Desigual, bist du’s?
Scalamari im (Rum)Wunderland
bei der New York Fashion Week

16.02.2015 Mode, box3

desigual teaser

Ganz Recht, ich bin mal eben für euch rüber nach Manhattan gedüst um unter Anderem die Show von Desigual im Rahmen der New York Fashion Week zu besuchen – „Desigu-Whuat“?? Denkt ihr euch jetzt in euren Modeköpfchen und habt damit nicht ganz Unrecht – oder vielleicht auch „Ach Scalamari, bleib doch am Besten bei deinen Beauty-Leisten“.

Aber halt, halt stop! Jetzt wartet doch erst einmal. Mein innerer Trommelwirbel wird seit der Show im Lincoln Center nämlich immer lauter und ich freue mich wirklich, euch hier ein paar meiner Lieblingslooks der FW 2015 Präsentation zu zeigen – denn wisst ihr was?! Da hat sich was getan im spanischen Hause. Christian Lacroix ik hör dir trapsen. 

Die Erwartungen

sarah radowitz

Weder ich und ich würde mich aus dem Fenster lehnen und behaupten nicht einmal die Front Row bestehend aus Katie Holmes, Lena Gercke, Adriana Lima und Langley Fox Hemmingway sind von einer langen Lieblingsteile-Liste ausgegangen. Versteht mich nicht falsch, es gibt galaktisch viele Desigual Fans auf diesem Erdenrund und das sicher nicht ohne Grund. Der Spirit ist da, die Geschichte ist eine Erfolgreiche, die DNA der Marke unverwechselbar, sie war nur nie die Meinige.

frontrow

Meine Erwartungen beschränkten sich also auf überdimensionale Pril-Blumen Prints auf süßlichen A-Linien Schnitten – im schlimmsten Fall gepaart mit infantilem Mustermix, schnörkeligen Schriftzügen und der extra Portion Pailletten und Lurexfäden – kurzum: Niedrig.

Huch, Hallo? Überraschung!

backstage

Das Model Chantelle Winnie eröffnet die Show, sie springt freudig strahlend auf den Catwalk, die poppige Tanzmusik dröhnt aus den Boxen, ich verdrehe die Augen. Doch was ist da los? Bunter Norwegerstrick flaniert über den Steg, wohlig voluminöse Silhouetten, Fake Fur und Ethno Elemente. Guipure-Stickerei, Jaquards, Tüll- und Gazestoffe die „Oha“ sagen statt „Ohnee“ und stark an Emilio Pucci erinnern. Ein, zwei, drei Lieblingslooks tänzeln mir vor die Augen. Meine Wunschliste wächst. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Es dämmert mir

Ich bin also Zeuge eines zarten Wagnisses des Hauses geworden. Desigual fängt mit dem Französischen Designer Christian Lacroix anscheinend an sich ganz vorsichtig aus seinem Uralt-Rezept zu mausern und in eine neue, wenngleich nicht komplett andere, Richtung zu gehen – doch seht selbst:

Mein Highlight-Look: Der Rote Jacquard-Zweiteiler

desigual

Übrigens: Den Beauty Daumen nach oben strecke ich auch für die Afro Mops auf den Köpfen der Models und die bunten Chaosnägel.

Capture_852

lena gercke

Was soll ich sagen, eine gelungene Show war das – und was ich sonst noch alles bei meinem allerallerersten Mal in New York erleben durfte, unter anderem ein Interview mit Langley Fox Hemmingway, widerlegten Klischees, Hotdogs aus Wolken, gestorbenen Illusionen und mehr – erfahrt ihr schon Morgen von mir.

Küsschen aus Manhatten

3 Kommentare

  1. Julia

    Für mich war Desigual immer verbunden mit fiesen Patchwork-Mänteln, die von Kunstpädagogen getragen werden. Schön zu sehen, dass es auch anders geht.

    Antworten

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