Klassiker //
Mary Scherpe verrät uns ihre Top 3,
für die es sich zu sparen lohnt!

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Was ist ein Klassiker und wann wird ein Kleidungsstück überhaupt zu solch einem? Wir hegen und pflegen an dieser Stelle alle unsere etwas eigenen Definitionen, rechtfertigen viel zu überteuerte Käufe, oder stellen nach Jahren eventuell fest, dass sich diese eine Investition vielleicht doch nicht unbedingt als Klassiker heraus gestellt hat. Ach ja, so ist das eben. Und doch gibt’s ein paar Codes, die einen wirklichen Klassiker ausmachen: Hohe Qualität, eine gewisse Geradlinigkeit und diesen einen Platz im eigenen Herzen.

Eine Dame, die sich schon ziemlich lange mit Mode und Trends beschäftigt, ist unsere liebe Mary Scherpe vom Mode Blog der ersten Stunde „Stil in Berlin„. Bewaffnet mit ihrer Kamera zog sie einst durch die Straßen Berlins, fotografierte Menschen mit Persönlichkeit und stellte uns sie auf ihrem Blog vor. Heute ist ihr Hobby von damals längst nicht nur ein Streetstyle-Sammelsurium, sondern widmet sich anderen Lifestyle-Bereichen, die ebenso wichtig und stilprägend sind wie Kleidung selbst. Uns verriet sie außerdem ihre Top 3 Klassiker, in die man unbedingt investieren sollte <3 

#1 Mein liebster Klassiker, auf den man nicht mal sparen muss, ist die Arizona Sandale von Birkenstock, die ich seit mittlerweile drei Sommern durch Berlin schleppe und dafür zu Beginn recht skeptische Blicke geerntet habe.

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Mittlerweile trägt die Dinger jeder, aber das ist auch nur allzu verständlich – sobald man einmal länger in denen durch die Stadt getourt ist, stellt man fest, wie bequem sie sind. Die Sommerentwürfe von Céline haben dann ihr übriges zur neuen Popularität getan. Einer meiner sehr modebewussten Freunde spielt im Moment mit dem Gedanken, das Gizeh Modell wieder zu etablieren, so weit bin ich aber (noch) nicht.

#2 Seit einiger Zeit geht bei mir ausserdem nix mehr ohne einen grauen Sweater – ich habe mich lange dagegen gewehrt, aber die Dinger sind einfach zu bequem und es gibt im Moment zu viele interessante, um ihnen auszuweichen. Mein Lieblingsmodell ist das der Münchner Designerin Ayzit Bostan aus superweichem Material, das innen auch noch angeraut ist.

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Darauf ist eine Abwandlung des Logos der Hardcore Gruppe Black Flag, das seinerzeit (also in den späten siebziger Jahren) vom jüngeren Bruder des Gitarristen, Raymond Pettibon (ja, genau der, der heute einer der bekanntesten US-amerikanischen Künstler ist), entworfen wurde. In Mitte erkennt einen damit jeder als Ayzit Bostan Fan, sonstwo wird man eher als Hardcore Anhänger verkannt. Es gibt auch eine Black Flag Abwandlung mit Justin Bieber, die vor allem Florian Duijsens, zuständig für Fleisch und Musik bei Stil in Berlin, gern bei einem unserer raren DJ Auftritte zur Schau trägt. 

#3 Mein absoluter Klassiker, auf den es sich in jedem Fall zu sparen lohnt ist am Ende dann mein Hollandrad von Gazelle, auf dem ich seit diesem Frühjahr durch Berlin kurve. Diese Investition hat sich schon jetzt mehr als gelohnt.

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Jane Wayne: Du gehörst zu den ersten Berliner Modebloggern – Wie hat sich „Stil in Berlin“ über die zeit verändert und was ist es heute?

Mary: Stil in Berlin hat eigentlich als Freizeitprojekt neben der Uni begonnen, dass es heute immer noch läuft und mir so viel Freude bereitet, habe ich damals nicht erwartet. Während wir mit Bildern der Berliner Straßenmode begonnen haben, hat sich das Themenfeld mittlerweile auf Essen, Kunst, Film und alles was sonst im Berliner Leben interessant ist, ausgeweitet.

JW: Was bedeutet für dich Mode?

Mary: Ich mag Mode unheimlich gern und lasse mich noch lieber von ihr mitreissen, wenn sie von Menschen gemacht wird die ich kenne und / oder bewundere.

fabian_MaryIm Partnerlook mit Fabian Hart.

JW: Warum in Basics bzw. Alltime Favorites aka Klassiker investieren?

Mary: Es gibt Sachen, da macht es durchaus Sinn mehr zu investieren. In ein gutes weißes Hemd zum Beispiel, das sich nicht nach dem ersten Waschen verzieht oder Löcher bekommt und das zu einem Teil wird, das einen aus diesen allzu bekannten „Ich hab nix anzuziehen“ Situationen rettet. Oder eben in ein Fahrrad, das einen stil- und verkehrssicher durch die Stadt trägt. Was ich dagegen noch nie verstanden habe ist die Investition in teure Taschen, mein Accessoire Geschmack ist wahrscheinlich zu unstet um über tausend Euro in eine It-Bag zu investieren.

mary_Scherpe© Style.de

JW: Deine Tricks, wie man es schafft in teurere Stücke zu investieren, ohne bankrott zu gehen?

Mary: Nur das Geld ausgeben, was man hat. Klingt allerdings einfacher, als es ist.

JW: Deine liebste Adresse, wo du garantiert Geld ausgibst?

Mary: Garantiert Geld gebe ich für gutes Essen aus. Zum Beispiel auf dem Winterfeldt Markt Samstags in Schöneberg, auf dem ich mich tagelang durchfuttern könnte und immer wieder zuviel Obst und Gemüse und Brot und Käse kaufe.

Tausend Dank, du Liebe <3

maryscherpe

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