Schlagwort-Archiv: Julia Korbik

Meinung //
Ja, Feminist*in sein, ist verdammt hart!

07.09.2016 um 10.15 – Feminismus Gesellschaft

feminismus 2016Feminismus ist keine Beschäftigung für gelangweilte, privilegierte Frauen und auch kein Hobby.

Ehrlich gesagt, manchmal wäre ich lieber keine Feministin. Manchmal glaube ich, mein Leben wäre dadurch einfacher. Ich könnte die Augen vor gewissen Dingen verschließen und eine trotzige Mir-doch-egal-Haltung einnehmen. Dann bliebe mir vieles erspart. Bilde ich mir zumindest in gewissen Momenten ein.

Denn manchmal finde ich Feministin sein anstrengend und frustrierend. Dann will ich mich nur in mein Bett verziehen und Mamma Mia gucken (mein ultimativer Feel-Good-Film). Ich will mich nicht immer rechtfertigen müssen für das, was ich bin. Ich will keine Kommentare von Männern lesen müssen – ob auf Twitter oder unter Online-Artikeln – die mir erklären, warum Feminismus so böse, schlecht und vor allem überflüssig ist. Ja, wer schlau ist, meidet die Kommentarspalten. Manchmal verirrt man sich dann aber aus Versehen doch dorthin. Und entdeckt mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit unter Artikeln, in denen das Wort „Feminismus“ auftaucht, Kommentare wie diese: Feminist*innen schaffen Probleme, wo keine sind, Feminist*innen sollen sich mal nicht so anstellen, Feminist*innen nölen immer nur rum, dabei geht es ihnen in Deutschland doch super. Feminismus scheint vielen Kommentatoren eine Art nettes Hobby zu sein, eine Beschäftigung für gelangweilte, privilegierte Frauen. weiterlesen

Feminismus //
Sechs Zitate, sechs Geschichten

22.08.2016 um 14.10 – Feminismus Gesellschaft

Feminismus in ZitatenEs gibt ein paar feministische Zitate, die in die Weltgeschichte eingegangen sind. Aber was steckt eigentlich dahinter? Sechs Zitate – sechs Geschichten.

„Ain’t I a woman?“ (Sojourner Truth, 1851)

„Bin ich etwa keine Frau?” fragte die US-amerikanische Abolitionistin (d.h. Sklaverei-Gegnerin) und Frauenrechtlerin Sojourner Truth in ihrer berühmten Rede von 1951. Aber: Fragte sie das wirklich? Von dieser Rede kursieren nämlich zwei Versionen. Die eine wurde im Juni 1851 im Anti-Slavery Bugle veröffentlicht. Der Satz „Ain’t I a woman?“ taucht darin nicht auf. In der Version von Frances Dana Barker Gage, die zwölf Jahre später veröffentlicht wurde, allerdings schon. Gage, selber in feministischer Mission unterwegs, ergänzte die Originalrede großzügig und verpasste ihr einen stereotypen Südstaatendialekt. Sojourner Truth stammte aber aus dem Staat New York und wuchs mit Holländisch als erster Sprache auf. In Gages Version benutzt Sojourner Truth die Formulierung „Ain’t I a woman?“, um Gleichberechtigung zu fordern: Frauen gälten als körperlich schwach. Sie, die Sklavin Truth (ihr Sklavenname war „Isabella“) sei durch die harte Arbeit auf der Farm aber stark wie ein Mann – und trotzdem eine Frau. Den genauen Wortlaut von Sojourner Truths Rede kennt heute niemand. Sie war damals aber trotzdem eine Sensation, weil Truth als eine der Ersten die Verbindung zwischen Sexismus und Rassismus herstellte. weiterlesen

Frauen in der Politik //
Historische Momente mit Hillary und Angela

09.08.2016 um 7.00 – Feminismus

hillary clinton vs angea merkel thisisjanwayneHillary Clinton schreibt gerade als erste US-amerikanische Präsidentschaftskandidatin Geschichte. Angela Merkel tat als erste deutsche Kanzlerin das Gleiche tat – löste aber keinen Luftballonregen und „Let’s make history“-Momente aus. Warum? Eine Spurensuche.

Seit letzter Woche steht fest: Hillary Clinton ist die demokratische Präsidentschaftskandidatin 2016. Auf dem Parteikonvent in Philadelphia regnete es massenhaft Luftballons, Gesichter strahlten – abgesehen von ein paar miesepetrigen Bernie Bros – und die schiere Bedeutsamkeit dieses historischen Augenblicks senkte sich wie eine warme Decke über alle Anwesenden. Clinton ist die erste US-Amerikanerin überhaupt, die zur Präsidentschaftskandidatin einer großen Partei gekürt wurde und ich muss sagen, auch mich reißt das Ganze mit. Hier wird Geschichte geschrieben!

Ich persönlich finde es aus verschiedenen Gründen gut, dass dieses Ereignis mit solchem Pomp zelebriert wurde. Vor allem aber deshalb, weil ich selbst so schlecht darin bin, historische Ereignisse auch als solche zu erkennen. Wirklich wahr! In Filmen ist das ja so: Die Heldin weiß einfach ganz genau, wenn gerade etwas wichtiges passiert. Wenn sie einen einzigartigen Moment erlebt, ein Moment, der historisch sein wird. Das Publikum weiß es übrigens auch, dank anschwellender Musik. Und im wahren Leben? Tja, da sieht es ganz anders aus. Da fehlt die Musik im Hintergrund, die uns sagt: Das ist jetzt wichtig! Daran musst/willst du dich noch Jahre später erinnern! weiterlesen

Das Frauenbild in der Werbung – grenzdebil, sexy, fürsorglich.

05.07.2016 um 12.00 – box3 Feminismus Gesellschaft

frauenbild in der werbung

Unilever will auf sexistische Werbung verzichten. Endlich – denn so lange Frauen in der Werbung sich ihre haarlosen Beine rasieren und von einem „Uups-Moment“ zum nächsten stolpern, bleibt noch einiges zu tun.

Unilever hat so einiges vor: Der Vertreiber von Axe, Langnese und Knorr will in Zukunft keine sexistische Werbung mehr nutzen, um seine Produkte anzupreisen. Keine Axe-Männer mehr, die auf Deo-Knopfdruck Horden kreischender Bikini-Frauen anziehen, keine Muttis mehr, die Ehemann und Kindern aufopferungsvoll das Essen servieren. Vor der Entscheidung für die neue Werbestrategie ließ Unilever die Darstellung von Männern und Frauen in der Werbung sowie deren Wirkung auf Betrachter untersuchen. Ergebnis: Nur drei Prozent der Motive zeigen Frauen in verantwortungsvollen Positionen. Und: Werbung, die moderne Geschlechterbilder zeigt, kommt bei der Kundschaft besser an. Hinter Unilevers Entscheidung steckt deshalb weniger der Anspruch, die Welt ein Stück gleichberechtigter zu machen, als vielmehr wirtschaftliches Interesse.

Macht ja aber auch eigentlich nichts, denn mal ehrlich: Es dürften gerne noch mehr Unternehmen die wirtschaftlichen Vorteile von Geschlechtergerechtigkeit entdecken. Tatsache ist nämlich, dass Frauen in den meisten Kampagnen immer noch als grenzdebile, sexy, ewig blutende, sich rasierende, fürsorgliche, kochende Hausfrauen-Wunder dargestellt. weiterlesen

Frauen in Filmen // Gleichen weibliche Ghostbusters einer Apokalypse?

20.06.2016 um 13.32 – Feminismus Film Gesellschaft

frauen im film ghostbusters 3 2016 this is jane wayneDer neue – weibliche – Ghostbusters-Film ist zur Abstimmung darüber geworden, ob Filme von bzw. mit Frauen überhaupt jemand sehen will und ob diese gut sind. Das nervt.

Ein Nachmittag im Kino, voller Erwartung auf den neuen X-Men-Streifen. Während auf der Leinwand der gefühlt hundertste Trailer zu irgendeinem Film läuft, dreht sich mein Bekannter zu mir: „Guckst du dir eigentlich den neuen Ghostbusters-Film an? Mit den Frauen?“ „Klar“, sage ich, woraufhin mein Bekannter das Gesicht verzieht: „Aber der hat auf Youtube total schlechte Kritiken bekommen. Ich glaube, der Film ist echt mies – und das sage ich nicht, weil die Hauptpersonen Frauen sind.“

Ich bin baff: Seit wann gelten Youtube- „Kritiken“ ( = Klicks auf den Daumenhoch/Daumenrunter-Button plus User-Kommentare) als Hinweis darauf, ob ein Film gut oder schlecht ist? Und warum muss extra betont werden, das Problem seien nicht die Frauen – wenn sie es offensichtlich sind? (Letztens las ich einen Artikel, der ernsthaft den Titel trug: I despise Hillary Clinton and it has nothing to do with her gender – genau, schon klar). Ich werde den neuen Ghostbusters-Film mit Kristen Wiig, Leslie Jones, Melissa McCarthy und Kate McKinnon gucken, keine Frage: Jede einzelne dieser Frauen finde ich witzig und unterhaltsam und warum sollte die Kombination aus all diesen Frauen nicht einen lustigen Film ergeben? weiterlesen

BUCHTIPP // „Girl’s Can’t Code“
– Pah, „We Love Code!“

23.05.2016 um 12.27 – Feminismus Gesellschaft

girls can code neuneu

Websites, Apps, Programme: Kennen wir alle. Aber wie sieht es mit den Codes dahinter aus? Das Buch We Love Code! will neugierig machen aufs Programmieren – Bühne frei für Ada Lovelace, Brainfuck und 2-Schritte-Authentifizierung.

Manchmal denke ich an meine Schulzeit zurück und ärgere mich: Hätte ich mal Informatik als Fach gewählt! Dann könnte ich heute vielleicht programmieren, hätte vielleicht einen super bezahlten Job und mein Leben wäre vielleicht generell – besser. Hätte hätte Fahrradkette. Statt Informatik wählte ich Erdkunde-Sozialwissenschaften, was jetzt auch nicht schlecht, aber auch nicht so richtig cool war. Informatik hingegen war cool. Das wurde mir spätestens in dem Augenblick bewusst, als wir mit dem Französisch-Kurs im Computerraum hockten und Vokabelübungen machten. Plötzlich färbte sich mein Bildschirm pechschwarz, in der oberen linken Ecke erschien eine giftgrüne Schrift: „Follow the white rabbit“. Und in der letzten Reihe lachten sich zwei meiner Mitschüler schlapp, weil ihr kleiner Trick („Trojaner“ genannt) so gut funktioniert hatte. Was soll ich sagen: Einer der beiden Herren arbeitet heute für Google.  weiterlesen

#WomenWeLike // Caitlin Stasey – „Women’s bodies are so often objectified, sexualized, used to sell something”

17.05.2016 um 16.41 – Feminismus

caitlin staseyIn den Medien geistern die immer gleichen Bilder von Frauen herum: weiß, schlank, haarlos. Die australische Schauspielerin Caitlin Stasey will dem mit ihrer Seite Herself.com etwas entgegensetzen – und nimmt dafür berufliche Nachteile in Kauf.

Jeder hat so seine guilty pleasures und zu meinen gehört die TV-Serie Reign. Eindeutig keine Serie, mit der man andere Serien-Fans beeindrucken kann – ist halt kein Breaking Bad. Egal. Ich mag Reign und ich mag die Geschichte der schottischen Königin Mary Stuart, die darin erzählt wird. Wobei man es dabei mit den historischen Fakten nicht so genau nimmt und das Ganze oft eher was von Gossip Girl im 16. Jahrhundert hat. Sex, Skandale, schöne Kleider. Und haufenweise gutaussehende Menschen, die mit britischem Akzent sprechen. Schmacht.

Frauen in den Medien: haar- und hilflos

Ohne Reign wäre ich außerdem nie auf Caitlin Stasey gestoßen, die in der Serie Marys Hofdame Kenna spielt (oder eher: spielte – dazu später mehr). Diese 1990 in Melbourne geborene Caitlin Stasey ist seit Monaten mein #womancrush. Warum? Das ist erstmal nicht so offensichtlich. weiterlesen

Happy Equal Pay Day //
Women – like men, only cheaper.

19.03.2016 um 17.24 – box2 Feminismus Gesellschaft

gender pay gap equal pay dayAlle Jahre wieder… ist Equal Pay Day. Zeit, ein bisschen wütend zu werden. 

„Ach, Equal Pay Day“, nölte letztens eine Kollegin, „da kriege ich jedes Jahr die gleichen Mails und Pressemitteilungen von den Frauenverbänden, was sich ändern muss und so.“ Das Traurige daran ist tatsächlich nicht die Flut an Mails, die den virtuellen Posteingang verstopft – sondern, dass diese Mails jedes Jahr gleich klingen. Und warum ist das so? Weil sich einfach nichts ändert. Schon klar, 2016 hat sich der Gender Pay Gap (GPG), also die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, von 22 Prozent auf 21 Prozent verringert (Grund dafür ist wohl u.a. die Einführung des Mindestlohns). Aber mal ehrlich, eine Party feiere ich deswegen jetzt nicht. Auch wenn jetzt Equal Pay Day ist und erstaunlich viele Menschen genau wie beim Internationalen Frauentag zu denken scheinen, das sei ein Anlass zum Feiern.

Offiziell heißt der Equal Pay Day „Internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern“ und findet dieses Jahr am 19. März statt. Equal Pay Day ist der Tag im Jahr, bis zu dem Frauen unentgeltlich arbeiten, wenn man ihr Einkommen an dem von Männern misst. Das sind gut 76 Tage, also zweieinhalb Monate, in denen Frauen umsonst arbeiten. Oder, in Geld umgerechnet: Während Männer pro Stunde durchschnittlich 20,59 Euro verdienen, sind es bei Frauen nur 16,20 Euro. Und ja, das ist genauso frustrierend, wie es klingt. weiterlesen

Verhütung //
Immer Ärger mit den Hormonen

10.11.2015 um 10.42 – box1 Feminismus

verhuetung frauensacheVerhütung ist und bleibt ein leidiges Thema: hormonell oder nicht? Erstmal die Pille? Ach ja, und wo bleibt eigentlich die Pille für den Mann?

Bei mir und meiner Periode war das früher so: Ich hasste sie, sie hasste mich. Jeden Monat tagelang Schmerzen, teilweise so heftig, dass ich kaum noch stehen konnte. Wie viele Folgen „Dawson’s Creek“ ich mit Wärmflasche auf dem Bauch im Bett geguckt habe! Irgendwann reichte es mir und ich stattete der Frauenärztin einen Besuch ab, meinen allerersten. Ich muss ungefähr 15 gewesen sein. Die Frauenärztin hatte sofort einen super Plan parat und der lautete: die Pille! Nun ja, warum nicht? Ich fand das alles wahnsinnig aufregend und fühlte mich sofort um 100 Prozent erwachsener. Nur so gerade eben konnte ich mich selbst davon abhalten, einen „Pillen-Alarm“ auf meinem Handy einzustellen, wie so viele andere Mädchen aus meiner Stufe. Denn was gab es Besseres als sagen zu können: „Ups, meine Pille ruft an!“? Sofort wussten alle: Die hat Sex! Wow! weiterlesen

US-Wahlen //
Vote for Hillary – oder doch nicht?

12.10.2015 um 9.19 – box2 Feminismus Gesellschaft

hillary clinton us wahlkampfWarum vor allem junge Frauen keine Lust mehr auf Hillary Clinton haben.

Sie ist immer tadellos gekleidet, höflich und vor allem: ehrgeizig. Sie will die Wahl unbedingt gewinnen und um dieses Ziel zu erreichen, tut sie so ziemlich alles. Denn sie verdient den Sieg, sie hat so lange dafür gekämpft. Aber ob das reicht, um Präsidentin der Schülervertretung zu werden?

Ja, Tracy Flick, die Protagonistin aus dem Film Election (1999), ist die perfekte Kandidatin. Wer, wenn nicht sie? Die Parallelen zu 2015 und Hillary Clinton sind offensichtlich. Beide, Tracy und Hillary, haben lange auf die Kandidatur hingearbeitet, sind qualifiziert – und die einzig logischen Kandidatinnen. Doch dann geht etwas schief. weiterlesen

Fame-inism //
Brauchen wir Celebrity-Feministinnen à la Beyoncé überhaupt?

09.04.2015 um 9.00 – Feminismus

fame inism beyonce feminsistDie kurze Antwort: Irgendwie schon.

Emma Watson ist eine. Beyoncé (Nachname überflüssig) auch. Keira Knightley ist dabei, genauso wie Zooey Deschanel und Anna Kendrick. Taylor Swift war sich erst nicht sicher, steht jetzt aber auch dazu. Lady Gaga hat sich noch nicht richtig entschieden. Katy Perry hingegen will damit nichts zu tun haben. Ähnlich geht es Susan Sarandon und Joni Mitchell.

Feministin zu sein, das fällt der einen schwer, der anderen leichter – Celebrities machen da keine Ausnahme. Was sie von uns Normalsterblichen unterscheidet ist allerdings die Tatsache, dass potenziell mehr Menschen Interesse an dem haben, was sie sagen, als an dem, was wir so von uns geben. Nachteil: Das Gesagte kriegen – Überraschung – auch viel mehr Menschen mit. Dadurch muss ich leider ständig feststellen, dass von mir verehrte Frauen meine feministische Haltung nicht teilen. Sängerin/Kunstprojekt/isländische Fee Björk verkündete beispielsweise 2005 in einem Interview mit Bust, für sie sei der Begriff „Feminismus“ gleichzusetzen mit „sich beschweren“. Warum das für sie etwas Negatives ist, habe ich nicht ganz verstanden – ohne ordentliches Beschweren sind Veränderungen in unserer Gesellschaft schließlich noch nie passiert. weiterlesen

Buch-Tipp // „Stand Up“
– Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene

05.06.2014 um 11.20 – box2 Buch Feminismus

julia-korbik-stand-up-feminismusDer einzige Ort, an dem im Jahr 2014 tatsächlich völlige Gleichberechtigung herrscht, ist wohl das stille Kämmerlein, in dem sämtliche Männer und Frauen, die Feminismus persönlich für überholt, unsinnig und fürchterlich halten, die Köpfe zusammen stecken und mit den Augen rollen. Genau jene Damen und Herren sagen zum Beispiel Dinge wie „Vermutlich wird man nur Feministin, weil man hässlich ist oder Männer hasst“. Oder: „Ich verstehe gar nicht, was das Problem sein soll, mein Chef ist immer total nett zu mir“. Trotz der neuen Feminismus-Welle, die es mitunter durch Tavi Gevinson, Grimes oder Lena Dunham auf den Popkultur-Olymp geschafft hat, scheint die Mehrheit noch immer auf dem Schlauch zu stehen. Wie sooft mangelt also ganz offensichtlich an Aufklärung. An Personen, die nicht unbedingt in dem Ausmaß einer Alice Schwarzer über die Bildschirme zischen, um Missionsarbeit zu betreiben, sondern an Mädchen und Frauen, die sind wie du, ich und wir, an Persönlichkeiten, mit denen wir uns identifizieren können, denen wir uneingeschränkt und gerne zuhören, während sie uns erklären, warum es längst nicht ausreicht, sich auf Omas Lorbeeren auszuruhen. Es gibt nämlich noch einiges zu tun. 

Julia Korbik könnte dieser jemand sein. „Das Kompliment, sie mache Liegestütze so gut wie ein Junge, fand sie schon in der Schulzeit daneben“, heißt es. Jetzt hat die 26-jährige ihr erstes Buch veröffentlicht: „Stand Up – Feminismus für Fortgeschrittene und Anfänger„. weiterlesen