This is Jane Wayne - Slow Sunday - Ich brauche ein zu Hause

Slow Sunday // Abschied & Neuanfang: Ich brauche erstmal ein Zuhause

09.07.2017 Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Ich brauche ein zu Hause

Abschied ist schwer. Verdammt schwer. Wahrscheinlich erzähle ich euch etwas, was ihr sowieso schon wusstet und ich natürlich irgendwie auch, aber selbst so mittendrin zu stecken ist dann einfach nochmal eine andere Nummer. Ein paar Wochen ist es jetzt her, dass ich mich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion selbstbestimmt entwurzelt habe und nur mit einem Koffer und einer Reisetasche im Schlepptau in Berlin eintrudelte. Ehrlich gesagt ohne größere Pläne und ohne zu wissen, dass ich hier tatsächlich gerade den Klischee Neuanfang wage wie er im Buche steht. Seitdem schwebe ich gefühlte drei Zentimeter über dem Boden durch die Hauptstadt und frage mich ab und an, ob man auch zu viel Luft von Freiheit und Unabhängigkeit inhalieren kann. Und trotzdem kommt er, dieser kleine Moment, wenn es ganz still ist und man sich fragt: Wann komme ich eigentlich an? Wo ist jetzt mein zu Hause und wann spüre ich endlich wieder den Boden unter den Füßen?

Zwischenmiete heißt mein neues Lieblingswort, dass ich aber mittlerweile mit jeder Faser meines Körpers ablehne. Da dachte ich mir doch am Anfang, dass es besonders toll sei, sich nicht festlegen zu müssen und die mal hier mal da Mentalität voll auszukosten, bevor ich mich dann in einem der fünf beliebtesten Must-Live Stadtteile niederlasse. Wenn ich mich hier aber in meinem zugegebenermaßen schönen möblierten Zimmer umschaue kommt so gar kein zu Hause Gefühl auf. Gerne wäre ich da unabhängiger, freigeistiger, abenteuerlicher und eine Art Tagträumer, der sowieso ausschließlich in seinem Kopf zu Hause ist. Der irgendwo ankommt, seinen Koffer aufklappt und beschließt, dass das hier für die nächsten Tage, Wochen oder Jahre sein neues zu Hause sein wird. Solche Menschen gibt es tatsächlich. Nach knappen 5 Wochen kann ich jetzt aber ziemlich sicher sagen: Der Tagtraum vom sich treiben lassen neigt sich dem Ende zu und das einzige was mir wirklich helfen wird im Hier und Jetzt anzukommen ist ein eigenes zu Hause. Eins, in dem ich die Wandfarbe ausgesucht habe und in dem ich dank bisherigen Dauerbeziehung und Zweck-WGs zum ersten Mal in meinem Leben einrichten und bestimmten kann, was ausschließlich ich möchte. Und weil Vorfreude irgendwie am allerschönsten ist und ich dem Universum immer noch dankbar bin, dass mir nach gefühlten tausend Besichtigungen doch tatsächlich meinen Altbautraum inkl. Supermitbewohnerin in die Hände fiel, verbringe ich die Hälfte meiner Freizeit auf Pinterest und pinne alles, was irgendwie ins Schema minimalistische Wohlfühloase passt. Denn – und da kommt jetzt wieder einmal die kleine Perfektionistin in mir zu Wort – möchte ich auch in meinem neuen zu Hause auf Nachhaltigkeit achten und darauf, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Und wenn ich mich dabei gegen alles stellen muss, was man allgemeinhin als sinnvolle Raumgestaltung bezeichnen würde, dann ist das für mich völlig okay. Es ist mir nämlich egal, wie viel praktischen Stauraum man unter einem Bett realisieren kann, es ist mir egal, dass offene Kleiderstangen zu Staubfängern mutieren können und es ist mir auch egal, dass Grundbeleuchtung zu aller erst gutes Licht machen sollte. Ich möchte es nämlich nur eins haben: Schön, gemütlich, möglichst leer und ausschließlich mit Gegenständen bestückt, die mir wirklich etwas bedeuten.

Welche liebsten Inspirationen ich dabei gefunden habe und wie ich mir das Ganze konkret vorstelle, zeige ich euch jetzt und dann natürlich selbstverständlich auch das tatsächliche Endergebnis in Bälde.

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Credits: blog.tagesanzeiger.ch, paydecor.ru, Pinterest (Linnea Turunen, Victoria Smith, hearthomemag.com, Life1nmotion, Maker Monthly, mydomaine.com, coco Lapine Design, si@frenchbydesign, fresideen, theclassyissue.com, ffffound, Happy Interior Blog, Journelles), tumblr (mathildaaaaaa, jessica154blog)

4 Kommentare

  1. Stephanie

    ..mir geht es gerade ganz genauso und das nagt gerade ganz schön an mir, da ich mich gefreut habe nach berlin zukommen, aber die wohungssituation entschleunigt total und macht mich richtig traurig gerade! schön, dass du was gefunden hast! 🙂

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  2. Johanna Schulz

    Super schöne wohnideen hast du da. Und ich stimme zu 100% überein.
    Bald ziehe ich in meine aller aller erste eigene Wohnung, da ist nicht viel Geld flüssig also besteht der halbe Hausrat aus Geschenken von Verwandten. Aber nachts träume ich dann doch schon das ein oder andere mal, von so einer hübschen, minimalsistschen aber nachhaltigen Traumbude.

    Wünsche Dir noch ein gutes Ankommen, und Bin sehr gespannt auf deine Ergebnisse!!

    Liebe Grüße
    Johanna von https//hannicoco.de

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  3. Jule

    Sorry für’s Klugscheißen, aber in diesem Fall heißt es „Zuhause“. Ansonsten ein sehr schöner Artikel.

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  4. Pingback: Cherry Picks #27 - amazed

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