Das kleine Nagelpflege-ABC für Zuhause

03.09.2019 Beauty

Ich höre immer wieder von Freunden, dass das Erste, worauf sie bei anderen Menschen achten, die Hände sind. Sind die Hände gepflegt, zeigt es…puh…was zeigt es noch mal? Selbstliebe? Oder vielleicht Sauberkeit? Ich weiß es schon gar nicht mehr, denn ehrlicherweise geht der erste Blick für mich immer ins Gesicht, die Hände sind eigentlich eher nebensächlich.

Wie dem auch sei, hier und heute soll es trotzdem um unsere Hände − genauer gesagt, um die Nagelpflege − gehen. Ich zeige euch meine Tipps und Tricks, mit denen man sich selbst schöne und gepflegte Hände zaubern kann. Klar, die perfekte Maniküre bekommt man sicherlich im Nagelstudio, wer aber eine kostengünstigere Variante im eigenen Zuhause bevorzugt, erzielt nur dann dauerhaft gute Ergebnisse, wenn er/sie sich Zeit für seine/ihre Nägel nimmt. Es braucht nicht viel, aber eine kleine Routine sollte man sich schon aneignen, damit Nägel und Nagelhaut stets schön bleiben. Und Hand aufs Herz: Da unsere Hände, egal, in welchen Beruf/Studium/Ausbildung wir gerade stecken, den ganzen Tag arbeiten, haben sie unsere Aufmerksamkeit auch wirklich verdient.

Nährstoffdefizit verursacht brüchige Nägel

Ich rolle den Teppich hier mal von hinten auf: Unsere Nägel bestehen aus Keratin. Diese Eiweißsubstanz ist der wichtigste Baustein für die Nägel. Um eure Nägel zu stärken, solltet ihr deshalb bei eurer Ernährung auf ausreichend Eisen, Zink, Kalzium, aber auch Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und essenzielle Fettsäuren achten. Habt ihr einen Nährstoffmangel, leiden auch eure Nägel darunter.

 

 

Nagellack, Shellac und künstliche Fingernägel

Acetonhaltiger Nagellackentferner, sowie Nagellack mit Inhaltsstoffen wie Toluol, Formaldehyd und Dibutylphthalat schädigen nicht nur den Naturnagel, sondern auch die Umwelt. Mit einem kurzen Blick auf die Inhaltsstoffe könnt ihr diesem Übel aber leicht aus dem Weg gehen. Bei künstlichen Fingernägeln und Shellac kommt es beim Abfeilen häufig zu Schäden: Der Nagel wird dünner, weicher und brüchig. Legt also genügend Pausen ein, lasst eure Nägel atmen und pflegt sie ab und zu mit Nagelhärter. Aber auch hier gilt: Alles in Maßen, denn Nagelhärter trocknet die Nägel auf Dauer aus.

Do it yourself Masken für die Nägel

Vor meinen Freunden werde ich immer zur Lachnummer, wenn ich vor dem Laptop sitze, eine Serie schaue und meine Hände in eine Schale mit Honig halte. Zugegeben, eigentlich passiert es viel zu selten, aber wenn ich es tue, dann genieße ich es richtig. Honig wirkt nämlich antibakteriell und lindert Entzündungen der Nagelhaut. Risse und trockene Stellen heilen schneller ab und die Haut wird samtweich. Praktischerweise hat man Honig oft auch zu Hause und kann sich so spontan eine kleine Kur gönnen. Alternativ sind auch Kokosöl und naturbelassenes Mandelöl schnelle Hilfen bei spröder Nagelhaut.

 

Nun zur Nagelpflege

Reinigung

Bevor ihr mir eurer kleinen Nagelpflege-Routine startet, solltet ihr eure Nägel gründlich reinigen (am besten eignen sich acetonfreie Nagellackentferner). Dazu gebt ihr ein wenig Nagellackentferner auf ein Pad, drückt es kurz auf den Nagel und wischt dann alles ab. So könnt ihr nicht nur den Nagellack selbst, sondern auch Öl- oder Cremereste entfernen.

Formen

Ich benutze ganz klassisch einen Nagelknipser oder eine Nagelschere, um meine Nägel auf die gewünschte Länge zu schneiden. Danach bringe ich sie mit einer Nagelfeile in die richtige Form. Wichtig ist hier, dass ihr eine Glas- oder Sandfeile benutzt und nur in eine Richtung feilt. Ansonsten werden die Nagelränder aufgeraut und können splittern. Kleiner Tipp: Die meisten Feilen haben zwei unterschiedliche Stärken, so könnt ihr auch zuerst die Nägel mit der Feile kürzen und anschließend formen. 

Nagelhaut

Nach dem Formen könnt ihr das Nagelöl auftragen und leicht in Nägel und Nagelhaut einmassieren. Wenn nötig, schiebt ihr die Nagelhaut anschließend vorsichtig mit einem Rosenholzstab zurück. Ich persönlich muss das übrigens immer machen, weil meine Nagelhaut wie verrückt wächst. An dieser Stelle kann ich es ja offen sagen: Meine Nagelhaut und ich sind geschiedene Leute! Schon als Teenager habe ich sie gehasst und ständig weggeschnitten, was man natürlich auf keinen Fall machen sollte, weil sie dann umso wilder nachwächst. Naja, was soll ich sagen − meine Nagelhaut und ich verfolgen einfach unterschiedliche Ziele.

Lackieren

Nagellackfarben sind Geschmackssache. Ich persönlich bin ja für Vielfalt. Heute trage ich einen ganz natürlichen Nude-Ton, morgen ein verführerisches Kirschrot und übermorgen Knallgelb − ganz, wonach mir die Laune steht. Wichtig ist, dass ihr bei dunklen Farben einen Base Coat (zu Deutsch auch Unterlack genannt) verwendet, damit sich der Nagel selbst nicht dunkel färbt. Für einen längeren Halt und extra Glanz kann man am Ende auch noch einen Top Coat darüber pinseln. Zum Schluss gebe ich immer noch eine Extraportion Nagelöl auf die Haut −  fertig ist die Maniküre.

Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Mehr Infos dazu findet ihr hier

Meine Nagelpflege-Favoriten:

Base Coat Nagellack von OZN
Top Coat von Essence
Nagelschere von Tweezerman
Nagelöl von Dr. Hauschka
Nagelhautcreme von Burts Bees
Nagellack von Kester Black
Nagellackentferner von Fresh Therapies

4 Kommentare

  1. Svenja

    Vielen Dank für diesen (und alle anderen) Artikel. Ich bin mittlerweile tagtäglich hier & stöber 🙂
    Eine Anmerkung habe ich allerdings: Der erste Satz ist wirklich nicht schön zu lesen; es heißt nicht auf was, sondern worauf. Gelegentliche Rechtschreibfehler passieren, aber die Grammatik sollte schon stimmen, finde ich!!

    Antworten
  2. Yvonne

    Acetonfreier Nagellackentferner ist für mich eine der größten alltäglichen, kleinen Verbrauchertäuschungen überhaupt: Dass das Aceton einfach durch andere Lösungsmittel, gerne das weitaus schädlichere Ethylacetat, ausgetauscht wird, fällt nämlich unter den Tisch. Lösungsmittel bleibt Lösungsmittel, nur dass Menschen künstlich mit dem „Monster Aceton“ Angst gemacht wird. Da gibt es noch weitaus größere Monster…

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