Macht es euch gemütlich – die wirklich allerbesten Duftkerzen im Winter 2019

06.12.2019 Beauty

Licht und Schatten haben schon immer eine große Faszination auf mich ausgeübt. Ich könnte ewig dieses Hell-Dunkel-Spiel beobachten und dabei vor mich hin träumen. Egal, ob die Sonne gerade durch halb zugezogene Vorhänge scheint oder warme Kerzenschein flackert – es hat etwas Mystisches inne, etwas Geheimnisvolles. Ich frage mich dann, wie sich Licht wohl anfühlen würde, könnte man es auf der Haut spüren. Wie ein warmer Luftkuss?

Jetzt im Winter ist zumindest das natürliche Licht Mangelware. Um so schöner ist es doch, nach einem Winterspaziergang an der kalten, klaren Luft Heim zu kommen und es sich richtig gemütlich zu machen. Für mich läuft das fast immer nach demselben Muster ab: Tee aufsetzen, ab in die Jogginghose und alle großen, grellen Lichtquellen ignorieren. Viel lieber sind mir wohlige, indirekte Lichtquellen. Und hier kommen schon meine, bzw. unseren liebsten Duftkerzen ins Spiel. In jedem Raum eine andere, das wäre was. So oder so, macht bloß nicht den Fehler, mehrere Duftkerzen in ein und demselben Raum anzuzünden, denn das endet höchstwahrscheinlich nur mit Kopfschmerzen und einer gewaltigen Irritation eurer Geruchsnerven…habt ihr euch aber für eine bestimmte Kerze entschieden (was ja gar nicht so einfach ist), kann diese ihren Duft ungehemmt verbreiten. Also los: Im Winter – ich weiß, es ist keine Überraschung, setze ich persönlich auf holzige, schwere Düfte. Dabei kann es olfaktorisch auch in eine seifige oder blumige Richtung gehen. Hauptsache deftig!

Was, so teuer? Warum Qualität wichtig ist

Das älteste Verfahren, um Kerzen herzustellen, ist übrigens das Kerzenziehen. Das kennt ihr vielleicht vom Weihnachtsmarkt um die Ecke. Die Dochte werden durch ein flüssiges Wachsbad gezogen – so lange, bis die gewünschte Stärke erreicht ist. Bei preiswerteren Kerzen wird die Kerze in einem Pulverpress-Verfahren hergestellt. Hier wird Paraffin-Granulat um den Docht herum gepresst. Dann gibt es noch das Gießverfahren – hierfür wird meistens Bienenwachs oder Stearin verwendet und die Kerzen halten im Vergleich zu den günstigeren Exemplaren viel länger, da sie  relativ schwerer sind und langsamer abbrennen.

Bei günstig hergestellten Paraffin Kerzen gibt es gleich mehrere Probleme: Paraffin wird nicht aus kontrollierten und nachhaltigen Verfahren gewonnen, weshalb dieses ölige oder wachsartige Gemisch Schadstoffe enthalten kann, die sich beim Abbrennen freisetzen. Hinzu kommen künstlichen Duftstoffe, die man besser auch nicht den ganzen Winter über einatmen sollte. Und zur Optik: Der Schein der Kerze fällt oft nicht ganz so hübsch aus – wegen des ungleichmäßigen Abbrennens.

Eine gute Duftkerze ist eine Investition – wie pfleg ich sie am besten?

Eine gute, qualitativ hochwertige Duftkerze ist meistens auch eine kleine Investition und ihr solltet sie gut behandeln, damit sie optimal abbrennen kann und ihr sie so lang wie möglich genießen könnt. Die folgenden Pflege-Tipps solltet ihr wenn möglich beachten, um möglichst lange Freunde an eurer Duftkerze zu haben:

  1. Wenn ihr die Kerze zum ersten Mal anbrennt, solltet ihr schauen, dass der Docht mittig positioniert ist und ihr die Kerze mindestens so lange brennen lasst, bis die gesamte Oberfläche geschmolzen ist. Liegt der Docht nicht mittig wird eure Kerze ungleichmäßig abbrennen und es kommt zu festen Wachsränder, die, je weiter die Kerze abgebrannt ist, auch nicht mehr verschwinden. Superschade, denn hier geht wertvolles Wachs verloren!
  2. Der Docht muss kurzgehalten werden. Man könnte sagen: der Docht ist das Herz einer Kerze, denn von ihm hängt viel ab. Bei jedem Anzünden solltet ihr also checken, ob er etwa drei bis fünf Millimeter lang ist. Ist der Docht länger, brennt die Kerze schneller ab und es kommt zu Ruß.

     

  3. Bitte keine Zugluft! Bekommt die Kerze zu viel Zug ab, kann sie nicht optimal abbrennen, da die Flamme flackert.  Wieder kann Ruß entstehen und das kostbare Wachs kann nicht gleichmäßig schmelzen.

     

  4. Achtet darauf, dass die Oberfläche der Duftkerze frei von Dochtrückständen oder Streichholzresten ist.
  5. Grundsätzlich wird empfohlen, die Kerze nicht wesentlich kürzer als eine Stunde brennen zu lassen – so lange dauert es ungefähr, bis die Oberfläche weich ist und kein Krater entsteht. Länger als zwei bis drei Stunden sollte die Kerze aber auch nicht brennen. Sonst bekommt ihr am Ende noch einen olfaktorischen Overload. Wie früher in der Parfumabteilung bei Müller.

     

An die Entschleunigung denken!

Für mich ist der Winter für die Entschleunigung des Alltags da. Kerze anzünden und sich bewusst Zeit für sich selbst und zum Entspannen nehmen, das allein kann schon dabei helfen, endlich ein bisschen runter zu fahren. Unser Geruchssinn ist evolutionär betrachtet übrigens wahrscheinlich unser ältester Sinn. Und ziemlich unbestechlich, denn wo unsere übrigen Sinne wie das Sehen, Hören und Fühlen zunächst im Großhirn verarbeitet wird, verfügt der Geruchssinn sozusagen über eine direkte Standleitung zu unserer Gedächtniszentrale, unseren Emotionen und Trieben. Los geht’s! Und ran an die schönen olfaktorische Erinnerungen.

Coudre Berlin Winter Woods

Winterwoods: der Name ist Programm! Die Kerze, hergestellt in Berlin, riecht holzig-süß, wie ein ganzer Wald – passend zur gemütlichen Jahreszeit. Das hier ist definitiv keine Kerze für jene unter euch, die leichte, zarte Gerüche bevorzugen. Dieser hier ist kernig, aber gerade deshalb so wunderbar. Was auch toll ist: Die Kerze ist aus Bio-Sojawachs mit Verbana und Neroli Duftöl gefertigt. Hmmm. Über kaufdichgluecklich-shop.de.

 

Byredo Bohemia

Duft und Name der Kerze sind als eine Ode an die Wanderlust zu verstehen. Mit einem Duftmix aus Eichenmoos, Geranie, Vanille und Sandelholz soll dieses Ememplar an die verschiedensten Kulturen und unkonventionellen Lebensweisen erinnern. Für mich riecht sie aber vor allem nach: Zuhause. Von Byredo.

 

La Montana Winter Oranges

Dieses Label ist eine meiner Neuentdeckungen. Mal ganz abgesehen von dem phantastischen Design der Gläser, handelt es sich bei La Montana um eine Familien-Manufaktur aus einem kleinen spanischen Bergdorf. Diese Kerze riecht so, so besonders, dass ich gerne einen Lebens-Vorrat davon besitzen würde. Und zwar nach einer winterlichen Orangenernte mit einem Klacks britischer Gewürze garniert – der eigentlichen Heimat des Gründer-Paars. Von La Montana.

 

Diptyque Pomander

Diese Duftkerze riecht nach einem gemütlichen Weihnachtsabend am Kamin in der Provence: Gewürze wie Nelken und Zimt, kandierte Zitronenschale und Orangen in Kombination mit einer holzigen, rauchigen Note. Da bekomme ich schon allein beim Schreiben direkt Plätzchen-Hunger! Von Diptyque.

 

Linari Sasso

Hergestellt werden all diese Kerzen in Deutschland,  genauer gesagt kommt Linari sogar aus Hamburg. Die Linie Sasso riecht erfrischend, aber trotzdem nach dieser einmaligen Wärme des Winters, nach Mandarine, Zitronen und Rose mit holzigen Akkorden. Für mich ist das hier die perfekte Mischung aus frisch und herb. Von Linari.

 

 

 

P.F. Candle CO. No.04: Teakwood&Tobacco

Mit dieser Kerze begann alles – sie war die erste Duftkerze von P.F. Candle und wird auch der „Boyfriend-Scent“ gennant. Haha! Das macht auch irgendwie Sinn, denn so unwiderstehlich wie diese Kerze riecht, sollte der/die Partner/in schließlich auch für einen riechen. Ich habe die Kerze von Nike Jane empfohlen bekommen (sie ist nämlich ganz verrückt nach ihr) und auch ich bin nach kürzester Zeit schon maximal verliebt! Übrigens handelt es sich hierbei ebenfalls um eine Sojawachs Kerze. Von P.F. Candle.

 

Acqua di Parma Luce di Colonia

Im Winter träume ich oft von Sommer und andersrum. Luce di Colonia riecht nach sonnigen italienischen Landschaften mit Zitronen- und Orangenbäumen, wilden Blumen und Holz. Aber dennoch hat sie eine gewisse Schärfe. Seit über hundert Jahren steht Acqua di Parma für italienische Handwerkskunst und alle Produkte werden mit größter Sorgfalt hergestellt. Von Acqua di Parma.

 

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