Tiny Talks // Mit Nora vom Taschenlabel HAENSKA

11.11.2015 Allgemein, Tiny Talks

Wie oft sitze ich Zuhause oder am Sandkastenrand und rattere innerlich Pädagogentipps rauf und runter oder stehe einfach ratlos im Flur und frage mich, wie das eigentlich alle um mich herum so mit dem Alltag schaffen. Nicht, weil in mir der kleine Voyeur schlummert, sondern eher um mal wieder zu merken, dass es bei uns daheim weder mehr noch weniger „unnormal“ abläuft. Wir sind also gar nicht so sehr auf dem Holzweg, wie ich oft denke.

Um auch euch genau daran zu erinnern, haben wir ganz unterschiedlich tolle Menschen gefragt, ob sie nicht Lust hätten, uns einen kleinen Einblick in ihren Alltag zu geben. Es gibt Antworten auf Fragen, was sich wirklich alles verändert hat, was immer bleiben wird und warum Eltern überhaupt die größten Helden sind. Und den Anfang macht heute Nora von HÄNSKA: Taschendesignerin, 2-Fach Mama & Zeit-Jongleurin.

Über Noras Taschenlabel aus Berlin bin ich gestolpert, als ich auf der Suche nach einem Alleskönner zwischen Wickelding und hübschem Alltagsbegleiter Ausschau gehalten habe. Seit ich die zwei kleinen Exemplare von Hänska besitze, bin ich täglich im Glück. Nora, erzähl‘: Wie meisterst du denn deinen Alltag?

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1. Wer bist du und was machst du?
Ich bin Nora, 29 Jahre, gebürtige Berlinerin, Mama von Zweien und vor drei Jahren habe ich das Taschen-label HAENSKA gegründet.

2. Wie heißen deine Kinder?
Thea und Frei.

3. Was haben dir deine Kinder/ dein Kind beigebracht?
Zeit gut zu nutzen: Ultra produktiv zu sein und dann auch einfach nur Zeit zusammen als Familie zu genießen. Ausserdem haben sie meine Toleranz an Unordnung erhöht: Einfach alles liegen lassen können, um raus zu gehen und die Sonne zu geniessen.

4. Wie wohnt ihr?
Unterm Dach, in einer gemütlich verwinkelten Wohnung mit Atelier.

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5. Warum sind Eltern Helden?
Irgendwie schafft man es mit einer Hand, ein Kind vor einem umkippenden Glas abzufangen, während man mit der anderen Hand weiter Möhren schneidet und sich dabei fast normal weiter unterhält…

6. Was hat sich verändert, seit du Kinder hast?
Ach, so viel! aber irgendwie schleichend… Ich finde Veränderungen gut! Ich bin auf jeden fall weniger mit mir selbst beschäftigt, was gut tut!

7. Haltet ihr euch an eine klare Rollenverteilung?
Wir versuchen es, probieren aber ständig neue Konstellationen aus, da wir beide freiberuflich sind und dadurch relativ flexibel sein können. (Anmerkung von Hannes: klare Rollenverteilung schon, aber nicht in klassischer Frau/Mann Sicht. Wir kümmern uns beide, je nach workload, gleich viel um die Kinder und jonglieren immer noch mit der idealen Zeiteinteilung.)

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8. Kind und Karriere – ein Mythos?
Meine Karriere hat erst mit Kind begonnen… Ich habe erst nach der Geburt meiner Tochter das Bedürfnis gehabt, etwas ernsthaftes aufzubauen.

9. Wie unterstützt ihr euch im Freundeskreis und in der Familie?
Hannes und ich arbeiten und leben zusammen – und das alles von Zuhause! Das kann teilweise anstrengend sein, macht aber auch vieles leichter: Die Kinder wuseln die ganze Zeit um uns herum und es ist immer viel los. Da hilft jeder mit wie er kann, die Kinder werden so gut es geht integriert und dürfen mithelfen, das finde ich sehr schön.

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10. Lebt ihr in einer kinderfreundlichen Gesellschaft?
In Charlottenburg. Naja, kinderfreundlich ja. Aber definitiv leider nicht kinderreich!

Bilder: Privat & © Rian Davidson

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