Es ist nicht nur ein nettes, virtuelles Bildbüchlein, das uns auf Schritt und Tritt verrät, was unsere Freunde den lieben langen Tag so treiben – nein, Instagr.am mausert sich zum perfektesten Informationstool, das uns “Dabeisein”-Gefühl vermittelt – instant und in Farbe. Wer derzeit also den “richtigen” Leuten folgt, der kriegt die schönsten Eindrücke der New York Fashion Week also direkt auf das heimische Smartphone und ist gefühlt “mittendrin”.
Wofür Facebook ein paar Jährchen braucht, Google+ irgendwie nicht hinkommen will, schafft Instagr.am also schon nach wenige Wochen und läuft Twitter, zumindest für uns, ganz klar den Rang ab. Denn wie können 160 Zeichen auch schon gegen ein aussagekräftiges Bild ankommen, hmm? Weiterlesen »
Dieses Video löst in mir irgendwie kontroverse Gefühlsregungen aus. Das liegt weder an besonders guter Musik, noch an einem herausstechend phänomenal geschnittenen Video. Schuld ist das Zusammenspiel aus beidem. Jay-Zs “Empire State of Mind” schraubt sich vom Trommelfell runter zum Herz, um später im Bauch zu landen und Flugzeuge wirbeln zu lassen. Lange wollte ich mir das nicht eingestehen, aber spätestens als eben jener Track bei meiner Landung in der Stadt der Städte aus den Kopfhörern dröhnte, konnte ich mich nicht länger wehren. Seither hüpft mein Magen, wann immer ich es höre. Auf eine gute Art und Weise.
Nun wurde das obrige inoffizielle Video zu Jay-Zs Ohrwurm veröffentlicht. Zu sehen sind allerhand bekannte Models mit Giraffenbeinen und perfekten Körpern, die sich im Takt bewegen und an den richtigen Stellen die Lippen bewegen. Das also ist New York. Perfekt, genau wie seine Bewohner. Schön im ersten Moment, niederschmetternd im zweiten. Ich höre die Komplexe schon an sämtlichen Damen mit utopischen Schönheitsideal-Vorstellungen nagen. Aus einer guten Idee wurde somit ein gutes Video, das ungute Gefühle mit einer kleinen Portion Glück mischt. Verwirrend. Blöd und toll. Irgendwie platt und gleichzeitig schimmernd. Alles in einem. Aber eins muss man den Models lassen: Sie sehen nicht nur sehr dünn, sondern auch sehr nett aus. Weiterlesen »
Eigentlich hatten die Mulleavy-Schwestern Kate und Laura gar nicht sonderlich viel mit Mode am Hut – bis sie sich schließlich auf eigene Faust das Nähen beibrachten (indem sie, so stand es einst im Zeit Magazin geschrieben, ein Chanel-Couture-Kleid auseinandernahmen und es genauestens studierten), um 2005 ihr gemeinsames Label “Rodarte” zu gründen. Für die erste Kollektion der Horrorfilm-Fanatikerinnen verscherbelten sie die hauseigene Plattensammlung, die Entwürfe waren morbid, apokalyptisch und verdammt gut. So gut, dass sie seither als “Wunderkinder” der Designwelt gelten. Als mysteriöse Schwestern mit tiefgehenden Visionen und enormem Talent.
Von Saison zu Saison wurde es fröhlicher im schwesterlichen Gedankenwust und auch wir erinnern uns sehr gern an die spirituell (das sind die beiden nämlich selbst auch zweifelsohne) angehauchten Kornfeld-Prints auf fließender Seide. Diesmal musste nicht lang rumgerätselt werden, denn die Inspiration für die kommenden Frühjahrslooks liegt auf der Hand: Vincent Willem Van Gogh, der alte post-impressionistische Schlingel. Aber nicht nur die Gemälde des niederländischen Künstlers lieferten Vorlagen für die digital umgesetzten Kleider-Drucke, nein, auch Disney wurde farb- und formtechnisch angezapft. Weiterlesen »
Ich muss mich doch sehr wundern über diese sogenannten Trends, die es auf jeder Fashion Week zu entdecken gibt. Zunächst einmal gilt: Nicht alles, was über den Laufsteg schwebt, schafft den Absprung auf die Straße, in das echte, wahre Leben. Vieles ist und bleibt eben nur Show und dient einzig und allein dem Zwecke, im Rampenlicht eine gute Figur zu machen. Dennoch sind auch Styling, Make Up und Haare neben all den Entwürfen nicht auszublenden, denn nicht selten werden auch die Trends dieser Branche während großer Modeschauen geboren. Mit ein bisschen Pech auch dieser hier.
An silber-grau meliertes Haar hatten wir uns dank Supermodel Agynes Deyn bisweilen längst gewöhnt. Eine neckische Kurzhaarfrisur dazu und möglichst stilvolle Kleidung, die gern auch ins außergewöhnliche abdriften durfte, waren weitere Zutaten für den Erfolgskurs für die kurze, “farblose” Mähne. Tausende von jungen Frauen taten es Aggy gleich und huldigten Großmütterchens Haarton – nur, dass das alles eben so gar nicht nach Omi aussah. Nun zeigte Narciso Rodriguez, Verfechter des Minimalismus, dass es auch noch einen Tick krasser geht. Inklusive Gel und mit so gut wie keinem Blond-Pigment. Eine Irrfahrt zwischen Futurismus und Spinnenweben beginnt. Mit Anfang 20 schon Ende 100. Und damit nicht genug, denn nicht nur Weiß entdeckten wir da, sondern auch “Futurama”-mäßige Töne. Weiterlesen »
Es gibt sie, diese Kollektionen, die im ersten Moment nach Geschmacksverkalkung duften und im zweiten Verwirrung stiften, um am Ende doch noch das Blatt zum Guten hin zu wenden. Das Newcomer Brand Creatures of the Wind, hinter dem ein kleines, talentiertes Designteam mit Sitz in Chicagos Herzen steckt, hangelt sich für das kommende Frühjahr offensichtlich genau an dieser Taktik entlang. “Passt das denn zusammen?“, fragt man sich zunächst, dann gibt man ein leises “Puh” von sich, einige Minuten später schon, bekommt man sogar selbst Lust, eins der nicht ganz so leicht verdaulichen Outfits zu tragen. Dabei sieht keines aus wie das andere – ein Wirrwarr aus Inspirationen.
Die 60er zum Beispiel, ziehen sich wie ein schwachroter Faden durch Längen und die gesamte Atmosphäre. Feminine zarte Schuhe, denen durch Söckchen College-Attitüde eingehaucht wird, Bubikrägen, gerade so werden die Knie bedeckt, ab und an rutscht der Saum auch ein Stückchen höher. Hochgeschlossene, karierte, spitzenbesetzte Blusen zu Faltenröcken vereinen norwegisches Kaminfeuergeknister mit High-Street-Elementen und klassischem Brav-Mädchen-Klischee. Technische Muster, die an Batik erinnern bekommen durch Transparenzen einen Hauch Futurismus eingehaucht, und plötzlich entdeckt man die Calvin-Klein 90er im cleanen, weißen Kleid. Céline-Chefdesignerin Phoebe Philo würden die boxigen Blazer im Blumenprint gefallen und der Rest wird aller Wahrscheinlichkeit nach zumindest von mutigen Stilmixern und -Brechern mit Kusshand empfangen werden. Tragbar ist diese Kollektion im Vergleich zu vielen anderen Laufsteg-Schätzen allemal. Mögen wir. Sehr! Weiterlesen »
Normalerweise kann es bei mir gar nicht zu geradlinig sein, wenn es um’s Thema Mode geht: Firlefanz und andere Spielereien halte ich meist für unnötig und sind mir viel zu mädchenhaft. Rüschen, Glitzer, Falten undundund kann also getrost und ohne Augenrollen von anderen getragen werden, aber nicht von mir.
Aber wie das natürlich so kommen musste, hat es mir ein gerade ein Label während der laufenden Schauen inNew York City angetan, das komplett dem Gegenteil hingibt. Eines, dass nur so vor moderner Mädchenhaftigkeit strotzt und mit besagtem Rüschenzauber daher kommt. Jawoll, Preens Sommerkollektion für 2012 hat meine Meinung geändert: Zarte Rüschen dürfen ab sofort Bubi-Kragen ersetzen, behutsam am Ende des Ärmels platziert werden und unaufdringlich den Rockzipfel zieren. Und überhaupt, Preen überzeugt mit zarten Pastelltönen, 60s Blumen-Inspiration, geometrischen Farbklecksen oder dem gekonnten Farbspiel in Kombination mit Spitze – ja, vielleicht zieht mich gerade das Zusammenspiel so sehr in den Bann und die Rüschen sind nur das Sahnehäubchen auf der kunterbunten Kollektion. Diese jedenfalls wirken perfekt zum toughen Mädchenlook und ich werfe heute einfach mal wieder meine Prinzipien über den Haufen.
Gefällt’s euch denn auch oder leide ich an rosaroter Geschmacksverkalkung?Weiterlesen »
Jeder, der irgendwie und irgendwo den kreativen Kochlöffel in der Medienbranche schwingt, ist bestens mit ihnen vertraut: Moodboards. Während des Studiums hingen sie mir zum Halse raus und hätte ich auch nur eines mehr zusammenstellen müssen, ich wäre schwer traumatisiert auf dem Fußboden der Akademie zusammengesackt. Mussten sich allerdings fremde Finger die Hände wund schneiden und kleben, macht das Anschauen der bunten Inspirations-Wände durchaus Spaß. Hier also ein paar Exemplare, die während der New York Fashion Week bei diversen Designenr gesichtet wurde. Obriges gehört zu Tory Burch. Weiterlesen »
Meine Haare sind eine Plage, das haben einige von euch vielleicht schon mitbekommen. Überaus dankbar bin ich deshalb immer über Alternativvorschläge zum maroden Haargummi und Horizont-erweiternde Inspirationsbilder von den Laufstegen dieser Welt. Weiter als bis zum Haarreif denke ich für gewöhnlich nämlich nicht.
Das junge Label Thakoon ist daher ein Lichtblick am heutigen Haarhimmel. Monsieur Thakoon Panichgu, Modedesigner und kreativer Kopf hinter dem Brand, schickte seine Models für die kommende Herbstkollektion mit Strickliesel-Geflechten auf den New Yorker Runway. Das kreative Wirrwarr aus Haar und Wolle erinnert ebenso an die 70er Jahre wie an den anhaltenden Ethno-Hype und Nomaden-Stämme, sieht dabei aber ganz wunderbar aus und lädt zum Nachmachen ein. Die Frage ist nur, ob das so einfach ist? Weiterlesen »
This is Jane Wayne ist ein Herzprojekt. Ein Projekt aus Berlin für die Janes allerorts, das News, Features, Blogs, Interviews und Streetstyles zu einer umfangreichen Präsenz vereint. This is Jane Wayne sind Nike & Sarah. Zwei Autorinnen, die sinnieren und informieren über Mode, Musik und Menschen, Kunst und Kultur und im Eigenversuch Getestetes. Mehr
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TEA&TWIGS ist das virtuelle Zuhause von Isabella und Jasmin und beherbergt unter anderem die Dokumentation des persönlichen Stils der Damen, Beauty-Videos und einfache DIY Ideen: von den pinken Haarspitzen bis zur selbstgemachten Marmelade. Mehr