und durch den weißen Nebel sehe ich dunkle Scherenschnitte von den Menschen, die wir waren. Irgendwann sind aus Blumenkindern Zombies geworden. Weiterlesen »
Tags: Freunde, Stalker Posted in Allgemein, Leben, Wir | 16 Kommentare »

Gutes Mädchen, böses Mädchen, Heilige und Hure, heute alles, morgen nichts. Wer gern küsst, aber Single ist, hat ein Problem. Der neigt zu temporärer Geisteskrankheit im Alkoholrausch, schreibt SMS, nach deren Absenden eigentlich nur noch ein Kopfschuss hilft und steckt seine Zunge in Männermünder, die im nüchternen Zustand tendenziell zugeklebt gehören. Egal, weshalb. Zu schöne Exemplare sollte man nicht küssen, weil am Ende immer einer weint, keine, die es richtig ernst meinen und Don‘t fuck the company. Keine Ahnung, wer dann noch übrig bleibt. Im Grunde ist das auch egal, denn gemeinhin gehören Singles eher zur Menschengruppe der schwer Erziehbaren und machen, was sie nicht dürfen, während sie lassen, was sie sollten. Alles Schlampen. Meine Freundinnen und ich.
Nach einer ewigen Beziehung und einer 2-jährigen konnte ich all meine Liebschaften noch an einer einzigen Hand abzählen. Innerhalb eines halben Jahres der Vogel- und Vögelfreiheit haben sich die Kerben in meinem Badezimmerregal in etwa verdreifacht. Ab und an finde ich Handynummern auf biergetränkten Kassenbons, Visitenkarten in Hosentaschen, Party-Sticker auf meiner Haustür und Kaffee Latte am Morgen danach, ich bin in Besitz eines Notizbuches, auf dessen Deckel „Lovers I had and liked“ steht, meine beste Freundin bekam zum Geburtstag einen selbstgemalten Stammbaum geschenkt, der bloß Jungsnamen und dazugehörige Eckdaten enthält. Ein Vertrauensbeweis, die Freude war groß. Sie könnte damit mein Leben ruinieren. Weiterlesen »
Tags: Die Sache mit.... Posted in Allgemein, Leben | 33 Kommentare »
(Bei Instagram könnt ihr uns unter sarah_jane, nikejane und thisisjanewayne folgen)
“Her heart was a secret garden and the walls were very high.”
Dieser Satz wurde mir letztens von einer lieben Freundin rüber gereicht, hingekritzelt auf ein altes Kaugummipapier, mit einem listigen Grinsen im Gesicht während der Übergabe. Was sie mir damit sagen wollte: You’re single, not dead. Danke, das verstehe ich. Und: “Sei doch mal wieder offen für Neues”. Ich erzähle das jetzt nur, weil es eigentlich egal ist, ob es nun um mich geht oder nicht. Denn sowas kennt jeder, der je verlassen wurde oder verlassen hat, diese im Grunde genommen sehr gut gemeinten Ratschläge. Das Problem ist nur: Sowas prallt an Solisten grundsätzlich erst einmal ab.
Viel lieber wirft man sich mit dem Kopf zuerst in die nächste Katastrophe, oder aber man schiebt einen Riegel vor diese ganzen Herzdinge und stellt sich in Anwesenheit von Männern schlichtweg tot und demonstriert peinlich auffällig, wie gern man denn allein ist. Dabei liegt die Wahrheit eigentlich irgendwo dazwischen. Single sein kann sich gut anfühlen, Spaß bringen und heilend wirken. Aber eben nicht für immer. Und dann, wenn eine gewisse Zeit ins Land gegangen ist, dann spalten sich Singles plötzlich in unterschiedliche Kategorien auf. Jene, die wirklich leiden zum Beispiel, voller Hingabe. Meist sind das Langzeitsingles mit der größten Berechtigung zum Jammern. Denen darf man irgendwann ruhig raten, dass man sich auch mal was trauen muss. Dass man sich auch vor dem Glück schützt, wenn man versucht, der Scheiße aus dem Weg zu gehen. Am kompliziertesten ist es aber mit jenen, die darauf beharren, sich rundum wohl zu fühlen. Die gern Eisklotz spielen, aber heimlich von Tatort-Abenden auf dem warmen Sofa in trauter Zweisamkeit träumen. Diese Exemplare stehen sich gerne selbst im Weg, verfluchen knutschende Pärchen in der Ubahn, aber hassen es, allein zu schlafen. Jede Bemühung der externen Hilfe durch aufmunternde Worte bringt das Chaos in deren Köpfen allerdings nur temporär unter Kontrolle. Es dauert meist nur ein paar Stunden, bis das nächste Drama per SOS-SMS zur besten Freundin rüber fliegt. Kopfschütteln ist das Einzige, was hilft. Gruppe Drei lebt getreu dem Motto “Fuck the Pain away”. Alles mitnehmen, was kommt. Spaß und Exzess, aber bloß kein Gefühl. Das kann gut gehen. Oder irgendwann zur inneren Leere führen, in einem Teufelskreis münden, aus dem man nur noch schwer ausbrechen kann. Das ist dann wie Drogen nehmen: Erst Euphorie, dann ein ziemlich mieser Aufprall auf dem Boden der Realität. Irgendwann verliebt man sich nämlich doch. Aber dann hat man längst verlernt, damit umzugehen. Statt im richtigen Moment richtig zu Handeln, handelt man im falschen Moment falsch. Und dann liegt plötzlich alles in Schutt und Asche, bevor es überhaupt einen Anfang gab. Weiterlesen »
Tags: Die Sache mit...., Wochenrückblick Posted in Allgemein, Leben, Wir | 8 Kommentare »

Manchmal sitze ich in der U8 und beobachte traurige Menschen. Oder lustige Menschen, einfache Menschen, Möchtegernmenschen und Menschen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie überhaupt merken, dass sie Menschen sind. Jeder kennt das. Gedanken pumpen durch den Kopf, und zwar so schnell und planlos, dass man alles Gedachte schon nach ein paar Minuten wieder vergessen hat. In solchen Situationen zücke ich mein Tagebuch. Nicht, um Sätze wie “Heute war wieder ein irrer Tag” aufzuschreiben – doch, auch! – aber vor allem, um Einfälle, Geistesblitze und Erkenntnisse zu konservieren. Wenn man groß ist, dann hat man für so etwas in der Regel ein Notizbuch. Auch ich besitze so etwas, musste aber nach Jahren feststellen, dass mich meine eigene “Bibel der Inspiration” im Grunde mehr behindert als fördert, mir am Ende sogar Bretter vor den Denkapparat schiebt.
Weil ich Zwänge entwickle, zum Beispiel diese Sache mit den richtigen Kugelschreiber. Ein Mal mit blauer Farbe gestartet, ist es mir unmöglich plötzlich einen schwarzen Stift zu benutzen. Alles muss irgendwie seine Ordnung oder gewollte Unordnung haben, auch allererste Ideen sollten im besten Fall visuell ansprechend sein, schließlich will man irgendwann einmal dieses Buch aufklappen und denken “Wow, deine Einfälle sind ja der Wahnsinn!”. So läuft das aber nicht. Und jedem, der sich mit ähnlichen Problemen herumschlägt, empfehle ich das Umsatteln auf das konventionelle Tagebuch, bloß im unkonventionellen Sinne. Man fühlt sich dabei ziemlich pubertär und kindisch, keine Frage. Wenn man’s aber zulässt, staunt man Bauklötze, was da alles in den Untiefen des Kopfes schlummert. Weiterlesen »
Tags: Moleskine, tagebuch Posted in Allgemein, Buch, DIY, Leben | 9 Kommentare »

Nachdem ich mich vergangene Woche beinahe um Kopf und Kragen geredet hatte, um meinen derzeitigen Standpunkt zum Thema Girl Power auch nur ansatzweise in eine angemessene verbale Form zu bringen, und zwar ohne großes Fach-Blabla, ging mir beim Betrachten des wenig später erschienenen Artikels auf der Refinery Website ein klein wenig das Herz auf.
“29 Reasons Why Girl Power Is Back” nennt sich die zwar ziemlich oberflächliche, aber durchaus erfreuliche Zusammenfassung der gerade herrschenden medialen “Frauenbewegung”. Dort werden Beispiele angeführt wie der Erfolg der Serie GIRLS, die als Gegenentwurf zum glamourösen Sex and the City Kosmos gehandelt wird, Magazine wie die “Gentlewoman“, die Beliebtheit weiblicher Comedians und so weiter und so fort (Im Intro-Text wird sogar Bikini Kill genannt, hell to the yeah!). Das gefällt natürlich. Aber schon kurz darauf ereilte uns eine weniger angenehme Nachricht aus Saudi Arabien. Weiterlesen »
Tags: Girl Power, IKEA Posted in Allgemein, Kultur, Leben | 5 Kommentare »

Lady Gagas Musik tut mir ein bisschen in den Ohren weh. In meinem ganzen Leben habe ich, wenn es hoch kommt, drei Mal selbst auf den Play-Button gedrückt, um einen ihrer neuesten Hits zu hören. Und trotzdem darf man mich ohne weiteres als riesengroßen Gaga-Fan betiteln.
Als irgendwann kein Weg mehr an Stefani Joanne Angelina Germanotta vorbei führte, veröffentliche ein Magazin, an dessen Namen ich mich leider nicht mehr erinnern kann, eine beeindruckend gut recherchierte vier oder fünf Seiten lange Reportage – oder eher: ein Portrait – über eine junge Frau, die so hartnäckig für die Erfüllung ihrer Träume kämpfte, dass sie sich heute, ein paar Jahre später, Lady Gaga nennt und damit zu den einflussreichsten Musikerinnen aller Zeiten zählt. Seither bin ich ein bisschen verliebt. Weil ihre Eltern sie nicht unterstützen wollten, arbeitete sie schließlich als Go-Go-Tänzerin – nachdem sie nach vier Semestern die Uni verließ, um sich fortan ausschließlich der Musik zu widmen. Durch das Schreiben von Songtexten, Essays und Beiträgen über Kunst, Religion und Politik hatte sich Stefani bis dato nämlich irgendwie über Wasser halten können – auf den Kopf gefallen ist Gaga offensichtlich gar kein bisschen. Was dann geschah, wissen wir. Nach Jahren voll Spott (ich meine mich an diese Aussage erinnern zu können) und etlichen Keller-Gigs stellte die Lady ihr erstes Album fertig. Das war 2008. Ruhm bringt neben nervenzerrenden Paparazzo-Verfolgungsjagten natürlich auch extrem viel Aufmerksamkeit und vor allem: Macht. Zumindest auf die treue Anhängerschaft – genau das nutzte Lady Gaga dieser Tage, um sich für ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper stark zu machen. Weiterlesen »
Tags: Lady Gaga, Stefani Germanotta, Terry Richardson Posted in Allgemein, Leben, Menschen, Musik | 17 Kommentare »
|
|