Eyes On // Naht das Ende der Cropped Jeans?

06.11.2018 Mode, Trend

Ich würde mal grob schätzen, dass neunzig Prozent meiner Jeanshosen exakt das sind, was ich damals zu Teenagerzeiten noch mit gerümpfter Nase als „Hochwasserhosen“ bezeichnet hätte, voller Verachtung. Nichts reicht mehr bis über die Knöchel und wenn doch, dann wird gekrempelt. Schon seit Jahren. Abgesehen davon, dass ich momentan ohnehin in einer kleinen Mode-Lethargie feststecke, macht mich vor allem die herrschende Jeans-Tristesse in meinem Kleiderschrank mürbe. Jeder Tag ist gleich, bloß das Blau ist anders. Zwar habe ich immer wieder mit Bootcut-Schnitten geliebäugelt und manchmal sogar versucht, auf den „Ich lasse das Hosenbein einfach mal auf dem Schuh herum baumeln“-Zug aufzuspringen, aber nie voller Wonne, sondern eher mit Skepsis bedacht. Jetzt aber, Schritt für Schritt, bekomme ich immer mehr Lust auf eine frische Längen-Brise. Ich weiß, dass klingt, als handle es sich hierbei um irgendein waghalsiges Unterfangen – meine Freundinnen werden sich jetzt sicher köstlich amüsieren, die meisten von ihnen haben beruflich nämlich überhaupt nichts mit Mode am Hut und sind wahrscheinlich genau deshalb immer viel weiter als ich. Weil freier in der Birne. Ihr wisst schon.

Bei Freja, hier rechts im Bild, können Spätzünderinnen wie ich sich jedenfalls noch etwas abschauen. Es muss ja nicht immer gleich eine Jeans sein, die einen ganzen Meter länger ausfällt, als das eigene Bein. Nee, das geht auch halbwegs dezent, was ich vor allem jetzt, im nasskalten Winter ganz famos finde. Mir wird ja schon beim kleinsten Haut-Blitzer ganz kalt (ums Herz). Woran ich mich allerdings noch etwas gewöhnen muss, sind Kombinationen mit Sneakern. Beim Anblick von Dr. Martens sage ich gleich doppelt ja. 

Wieder ganz neu auf dem Radar sind seitlich geschlitzte Jeans, wer hätte das gedacht. Ich jedenfalls vorerst nicht, es gibt ja so manch ein Relikt der Vergangenheit, von dem wir uns nur allzu gern verabschiedet haben. Ganni rüttelt jetzt allerdings am ewigen Vorurteil und macht und das Ganze wieder schmackhaft. Nur an Zeiten, in denen ich all meine Hosen mit einer Schere bearbeitete – damit sie sich besonders geschmeidig über die Ufo-großen Osiris-Skaterschuhe legen konnten – mag ich bitte nie wieder erinnert werden. Dann dich lieber so:

 
 
 
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So, und jetzt verratet mir mal: Macht ihr da längst mit oder sowie gar nichts anderes, ist euch so viel „früher“ nicht geheuer oder was ist da los?

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7 Kommentare

  1. Cora

    Man soll ja niemals nie sagen,aber bei Schlaghosen bin ich raus.Da sitzen zu viele Mode-Traumata aus den frühen Nullern ganz ganz tief,verursacht von Miss Sixty^^

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  2. Chris

    Bitte nicht, mit 1,65 Körpergröße waren mir rätselhafterweise schon immer die meisten Hosen viel zu lang. Mit der cropped-Welle hatte ich das erste Mal perfekt lange Jeans. Argh, ich hoffe, die cropped-Länge bleibt…

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    1. Aglaja

      Genau das gleiche hier! 1,62 und Schlaghose/langgeschnittene Hose schaut einfach zu sehr nach Elefantenjunges aus…

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  3. Anja

    Haha ich fand es auch noch nie so einfach wie jetzt zurzeit, eine angemessen kurze bzw. lange Hose zu finden. Bin auch 1,62m 🙂

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  4. Manu

    Ich mag die neue Länge sehr, aber bei Matschwetter war es schon vor 20 Jahren schwierig mit dieser Länge. Wer mag schon nasse Hosen bis zum Knie… Mein Alter lässt mich wohl plötzlich praktischer denken.

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  5. Constanze

    Logische Konsequenz, nachdem alle gemerkt haben, dass es doch scheiss kalt wird mit den Knöcheln draussen. 🙂

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  6. Sandra

    Also, ich muss gestehen, dass mich diese Hosen zuuuu sehr an meine Jugendzeit erinnern… Ich habe tatsächlich schon öfters wieder diese Längen anprobiert und versucht mich damit (wieder) anzufreunden. Allerdings sehe ich dann sofort mein 15-jähriges Ich im Spiegel 😀

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