Lieblinge 2010: Christopher Kane Resort 2011 Kollektion

12.12.2010 Allgemein, Mode

„Ich war schon oft draußen im Weltraum“, protzte der Kosmonaut, „aber ich habe weder Gott noch Engel gesehen.“ – „Und ich habe schon viele kluge Gehirne operiert“, antwortete der Gehirnforscher, „aber ich habe nirgendwo auch nur einen einzigen Gedanken entdeckt.“

Jedes Mal, wenn ich mir die Resort Kollektion 2011 von Christopher Kane anschaue, kommen mir sofort die orbigen Worte Jostein Gaarders in den Sinn. Wenn ich abends auf dem Balkon sitze, in den Himmel schaue und mit ein bisschen Glück ein paar Sterne entdecken kann, kommt mir die Welt immer so winzig klein vor. Bei der täglichen Datenflut und dem stetigen Wissensaustausch durch die Medien, tut es gut zu wissen, dass da draußen noch immer Dinge existieren, die ihren Zauber hoffentlich niemals verlieren werden, die unerklärlich bleiben und wunderbar. So wie der Sternenhimmel.

Christopher Kane ist nicht der erste Designer, der in seinen Entwürfen astronische Motive, Milchstraßen und Galaxien lebendig werden lässt. Der junge Schotte, der erst 2006 sein eigenes Label gründete, treibt das Trendthema der Universumdrucke allerdings zur Perfektion. Leuchtende Farben strahlen auf fließenden Stoffen um die Wette, das Auge weiß gar nicht mehr, wohin es blicken soll. Die für Kane typischen Kurzkleider spielen mit dem Kontrast zwischen hochgeschlossener Strenge, verspielter Stofflichkeit und fordernder Kürze. Dabei schaffen sie es, die perfekte Balance zwischen Eleganz und Lässigkeit zu halten. Dürfte ich mir ein Kleid aussuchen, hätte ich ein Luxus-Problem: Ich könnte mich nämlich definitiv nicht entscheiden.

Einen Kritikpunkt hab ich dann aber doch: Warum trägt das Model auf den Bildern bloß Plüsch-Schuhe?

Danke an Zeitgeschmack!

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