Doku: Peter Lindbergh | Der Fotograf, der Supermodels erfand

11.04.2011 Allgemein, Fotografie

Naomi Cambell, Kate Moss, Keith Richards, Julia Roberts. Fotomodels, Schauspieler, Musiker – sie alle standen schon vor seiner Kamera. Und sie alle lieben ihn. Sie lieben diese kleine Brechung, die jedes Bild echter aussehen lässt. Sie lieben es, wie er ihrer Persönlichkeit gerecht wird, ohne voyeuristisch zu sein. Und sie lieben es, wie er sie geschminkt ungeschminkt aussehen lässt. Die Rede ist von Peter Lindbergh – einem deutschen Fotografen der Hollywood erobert hat. Irgendwann musste ich einmal eine Semesterarbeit über ihn schreiben und ich erinnere mich noch genau daran. Plötzlich war auch ich dem mir zuvor etwas unsympathischen Kamera-Künstler erlegen. Arte zeigt nun eine Doku über den Mann, der absichtlich Makel zeigt.

Er gilt als „Poet des Glamours“ und als „Pionier“ der Schwarz-weiß – Fotografie. Durch Werbefotografien wurde er bekannt, mit einer Fotoserie im Stern schaffte er den Durchbruch in der Modebranche. Vogue, Haper´s Bazaar, das Rolling Stone Magazine – um nur eine Auswahl derer zu nennen, die Lindberghs Modefotografien veröffentlichten. Er gilt als Urheber des Supermodelphänomens der 80er Jahre. Manch einer sagt ihm sogar nach, er sei es gewesen, der nicht wenige dieser Schönheiten überhaupt erst entdeckte und sie somit zu Berühmtheiten machte. Peter Lindberghs Fotografie ist echt. Entgegen des Schönheitswahns der heutigen Zeit, entgegen des Strebens nach Luxus, schafft er immer wieder starke Kontraste zwischen Glamour und grotesken Kulissen, zwischen Schönheit und Makel. Ein Grund mehr, ihn zu lieben.

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