Meine Lieblingskollektion der Paris Fashion Week: Hermès SS 2012

05.10.2011 Allgemein, Mode

Reisen, die Welt entdecken, Wüstensand mit den Zehen verstreichen, Gewürze schnuppern und die Füße im Meer abstellen Christophe Lemaires zweite Kollektion für das in meinen Augen wunderbarste Luxushaus dieses Planeten, nämlich Hermès, hält an einer Welt fest, in der Ländergrenzen ganz langsam verschwimmen und Kulturen sich gegenseitig bereichern, statt bekämpfen.

Edel und Luxuriös auszuschauen bedeutet nämlich längst nicht mehr, dass es überall funkeln, oder strotzen muss vor pompösen Blickfängen. Man muss sich auch nicht mehr in enge Kleidchen zwängen um adrett und adäuquat gekleidet zu sein. Nein, ganz im Gegenteil: Man erlaubt sich jede Menge Stofflicheit, Volumen und fließende Materialien, die den Körper leger umspielen. Das Besondere liegt hierbei im Detail, der Luxus schwingt wie eine unsichtbare Decke über jedem einzelnen Entwurf. Starke Farben, die an Lehm, indische Gerichte und asiatische Trachten erinnern, sprechen Bände. Sie erzählen von Sonnenaufgänge in der Sahara, von Abenden in mediterranen Gefilden, erinnern an das bunte Treiben in Marocco und Abenteurgeschichten der Indios. Schon etliche Designer hatten bereits vor Lemaire versucht, den Multikulti-Gedanken zu visualisieren, traditionelle Kleidung neu umzusetzen (wir denken da gerade zum Beispiel an Michalsky) – beim Anblick dieser Meisterleistung vom Hermès Chefdesigner aber, werden sich ihre Gesichter Tiefgrün färben müssen vor Neid. Denn das hier ist Perfektion, rundum. Ohne wenn und aber. Daran ändern auch Ledersocken in Sandalen und Kopftücher nichts.

 

 

 

Bilder: vogue.de, style.com

 

 

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