PFW // 5 Dinge, die wir uns dank Céline
für den Winter merken sollten

07.03.2016 um 9.19 – Mode

celine pfw 2015

Noch nie diskutierten wir so viel über Moden wie in den vergangenen Saisons, über Krisen in der Branche, über die Kannibalisierung eines Marktes. Wir versuchten uns an Prognosen, berichteten über neue Absatzmöglichkeiten und hatten immer wieder Li Edelkoort im Ohr – und dann sahen wir Céline. Wie es dieser Phoebe Philo im Halbjahrestakt gelingt, textile Träumchen und Zeitgeschehen so spielend leicht miteinander zu vermählen, bleibt uns wohl ein Rätsel, dass sie es schafft, bleibt allerdings außer Frage: Die nächste it-Bag ist in sicheren Tüchern, der neueste Whaow-Schuh auch, während Madame Philo eine Kollektion mitliefert, die nicht nur in der Gegenwart funktioniert, sondern auch im Winter 2016 noch mehr als aktuell sein dürfte: „Die Welt ist in Bewegung“ – und so ist es ihre gestern gezeigte Linie auch: Fließende Stoffe, weite Silhouetten, Nomaden-inspirierte Looks und wieder von innen nach außen herumgedrehte Entwürfe. Kaum ein_e andere_r Designer_in nimmt sich der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage inhaltlich so an, holt uns so sehr im Hier und Jetzt ab und schafft es dabei so selbstverständlich tragbar zu bleiben.

Was wir uns von Céline abschauen sollten: Unerschrocken zu bleiben, mit der Femininität auf unterschiedlichste Art und Weise zu spielen und unsere Augen nicht vor Neuem zu verschließen – zum Beispiel auch nicht davor:

Der spitze Kragen

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Der weit verbreitete Männerkragen wird bei Céline ganz selbstverständlich salonfähig: Übergroß, spitz und im Zusammenhand mit weiten Blusen. Damit wir ihn auch nicht übersehen, verpasste Phoebe ihm kurzerhand noch einen Rahmen. Männlich? Bödsinn.

Druckknöpfe

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Praktisch und gut: Druckknöpfe blitzen uns nicht bloß auf Schürzen entgegen: Auch die neue Handtasche lässt sich nicht länger durch ein verstecktes Knöpfchen schließen.

Bauchtaschen

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Wer in Bewegung ist, der braucht eine Bauchtasche – oder besser gesagt: Einen Bauchbeutel. Nach ihrer sehr minimalistischen Version aus vergangenen Saisons, finden wir im knautschigen Zaubersäckchen fortan alles, was wir unterwegs brauchen.

Der verrutschte Mitte

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Bewegung bedeutet: Uneingeschränkte Bewegungsfreiheit – kein Wunder, dass die Mitte auch bei Céline eine Etage runter rutscht und für Lockerung sorgt. Kleider über Hosen, ein tieferer Bund und die Betonung der Hüfte durch einen geknoteten Gürtel – Einzwängen wart Gestern.

Gelb

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Sonnengelb steht für Frische, positive Herangehensweise – und für einen neuen Tag. In einer Welt, die so Unsicher wirkt, der perfekte Hoffnungsschimmer und die nötige Portion Optimismus <3

Eine Welt ist in Bewegung: Wir sind in Bewegung. Ganze Völker sind in Bewegung. Und unsere Aufgabe ist es, geistig flexibel damit umzugehen, das Neue zu schätzen und keine Angst vor Veränderungen zu haben. Die ganze Welt ist auf verschiedenste Art und Weise in Bewegung, verändert sich rasend schnell – und es ist unsere Chance, darauf einzugehen.

Alle Bilder: Vogue Runway.

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