Schlagwort-Archiv: Esprit

#IMFREEDOM //
Freisein – was bedeutet das überhaupt?

03.04.2017 um 10.30 – Kolumne Leben Mode Wir

Ihr erinnert euch vielleicht noch an die #ImPERFECT Kampagne von Esprit, die wir im vergangenen Jahr unterstützt haben. Damals wurde vor allem ein kultureller Dialog innerhalb der Modewelt angestoßen, der sich für das Abrücken von Stereotypen aussprach und stattdessen mehr Persönlichkeit und Diversität forderte. Aber auch mehr Selbstliebe, mehr Akzeptanz und Dankbarkeit für kleine Makel, die uns von Abziehbildern unterscheiden. 2017 geht Esprit mit #ImESPRIT noch einen Schritt weiter. Diesmal stehen Vielfalt, Individualität und Selbstbestimmung im Fokus. Wir werden in der aktuellen Kampagne also nicht nur dazu aufgefordert, für uns selbst einzustehen, sondern auch für das, was uns am Herzen liegt. Am besten durch ein starkes Statement, das auch ihr teilen könnt und zwar hier. So haben wir etwa die Wahl zwischen #ImLOVE, #ImCHANGE oder #ImCOURAGE. Ich habe mich für #ImFREEDOM entschieden. Und warum?, hat Esprit mich daraufhin gefragt. Die Antwort fiel mir viel schwerer als erwartet. Also fing ich ganz vorn an.

„Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen,“ schrieb Evelyn Beatrice Hall in ihrem Buch „The Friends of Voltaire“ und trifft damit noch heute, mehr als hundert Jahre später, punktgenau in die Wunde der kränkelnden Demokratie, die derzeit gemeinsam mit der Pressefreiheit um ihr Bestehen bangt. Auf politischer und gesellschaftlicher Ebene stehen wir ohnehin gesammelt vor zum Teil noch schmerzlich weit entfernten Lösungsansätzen und hoffen dabei inständig auf eine Welt, in der jeder Mensch sich frei entfalten darf, unabhängig von sexueller Orientierung, Herkunft, Geschlecht und Religion. Und manchmal, wenn die Nachrichten wieder besonders weh tun, vergessen wir ein weiteres Mal, bei uns selbst anzufangen. Im Kleinen. Immer dann, wenn es um unsere eigene Entfaltung geht. Ich habe mir für mein Leben nicht viel mehr vorgenommen, als es jeden Tag geschehen zu lassen. Und mir den Anspruch auf persönliche Freiheit niemals austreiben zu lassen, nicht von der Vernunft, nicht von dem in den meisten von uns manifestierten Drang nach Sicherheit, nicht von der Erwartungshaltung anderer. #ImFREEDOM, weil ich fortwährend selbst entscheide, hinter welchem Bestrebens-Törchen ich es mir bequem mache und dabei stets den passenden Schlüssel zum Schloss im Kopf behalte. Nennen wir diesen Schlüssel doch einfach Mut. Den Mut zu besitzen, Dinge, die einem nicht mehr gut tun, trotz der natürlichen Furcht vor dem Ungewissen, ziehen zu lassen, halbherzige Umstände ändern statt hinnehmen zu wollen, auch das bedeutet für mich Freiheit. weiterlesen

JW LOOKBOOK // Cuba-Berlin
– Jane Wayne für Esprit

27.03.2017 um 8.11 – Mode Wir

Was ich mag: Überraschungen. Was ich nicht mag: Vorurteile. Beides zusammen genommen erklärt in etwa unseren mittlerweile schon recht langjährigen Pakt mit Esprit – dem Brand, das wir einst liebten, dann mieden, irgendwann vergaßen und schließlich wiederentdeckten. So viel Ehrlichkeit muss sein. Hätte ich nicht eines Tages eine ebenso ausgetragene wie heiß geliebte Bluse der in den späten 60ern gegründeten Marke wiedergefunden, eine, deren hypnotisierendes Muster an japanische Cloisonné-Vasen erinnerte, dann wäre mir vielleicht eine wichtige Erkenntnis durch die Lappen gegangen. Nämlich die, dass es sich manchmal lohnt, zwei Mal und vor allem genauer hinzusehen. Als Esprit also zum allerersten Mal an unsere Jane Wayne Tür klopfte, war ich zwar skeptisch, gleichzeitig erinnerte ich mich aber voller Nostalgie an die fesche Vase aus Stoff. ich blieb also allen Vorurteilen zum Trotz offen und wurde belohnt, zum Beispiel mit dem Fund einer Wolljacke, die fortan für eine Kreation aus Isabel Marants Feder gehalten wurde. Und erst neulich, da schaffte ich mir eine Tasche aus der aktuellen Esprit-Kollektion an, die wirklich überhaupt nicht von Céline stammt. Das denken aber viele. ESPRIT?! heißt es dann oft, und ich frage mich: Warum denn nicht? Esprit, Esprit, gehört inzwischen zu mir wie mein Name an der Tür. Oder so ähnlich.

Und das liegt nicht nur an den den Kampagnenbildern mit Gala Gonzales aus der vergangenen Saison, an der einstigen Video-Reihe mit Leandra Medine oder der #ImPerfect Kampagne, die ich noch heute für überaus gelungen halte, sondern vor allem am Überraschungs-Effekt, der mich jedes Mal überkommt, wenn ich nach bezahlbarer Qualität suche. Für eine Hochzeit etwa stöberte ich jüngst nach roten Ballerinas. Ein bisschen wie jene von Chloé sollten sie aussehen und zackboom – Danke, Esprit. Aber Lookalikes beiseite – Freundinnen, wenn ihr wie ich einen flunderflachen Po geerbt habt und nicht unbedingt auf Hot Pants steht, dann greift zu der Jeans Shorts, die wir unter anderem für eine neue Ausgabe unserer JW Lookbook Reihe ausfindig gemacht haben. Im Rahmen der #ImESPRIT Frühjahr/Sommer 2017 Kampagne ging es für uns nämlich nach Havana – jedenfalls in unseren kühnsten Sommerurlaubs-Träumen.  weiterlesen

Outfits // 3 x Zwischendurch

21.03.2017 um 12.43 – Outfit Wir

Nach monatelanger Mode-Langeweile bin ich gerade dabei, meinen eigenen Kleiderschrank neu zu entdecken, und auch aus- und aufzuräumen, aber trotzdem kommt mir immer wieder der Alltag dazwischen. Manchmal trage ich tagelang die gleiche Jeans und wechsle bloß Socken und was man noch so austauschen muss, weil Leben, aber dann, dann packt es mich. Oder auch nicht. Auch das ist in Ordnung, aber manchmal reicht schon ein kleiner roter Ohrclip, um gegen die Tristesse anzukommen und wieder Freude am Spiel mit modischem Firlefanz zu schnuppern. Es geht jedenfalls bergauf, die Leidenschaft brodelt hier und da schon wieder. Und bald seht ihr auch wieder regelmäßig mehr von uns, versprochen. Den Anfang machen immerhin drei Outfits von Zwischendurch, wie damals, im Sommer, als man gar nicht richtig über die vermaledeite Garderobe nachdachte und sich trotzdem stets pudelwohl fühlte. Einfach darum: weiterlesen

OUFTIT // 2 x Stripy
& ein kleines Ratespiel.

01.11.2016 um 11.51 – Outfit Wir

geringelte pullover shopping outfit

Ich gerate im Prinzip jeden Morgen mit meinem eigenen Sinn aneinander, der steht mir nämlich derzeit geradezu ausschließlich nach Streifen. Würde man ihn also lassen, trüge ich tagein, tagaus die obrigen beiden Ringelpulloverexemplare, was ok wäre, aber reichlich öde. Passiert trotz aller Gegenwehr natürlich dennoch recht häufig und so kam es, dass auch die vergangene Woche uneingeschränkt im Streifenlook bestritten wurde. Nun kommt es recht regelmäßig vor, dass ich auf das rechte Modell im Bild angesprochen werde und jedes Mal schaue ich in traurige Gesichter, wenn ich davon erzähle, dass das gute Stück aus dem Kleiderschrank meiner Mutter stammt und womöglich ganze zwanzig oder dreißig Jahre auf dem Buckel hat. Es mag an der allgemein herrschenden und nicht abebben wollenden Smpathie für geradlinige Muster im Allgemeinen liegen, vielleicht auch an Gucci, aber Fakt ist, dass der aktuelle Mark bisweilen scheinbar für keine einhundert prozentig tolle Alternative gesorgt hat. Jetzt kommt das Rätsel ins Spiel. Zwar folgt jetzt gleich auch schon ein kleiner Shopping-Guide, aber Obacht, womöglich zahlt sich ein bisschen Geduld ja auch noch aus. Denn:

Seit Monaten arbeiten wir an einem kleinen großen Projekt, über das noch nicht gesprochen werden darf, ich hasse diesen Umstand selbst am allermeisten. Nur so viel: Im Februar wird das Geheimnis gelüftet und EVENTUELL HABEN RINGEL AUCH ETWAS DAMIT ZU TUN. Na, Ideen? Kinder, wir platzen vor Vorfreude. weiterlesen

So war’s // Launch Event: Mit Esprit & Gala Gonzales in Amsterdam

31.10.2016 um 7.55 – Event Kampagne Mode

esprit

Als wir vor 1,5 Jahr erstmals für unser erstes Esprit x Jane Wayne Lookbook-Shooting vor der Kamera standen, da wagten wir selbst ein kleines Experiment. Ist es etwa wirklich zurück, dieses Brand aus LA, das irgendwann ein wenig in die Jahre kam und das Modegeister scheiden ließ, pubertäre Altlasten mit sich schliff und an Amors‘ Pfeil Stickereien erinnerte? Wir kamen zu einem klaren JA und wollten euch beweisen, dass es sich lohnt, ein zweites Mal hinzusehen, dass es durchaus an der Zeit sein könnte, veraltete Assoziationen abzuschütteln und die eigenen Augen entscheiden zu lassen, statt sich auf seine eingestaubte Meinung zu beziehen. Und das Konzept scheint seither aufzugehen: Ein frisches Design-Team brachte unlängst Pfiff in den Laden, ein neues Interior-Konzept unterstreicht seitdem die entspannte Neuausrichtung und die #ImPerfect Kampagne, die an unsere Selbstliebe appelliert, will bewusst machen, dass I’m Perfect und Imperfect ein und dasselbe sind.

Seither können wir an Esprit jedenfalls kein schlechtes Haar mehr lassen, an der Botschaft ihrer #ImPerfect Kampagne sowieso nicht und schon gar nicht an ihrer jüngst erschienen Strecke mit Kollegin und Superbloggerin Gala González und ihrem männlichen Counterpart Miguel Carrizo. Für Esprit standen die Partner in Crime für die aktuelle #Us2 Kampagne vor der Kamera, um die Intention des Brands zu visualisieren und uns mit Persönlichkeit, Selbstliebe und Teampower um den Finger zu wickeln. Zum Launch der aktuellen Kampagne durften wir vergangene Woche in Amsterdam mit dabei sein und möchten das Ergebnis heute auch endlich mit euch teilen.  weiterlesen

JW Editorial // #Us2
I love u, cause you’re #Imperfect

11.10.2016 um 8.00 – Janes Wir
#imperfect #us2

Frauenfreundschaften seien kompliziert und mit Vorsicht zu genießen, wird gern behauptet. Sogar nahezu unmöglich. Wegen unserer Stutenbissigkeit und dem andauernden Vergleichen von eigenen Vorzügen und Makeln und wegen des vermeintlichen Unvermögens, geradeaus zu sagen, was uns am anderen stört, stattdessen würde es dann irgendwann heftig und irreversibel knallen bis schließlich nicht viel mehr übrig bliebe als ein falsches Lächeln, wann immer man zufällig aufeinander treffe. Es sei schwierig, weil wir ohnehin permanent beigebracht bekämen, nie zu genügen, am wenigsten uns selbst. Das sei Brennstoff für die ewige Flamme der heimlichen Konkurrenz. Noch schlimmer als im Privaten ginge es außerdem im Arbeitsumfeld zu, Männer würden nicht umsonst als geeigneter für Führungspositionen gelten, die beste Erklärung hierfür fand jüngst eine Dame mittleren Alters, die „We love Trump“ auf ihre Amerika-Flagge gekritzelt hatte: Die Hormone der Frau seien Schuld, zu viel Emotion und Bauchgefühl. Natürlich. Für wie absurd und geistlos ich all diese im Laufe der Zeit angehäuften Theorien skurriler Gestalten halte, bedarf wirklich keiner weiteren Erklärung.

Ich weiß natürlich trotzdem, dass es schwer sein kann, ohne Dramen durch die Pubertät zu kommen. Das ist nur menschlich. Nicht aber weiblich. Und je älter ich werde, desto sicherer bin ich, dass das Geschlecht in einer aufrichtigen Freundschaft nahezu nichtig ist. Mein bester Freund auf der Welt ist eine Frau. Seit 1998. Inzwischen sind Sarah und ich gleichzeitig Geschäftspartnerinnen, wir sehen uns jeden Tag, von früh bis bis spät und meist sogar am Wochenende. Das klappt vor allem, weil wir den anderen für all das lieben, was wir selbst nicht sind. Und weil wir keine Perfektion erwarten, nie, von keinem von uns, nicht in einem einzigen Bereich unseres gemeinsamen Lebens. Man könnte sogar soweit gehen, zu sagen: I love you, cause you’re #imperfect. #US2 ♥  weiterlesen

OUTFIT // Heute so: Alltagsunfähig.

21.09.2016 um 12.50 – box3 Outfit Wir

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Eigentlich wollte ich längst zum Schneider mit meiner neuen, plötzlich reinverknallten BOSS Hose, die beim Fitting-Termin für die Show in New York als kleines Extrabonbon unbedingt mit musste. Aber wie das im Moment so ist, komme ich zu nichts. Nicht mal die Brotkrümmel werden dieser Tage vom Tisch gewischt, der Papierkorb quirlt über und sogar der Kinderarzttermin wurde fast verpasst. Alltagsunfähig nennt man das wohl – und die Liste der To-Dos ist unaufhörlich lang. Ich weiß nicht einmal, woran es genau liegt, aber ich bin im Moment so langsam im Kopf, dass jede noch so langsame Schnecke mich wohl überholen würde. Es sind diese Wochen voller Versprechen, die man anderen macht und die einem manchmal das Genick brechen wollen. Wilmas erster Geburtstag steht an, Meetings und Konzeptabgaben sitzen uns im Nacken, eine Abschiedsparty hätte eigentlich organisiert werden müssen und der tägliche Wahnsinn kommt noch dazu. Die Eingewöhnung der Kleinsten ist bereits geschafft, es kann also nur bergauf gehen. Und heute ist schon Mittwoch – fast Wochenende also. Es wird, ich bin mir da ganz sicher.

Und so laufe ich heute mit viel zu langem Hosenbein durch die Gegend, wähle meine Schritte mit Bedacht, damit das adrette Modell nicht gleich am Saum zerfetzt und mache mich auf die Suche nach einem Schneider, damit ich die Anzugshose demnächst auch mal mit flacherem Schuhwerk kombinieren kann. Wenn nicht, wird’s ein Schrankhüter – und das will hier keiner. Also Beine in die Hand und völlig banale Dinge des Alltags regeln. weiterlesen

Gemeinsame Sache //
Esprit x Opening Ceremony

08.09.2016 um 6.11 – Mode

opening ceremony x esprit

Boooom! Also wenn das nicht mal die Überraschung des Tages ist: Opening Ceremony kooperiert mit ESPRIT und bringt pünktlich zur New York Fashion Week eine Capsule Collection aus 40 teils ikonischen, teils runderneuerten Kreationen auf den Markt, die an die glorreichen Zeiten der kalifornischen Modekette erinnern sollen. Und das sieht ganz schön gut aus: Wie soll es auch anders sein, haben es sich Humberto Leon und Carol Lim, die Gründer von Opening Ceremony, längst auf die Fahne geschrieben, angegraute Labels wie einst Kenzo und DKNY aus der Staubwolke zu fischen. Zwar sind wir schon längst der Meinung, dass Esprit sich keinesfalls länger hinter den anderen Großen verstecken muss, so richtig scheint es aber noch immer nicht klappen zu wollen, mit der Mission „Imagewechsel“. Ob diese Überraschungkoop das Ruder nun endlich rumreißt?

Der plakative ESPRIT-Schriftzug, Knallbonbonbon-Farben, gemütliche Trainingsanzüge und Looks, die an 80er Looks wie von Benetton und Oilily erinnern, sorgen jedenfalls dafür, dass alle Zeichen auf Revival stehen könnten. Das Besondere dieser Liaison? Die Unisex Capsule Collection wird es ausschließlich in den hauseigenen Opening Ceremony Stores, bei Selfridges in London, Tom Greyhound in Paris und i.T. in Hongkong zu kaufen geben. Pah! weiterlesen

OUTFIT //
Wir sollten viel mehr tanzen.

07.03.2016 um 10.00 – Mode Wir

esprit imperfectFür die viel diskutierte #imperfect Kampagne, die keinen Unterschied mehr zwischen Perfektion und Imperfektion machen will, wo doch gerade im Unvollkommenen die große, wahre Schönheit liegen sollte, hatten wir bereits vor einer Handvoll Monaten mit Esprit zusammen gearbeitet. Jetzt, kurz vor dem Einbruch des lang ersehnten Frühlings, geht es in die nächste Runde. Diesmal dreht sich alles um die Kostbarkeit der individuellen Freiheit, um den Mut, niemand anderes als man selbst zu sein, und: Um Tanz als Ausdrucksform der eigenen Persönlichkeit. Warum denn eigentlich Tanz, dachte ich noch beim Durchblättern des Konzepts, das ich kurz darauf beiseite räumte, mir blieb ja noch etwas Zeit für diesen Beitrag.

Eine Woche später fand ich mich dank eines mitternächtlichen Anrufs mehr unerwartet als gewollt auf einer kuschelig kleinen, in flackerndes Licht getränkten Tanzfläche irgendwo in Kreuzberg wieder. Noch am Nachmittag zuvor hatte ich mir eingebildet und zugleich geschworen, ich sei rausgewachsen aus diesem elendig anstrengenden Clubleben, mein Sofa würde fortan auf Ewig Vorrang haben und überhaupt, keine durchgemachte Nacht der Welt könne den Kater mit Kind am Tag danach je wett machen. Trotzdem blieb ich bis die Sonne aufging. Und als ich ins Taxi stieg, um noch vor Einbruch des hellen Tages ein Glas Eiswürfelwasser auf meinem Balkon zu schlürfen, so wie früher immer, legte sich in meinem Hirn ein Schalter um, dessen Existent ich beinahe gänzlich vergessen hatte. Nie mehr ohne diese Momente, bitte. Nach Ampel Nummer Eins fühlte ich mich plötzlich frisch wie mit 20, auf der letzten Kreuzung abenteuerhungrig wie die junge Mia Farrow und vor der Haustür erholt wie dreißig Siebenschläfer nach der Winterruhe, jedenfalls geistig. Nicht, dass ich überhaupt ein nennenswertes Hinterteil hätte, aber ich fürchte, dank Rihannas und Drakes „Work“ habe ich mir an diesem Samstag in weniger als vier Stunden den Stress von mehr als drei Monaten aus dem Leib getwerkt. weiterlesen

Fashion Week // Gewinnt 1×2 Einladungen für „Key Looks – the Show! Presented by Fashion ID

15.01.2016 um 20.44 – Event Lookbook Mode

shop the runway espritMan kann über das längst entstaubte Image von Esprit denken, was man will, aber derzeit ist kein schlechtes Haar an dem Brand zu lassen, das die meisten von uns auf irgendeine Art und Weise durch die Schulzeit begleitete, wirklich nicht. Als wir uns im vergangenen Jahr erstmals an ein eigenes Esprit x Jane Wayne Lookbook-Shooting heran wagten, da stand uns ehrlich gesagt noch ein wenig der Schalk der Nacken. Wir wollten euch nämlich beweisen, dass es sich lohnt, ein zweites Mal hinzusehen, dass es durchaus an der Zeit sein könnte, eventuelle Erinnerungen an Amors-Pfeil-bestückte Klassenkameradinnen zu überwinden und auf die eigenen Augen zu hören. Ich fürchte, spätestens mit dem Erscheinen der aktuellen Spring/Summer-Bilder braucht es kaum weitere Worte der (Liebes-)Erklärung.

Da haben sich die Herrn und Damen Art Direktoren doch tatsächlich nicht nur Stilikone Candela Novembre geschnappt, sondern auch noch mein Lieblingsmodel, die unverschämt schöne und kluge Alba Galocha. Wie der Esprit-Frühling in Bewegung aussehen wird, könnt ihr am 23. Januar während einer Runway Show gemeinsam mit uns Janes erleben, wir wollen euch im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week nämlich mitnehmen zum exklusiven „Key Looks – the Show! Presented by Fashion ID“ Event in auserwählter Runde und zwar ins offizielle Schauen-Zelt – der Name sagt es bereits: Anschließend kann das Gesehene sofort online oder bei P&C geshoppt werden. Ein Live-Act gehört ebenso zum 1×2-Tickets-Paket, das wir heute an euch verschenken, wie die Aftershow-Party, ist ja klar. Wie ihr gewinnen könnt? weiterlesen

Outfit //
Im Herzen spießig.

20.10.2015 um 9.44 – box1 Outfit Wir

Processed with VSCOcam with c1 presetDass in uns klammheimlich eine Spießerin schlummert, hört ihr nicht zum ersten Mal: Manchmal ganz vornehm, wieder ein bisschen britisch, dann doch ein klein bisschen stieselig und dazwischen fürchterlich inkonsequent und natürlich deutlich ausbaufähig. Am Sonntag packte er mich wieder, dieser Wunsch, auch mal wieder erwachsener vor die Tür zu treten, wohlwissend, dass das Ganze durchaus noch getuned werden kann. Für einen gemütlichen Sonntagsspazierganz zu Dritt hat’s allemal funktioniert, auch wenn mir auf den Bildern nun der Schaft der Schuhe ein klein wenig zu kurz erscheint. Es fehlt eben noch das Traummodell. Aber irgendwas ist ja immer.

Ein klein bisschen verknallt bin ich allerdings in meinen dunkelblauen Doppelreiher und natürlich in meinen Sale-Fund aus dem Hause Wood Wood, der heimlich wieder im ASOS-Sortiment auftauchte und ab sofort für Kuscheltage sorgt. Mit dem milden Herbst ist’s in Berlin bekanntlich vorüber.  weiterlesen

Die Sache mit dem Fudeln, oder:
#IMPERFECT = PERFECT

18.09.2015 um 10.04 – Gesellschaft Mode

imperfectMeine Freundin Luise hat von ihrer Mutter einen Selfiestick zum Geburtstag geschenkt bekommen, was richtig „Fesches, mein Kind“ also, etwas, das man im Moment der Übergabe am liebsten demonstrativ beschämt zurück in die Geschenkpapierwurst rollen möchte, um irgendwann dann doch noch zu kapitulieren und dem Teleskop-Arms selig jauchzend entgegen zu blicken, knutschend, grinsend, zungenrollend. Fotos vom eigenen Antlitz schießen, am besten von schräg oben, das war vor ein paar Jahren noch derart Banane, dass sich ausschließlich hemmungslose Teenager dieser Praxis widmeten. Heute ist sie in etwa so präsent wie das Avocadobrot im Social Web.

Aber: Noch nie stand die bebilderte Selbstoptimierung in einem derart großen Kontrast zum Selbstbewusstsein ihrer Jünger. Am anderen Ende des China-Stabs hängen in den allermeisten Fällen nämlich vor allem Zweifel, Unzufriedenheit und Komplexe. Weil das Gras der Schönheit woanders immer grüner scheint. Weil wir trotz des ausreichend vorhandenen Wissens über Filter, Überbelichtung und Schokoladenseiten gerne vergessen, dass Perfektion eine nicht existente Utopie ist, eine, die einzig erdacht wurde, um das gigantische Hamsterrad der konstanten Fehlersuche in Gang zu halten. Weil die permanente Überstilisierung unseres Alltags zu einer erschreckend ausgeprägten Version von Realitätsverlust führt. John Legend ist zwar kein Geisteswissenschaftler, singt mit seinen vor Romantik triefendem Zeilen „(…) All your perfect imperfections“ aber im Grunde das Allerwichtigste: Imperfect und I’m perfect gehören zusammen wie Paris und der Eiffelturm. Esprit befeuert dieses Bewusstsein derzeit mit einer Kampagne, von der wir euch hier bereits berichteten. Zwar nicht ohne Gegenwind, aber wir bleiben dabei: Wenn ein Unternehmen es schafft, dass wir wieder vermehrt über das sprechen, was uns wirklich liebenswert und zum Gegenteil von öden Abziehbildern macht, dann hüllen wir uns gerne in doppeldeutige Hashtags wie #imperfect. weiterlesen

Outfits //
3 x Alltag

10.09.2015 um 9.25 – Outfit Wir

outfitsDort oben links seht ihr meinen neuen Herbstmantel, der zwar ein bisschen so aussieht, als käme er von Isabel Marant, aber nein, er stammt von Esprit und ist mein persönlicher Kauf des gestrigem Abends, an dem die VOGUE Fashion’s Night Out in Berlin statt fand. Auf Bild zwei Trage ich die sooft verpönte, aber von mir sehr geliebte Latzhosenform und zwar eine von Citizens of Humanity, dazu meine Lieblingsfarbe des Winters: Rostorange. Kurz zuvor hatte ich übrigens eine Pizza bei Masaniello verspeist – ist direkt bei mir ums Eck, unglaublich empfehlenswert und unbedingt zum hinter die Ohren schreiben. Rechts habe ich versucht, mir vorzustellen, ich trüge einen Longbob, hat nur mittelgut geklappt – ich glaube ich bleibe vorerst meinem langen Stroh treu.

Das wars auch schon vom Alltag der vergangenen Woche. Und jetzt geht’s wirklich auf nach London. weiterlesen

JW Lookbook // Jane Wayne x Esprit
& wir bei der VOGUE Fashion’s Night Out

07.09.2015 um 13.01 – Advertorial Mode Outfit Wir

jane wayne x esprit lookbook aw 15Vielleicht erinnert ihr euch, vor ein paar Monaten schossen wir bereits ein erstes Polaroid-Lookbook für Esprit. Warum Esprit?, das fragte man uns nicht nur einmal, aber die Antwort fiel immer gleich aus: Weil sich das Label ziemlich gemausert hat und weil wir selbst lange Zeit ziemlich gut darin waren, diese offensichtliche Entwicklung weg von Amors rotem Pfeil ganz frech zu ignorieren. Zwei Mal hinschauen lohnt sich nämlich, nicht nur manchmal. Als dann auch noch die #IMPERFECT Kampagne in unser Malifach flatterte, vollgestopft mir 70er Jahre Looks, da war es schon wieder um uns geschehen, das kann man ruhigen Gewissens so sagen. Lookbook #2 samt sämtlicher Esprit-Lieblingsstücke für den Herbst/Winter 2015 ließ also nicht lange auf sich warten und zwar aus gutem Grund:

Am Mittwoch, den 9.September, geht die VOGUE Fashion’s Night Out Berlin in die nächste Runde und auch Esprit wird bei der internationalen Shopping-Nacht mit von der Partie sein, mit Unterstützung von uns, wir werden nämlich ab 19 Uhr für euch im Store auf der Tauentzierstr. 15 für sämtliche Styling-Fragen und Zwischendurch-Pläuschchen parat stehen. weiterlesen

#Imperfect oder I’M PERFECT?
– Esprit Kampagne für mehr Selbstliebe

01.09.2015 um 15.52 – Advertorial Mode

esprit im perfect
Sich selbst so richtig schön finden und dem Spiegelbild High Five geben, das ist heute gar nicht so einfach und vielleicht war es das auch nie, ständig gaukeln uns die Medien Ideale vor, denen es hinterher zu lechzen gilt, überall wird von Individualität geredet, aber wenn es um uns selbst geht, werden wir plötzlich ganz kleinlaut und nörgeln als gäbe es kein Morgen mehr. Sommersprossen werden zu Streuselkuchengesichtern, Rundungen zu Problemzonen, irgendetwas an uns gerät permanent zu kurz oder zu lang, die Beine zum Beispiel oder die Nase, zu dick, zu klein oder ganz zweifelsohne furchtbar anders als es eigentlich sein sollte, obwohl ohne das Anderssein der Eine wie der Andere wäre, alles gleich, langweilig und nichtssagend. Manchmal passiert es, dass Persönlichkeiten verblassen, weil wir viel zu oft nur an der Oberfläche kratzen, weil wir nach Perfektion suchen, die nur auf Bildern existiert und vielleicht sogar noch nicht einmal dort. Wir wissen das, aber vergessen viel zu gern, weshalb kleine Erinnerungen und Liebesbriefe an unsere Unvollkommenheiten hin und wieder ziemlich wichtig sind. ESPRIT sieht das sehr ähnlich und hat sich deshalb pünktlich zum Herbst die #IMPERFECT Kampagne aus dem Ärmel geschüttelt – um ein Statement gegen Idealvorstellungen zu setzen.

IMPERFECT oder I´M PERFECT? Macht nämlich gar keinen Unterschied, genau. weiterlesen