Interior // Neues von Bolia
für den Sommer 2018

20.03.2018 Wohnen, box3

Da habe ich mich gerade vom Rosa-Thema in meiner Wohnung verabschiedet und die pastellfarbene Wand in tiefes Schwarz getunkt, schon kredenzt uns der dänische Möbelspezialist Bolia all die schönen Vorzüge des pudrigen Tons. Keine Sorge, noch bereue ich mein Wohnzimmer-Make-Over keineswegs – und trotzdem habe ich irgendwann festgestellt, dass die eigene Wohnung wohl immer ein innerer Konflikt zwischen „haben und wollen“ sein wird. Das was man nicht hat, will man so gern und das was man gerade realisiert hat, das funktioniert manchmal eben doch nicht so sehr, wie einst zu träumen geglaubt. Ein Dilemma, dem wir am Ende wohl nur mit innerer Gelassenheit begegnen können, bevor wir ob all der neuen Trends noch wahnsinnig werden.

Und dabei hat sich Bolia gar nicht mal auf großartig neuerdachte Trends gestürzt, sondern übt sich ähnlich wie Muuto darin, Designs auszureifen, statt uns in komplett neue Richtungen zu lenken: Der Fokus liegt auch hier auf mehr „Echtheit“ und ausgeklügelten Materialien. Im Fokus steht vielmehr also die Langlebigkeit und genau die findet Ausdruck in Vollholzkreationen, Terrazzo-Stücken, Keramik-Vasen und Rattan-Möbeln. Getreu dem Motto: Bleib‘ doch noch ein bisschen, leichte Zeitlosigkeit.

Einem Möbelstück geht es allerdings an den Kragen: Dem XXL-Kuschelsofa. Stattdessen setzt Bolia auf cleane Zweisitzer, die sich fortan in jedem Raum der Wohnung wiederfinden sollen: Im Flur zum kurzen Verweilen, im Schlafzimmer, um dem Raum mehr Inhalt als bloß der Nachtruhe zu geben oder in der Küche, um Gemütlichkeit auch hier ganz groß zu schreiben. 

Die Definitionen von klaren Raumstrukturen wird aufgelöst, stattdessen soll jedes Zimmer verschiedenste Möglichkeiten zum Sein ermöglichen. Warum auch nicht?

Nach güldenem, schwarzen und kuperfarbenem Besteck läutet Bolia übrigens eine neue Ära ein: fluoreszierende Materialien, die so eigenwillig sind, dass wir selbst noch nicht ganz genau wissen, wie wir den neuen Schwung an Disco-ähnlichen Accessoires überhaupt finden sollen. 

Ein bisschen „Neu“ gehört wohl zu jeder frischen Kollektion, nicht wahr? Vielleicht muss ich mir den Techno-Einschlag für daheim noch irgendwo anders ansehen – ihr wisst schon, um das Auge daran zu gewöhnen – so lange halte ich jedenfalls noch ein klein bisschen Abstand. Auch von den Vasen.

Second Try: Terrazzo

Vor ein paar Jahren versuchte es das Material „Terrazzo“ schon mal, ein zartes Comeback zu wagen, aber so richtig konnte sich der Konfetti-verliebte Stein nicht durchsetzen. Bolia startet nun einen neuen Angriff und bezirzt uns mit edlen Tisch-Designs. Damals wie heute:

Ich bin dabei und könnte mir nichts schöneres vorstellen, als einen kleinen Beistelltisch neben meinem grauen Sofa.

Mehr Glas, bitte!

Irgendwann in den 00ern, da sah man es überall: Glas. Von Glastischen bis Glasvitrinen – kaum eine Wohnung kam ohne das transparente Material aus. Irgendwann war es allerdings komplett verschwunden und dunkles Furnier bahnte sich seinen Weg durch unsere heimischen Wohnzimmer. Bolia holt das Material zurück und gießt es in Lampenformen, die uns trotz ihres gänzlich anderen Looks an Louis Poulsens PH-5 Kreation erinnern und gut und gerne in die 50er Jahre passen.

Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit hat mich Bolia damit um den Finger gewickelt, wirklich wahr!

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  1. Mila

    Ich selbst besitze einige Möbelstücke von Bolia – vor allem die Bolia-Stühle haben echt ein tolles Design. Leider aber ist die Qualität oft unterirdisch und bestenfalls auf einer Stufe mit Ikea. Diese Mondpreise sind einfach total ungerechtfertigt.

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