Lily Heine für Topshop

16.12.2010 Allgemein

Hui, wir sind heute ein bisschen spät dran mit unseren News. So viel darf aber verraten werden: Unsere liebe Sarah befindet sich gerade auf dem Weg gen Rügen, um ein wenig wohlverdienten Nordseewind zu schnuppern – Gegönnt sei es dir, meine Liebste!

Ich hingegen habe mit Alice gekämpft. Und ha! Ich habe gewonnen, das Internet läuft wieder einwandtfrei. Bei Jessie bin ich dann quasi zeitgleich mit dem Aufleuchten des Empfang-Lämpchens am Router auf die neuste Topshop-Kollaboration gestoßen. Weekday hatte uns bereits im Oktober bewiesen, dass die Zusammenarbeit mit jungen Designtalenten mehr als nur Aufmerksamkeit einbringt: nämlich wunderbar frische Entwürfe, die dem Einheitsbrei selbstbewusst die Stirn bieten. Aber zurück zu Topshop: Der britische „High-Street-Gigant“ hat sich für die Weihnachtszeit die herausragendsten Talente des Central St. Martin’s Colleges mit ins Boot geholt. Unter ihnen die Deutsche Lily Heine. Sie zählt zu den talentierten Glückspilzen, die ihre Abschlusskollektionen nun direkt bei Topshop vertreiben und somit einem breiten Publikum präsentieren können. Glückwunsch, liebe Lily.

Ich weiß nicht so recht, wo ich die Mode der jungen Designerin einordnen soll. Die Grundschnitte sind schlicht und unspektakulär, aber dann ist da jedes Mal dieser Boom, dieses subtile Spiel mit Räumlichkeit, das die Schere zwischen Mode und Kunst ganz klein werden lässt. Konsturierte Geradlinigkeit in Form fließender Wollstoffe ist das, was Lilys Minikollektion ausmacht. Graphische Elemente, Dreidimensionalität und das Spiel mit Stofflichkeit hauchen den camelfarbenen Entwürfen tatsächlich eine Brise ankleidene Kunst ein. Die lockere H-Linie bringt dafür ein bisschen Gemütlichkeit in die strenge Nahtfürhung und Seidenapplikationen brechen den Purismus der kastenförmigen Kleider. Hm. Ich muss ein bisschen an die Sahara denken, an ägyptische Pyramiden, dann wieder an römische Bauten und zu guter Letzt taucht sogar Star Wars in meinem Assoziationsfeld auf.

Bei all der Schwärmerei gibt es allerdings auch ein, zwei, nein sogar drei Haken: 1. Es gibt pro Kleid nur 30 Exemplare. 2. Der Kostenpunkt: Zwischen 250 und 300 Pfund. 3. Sind die Entwürfe alltagstauglich?

Nicht alle, aber mindestens eins. Wer’s mag: Hier lang geht’s zum Shop!


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