Warum wir Frauen endlich mehr über Geld sprechen müssen!

Ich habe ein Problem. Ich stecke in einer kleinen, finanziellen Sackgasse und weiß nicht so recht, wie ich weitermachen soll – also mache ich das, was ich seit ein paar Jahren schon mache: Ich mache gar nichts. Es ist nicht so, als hätte ich kein Geld, ganz im Gegenteil, ich bin sparverliebt und lege jeden übrig gebliebenen Penny auf mein Tagesgeld-Konto – und noch mehr: Gleich zu Beginn des Monats übertrage ich sogar eine selbstbewusste Summe darauf und versuche, mit dem realistischen Rest zu haushalten. Wenn dann am Ende des Monats etwas übrigen bleibt, dann wieder: Zack, rüber damit – aus den Augen, aus dem Sinn. Das funktioniert so gut, dass ich mich mittlerweile riesig über angehäufte Summen erfreue – bloß einfach nicht weiß, welcher nächste Schritt als nächstes folgt. Wie kann ich mein Geld zumindest stabil anlegen, ohne jeden Monat einen kleinen Bruchteil davon zu verlieren? Welche sicheren Anlageformate helfen vielleicht sogar beim Thema Wertsteigerung? Eine Sorge schwingt nämlich immer mit: Wovon sollte ich gehörigst die Finger lassen, um mein hart erspartes Geld nicht zu verlieren oder um in ewigen Laufzeiten zu stecken und handlungsfähig zu werden?

Warum ich euch das alles erzähle? Aus vielerlei Gründen. Zum einen, weil wir Frauen noch immer (!) viel zu selten über Geld sprechen und vor allem dann bei unseren Einkommen ins Stottern kommen, vor allem dann, wenn wir überdurchschnittlich viel verdienen, was an dieser Stelle nicht ganz sooft vorkommt, denn Frauen verdienen im Monat noch immer deutlich weniger als Männer. Macht keinen Sinn? Doch! Wenn ich wenig verdiene, kann ich darüber noch jammern. Wenn ich viel verdiene, geniere ich mich eventuell, gelte als hochmütig oder etwas besseres oder will vor meinen Freundin nicht in irgendeine besser gestellte Rolle gedrängt werden. Dabei sollten wir all die Frauen unter uns feiern, die monatlich richtig viel Geld verdienen, die unabhängig sind und vielleicht heute schon an morgen denken. Und genau das bringt mich auch schon zu meinem anderen Grund, warum wir endlich die Karten auf den Tisch legen sollten: Auch wenn wir uns noch jung fühlen und an die große Liebe an unserer Seite glauben, sollten wir die zukünftige Realität nicht außen vor lassen. Wie sieht unsere Rente aus, die in Teilzeit eben nicht so üppig ausfällt, weil wir beispielsweise die Kinderbetreuung nach der KiTa übernehmen. Wir müssen uns über Ausgleichszahlungen informieren, die der eine Teil des Teams gerade in einer unverheirateten Beziehung übernimmt, weil der andere Teil finanziell zurücksteckt. Wir sollten uns aber auch dem Thema Geldvermehrung widmen, Schulden begleichen und endlich mit all unseren Bekannten und Freundinnen über unsere finanzielle Lage plaudern, um uns auszutauschen und stark zu werden, um das Hobby „Finanzverwaltung“ endlich zu entstauben und um zu einer mündigen, aufgeklärten Person heranzuwachsen. Bloß, wie fangen wir nur damit an und legen den Grundstein? Mit Aufklärung und der Hilfe von Menschen, die uns durch Parallelen nahe sind: Und hier kommen wir ganz ohne Umwege zu den Finanzbloggerinnen!

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Kera Till (@keratill) am

Blogs, die sich mit dem Thema Finanzen beschäftigen, gibt es längst wie Sand am Meer – bloß, na klar – sprechen wir hier von einer eingefleischten und gut vernetzten Männerdomäne, die uns im Gunde genommen ebenso gut beratend zur Seite stehen könnten, die Infos am Ende aber doch irgendwie nicht zünden wollen. Und das mag schlicht und ergreifend an der fehlenden Empathie liegen oder einfach daran, dass Männer mir in ihrer Denkweise eben unähnlicher als Frauen sind. All die Sorgen, Ängste und Wünsche kann natürlich auch ein Mann mit mir teilen, aber einer Frau, in ungefähr meinem Alter, unterstelle ich einfach mehr Feingefühl, wenn es um meine persönliche Lebensrealität geht. Die Identifikation muss einfach stimmen – und das erfüllen mittlerweile vielen weiblichen Finanzbloggerinnen für mich einfach viel besser. Sie wissen, wo ich eventuell stehe und holen mich ab. Sie sorgen für einen Safe Space, in dem ich auch mal vermeintlich dumme bis naive Fragen stellen kann und wissen, wie ich mich zu einer unabhängigen Frau entwickeln kann. 

Und genau um diese Frauen und Formate soll es heute gehen. Denn wie gesagt: Am Anfang steht die Aufklärung – und die wird bei den folgenden Ladies ganz groß geschrieben:

 

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von BIANCA JANKOVSKA | est. ’14 (@groschenphilosophin) am

Madame Moneypenny

Na klar, führt diese umtriebige Kollegin unsere Liste an, denn Natascha Wegelin aka Madame Moneypenny ist überall – und das aus einem ganz einfachen Grund: Sie verurteilt nicht, versorgt uns regelmäßig mit allen wichtigen Infos, steht uns mit Rat und Tat zur Seite und hat diesen leicht mahnenden Ton in der Stimme, der die Dringlichkeit des Themas noch einmal unterstreicht. Es klingt ein bisschen nach: „Los jetzt! Nein, keine Ausrede! Fang an! Mach es nicht, wenn du meinst, aber beschwer dich nachher auch nicht.“ Klingt härter, als es ist. Denn im Grunde wirkt Natascha ebenso butterweich, gibt sich empathisch und ist immer voller positiver Energien und Tatendrang.

Auf Instagram könnt ihr ihrer Women-Only-Gruppe beitreten, im Newsletter wechseln spezifische Themen, auf dem Blog warten ein großartiges Archiv und auf Instagram tägliche Reminder und Frage-Antwort-Zeiten. Go Follow!

 

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Madame Moneypenny (@madamemoneypenny) am

Ich habe Madame Moneypenny im Januar 2016 gegründet um Frauen auf ihrem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit zu begleiten.

Denn: 75% der Frauen zwischen 35 und 50 Jahren droht später die Altersarmut. Das liegt vor allem daran, dass sie sich nicht selber mit ihren Finanzen auseinandersetzen. Ich höre häufig: „Das mit dem Geld macht mein Mann“. Dabei wissen viele, dass sie sich eigentlich dringend selber darum kümmern sollten. Denn finanzielle Unabhängigkeit ist ein essentieller Bestandteil eines sorgenfreien, glücklichen Lebens. Viele Frauen wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. So ging es mir vor ein paar Jahren auch!

 

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Femance – dein Finanzblog (@femanceblog) am

Femance

Hach, Hava, dich haben wir gebraucht: Mit gerade mal 25 Jahren zeigt uns die Münchenerin nämlich am eigenen Beispiel, dass es wahnsinnig schlau ist, sich schon in jungen Jahren mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen. Grund genug, Femance zu gründen und uns zu beweisen, dass alle Bereiche unseres Lebens von Geld betroffen sind und wir uns streng genommen nur ganzheitlich diesem Projekt widmen können:

So geht es bei Femance eben auch um das Thema Geld sparen und um bedachten Konsum, aber auch um smarte Investitionen. Für Hava ist es eine ganz klare Vorraussetzung, seine Denkweise beim Thema Geld zu justieren und diese geht eben auch mit einem bewussten Lebensstil einher.

 

 
 
 
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Klunkerchen

Zugegeben, Klunkerchen, das Magazin für Geldstrategien und Frauen, sieht im ersten Moment nicht aus wie ein leicht verdauliches Lifestyle-Magazin, sondern schiebt all den emotionalen Firlefanz beiseite und konzentriert sich aufs Wesentliche, auf Informationsaustausch und persönliche Sichtweisen – und ist gerade deshalb so gut. Wir müssen unser verwöhntes, Headline-orientiertes Auge bei Klunkerchen etwas justieren und ganz genau hinschauen – zu schade wäre es nämlich, diesen vielfältigen Infos nicht ihre verdiente Aufmerksamkeit zu schenken. Es gibt bloß einen Haken: Seit 2018 ist Funkstille und wir können nur hoffen, dass diese Frauen zurückkommen und ihre Geschichten weiter mit uns teilen. So lange vergnügen wir uns mit ihrem Archiv, das uns fürs Erste sowieso ausreichend mit Infos versorgen dürfte.

Es geht um Anlagestrategien, Altersvorsorge, Schulden, Konsumwünsche, Geldregelungen bei Scheidung und vieles mehr. So verschieden die Frauen, so unterschiedlich ihre Geldthemen. Auf diesem Blog berichten zunächst drei Frauen über ihre Geldgedanken und – Strategien. Dabei handelt es sich um keine Empfehlungen zur Nachahmung. Möglicherweise zur Inspiration. Von Laie zu Laie. Reinschauen empfohlen!

Fortunalista

Irgendwann machte es bei Margarethe peng und ihre Denkweise veränderte sich: Die ersten 30 Jahre ihres Lebens ist sie Themen wie Geld sparen, Finanzanlage, Altersvorsorge oder Aktien nämlich ähnlich wie ich und ziemlich erfolgreich aus dem Weg gegangen. Dafür waren die Themen Mode, Beauty, Reisen und Feiern umso interessanter für sie. Um die langweiligen Themen könne sie sich ja noch später kümmern, dachte sie. Aber wann genau fängt später eigentlich an? Heute weiß sie es besser und will andere Frauen an dieser Erfahrungsreise teilhaben lassen. Fortunalista möchte smarte Frauen nämlich ganz einfach für das Thema Finanzen begeistern und zum Handeln inspirieren. 

Und das gelingt ihr dank ziemlich wunderbarer Visuals, die komplexe Sachverhalten appetitlich servieren, durch Themen, die ansprechen und wunderbaren Erklärungen, die endlich Licht ins Dunkle bringen! Folgen empfohlen!

 

 

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Geldfrau | Ran ans Geld! (@geldfrau) am

Geldfrau

Dani Parthum ist die Geldfrau – und die weiß, wovon sie spricht: Die Diplom-Ökonomin arbeitet seit Jahren als Journalistin und weiß, welche Fragen gestellt werden müssen, um echte und ehrliche Antworten zu bekommen, die sie anschließend mit uns teilt. Auf Geldfrau selbst geht es um das Grundwissen rund um das Thema, um das richtige Geldmanagement, die passende Absicherung, um den Aufbau deines Vermögens und natürlich um weiterführende Literatur und schlaue Tipps zum Thema. Spätestens mit dem Thema „Ethisch Geld anlegen“ hat mich Dani gekriegt. Großartig!

 

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Lady Invest (@lady_invest) am

Diese Liste ist natürlich viel zu kurz, um der Fülle dieses Themas gerecht zu werden:
Darum seid ihr gefragt! Wie setzt ihr euch mit dem Thema auseinander? Wo informiert ihr euch und wen möchtet ihr uns noch von Herzen empfehlen?

Wir freuen uns auf euren Input!

Bild der Collage: Watts.on

5 Kommentare

  1. Elisa

    Ich steige gerade auch erst ganz frisch in die Thematik ein! Deshalb sooo gut, dass ihr es hier auch aufgreift und für das Thema sensibilisiert. Zusätzlich kann ich noch das Buch von Madame Moneypenny für den Einstieg ins Thema empfehlen. Das war sozusagen mein Startschuss. 🙂

    Nun klicke ich mich mal durch deine Tipps, liebe Sarah!

    Sonnige Grüße,
    Elisa

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  2. Flo

    Toll dass ihr das Thema hier auch anspricht, es wird ja mittlerweile gluecklicherweise etwas „trendiger“, was wirklich dringend noetig ist. Ich arbeite selbst in der Finanzbranche, deshalb ist mir das Thema nicht fern, merke aber immer wieder extrem wie sehr Freundinnen um mich herum das eher verdraengen oder Angst davor haben. Bitte gern mehr Beitraege dazu 🙂

    Antworten
  3. Nicole

    Seitdem ich mit meinem Freund zusammenlebe, setze ich mich endlich mit meinen Finanzen auseinander. Der einfach Grund: er spart die hälfte seine Gehaltes, ich habe bis zum Jahresanfang gar nicht richtig gespart bzw. nur einen Dauerauftrag in Höhe von 50 Euro auf mein Sparbuch. Besser kann man sein Geld nicht anlegen, oder? (Achtung Ironie).

    Mich hat Natascha sehr inspiriert und die Facebook Gruppe Madame Moneypenny auch eine super Motivation! Ebenfalls sehr Informativ finde ich ihren Podcast – reinhören lohnt sich.
    Derzeit spare ich 25% meines Gehaltes (Notgroschen Aufbau), verdiene mit neben meinem Vollzeitjob etwas dazu und tilge damit alte Konsumschulden, die ich vorher nur mit kleinen Beträgen abgezahlt habe. Kein Wunder, dass die also noch existieren.
    Der nächste Schritt ist, eine/n Honorarberater/in zum Thema Rente.

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  4. Geldfrau

    Liebe Sarah,
    danke, dass Du meinen Blog erwähnst! Das Thema Geld, Vermögen und finanzielle Eigenständigkeit ist so wichtig für uns Frauen, dass ich mich immer sehr freue, wenn andere Bloggerinnen es aufgreifen. Bei Deiner Liste findet sicher jede Frau eine Finanzbloggerin, die ihr gefällt. Und wer mein Angebot gut findet, kann auch erstmal via facebook in meiner Gruppe Kontakt aufnehmen.
    Viel Erfolg weiterhin mit Deinem Blog!
    Ganz herzliche Grüße aus Hamburg schickt
    Dani – die Geldfrau

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  5. HH

    DANKE Sarah!!
    Ich glaube, dass wir hier dringend ein paar Tabus vor die Tür setzen müssen. Wir können mit Freundinnen stundenlang über Familiendramen, Politik, unser intimstes Intimleben reden- alles ausdiskutieren, bequatschen, lauthals belachen. Aber Geld nie.
    Ich glaub, dass man sich auch über Geld unterhält, das ist ein richtig politischer Akt.
    Find ich so gut, dass dus ansprichst!

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