Teneriffa 2.0 – Wie wir die Insel der Senior*Innen für uns entdeckten

08.04.2019 Allgemein, Kultur

Italien, Portugal, Frankreich – meine Wunschdestinationen würde ich am liebsten jedes Jahr wieder bereisen. Einfach weil ich dort schon einmal eine ach so schöne Zeit verbracht habe. Als großer Fan der Nebensaison habe ich, bei vergangenen Urlauben, die fehlende Strandwärme vermisst, den Bikini hoffnungsvoll in den Koffer gestopft, um ihn am Ende doch nur unbenutzt wieder in den Schrank einzusortieren. Frühjahr – Wärme – Sonnenbad sind in Europa dann doch nicht ganz so einfach zu bekommen, vor allem wenn man den ewigen Frühsommer auf Teneriffa nicht auf dem Schirm hat wie ich und beim Gedanken an die größte kanarische Insel an pastellene Hotelanlagen und düstere Vulkanstrände denkt. Nun hat Airbnb zu einem Urlaub der ganz besonderen Art eingeladen. Auf unserem Kurztrip sollte ich, neben der Bestätigung gängiger Klischees, eines Besseren belehrt werden. Wieder in Berlin angekommen, ist Teneriffa schnurstracks ganz nach oben auf meine Bucketlist gewandert. Denn es war so schön, dass ich unbedingt wiederkommen will, am liebsten so schnell, wie es geht. Und für alle, die die Insel bislang nicht auf dem Radar hatten, kommt hier mein ultimativer Teneriffa-Guide.

– Diese Pressereise wurde durch Airbnb realisiert –

 
 
 
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Teneriffa Crashkurs

Die größte spanische Insel zählt heute rund 888.000 Einwohner*Innen, Tinerfeños genannt, wobei die Dunkelziffer weitaus höher gehandelt wird. Bis zu 300.000 Europäer*Innen, (hauptsächlich Deutsche, Briten*Innen und Holländer*Innen) sollen jedes Jahr im Winter ihren Zweitwohnsitz auf der Insel beziehen, ohne vor Ort gemeldet zu sein. Problematisch für die spanischen Kommunen, deren Bezüge in Abhängigkeit von der Einwohner*Innenzahl bemessen werden und somit nicht vom einstigen Hype der Insel profitieren. Erstbewohner*Innen auf Teneriffa werden heute Guanchen genannt. Sie entwickelten, isoliert von anderen Kanarischen Inseln und dem Festland, eine eigenständige Kultur. Aufzeichnungen gehen hierbei bis in das 10. Jahrhundert v. Chr. zurück. Nach vielen Jahren der Isolation wurde Teneriffa ab der Mitte des ersten Jahrtausends n. Chr. vom heutigen spanischen Raum infiltriert und ein reger mitteleuropäischer Handelsverkehr mit den Kanarischen Inseln betrieben, bis dieser ca. im 4. Jahrhundert nach Chr. abbrach.

Photo by Yuriy Ogarkov

Zur Zeit der Wiedereroberung durch die Spanier*Innen gegen Ende des 15. Jahrhunderts lebten auf der Insel um die 36.000 Bewohner*Innen, aufgeteilt in Bezirke, die als „Menceyatos“ bezeichnet wurden. Durch die gewaltvolle Machtübernahme der Spanier*Innen verloren die Erstbewoher*Innen jegliche Macht- und Regierungsansprüche über ihre Insel. Die Ethnie der Guanchen gilt seit dieser Zeit als ausgelöscht. Hauptstadt und Verwaltungssitz der Vulkaninsel ist Santa Cruz de Tennerife. Wie alle Kanarischen Inseln gehört auch sie topografisch zu Afrika und liegt vor der Küste von Marokko und der Westsahara. Schaut man genau hin, sind bei guter Sicht große Sandwolken aus dem Osten zu erkennen, die sich in den Berg- und Küstenhängen verfangen.

 

Klima

Wir freuen uns im März über milde 20 Grad bei der Ankunft und ahnen nicht im Ansatz, dass die angepriesene „schlechteste Woche des Jahres“ Sonnenbäder, Regenwolken und einen Sprung in den Atlantik zugleich bereithalten wird. Auf Teneriffa haben die Bäume und Büsche, Moose und Kakteen auch im März ein sattes Grün. Hier sind es über das ganze Jahr nur selten weniger als 15 Grad. Im Norden ist es etwas feuchter, das Grün noch satter und während unserer Ankunft leicht schwül, was sich ein bisschen tropisch anfühlt und genau das richtige ist, wenn man in zähen Frühjahrsmonaten für kurze Zeit dem deutschen grauen Nieselwetter entfliehen will. Die Vegetation sei vergleichbar mit der auf Hawaii und Neuseeland, habe ich mir sagen lassen. Während auf dem höchsten Gipfel, dem Vulkan el Teide, noch Schnee liegt, werden in den üppigen Tälern Avocados, Maracujas und Bananen geerntet. Einige Früchte wie white Sapote, Guave und Cherimoya wachsen hier in rauen Mengen und gehören neben Jamon due Huelva (Iberico Schinken) und Queso Blanco (einem Ziegenweichkäse) auf jeden Frühstückstisch.

 
 
 
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Photo by Yuriy Ogarkov

Getting Around

Teneriffa verfügt sowohl über einen Nord- und einen Südflughafen. Von Berlin fliegt Ryanair direkt, von Hamburg und Frankfurt kann man die Insel mit Condor in rund fünf Stunden erreichen. Von München steht außerdem Eurowings per Direktflug zur Verfügung. Wer umsteigen muss, muss bis zu neun Stunden Reisezeit einplanen. Vor Ort empfiehlt sich ein Mietwagen aufgrund der steilen Berghänge und oft unwegsamen, kurvigen Straßen am Hang als Verbindung zwischen den zahlreichen Bergdörfern den verschiedenen Ortschaften.

Photo by Yuriy Ogarkov

Photo by Yuriy Ogarkov

Für den kleineren Geldbeutel oder diejenigen, die ganz ohne Führerschein die Insel bereisen wollen, gibt es ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz mit Schnellbussen, Kleinbussen und Linienbussen, die sowohl über die schmalen Gebirgspässe als auch auf den traumhaften Küstenstraßen alles miteinander verbinden. Wer plant, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, sollte sich eine Ten Mas Karte zulegen. Die Bonuskarte rabattiert Strecken je nach Kilometeranzahl (bis 20 km -30%, ab 20km – 50%). Zu erwerben sind die Karten in allen Titsa Verkaufsstellen. Mehr Informationen zum Thema ÖPNV findet ihr außerdem hier.

 

 

Photos by Yuriy Ogarkov

Der Norden samt Icod de Los Vinos, La Laguna und Kay Gonzales

Auf der Südwestseite begegnen wir am ersten Tag einem Disneyland für Erwachsene, das stark an hiesige Outlet-Dörfer erinnert. Hier ist alles geometrisch, gepflastert, gesäubert und doch irgendwie schockierend beruhigend. Ein Ort, an dem das Herz von Pauschalurlaubern höher schlägt, ein Ort für alle, die sich in den eigenen Ferien nach der heilsten aller Welten sehnen und genau diese bekommen. Las Americas, Los Gigantes und Los Cristianos prägen wohl viele Visionen der Urlaubsdestination Teneriffa und können in ihrer pastellig-kalifornischen Gestaltung faszinieren und abschrecken zugleich. Anders als im naturbelasseneren Norden fühlen sich hier englischer Rasen und geometrische Palmenformationen zu Hause, genau so wie Wasserparks, Tier-Erlebniswelten und eine Bandbreite an Hotels, Bungalows und Ferienanlagen jeder Farcon. Das Wetter ist hier beständiger, die Gäste reisen mit Familie an, sind in Rente oder beziehen ihre Winterreseidenz.

Wer mit dem Auto die Küstenorte durchquert, wird nur schwer davon zu überzeugen sein, dass sich der Wind auf der Nordseite der Insel um mindestens 180 grad dreht. Hier ist das Klima feuchter, die Berge sind grüner und steiler, die Städte real und die Gäste ausgerüstet mit Allwetterkleidung, Trekkingschuhen und Wanderstöcken. Da sich die Wetterverhältnisse auf Teneriffa über das Jahr recht stabil gemäßigt halten, sind die Berge selbst in der Nebensaison satt grün. Die Reisegruppe Airbnb war in Icod de Los Vinos, genauer gesagt San Felipe, untergebracht, einer Gemeinde mit rund 22.000 Einwohnern, steilen hängen und Meerblick. Die Straßen sind gesäumt von Bananenplantagen, die Serpentinen sind steil und kurvig und die Region nur gering touristisch erschlossen. Am Hang, mit perfektem Blick auf den Playa de San Marcos, befindet sich Alberto Dorner, das neue Projekt von Kay Gonzales.

Photo by Yuriy Ogarkov

 

Alberto & Kay Gonzales // Photo by Yuriy Ogarkov

Der Professor für Philosophie stellt nicht nur die liebevoll und geschmackvoll renovierten Apartments zur Verfügung, sondern lässt es sich zudem nicht nehmen, Zeit mit seinen Gästen auf seiner Heimatinsel zu verbringen.  Das ganze Projekt findet eng verwurzelt mit lokalen Institutionen und Produzierenden statt. So bietet er in seinem Weinkeller kanarische Weine an, wird nicht müde sein wirklich gutes und handgeschöpftes Salz an den Menschen zu bringen und setzt sich intensiv mit nachhaltigem und verantwortungsvollem Tourismus auseinander.

Airbnb, die so oft günstige und smarte Gelegenheit zu reisen, ist für ihn eine Plattform, Urlaub nicht nur in vielzähliger Preis- und Anspruchsklasse anzubieten. Er versucht gleichzeitig gezielt Verbindungen zwischen Reisenden und der gewählten Destination zu schaffen. Sich richtig zu verlieben in die Insel, diesen Fleck Erde so schätzen zu lernen, wie er ihn als Kind kennengelernt hat. So verkörpert er vielleicht den Geist der Reiseplattform Airbnb, die 2008 im Silicon Valley gegründet wurde und zeitaktuell immer wieder in der Kritik steht. Das Tool mit dem Kerngedanken, Reisen auf Augenhöhe der Locals möglich zu machen und dabei authentisch und erschwinglich zu sein, ist unter anderem in Großstädten Zubrot für den Wohnungsmangel, während Mietwohnungen geblockt und für viel Geld an Kurztrip-Tourist*Innen vermietet werden.

Wo wird Menschen „authentisches Reisen“ und fremde Kultur vermittelt, ohne Bewohner*Innen Raum zu nehmen und sie auszuspielen gegen die lukrativere, kommerzielle Nutzung von Wohnraum? Wo können sich Anbieter*Innen, Tourist*Innen, Anwohner*Innen und lokale Businesses treffen und voneinander profitieren? Staatliche Reglements spielen hier eine Rolle, sagt Kay und ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Ort, den man selbst als Host Heimat nennt.

San Cristobal de La Laguna liegt nordwestlich der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife und ist mit 25.000 Studierenden das akademische Zentrum Teneriffas. In der 155.000 Seelen Stadt ist man umgeben von bildschönen Vorstadtstraßen, einem historischen Stadtkern und vielen weiteren architektonischen Highlights. Bei einer Höhe von ca. 550 Metern ist es in dem recht wolkenverhangenen Tal meistens ein paar Grad kälter als an der Küste. Santa Cruz ist nur wenige Kilometer entfernt. Die Stadt ist tatsächlich beschaulich, eignet sich aber total als Ausgangspunkt um ein paar Tage in den Bergen zu verbringen, wenn einem die Strände zu überlaufen sind oder das Wasser zu frisch ist. Hier ist es ein bisschen verschlafen, ohne jemals langweilig zu werden. Ich habe mir außerdem sagen lassen, dass Vinotheken und Bars an den Wochenenden stets vollbesetzt und feuchtfröhlich ausgelastet sind.

Photo by Yuriy Ogarkov

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„Airbnb Experiences“ & verliebt in Aktivurlaub

Schon mehr als ein Mal bin ich in den Städteurlaub abgedampft, ohne in mich hineinzuhorchen und ein starkes Bedürfnis nach Natur, Frischluft und grünen Bäumen zu erkennen. So richtig zur Ruhe kommt man im schicken Großstadtapartment mit einer ordentlichen Portion FOMO nämlich auch nicht. Wandern, durchatmen und Brotzeit, ein Urlaubskonzept, das ich erst seit diesem Jahr für mich entdeckt habe und zum wirklichen Zen danach führt. Während ich mich jahrelang nach einem privaten Dinner in den Bergen, einer Stadtführung der etwas anderen Art oder ausgiebigen Bootsfahrt in meinen Urlauben verzehre, habe ich Airbnb Experiences stets außer Acht gelassen. Für mich waren gebuchte Aktivitäten wie Kochkurse, oder Touren stets dekadente und „unautenthische“ Einbrüche in private Lebenswelten. „Nicht echt“, „zu touristisch“. Unglaublich dankbar war ich dieses Mal eines Besseren belehrt zu werden.

Gemeinsam mit Gastgeber Carlos, der über Airbnb Entdeckungen geführte Bootstouren in den Gewässern vor dem Playa San Juan anbietet, bestaunten wir Wale, Delfine und Schildkröten in ihrem natural Habitat. Inklusive Anker werfen in einer abgelegenen Bucht und ein bisschen Pipi in den Augen beim achtsamen Wale-Watching aus 15 Metern Entfernung. Carlos war nicht nur unglaublich bemüht und aufmerksam, sondern hatte auch eine Menge über die geschützten Meeressäuger, die Gefährdung der Tiere und die Problematiken nicht-artgerechter Tierhaltung auf der Insel (Stichwort Blackfish und Loro Parque) zu berichten.

Photos by Yuriy Ogarkov

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Am Tag darauf hatten wir die Möglichkeit, gemeinsam mit Gastgeber Pierre eine Permakultur in der Nähe von La Laguna zu besuchen. Wir wurden verköstigt und durften gleichzeitig unheimlich viel über lokale Nutzpflanzen, sowie nachhaltige und ökologische Landwirtschaft lernen. Wer mag, kann alternativ zum gemieteten Airbnb Apartment hier auf dem Gelände freiwillig tätig werden und eine längere Zeit in ökologische Landwirtschaft auf der Insel hineinschnuppern.

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Wetterverhältnisse haben uns das Erklimmen des el Teide mit seinen 3.700 Metern leider verwehrt. Der Vulkan ist die höchste Erhebung auf dem spanischen Staatsgebiet und umgeben von einem riesigen Nationalpark, welcher mit dem Auto über die TF-21 La Orotava-Granadilla, die TF-21 oder die TF-38 Boca Tauce-Chío zu erreichen ist. Mit dem Guagua Bus bietet sich aus Puerto de la Cruz die Linie 348 und aus Costa Adeje die Linie 342 an. Knapp nach oben gelangt man mit einer ca. 8-minütigen Seilbahnfahrt. Von hier aus sind es noch ca. 40 Minuten Aufstieg bis zum Krater. Weitere Infos zum Vulkan gibt es hier. Geführte Touren über Airbnb könnt ihr außerdem hier buchen.

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Und was kommt auf den Teller?

Von Jamon und Queso habe ich ja schon berichtet. Zu empfehlen sind außerdem die lokalen, wirklich guten Avocados der Insel sowie frischer Fisch direkt aus dem Atlantik. In hiesigen Gewässern werden Thunfische gefangen, Tintenfische aller Art sowie Doraden, Rotbrassen und viele mehr. Ein wirkliches Highlight und vielleicht sogar ein Muss ist der Besuch einer Bodega. Ursprünglich der Begriff für „Weinkeller“ oder „Gewölbe“, bezeichnet es heute primär Lokalitäten, die sich auf den frühabendlichen Weinausschank mit begleitenden Leckereien, ähnlich wie Tapas, spezialisiert haben.

 

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Wir haben den Familienbetrieb Zenon besucht. Hier kann man sitzen und den Urlaubstag begießen, während im Hintergrund von der ganzen Familie Kleinspeisen zubereitet werden. Ganz traumhaft war das.

Weitere kulinarische Hits der Reise waren der Besuch im Aristides in Icod de los Vinos mit einer 7 kg schweren Rotbrasse und ein atemberaubender Lunch in der Casa Riquelme inmitten der Masca Schlucht. Neben dem wahrscheinlich besten Multitvitaminsaft der Welt gibt es hier hausgemachte lokale Speisen aus dem 1-Mann-Betrieb und den wohl schönsten Ausblick durch die Berge hindurch bis aufs Meer.

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https://www.instagram.com/p/Bp42qK_lWUJ/

Pressereise – wie geht das eigentlich?

Pressereise, das ist wie eine Klassenfahrt mit extra Kick und einem Sprung ins Ungewisse. Gut möglich ist es nämlich, dass auf der gesamten Gästeliste keine Person steht, die man persönlich kennt. Die Mission von Airbnb und dem PR-Team von Styleheads war, Teneriffa zusammen mit einer ausgesuchten Reisetruppe, abseits des Rentner*Innen-Images, abseits gängiger “touristischer“ Pfade zu entdecken. Unsere Aktivitäten waren hierbei liebevoll geplant, ausgeklügelt und vielfältig, aber auch zeitlich getaktet und außerhalb des Budgets vieler Reisender. So kam ein für mich am Ende relativ unrealistischer Urlaub zustande, straffer Zeitplan und ein Tag Kennenlernen inklusive, der mich jedoch von der Insel an sich sowie dem Konzept Airbnb-Entdeckungen vollends überzeugt hat. Die sattgrüne Kanaren-Perle ist auf jeden Fall eine Reise Wert. Vor allem dann, wenn man etwas flexibel ist, gerade in den Herbst- oder Wintermonaten Europa nicht verlassen will, aber trotzdem das Weite und die Wärme sucht. Am besten mit einer überschaubaren Gruppe von Freund*Innen oder zu zweit, der Aussicht auf einen Mietwagen und einem Airbnb-Host, der wirklich Lust hat, seine absoluten Insel-Highlights zu verraten.

 

 

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Teneriffa, das ist wie der Hawaii-Urlaub, der für viele unerschwinglich bleibt und das innerhalb Europas. Avocadobäume, Delfine gucken und Traumbuchten sind das Extra. Der Tropenurlaub in der Nebensaison für den kleineren Geldbeutel. Für Naturliebhaber*Innen und Feinschmecker*Innen und das trotz der hartnäckigen Klischees über Rentner*Innen am Pool und Schlangen am Abendbuffet.

 
 
 
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3 Kommentare

  1. Anna

    „[Gastgeber Kay] versucht gleichzeitig gezielt Verbindungen zwischen Reisenden und der gewählten Destination zu schaffen. Sich richtig zu verlieben in die Insel, diesen Fleck Erde so schätzen zu lernen, wie er ihn als Kind kennengelernt hat. So verkörpert er vielleicht den Geist der Reiseplattform Airbnb, die 2008 im Silicon Valley gegründet wurde und zeitaktuell immer wieder in der Kritik steht. Das Tool mit dem Kerngedanken, Reisen auf Augenhöhe der Locals möglich zu machen und dabei authentisch und erschwinglich zu sein, ist unter anderem in Großstädten Zubrot für den Wohnungsmangel, während Mietwohnungen geblockt und für viel Geld an Kurztrip-Tourist*Innen vermietet werden.“

    🙁

    Ich habe nix dagegen, dass Leute ihre Gästezimmer bzw. Ferienwohnungen auf AirBnB vermieten oder mieten. Und Air BnB ist sicher nicht die Hauptursache für den Wohnungsmangel. ABER BITTE, zu behaupten, durch Air BnB würde knapper Wohnraum besser genutzt („Zubrot für den Wohnungsmangel“) statt vom Wohnungsmarkt entfernt, ist doch nichts anderes als dreiste Firmenpropaganda. Sehr viele Wohnungen, die z.B. in Berlin über Air BnB vermietet werden, sind reine Ferienwohnungen. Air BnB ermöglicht es Vermieter*innen von FeWos, städtische Regulierungen des Marktes für FeWos zu umgehen, und trägt damit eben doch zum Wohnungsmangel bei. Ich wundere mich schon, warum der Wohnungsmangel in Städten mit einem Mal in diesem Artikel auftaucht. Ist ja eigentlich total OT, aber eben Teil der laufenden Image-Kampagne von Air BnB. Und zwar einer, die die Wahrheit verdreht.

    Ich würde nie kritisieren, dass ihr hier Werbung macht, von mir aus auch für Air BnB, und ich gönne Fabienne die Reise. Aber macht doch nicht bei so etwas mit! 🙁

    Antworten
    1. Fabienne Sand Artikelautor

      Liebe Anna,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich glaube es handelt sich hier um ein Missverstädnis. Mit „Zubrot für den Wohnungsmangel“ meine ich tatsächlich den negativ-Beitrag den Airbnb bzgl. Wohnungsnot in Großstädten beisteuert. Vielleicht habe ich einfach die falschen Worte gewählt?

      Im jeden Fall wollte ich im Kontext dieser Pressereise nichts verfassen, ohne die Plattform an sich kurz vorzustellen und verlinkte Problematiken zu erwähnen. Wie viele Menschen (on a Budget) nutze ich Airbnb, um Reisen für mich erschwinglicher zu machen und liebe das Prinzip. Dabei geht diese Problematik sicherlich nicht an mir vorbei, ich befinde mich also bei kleineren und größeren Urlauben immer wieder in einem kleinen Gewissenskonflikt, entscheide mich in der Regel aber doch für eine Ferienwohnung. Aus diesem Grund findet sich auch diese kleine, kritische Passage im Text: Sowohl die kommerzielle Nutzung von Wohnraum, als auch problematische Veränderungen in Großstädten beschäftigen mich Privat sehr viel.

      Sei lieb gegrüßt,
      Fabi

      Antworten
  2. Anna

    Liebe Fabienne,

    danke für deine Antwort! Dann sind wir ja auf einer Seite 🙂
    Die Formulierung ist in dem Kontext echt etwas missverständlich, wenn man Air BnBs Kampagne noch im Kopf hat…
    Lieben Gruß
    Anna

    Antworten

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