Kategorie-Archiv: Leben

BLACK GIRL CONFESSIONS //
„GEH ZURÜCK NACH AFRIKA“ – EIN BESUCH IN DER HEIMAT

16.08.2017 um 12.44 – Gesellschaft Kolumne Leben

Ich habe mir diesen Sommer etwas besonderes ausgedacht: Mir selbst und der Familie eine richtige Freude machen, mit einem ausgedehnten Heimaturlaub. Denn wo geht es schon entspannter zu als bei Mama auf dem Sofa? Der Weg in die Lübecker Bucht dauert keine vier Stunden gen Nord-Westen, also gesagt getan, ich freute mich auf dieses „damals-Gefühl“ und schneckenlahme Spaziergänge durch die Altstadt. Nur: Was macht man eigentlich, wenn das Zuhause, wie man es kannte, im Grunde gar nicht mehr existiert? Zumindest nicht so wie in all den lebhaften Erinnerungen. Und was, wenn du dich selbst eben auch verändert hast? Fünf Jahre sind kein Pappenstiel und haben es geschafft, mein Verständnis von einer waschechten Heimat noch einmal gehörig auf den Kopf zu stellen. Berlin ist jetzt „Zuhause“. Der Nazi auf dem Fahrrad aber, sah das ein wenig anders. weiterlesen

Scalamaris Welt //
Er und ich gegen den Schweinehund

15.08.2017 um 12.01 – Allgemein Kolumne Leben

Seit fast zwei Wochen leckt mir nun ein temporärer Mitbewohner am Ohr rum. Ich bin die Urlaubsmama für einen Hund in der Größe eines Kalbs – immerhin. Man könnte problemlos auf ihm durch den Prenzlauer Berg reiten. Das tue ich aber nicht. Wir haben trotzdem viel Spaß und ich lerne durch ihn eine ganz neue Welt kennen. Was alles passiert ist, seit ein freundlicher Riese mit Jumboeiern und Elefantenschädel täglich mit mir durch die Hood streift, Bett und Hof teilt, davon möchte ich euch erzählen.

Manchmal vergehen bei mir versehentlich ein bis gefühlt 17 Tage, an denen ich nicht einen Fuß vor die Tür setze. Weil, ja, warum eigentlich? Es ist als sei mir dieser Menschen in die Wiege gelegte „Antrieb zum Rausgehen“ abhanden gekommen. Spazieren gehen ohne Ziel? An die frische Luft für Fun? Sinnlos und überflüssig war bisweilen meine Devise! Dieser faule Zahn wurde mir mit einem Ruck dank Hund dann gewaltig gezogen. Nix da mit drinnen bleiben. Morgens kleine Kackirunde, abends große Kackarunde. So läuft das. Simpel aber effektiv. Bei Wind und Wetter. Ob ich das nun will, oder nicht. Außerdem kommt man unweigerlich zu sozialen Begegnungen, verwickelt sich in Sweatpants beim Morgenspaziergang in angenehm zwanglose Deppen-Gespräche am Kackhaufen mit anderen Hundebesitzern, in der Bahn, am See, am Tiernahrungsregal – überall. Einen Sozialarbeiter und Lebenscoach habe ich mir da ins Haus geholt – großartige Sache insgesamt. weiterlesen

Wie es ist, mit 25 nochmal Ersti zu sein

11.08.2017 um 12.37 – Kolumne Leben Wir

Der Abschluss des Sommersemesters erfüllt mich mit glühendem Stolz. Eine Premiere. Noch nie zuvor habe ich es so weit in Richtung Bachelor of Arts geschafft. Beim ersten Mal hat die Motivation nur bis zu den Weihnachtsferien gereicht, woraufhin ich beschloss, die Vision „Studium“ auf unbestimmte Zeit zu vertagen. Es folgten berufliche „Gap Years“ und neidische Blicke in Richtung all jener, die das wilde Leben meines Erachtens nach genauso lebten, wie es sein sollte. Vor allem im Sommer. Auf Rucksack-Reisen zum Beispiele oder Cappuccino schlürfend im Café um die Ecke. Verlockend erschien mir das. Wenn du selbst nach dem Ausbildungsende aber im Grunde direkt so etwas wie „Karriere“ machen und Geld verdienen könntest, kommt dir die Option, es möglicherweise noch mal mit dem Bachelor zu versuchen, dich zu verschulden und die kommenden drei Jahre ohne regelmäßige Gehaltsabrechnung zu verbringen, jedoch fast ein bisschen wie ein mittelgroßer Scherz vor. Nochmal Ersti sein. Mit 25? Will ich das wirklich? Aber ja! Ganz ohne Zweifel hat es dann aber doch nicht funktioniert.

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Editor’s Letter // Wir sind zurück
aus dem Urlaub!

09.08.2017 um 16.50 – Editor's Letter Leben Wir

Ihr Lieben,

seit heute sind wir zurück aus dem Urlaub. Aber glaubt nicht, dass unsere Hirne sich deshalb vor lauter Entspannung überschlagen, oder gar die Produktivität! Beim Anblick des nach einer Woche Abstinenz zu durchkämmenden Mail-Haufens blieb uns gar die Spucke weg. Zum allerersten Mal in unserer persönlichen Geschichte des Kita-Ferien bedingten Müßiggangs floskelten wir soeben sogar um die Wette: Und jetzt Urlaub vom Urlaub, bitte! Denn, wer hätte das gedacht, eine Auszeit mit zwei Kleinkindern erweicht das Herz zwar doppelt, ist dafür aber auch nur halb so erholsam, so viel Ehrlichkeit muss sein. Und trotzdem: Wir würden es immer wieder tun, vor allem auf Sardinien, diesem Goldstück von italienischer Insel. Santa Lucia! Amore, amore. Ich hätte mir beinahe vorstellen können, nie wieder heimzukehren. Es gab bloß ein Problem; Zuhause ist und bleibt es (vorerst) am schönsten. Und das liegt (auch) an euch. Internet-Detox ist dennoch wichtig. Genau wie das Überbordwerfen ambitionierter Work-Vacation-Balance-Pläne. weiterlesen

Scalamaris Welt // Wie schaffe ich es, mit einem „Wir“ befreundet zu bleiben?

02.08.2017 um 21.04 – Kolumne Leben

Ein Team sein, das könnte mir so in den Kram passen. Ich kann mir nicht einmal etwas schöneres vorstellen, als ein bombenfestes Tag-Team gegen die Welt zu bilden. Und zwar als klassisches Duo, bitte. Die kleine Mini-Gang aus dem Bilderbuch, ein Chip & Chap 2.0, Susi & Strolch Reloaded, Bibi & Tina 2017 oder Pumba & Timon im Großstadtjungle. Jeder im Land wüsste bescheid, die gibt’s nur im Doppelpack: „Da kommen sie wieder, DIE BEIDEN“, eingeschworen bis zum Gehtnichtmehr, geheimnisgeschwängerte Zone, Insiderwitze, Insiderblicke, Insiderleben bis zum Tod. Verbündete bis aufs Blut – eine vieräugige Mauer, eine Gewaltenteilung mit zwanzig Fingern, Entindividualisierung und Uniformierung. Gesichtszüge, Mimik, Vorlieben, Abneigungen, Körperhaltung, Meinung, Frisur – alles, einfach alles wurde im Laufe der Zeit aneinander angeglichen und ist schleichend zu einem Klumpen WIR-Masse verschmolzen. Heilige Zweifaltigkeit bis zum Erbrechen. Die Außenwelt spielt da gar keine Rolle. Zwei Eier rödeln mit doppelter Wucht alles EINfache platt. „Aus dem Weg, wir sind Zwei“.

Die Außenwelt übt sich derweil in Effizienz: Statt zwei SMS-Nachrichten, reicht es an einen der Beiden zu tippen. Zwei Anreden werden zu einer. Schnell ist aus Brad und Angelina Brangelina und aus Klara und Uwe ein Kluwe geboren. „Die essen nicht gern Asiatisch, die lieben Griechenland, die kommen gerne mit“ – „aus 2 wird 1“ macht es also auch für die ringsum Beteiligten viel, viel einfacher. Weniger differenzieren, weniger merken, weniger wissen, weniger zuhören müssen. weiterlesen

Brain Blah // Keine Angst vor der Liebe!

27.07.2017 um 13.48 – Kolumne Leben

Liebe bedeutet Schmerz, sagt man. Jedenfalls oft und irgendwie ja auch mit großer Wahrscheinlichkeit. Deshalb trauen sich viele auch erst gar nicht, mit Haut und Haar zu lieben, so richtig doll, von irgendwo ganz tief innen drin. Anfangs vielleicht schon, na klar, auf ins Gefecht!, aber nach dem ersten richtigen Knall wird es schon komplizierter, man selbst vorsichtiger und ängstlicher und mitunter schwer zu knacken. Das Hirn vergisst ja noch schleppender als das Herz. Und schaltet dann gern mal in den Selbstschutz-Modus. Geholfen ist uns damit aber nicht wirklich. Ganz im Gegenteil, wir laufen sogar Gefahr, vor lauter Pessimismus das Beste vom Beziehungs-Fest zu verpassen. Das weiß ich allerdings erst, seit ich wieder Optimistin bin. weiterlesen

Scalamaris Welt //
Besuch, schön, dass du wieder weg bist.

25.07.2017 um 12.49 – Kolumne Leben

Sommerzeit, Reisezeit, Welt erkunden, Kurztrips, bei flüchtigen Bekannten auf dem Sofa unterkommen, in einer anderen Stadt pennen – geil, geil, geil. Aber bitte nicht bei mir!

Du, der du den Berliner Sommer besuchen möchtest, komm vorbei, wir ziehen um die Häuser – die ganze Nacht lang wenns sein muss, allerdings – Obacht – nur unter der Prämisse, dass du offiziell außerhalb meiner vier Wände eincheckst. Versteh mich nicht falsch, ich freue mich, dass du aus Darmstadt, Wien oder London endlich mal zu Besuch kommst, wir unternehmen richtig schöne Dinge, essen Eis bis wir platzen bei Hokey Pokey und füllen uns Abends beim Italiener umme Ecke mit Wein voll. Ich stell dich meinen Freunden vor, wir fahren mit dem Roller von Prenzl’Berg nach Neukölln und wieder zurück und gurken über die Spree wie arme Irre, aber nur unter der Bedingung, dass es zumindest immer die Option gibt, dass du jederzeit wieder in deinen Tanzbereich und ich in meinen abzischen kann. weiterlesen

Warum motzen wir eigentlich so viel?

19.07.2017 um 7.30 – Kolumne Leben

Ich wohne nun seit fast fünf Jahren im wundervollen Berlin. Eine ganz rohe Entscheidung aus dem Bauch heraus, recht spontan und vor allem ohne konkretes Ziel, eine Vorstellung oder eine Idee von dem, was in den nächsten Jahren auf mich zukommt. Ich habe mich schon damals ganz frei gefühlt und spüre das noch heute; dieses Freiheitsgefühl in dieser hübschen Stadt von tollen Freunden umgeben und von ganz viel Liebe, ab und an ein bisschen Rotwein und im Sommer beschäftigt mit Eis essen und picknicken und das, wenn es nach mir ginge, den lieben langen Tag. Wenn ich mich umschaue, fühle ich mich wie in einem Schlaraffenland für Fast-Erwachsene, mit Privilegien die man sich gut vorstellen kann. Demnach sollte ich wohl ein strahlendes Glücksbärchi sein und himmelhochjauchzend durch die Straßen stolzieren. Dass wir, wo wir gerade ohnehin schon dabei sind, tatsächlich gnadenlos privilegiert sind, muss wohl nicht weiter erläutert werden. Höre ich mir dann aber zuweilen selbst beim Reden zu, oder auch anderen, könnte man beinahe meinen, dem wäre überhaupt nicht so. Es gibt immer etwas zu meckern. Aber warum nur? weiterlesen

Bedroom Stories // Ich will nicht auf die Flugzeugtoilette, ich bleibe lieber im Bett.

14.07.2017 um 12.31 – Kolumne Leben

Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr hier.

Ich bin jetzt seit sieben Jahren mit meine Freund zusammen und kann nicht behaupten, mir wäre niemals langweilig gewesen, so ganz grundsätzlich, aber auch im Bett. Ist aber völlig normal, verriet mir das Internet neulich, denn Leidenschaft inkludiert harte Arbeit. Machts mal draußen! Oder an geheimnisvollen Orten! Oder anders als erwartet!, röhrte es. Jetzt bin ich aber nunmal ein grundfauler Mensch und habe damit den trägen Sex-Salat. Nicht immer, manchmal bin ich die reinste Brezel und ausdauernd und spitz wie nix, nein oft sogar, aber die Tage, an denen ich lieber Netflix schaue als mit meinen Partner zu fummeln, nehmen langsam Überhand. Ach was, Tage! Abende vielmehr. Ich bin nämlich, was Zeit und Ort der erregten Zusammenkunft betrifft in etwa so kreativ wie in der Küche: Gar nicht. Ich kann Nudeln und Pfannkuchen und ich kann Bett und Sofa. Für alles andere fehlt mir die Abenteuerlust, aber auch der Kreislauf. weiterlesen

Bücher, die man bei Liebeskummer lesen kann (aber auch sonst)

13.07.2017 um 16.08 – Buch Leben

Als ich neulich mit einer Liebeskummer-gebeutelten Freundin telefonierte und vergeblich nach aufbauenden Allheilmitteln suchte, fiel mir kurz darauf wieder ein, dass warme Worte nach einer Trennung zwar überaus hilfreich sein können, am Ende aber eben kaum etwas so gut tut wie die irgendwann einkehrende Erkenntnis, dass es weiter geht. Und im Zweifel noch viel besser wird als zuvor. Es braucht nur ein wenig Zeit und Mut und frische Lebensfreude. Die bekam ich damals, als sich mein eigenes Herz nach langem Bangen und Brechen selbst zu vertilgen drohte, zwar einerseits von den treuesten Freunden der Welt eingehaucht, jedoch meine ich mich außerdem daran erinnern zu können, dass es mordsmäßig gut tat, einen kleinen Teil der frisch gewonnen Freiheit einzig und allein mit mir selbst zu verbringen. Und mit Büchern.

Deshalb habe dieser Tage also kurzer Hand ein wenig im Bekanntenkreis nachgeforscht und mit der Hilfe von ein, zwei, drei herzschmerzbewanderten Stehaufmännchen eine runde Liste mit insgesamt 14 Literatur-Tipps erstellt, die in aufregend anstrengenden Zeiten von Eiscreme-Torten, Schnaps-Eskapaden und teigigen Tränensäcken auf ganz unterschiedliche Art und Weise für Linderung sorgen: weiterlesen

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Brain Blah //
Weg mit den Waagen!

10.07.2017 um 15.22 – Kolumne Leben Wir

Meine gute Freundin A berichtete mir am Wochenende von einem Artikel, den sie neulich gelesen hätte. Das Thema: Die blöde Waage. Nicht das Sternzeichen war gemeint, nein, sondern dieser fiese Unruhestifter mit der digitalen Anzeige, der uns permanent vor Augen hält wieviel Knödel und Kuchen wir in letzter Zeit denn so vertilgt haben. Oder eben nicht. Beim längeren Sinnieren über die Sinnhaftigkeit dieser Marotten-Pflege legte ich irgendwann die Stirn in Runzeln. Und zwar nicht nur, weil Zahlen mir per se stets unsympathisch waren, sondern auch, weil ich feststellen musste, wie überflüssig das Betreten einer quadratischen Welt, in der das eigene Körpergefühl auf so etwas wie einen BMI reduziert wird, doch ist. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber in der Regel bringt uns diese Art der numerischen Gewissheit ja viel häufiger emotionalen Regen als Sonnenschein.

Wer gesund ist, sollte sich im Grunde viel eher auf das eigene Spiegelbild verlassen und selbigem vertrauen können, auf den Tastsinn (zwei Hände voll Po, juhu!) und die persönliche Empfindung. Ist das Gewicht nicht ohnehin Schall und Rauch, schon allein, weil Körper so verschieden sind, genau wie Proportionen? Ich habe zum Beispiel zwei Freundinnen, die ein und dieselbe Kleidergröße tragen. Bloß wiegt eine von ihnen laut eigener Aussage sechs Kilo mehr als die andere, weshalb schonmal Panik ausbricht. Ich war live und in Farbe dabei, als beide einst nebeneinander standen, mit identischer Figur, und die angeblich Schwerere plötzlich dem irrationalen Hirngespinst erlag, sie sähe im Vergleich zur „Bohnenstange“ ja superduper breit aus. Ich sah das nicht. Niemand sah das. Aber die Waage wusste es ja besser! weiterlesen

Podcast #2 // Über die Ehe für alle, Verlobungen & das 2. Kind

04.07.2017 um 14.25 – Leben Podcast Wir

Unser Podcast #2 ist da! Zwischen Morgen-Meeting und Fashion Week Startschuss haben wir uns heute Morgen zusammengesetzt, um ein wenig mehr „Brain“ ins „Blah“ zu bringen – hat ehrlich gesagt nur bedingt geklappt. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, das Thema „Ehe für alle“ gekonnt auseinander zu rupfen, bis uns schließlich ein paar Gedankensprünge in die Quere kamen. Wollen wir eigentlich ein 2. Kind? Warum gratuliert man Paaren zur Verlobung? Und wieso denkt die Gans sie sei ein Bock? Nächstes Mal spinnen wir dann vielleicht endlich einen roten Faden. Vielleicht aber auch nicht. Ihr kennt uns ja: weiterlesen

Manspreader sitzen gern breitbeinig
– damit ist in Madrid jetzt Schluss

Madrid geht gegen das sogenannte ‚Manspreading‘ vor – und wie zu erwarten ist die Empörung groß.

Eine Nachricht, die um die Welt ging: In Madrid wurde zack, mal so eben, das sogenannte ‚Manspreading‘ in öffentlichen Verkehrsmitteln ‚verboten‘. So lautete zumindest die Schlagzeile. Richtig verboten hat Madrid nämlich nichts, sondern lediglich eine Aufforderung zur Verhaltensänderung installiert: In Bussen und Bahnen informiert nun ein Schild darüber, dass für jeden Fahrgast nur ein Sitz vorgesehen ist. Theoretisch könnte sich dieses Schild natürlich ebenso an Frauen richten – aber wer im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, weiß: Manspreading ist, wie der Name sagt, tatsächlich ein männliches Problem. Beziehungsweise eher ein von Männern verursachtes Problem. weiterlesen

BLACK GIRL CONFESSIONS // VON DER KUNST, EIN WÜTENDES LEBEN ZU FÜHREN

27.06.2017 um 14.03 – Kolumne Leben Wir

Zurzeit versuche ich meine Emotionen besser in den Griff zu bekommen und rationaler zu werden. Erwachsener für mein Verständnis. Ich will nicht mehr so herausschreien, was in meinen Kopf schießt und vor allem vorher noch einmal kurz bedenken, was ich eigentlich sagen will. Ob das überhaupt ok ist, dieses und jenes so zu formulieren oder ob mich die Materie überhaupt etwas angeht. Auf meiner eigenen Baustelle bleiben. Selfreflection is key. Aber was ist mit den Momenten, in denen man sich so absolut nicht mehr zu beherrschen weiß und vor Empörung und Wut spuckt und sich die Wörter vor lauter Hektik überschlagen?

„Du bist aber aggro“. Wenn man etwas zu oft über sich hört, springt man selbst mit dem halben Bein auf den fahrenden Zug. Schon wieder so ein Balanceakt. Von der Kunst, ein wütendes Leben zuführen. weiterlesen