MBFWB // 5 Dinge, die wir uns bei Odeeh abschauen sollten

18.01.2017 Mode

odeeh

Würden wir hier und dort den Auftrag erteilen, deutsche Mode zu visualisieren oder zu beschreiben, so würde manch einer oder eine mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit puristische Entwürfe skizzieren, dabei an Hugo Boss und vielleicht noch an Jil Sander denken und natürlich klare Linien, uniforme Looks und minimalistische Kühle hervorheben. Dass Mode made in Germany allerdings mindestens genauso facettenreich ist, wie dieses Land selber, darauf kommen die wenigsten. Schublade auf, Schublade zu. Aber wie soll’s auch anders sein, verzeichnen Marken wie Gerry Weber und Co hierzulande noch immer die höchsten Absätze. Und außerdem: Auch die jungen Wilden wurden irgendwann ausgebremst, müssen sie am Ende des Tages nämlich in erster Linie verkaufen, um irgendwie mitschwimmen zu können. Das Ergebnis? Die Ecken und Kanten sind ab, das Ganze ist zwar tragbar, aber auch oft auch gähnend langweilig.

Wer an deutsche Mode denkt, der erinnert sich vielleicht aber auch an Odeeh und an das, was Jörg Ehrlich und Otto Drögsler da in ihrem Atelier in der Nähe von Würzburg seit rund neun Jahren kreieren: Seit zwei Saisons zeigen die beiden Designer nun endlich wieder in Berlin und quartierten sich zum wiederholten und wohl letzten Mal in den Rohbau des Berliner Stadtschlosses ein, um uns erneut das Highlight des ersten Tages zu kredenzen. Harter Beton und Berliner Kälte im Kontrast zu verspielten Looks, zu warmen Tönen, Layering, wie wir es lieben und einem Hauch Gucci-Attitüde, „Alles kann, alles darf“-Mentalität und offenbar ganz viel Spaß am eigenen Job. Was wir uns definitiv schon jetzt von Odeehs Herbst/Winter Kollektion 2017 abschauen sollten?

1. Feiert die Capri-Hose da etwa ein Comeback?

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Na, das wurde aber auch langsam Zeit: Odeeh kramt die Capri-Hose aus und verpasst ihr ein kleines Makeover: Erinnert an eine abgeschnittene und am Saum umgenähte Anzugshose, non? Dazu werden Kleider und längere Blusen kombiniert – C’est ça! Ein kurzes Shirt oder ein reingesteckter Pulli passen aber mindestens genauso gut!

2. Das Accessoire: Die überdimensionierte Schleife!

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Na klar, Schuppen sahen wir bei Gucci zuhauf – und trotzdem darf die Schleife bei Odeeh nicht fehlen. Sie ist sozusagen das i-Tüpfelchen auf ihren Looks. Und was sagt uns das? Wenn das Outfit mal wieder nur so vor Langeweile strotzt, schlag dir ein Schleifchen um den Hals.

3. Muster, Muster, Muster: Tragt es, wie ihr es wollt.

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Egal ob du bei einem Muster bleibst oder völlig durchdrehst: Alles ist möglich – und alles sieht gut aus. Gibt es eine Regel? Klar, du musst dich wohlfühlen. Denn dann funktioniert im Handumdrehen alles.

4. All eyes on: Samtballerinas!

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2016 war bereits das Jahr der Ballerinas, 2017 wird nahtlos daran anschließen. Erinnert ihr euch an die Samttreterchen aus den Walliwalla-Stores? Ich bin mir unsicher, ob Odeeh auf diese Modelle zurückgegriffen hat, der Look ist jedoch fast gleich. Samt trifft Mary-Jane-Schuh. LIEBE!

5. Farbkompositionen deluxe:

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Yves Klein Blau zu Khaki, Apricot trifft Curry, Zitronen- auf Sonnengelb und dunkelblau auf Schwarz. Alles kann, alles darf.

2 Kommentare

  1. Rike

    Hmm, da hätte Gucci wohl besser ein gutes Shampoo benutzt….hihi. Du meintest doch bestimmt Schluppen statt Schuppen bei den Schleifenaccessoires, oder? Sehr süß! <3

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