Kinotipp: In einer besseren Welt

17.03.2011 Allgemein, Film

Was ist da heute los? Es ist grau, es nieselt ununterbrochen und es ist kalt. Fröstelnd ziehen wir unsere Schultern hoch, suchen Schutz in unseren viel zu dünnen Übergangsjacken und unsere Mundwinkel verziehen sich beim Anblick des Himmels und bei dieser ungemütlichen Kälte und Nässe weiter nach unten. Da hilft eigentlich, sich weiterhin mit Sommerthemen zu umgeben oder sich doch einfach mal wieder mit der Plörre da draußen abzufinden und auf den Kino-Plan für heute Abend zu schauen. Und siehe da, etwas Oskarprämiertes wartet schon auf uns:
In einer besseren Welt“ von Susanne Bier werden wir auf eine Reise zwischen Dänemark und Afrika mitgenommen, setzen uns mit dem Tod und der Trauer auseinander und bangen ein Stück weit zwischen Hoffnung und Familiendrama.

Eine kaputte Ehe. Eine tote Mutter. Zwei orientierungslose Jungs, die zu Außenseitern mutieren. Gewaltbereitschaft und keine Bezugsperson, die zuhören mag – das Drama „In einer besseren Welt“ von Susanne Bier.

Gewalt unter Jugendlichen ist nichts Seltenes und kommt viel zu oft und viel zu intensiv vor und wird viel zu häufig hinter vorgehaltener Hand versteckt. Die dänische Oscar-Preisträgerin Susanne Bier sucht in ihrem Film „In einer besseren Welt“ nach den Gründen Gewalt unter Kindern und zeigt uns ungeschönt, wo nicht selten die Baustellen liegen.
Einfach die lästige Werbung überspringen! Einen anderer Trailer war leider unauffindbar!

Es geht um eine Freundschaft zwischen zwei Jungs, die zu Außenseitern werden. Christian (William Jøhnk Juel Nielsen) verliert seine Mutter und kann nur schwer mit ihrem Tod umgehen. Elias (Markus Rygaard) kommt aus sehr gutem Hause, sein Vater ist Arzt und reist ständig über Wochen hinweg nach Afrika, um Notleidenden zu helfen. Sowohl Christians Vater als auch Elias Eltern sind noch dazu so sehr mit ihren eigenen Problemen und Ehekrisen beschäftigt, dass sie die Probleme der Kinder überhaupt nicht mitbekommen und das wirkliche Drama nicht erkennen.

Elias wird von seinen Mitschülern psychisch und physisch fertig gemacht – gerade mal seinem Vater Anton (Mikael Persbrandt) kann und will er davon erzählen, doch der ist nie da. Sein neuer Freund Christian ist der einzige, der sich für ihn einsetzt – mit Gewalt. In ihm brodeln, nicht zuletzt wegen dem Krebstod seiner Mama, Hass und Wut. Eine Gefährliche Dynamik entwickelt sich.

Das Drama „In einer besseren Welt“ wurde mit dem Oscar als Bester Fremdsprachiger Film und dem Golden Globe als Bester Ausländischer Film gekürt und verspricht, uns und euch den Abend zu retten! Fernab von Kitsch und erhobenem Zeigefinger sollen wir einen Film präsentiert bekommen, der uns zum Nachdenken anregt, der uns selber dazu motiviert, Schuldfragen zu beantworten und uns hoffentlich mit einem Happy End im Kinosessel zurück lässt!

Kinostart ist heute! Und was hilft besser gegen dieses fiese Wetter, als ein Kinofilm?

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