Tag II der Fashion Week – Nach Jubel und Trubel ein gelassenes Ende

21.01.2011 um 1.50 – Allgemein

Und auch Tag II nimmt nach jeder Menge Jubel und Trubel doch ein gelassenes Ende. Leider muss ich wieder an meine Aussage von gestern anknüpfen – man sah viel Schönes, und vieles, was das Auge entzückte, aber doch noch nichts, was mich… und wie ich im Zelt erlauschen konnte auch Andere…zum Staunen brachte. Nein, der Wow-Effekte fehlte und dass, obwohl wir heute die ganz Großen von der Fashion Week wie Laurél und Allude, aber auch meinem geheimen Favoriten, Schumacher sehen durften.

Besonders Schumacher entwickelte sich bei mir über den Jahren zu einem kleinen Phänomen. Nicht nur wegen der Top Guidies, die wohl immer die Besten der ganzen Fashion Week sind, nein: es sind eigentlich doch wirklich die immer wieder bezaubernden Entwürfe. Heute schaffte es Dorothee Schumacher mich mit ihren gekonnten Stilbrüchen und Kontrasten zu catchen. Keine besonderen Highlights, aber mal etwas anderes zu ihren sonst so romantischen Entwürfen, die beweisen, dass eine talentierte Designerin sich doch gerne noch mehr trauen darf. Nach Schumacher folgte die wunderschöne Kollektion des aus Polen stammenden Designers Dawid Tomaszewski. Bei der märchenhaften Kollektion kann man einfach nur ins träumen verfallen, denn ich glaube jede von uns würde gerne einmal in einer solch zauberhaften Abendrobe das Haus verlassen.

Zum ersten Mal hatte man am heutigen Tag den Eindruck, dass die Shows in Berlin doch von Bedeutung für die großen Magazine und dem internationalen Publikum sind. Niemand geringeres als Topmodel Karolina Kurkowa nahm bei Tomaszewski in der ersten Reihe platz. Und lustigerweise war sie auch die Erste, die jemals bei dieser Winter Fashion Week die Initiative ergriff und lauthals anfing, für ein einzelnes Kleid aus seiner Kreation zu klatschen. Die Masse folgte irritiert, aber hörte dann auch ganz schnell wieder auf.

Weiterhin sah man heute öfters Vogue Chefredakteurin Christiane Arp und auch Annette Weber vom Instyle, natürlich in den Shows von den fest etablierten Marken Laurél und Allude, in der ersten Reihe Platz nehmen, gleich gegenüber von Boris und Lilly. Aber auch bei unseren liebsten Berliner Newcomern Perret Schaad nahm Frau Arp in der ersten Reihe Platz. An Johanna Perret und Tutia Schaad kann man auch nur eine Menge Komplimente richten – 1. haben sie es nach nur einem Jahr im Business geschafft, den Saal mit ihrer dritten Kollektion so voll zu kriegen, dass die Plätze nicht einmal ausreichten und 2. die Beiden ihrem zauberhaft einfachen und zurückhaltendem Stil treu bleiben und es schafften, mit größter Sympathie Fans zu gewinnen. Eine Eins plus mit Sternchen kriegen jedoch heute die beiden Größten Laurél und Allude für ihre top Musikauswahl mit „The Sounds“ und Lykke Li live.

Ein spannender Tag geht zu Ende und erste Wintertrends 2011 lassen sich erkennen. Doch die werden wir noch bis zum Ende dieser Fashion Week sammeln, um euch dann genau zu berichten, was man im Winter 2011/12 tragen muss. Doch einen Hinweis gebe ich schon mal: Der Winter wird bunt! Ungefähr so bunt wie das Modepublikum am Bebelplatz. Erfreut und heiter konnte ich damit meinen nach Hause weg antreten, vollgepackt mit gefühlt hundert Tüten und mehr als zwanzig Karl Lagerfeld Cola light’s intus, die heute an die Stelle des Proseccos rückten. Na hoffentlich schläft es sich damit so gut wie gestern. Liebes modeverrückte Publikum da draußen, ich wünsche euch eine Gute Nacht und hoffentlich ein Erwachen ohne Schnee. Bis gleich bei Tag Nummer Drei. Ahoi!

P.S.: An dieser Stelle möchte ich mich doch noch über etwas Organisatorisches bei der Fashion Week beschweren. Die „Coolsten“ kommen zwar immer zuletzt und wer zu spät kommt ist angeblich wichtig, doch bei Fashion Shows verhält sich das etwas anders. Denn fast jede Show begann heute mit mindestens zwanzig Minuten Verspätung, die bis zum Ende hin gesammelt doch noch jeden Zeitplan über den Haufen werfen konnten. Fazit: Zeitmanagement am Bebelplatz stark verbesserungswürdig….und damit Gute Nacht.

Lieben Dank, Julia!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.