NEWS // Style.com ist wieder online – & kommt als Marketplace zurück

04.11.2016 Shopping

style

2015 machte man einfach Schluss und zog nach einer kurzen, knappen Ankündigung den Stecker: Style.com, die wohl bekannteste Online Plattform für Modenews und Runway-Bilder der Welt war von heute auf morgen weg vom Fenster, Tim Blanks, unser liebster Kritiker wechselte zu BoF und Tommy Ton, die Style.com Street Style Institution ging komplett eigene Wege. Man gründete Style.com einst, um der Vogue einen Online Auftritt zu geben – doch irgendwann, da mauserte sich die Seite aus dem Condé Nast Verlag zu einem ganz eigenen Flagschiff, zur tonangebenden Nummer – und somit zum direkten Konkurrent der Vogue US Website. Zurück zum Anfang also und nochmal neu: Die Vogue US sicherte sich die Style.com Inhalte und gab ihnen eine eigene Kategorie – und was sollte aus Style.com werden? Eine E-Commerce-Plattform, die uns die Schuhe ausziehen würde.

Jetzt ist Style.com also endlich online (seit dem 2. September bereits in den UK), verschifft produktabhängig nach Deutschland – und enttäuscht auf den allerersten Blick leider ein klitzekleines bisschen. Zwar legte man Demna Gvasalias allererste Kollektion für Vetements aus dem Jahr 2014 wieder auf und schmückt sich mit den revolutionären Visionen des Georgiers, die übrige Designerliste allerdings, und somit das Portfolio des niegelnagelneuen High-End-Online Shops, ist fix überflogen:

Von den üblichen Verdächtigen sind nur wenige an Bord – und überhaupt: Warum wird hier manches nach Deutschland geschickt, anderes wiederum nicht?

Style.com versteht sich als Marktplatz und bündelt die Kollektionen seiner ausgewählten Designer bloß: Für das Shipping und die Lagerung sind die jeweiligen Designer selbst verantwortlich. So hieß es zumindest ganz zu Beginn der Lancierung. Eines aber überzeugt natürlich: Free Shipping & free Returns.

Im Hause Condé Nast steht man wohl eher ganz am Anfang, statt gleich mit einem frischen, ausgereiften Konzept aufzuwarten. Noch länger wollte man die Füße wohl aber nicht still halten, nachdem der Launch bereits fast um ein Jahr verschoben wurde. Condé Nast sees its advantage in its ability to integrate content and commerce, harvesting the purchase intent generated by its hundreds of style-focused media titles with a seamless path between inspiration and transaction. The new Style.com employs a marketplace model, providing a platform for brands and shoppers to connect, without taking on the risk and expense of buying and holding inventory. [BoF]

Ein Marktplatz also, der es ermöglichen soll, Produkte über die Websites oder Apps von Magazinen kaufen zu können oder Wunschstücke direkt aus den Printausgaben heraus zu bestellen (The Vogue Edit).  Eigene Content-Produktionen findet man schon jetzt auf den einzelnen Designer-Seiten, aber das war’s auch schon, an neuem Output. Oder haben wir was übersehen? Ein Projekt steht also in den Kinderschuhen, statt mit einem Knall online zu gehen. Wir geben der einstigen Lieblingsmodeseite also einfach noch ein paar Monate Zeit, um zu wachsen und warten geduldig ab, was da noch kommt.

Number one is the incredible content we can leverage from brands like Vogue and GQ, which is very different from just saying we have content. Those brands carry incredible weight in the market. The product assortment is also part of it. We decided to position ourselves with big emblematic fashion brands as well as rising stars, new designers, new names. And, thirdly, there’s the technology piece. We’re not here to build a basic catalogue of products. We are here to build a sustainable proposition for customers that relies on recommendations and personalisation. [Franck Zayan, president of Style.com]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr von

Related