Schlagwort-Archiv: Gucci

Spotted // Gucci
vs. Chanel Slingbacks – wer gewinnt?

– 28.01.2016 um 13.10 – Schuhe Trend

gucci slingback chanel slingback

Wer von Außen auf die Modewelt schielt, hat viel Grund mit den Augen zu rollen, das ist klar wie Kloßbrühe und wir sind wirklich die Letzten, die es jedwedem Kritiker versagen würden. Vor allem die unter sogenannten Fashionistas herrschende Klon-Manier bietet in regelmäßigen Abständen, oder eher permanent, Angriffsflächen in der Größe des Mittelmeers. Warum sich Redakteurinnen aller Länder, Stil-Ikonen, Bloggerinen und was weiß ich nicht wer noch alles von Saison zu Saison stets nach ein und demselben Paar Schuhe verzehren, ist mit Gehirn nicht zu erklären, dafür aber mit Gefühl. Nehmen wir als Beispiel die seit geraumer Zeit omnipräsenten Chanel Slingpumps. Ganz abgesehen von deren zeitlos-überwältigenden Optik, befreite Gabrielle Chanel die Frau mit der Erfindung dieses Two-Tone-Schätzchens von „den strengen Regeln antiquierter Eleganz“. Bis dato galt es nämlich, die eine Farbe des Schuhs streng auf jene des Outfits abzustimmen. Wild war das für damalige Verhältnisse und durchaus beeindruckend, weshalb sich schnell eine prominente Fangemeinde um den „Aschenputtel-Schuh“ versammelte. Darunter: Catherine Deneuve, Romy Schneider, Brigitte Bardot, Delphine Seyrig, Jane Fonda oder Jeanne Moreau. Dass besagter Kassenschlager nun ein Comeback feiert, wundert also wenig.

Zeitgleich mit besagter Design-Ikone brachte sich jüngst auch der berühmte Gucci Horsebit Loafer wieder ins Spiel, womöglich ist er sogar omnipräsenter als je zuvor und das seit mehr als einem Jahr. Aber jetzt werden die Tage wieder länger, die Temperaturen steigen, der Frühling rüttelt am Trend-Orakel und die Lust auf Neues wächst. Oder zumindest halbneues. Gucci lässt sich also nicht Lumpen und zieht mit einer eigenen Slingback-Variante nach. weiterlesen

OUTFIT // Cord-Days aren’t over

– 22.01.2016 um 9.49 – Outfit Wir

gucciNach einem Tag ganz im Zeichen der bunt beschuhten Schlichtheit, habe ich schließlich in der Motten-Kiste gekramt, einen geblümten Pullover gefunden, der selbst meiner Oma hervorragend stehen würde und noch ein bisschen Kord hinzu gefügt, alles mit ein bisschen Alessandro Michele im Kopf. Um die Kälte-Panik der letzten Tage kurz zurecht zu rücken: Auch während der anderen Fashion Week Tage trug ich einen Mantel sowie Ski-Unterwäsche und Thermo-Strumpfhose, bloß ging es obenrum ausschließlich schwarz zu, deshalb ließ ich das Jacken-Ungetüm auf den Bildern einfach weg, also wirklich Freunde, ich bin doch nicht verrückt. Könnte man spätestens beim Anblick der obigen Zusammenstellung aber durchaus vermuten, schon klar. Gucci ist Schuld, ihr wisst es längst. Dort drüben in Italien sind die Zeiten der skandinavischen Geradlinigkeit nämlich endeutig gezählt, stattdessen wird es wild und wunderbar.

Das Prinzip ist im Grunde ganz einfach: Mische zusammen, was nicht zusammen gehört. Das große Ganze macht am Ende nämlich irgendwie doch wieder Sinn. In meinem Kopf war es jedenfalls so, aber über (meinen) Geschmack lässt sich bekanntlich streiten: weiterlesen

OUTFIT //
Adieu, Minimalismus.

– 20.01.2016 um 8.30 – Outfit

sarah 3

Ich sag euch was: Alessandro Michele verdreht uns hier noch vollends den Kopf. Statt puren Minimalismus steht Kombinationsfreiheit auf dem Plan, Regeln werden auf den Kopf gestellt und Farbgesetzte außer Kraft gesetzt. Mode soll Spaß machen, darf unsere verspielte Seite wieder vollends zum Vorschein bringen und funktioniert derzeit als ziemlich aufmunternder Kontrast zum aktuellen Weltgeschehen. Mach ich’s oder lass ich’s bleiben? war gestern Morgen also die Frage der Fragen.

Während ich Nike Jane noch ein Bild von meinem Outfit schickte, allerdings vergebens auf eine Antwort wartete, weil genau die bereits in aller Herrgottsfrühe zu einem Shooting düste, beschloss ich also mutig zu sein und das neue, flatterige Gucci-Lookalike mit meinem karierten Vintage-Fund aus dem vergangenen Jahr zu vermählen. Machen oder sein lassen? Am Ende entschied die Zeit – und der Freund, der doch tatsächlich für mutig sein plädierte. Und so zog ich los – und fühlte mich im Gewusel der Fashion Week am Ende ganz schön wohl.  weiterlesen

Outfit // Gemütlich zurück –
in Lieblingsstücken

– 04.01.2016 um 10.39 – Outfit

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Zwei Wochen haben wir in guter, alter Tradition den Laden dicht gemacht, sind in die Weihnachstferien gesegelt, zu unseren Familien in die Heimat getingelt und haben rein gar nichts gemacht, außer uns mit den Liebsten zu treffen und offline einen Gang runter zu schalten. In guter, alter Tradition bin ich während dieser Mission natürlich wieder krank geworden, liege seit Silvester mal mehr, mal weniger diszipliniert im Bett und schmiede mit Schnupfnase schon jetzt den nächsten Auszeit-Plan, um diesmal wirklich alle Viere von mir zu strecken: Weihnachten und entspannte Tage in einem Satz auszusprechen, ist eben doch meist bloß ein Wunschgedanke, der nur äußerst selten so richtig der Realität entspricht. Bevor ich hier aber noch sentimental werde, heißt’s also ins furchtbar aufregende Jahr 2016 zu schauen und sich an die großartigen Neuerungen für 2016 zu machen (dazu später mehr). Ein Vorhaben wird dabei gleich heute in die Tag umgesetzt: Noch mehr in Klassiker investieren und euch in Alltagslooks präsentieren.

Selbstverständlich folgt auch hier in den nächsten Tag unsere persönliche Rückblick-Serie aus dem unfassbar aufregenden Jahr 2015: Mit den liebsten Artikeln und den persönlichen Meilensteinen der kleinen JW Welt. Wir machen uns allerdings erst einmal an die liegengebliebenen Kleinigkeiten hier im Office – und melden uns so flott wie möglich wieder bei euch <3 weiterlesen

OUTFIT //
Rainbow Pussy Bow

– 18.12.2015 um 11.44 – Outfit

edited the label 11
Das derzeitige Lieblingsbuch meines Sohnes heißt „Der Dachs hat heute schlechte Laune“ und könnte er seinen Beobachtungen schon mithilfe von mehr als vier gegurgelten Wörtern Ausdruck verleihen, heute hätte er mich „Mama Dachs“ genannt. Dachstage treten besonders häufig Freitags auf, wenn das Hirn schon auf Energiesparmodus läuft, die Zeit bis zum Wochenende sich trotzdem zieht wie ein Hubba Bubba und der Stapel an Unerledigtem sich bis zur Decke türmt. Man könnte jetzt meinen, ein grauer Schlabberlook wäre dem Anlass entsprechend eine gute Wahl gewesen, zum Verschwinden, und normalerweise halte ich es auch genau so. Heute wäre aber alles nur noch schlimmer geworden, ich muss nämlich spätestens zum frühen Abend guter Dinge sein, da wartet die erste Kita-Weihnachtsfeier auf mich.

Also: Regenbogen-Schluppenbluse aka „Pussy Bow“ an, Kirschkleid von EDITED the Label darüber geworfen, fertig. Haltet mich für übergeschnappt, aber so ein bisschen Farbe hilft schonmal ein bisschen – Zum Drin-Verstecken taugt ja immerhin schon der Monstermantel: weiterlesen

Shopping //
The Gucci Way

– 15.12.2015 um 15.33 – Accessoire Shopping

gucci inspiriert

Alessandro Michele stellt derzeit nicht bloß gesamte Modebranche auf den Kopf und sorgt mir nichts dir nichts dafür, dass alle Welt wieder von italienischer Mode spricht, dieser Herr scheint beim Entwerfen seiner Kreationen für das einst eingestaubte Label Gucci auch einfach so richtig Spaß zu haben. Seine Mission: Alles geht – und noch mehr, Kitsch to the Max und alte Codes im neuen Gewand – scheint aufzugehen, Mister, und verschafft der Traditionsmarke kurzerhand einen ungeahnten Boost. Das i-Tüpfelchen eines wirklich wahrhaftigen Looks liegt nach Michele allerdings im Styling: Grenzenlose Kombinationsmöglichkeiten eröffnen eine Spielwiese für jeden, der sich was traut: Lila geht eine Liaison mit Rot ein, silbernes Plissee gehört ganz selbstverständlich zur schimmernden Bomberjacke und wer noch eine übergroße Brille in der Karnevalskiste findet, der ist King. Nein, das meinen wir keinesfalls belächelnd, das meinen wir bierernst.

Denn wenn uns Mister Gucci in diesem Jahr nämlich an eines erinnert hat, dann mit Sicherheit an den so oft vergessenen Spaß an der Mode. Bereit für die volle Ladung Italien, Kindheitsträume mit Omas Schätzen und aristokratische Details mit Rollschuh-Disco-Fieber-Avancen und einer Prise glitzernder Opulenz? Holt die bunten Strumpfhosen raus, setzt die Brille wieder auf und feiert das Leben, ihr Herzen. Vielleicht ja sogar mit diesen kleinen Funden à la Gucci <3  weiterlesen

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Lookbook-Liebe: Gucci Prefall 2016 //
10 Dinge, die wir uns abschauen können

– 10.12.2015 um 11.52 – Mode Trend

gucci prefall 2016

Wer „Dexter“ gesehen hat, weiß welche Wortwahl ich zum Ausdruck meiner Freude jetzt am liebsten treffen würde, scheiße nochmal ist das schön. Als ich heute morgen aufwachte und mich zur Begrüßung des Tages vor dem Bildschirm knalle, klebte ich zwei Minuten später schon am Telefon und bat Sarah Jane darum, sich doch bitte eine Notiz zu machen: Sollte ich irgendwann einmal den Löffel abgeben, sorge bitte dafür, dass man mich komplett in Gucci dem Universum übergibt. Danke. Womöglich bin ich der größte Alessandro Michele-Fan des Planeten, denn seit der Italiener zum Kreativ Direktor aufgestiegen ist, glaube ich wieder an die Mode. Wie ein kleines Kind sitze ich jetzt also hier und bete zu Plissé-Röcken, Patchwork und Papageien. Ganz so als sei er ein moderner Lewis Carroll, entführt Michele uns für den Prefall 2016 in ein Wunderland der endlosen Kombinationsmöglichkeiten, auf eine Spielwiese vollgepackt mit feinstem Zwirn, der Kindheitsträume mit Omas Schätzen und Platten von Jimmy Hendrix verknüpft, der aristokratische Details mit Rollschuh-Disco-Fieber-Avancen vermischt und Opulenz vom Protz befreit.

Diese Kollektion ist ein eklektisches Meisterwerk, zusammengesetzt aus der DNA von Guccis Wurzeln, eine intellektuelle wie historische Schlacht der Referenzen, ein wortloses Manifest, das möglicherweise der Wiederbelebung dieser eingeschlafenen Branche dient. Ich kotze vor Glück. Bloß das mit dem Pelz, mi amore, das hättest du dir wirklich verkneifen sollen. Pfui. weiterlesen

OUTFIT // Elevator

– 10.12.2015 um 9.40 – Outfit

jil sander mantelGestern Abend habe ich mich verliebt. In einen Aufzug, ein geflügeltürtes Esszimmer und Charlottenburg – vielleicht die nächste Wohnungs-Anlaufstelle? Gut möglich, allerdings graut es mir vor der Einsamkeit in weiter Ferne meiner Freunde, die es sich allesamt in Neukölln oder Kreuzberg heimelig gemacht haben. Vielleicht muss aber auch nur irgendwer den ersten Schritt machen, wer weiß. Ganz sicher hingegen bin ich mir, dass mein wiedergefundener Mantel mich begleiten wird, wohin ich auch gehe. Das Jil Sander-Woll-Monstrum ist meines Erachtens eine ziemlich gelungene Fusion aus Wüstenplanet Tatooine-Charme, Safari-Farbe und Bademantel, da kann man nicht viel falsch machen. Ganz anders sieht es mit der bunten Bluse aus, die ich zum Abendessen trug, ich schätze nämlich es handelt sich hier um einen Meinungs-Spalter der Extraklasse. Während das 2nd-Hand-Fundstück in mir selbst geschleifte Gucci-Gelüste auslöst, finden andere: Motto-Party-Kitsch. Und der Aigner-Gürtel? Stieselig, meint mein Büro-Nachbar. Herrje, man kann es nicht allen Recht machen. Das Gute ist bloß: Muss man ja auch gar nicht.

Mehr Mut zum eigenen Geschmack ist die viel bessere Lösung: weiterlesen

On my mind //
8 Wünsche im Dezember

– 08.12.2015 um 10.11 – Accessoire Mode Shopping

wishlist shopping weihnachten

Dries van Noten hatte sie in der vergangenen Saison auf den Laufsteg gebracht, diese mit Samt überzogenen Ankle Boots. Ich war gerade in ein Telefonat vertieft, als ich Sarah Jane plötzlich vor ihrem Bildschirm jauchzen hörte, es folgten Monate des Wartens und dann die eisige Ernüchterung: Mit über 1000€ rückte der Traum vom Schmusekatzenschuh in noch weitere Ferne. Einer meiner Dezember-Wünsche ist deshalb meiner liebsten Freundin gewidmet, es gibt nämlich wieder Hoffnung, dem brandneuen Label Aeyde sei Dank: Sagt hallo zum „Didi Midnight Velvet Boot“, dem kleinen blauen Racker. Ich selbst hingegen verfalle beim Anblick der Perlmutt-Ohrringe von Sophia Zarindast immer wieder ins Schwärmen, denke über das Tragen eines Bustiers über einem schlichten weißen T-Shrt nach (eine geistige Ode an J.W.Anderson), schwärme dank Chefdesigner-Wechsel weiter von Gucci, feiere neuerdings Regenbogen-Steine und schiebe noch einen kleinen Leuchtenwunsch hinterher: Go wild. Denn alles andere wäre zum Schnarchen: weiterlesen

Shop the Look // Pandora Sykes

– 30.11.2015 um 8.00 – Inspiration Mode

shop the look pandora syked gucci ankle bootsPandora Sykes ist Schuld, dass ich seit geraumer Zeit häufiger in Outfit-Schwärmereien gerate als gewohnt. Die „Wardrobe Mistress“ der Sunday Times New York verzückt mich regelmäßig mit ebenso schlichten wie schönen Outfits, manchmal übertreibt sie es auch ein bisschen in Stylehausen, aber immer trifft sie den Modenagel auf den Kopf. Was ich besonders mag: Ihre Garderobe setzt sich vor allem aus erschwinglichen Stücken sämtlicher High Street Giganten zusammen, manchmal flößt sie dem Ganzem aber einen nicht zu übersehenden Luxus Faktor ein, der mir auf eine anhimmelnde Art und Weise äußerst sympathisch ist, weil es hier nicht ums Protzen, sondern um das Erfüllen heimlicher Träume geht.

Diesmal stehen obige Gucci Ankle Boots ganz vorn auf meiner Wunschliste, der Rest wird mit Ringel n und einer schlichten Jeans perfektioniert. Bleibt nur die Frage, welche Schätze aus meinem Kleiderschrank demnächst zum Verkauf freigegeben müssen. Vielleicht zu viele. Bei solchen Summen zwickt mir mein Gewissen gern etwas zu heftig in den Magen, das würde sich wahrscheinlich auch mit einem 6er im Lotto nicht ändern. Also: Abwarten und abwägen. Oder nach Alternativen suchen. Wird demnächst gemacht, versprochen. weiterlesen

Wishlist // Regenbogen Ringel

– 03.11.2015 um 13.35 – Mode Shopping Trend

geringelter pulloverGestern fragte mich jemand, wie man denn eigentlich so bescheuert sein könne, viel Geld für Polyester oder Baumwolle hinzublättern. Weil mir wirklich keine schlaue Ausrede einfiel, blieb ich bei der Wahrheit: Wegen der Muster und Farben, viel sinnvoller wird die Erklärung nunmal nicht. Das Prinzip der teuren Farbharmonien zeigte sich (vielleicht als Karma-Keule) auch heute wieder von seiner charmantesten Seite, denn Gucci verdrehte mir mit seinen Regenbogen-Ringeln erst neulich den Kopf, weswegen ich mich seither also auf der Suche nach einer adäquaten Alternative befinde.

Und genau hier wären wir auch wieder beim Problem des vornehmen Zwirns angelangt: So richtig dolle sehen seine preiswerteren Schwestern im Vergleich nicht aus, bzw findet man erst gar nichts Vergleichbares. Womöglich ist die Zeit aber auch einfach noch nicht reif für grünlilarotorangegelbe Streifen, ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass sämtliche Fast Fashion Giganten dieser Erde irgendwann nachziehen werden. Bleibt jetzt entweder auf genau das zu hoffen, oder auf einen Super-Sale im Gucci-Land. I daut it. Immerhin war die Recherche nicht komplett für die Katz, eine Handvoll schöner Alternativen konnte ich ausfindig machen, wenn auch keine Lookalikes. weiterlesen

#5PieceWardrobe // All eyes on:
Closed Archive ’85 – Die Pedal Drum

– 07.10.2015 um 13.00 – box3 Inspiration Shopping

closed

Kaum ein anderes, deutsches Brand bezirzte uns 2015 so sehr wie Closed: Eine Punktlandung nach der nächsten legten die Hambrurger hin, manövrierten Guccis Horsebit Loafer kurzerhand wieder auf unseren Bildschirm und überzeugte durch unfassbar schöne Schnitte, kuschelweiche Materialien und Kreationen, denen wir gern den Stempel „All Time Favorites“ aufdrücken. Wir waren uns einig: Das hier ist die deutsche Ausgabe des französischen Brands A.P.C. – ohne Zweifel, allerdings mit ganz persönlicher Kirsche im Gepäck: Der Closed Archive ’85 Kollektion, von der wir euch schon ganz bald noch ein klein wenig mehr erzählen dürfen. Seit 1978 machen die Hamburger Mode, im Familienverbund, versteht sich. Ein Team aus Verwandten und Freunden – vom Design bis zu unseren Produzenten in Italien. Und diesen Winter 2015 blickt das Brand mit seiner ‚Archive 85‘- Kollektion auf die eigene Geschichte zurück und holt ikonische Kreationen und eigensinnige Interpretationen der Iconic-Closed-Pieces zurück – und trifft damit genau in unser Herz.

Seit den Press Days fiebere ich dem Release der Pedal Drum ’85 entgegen und endlich, endlich ist sie da: Bollerig, hoch geschnitten und im wundebaren Karottenformat. Die perfekte Hose für immer also. Grund genug, gedanklich schon mal ein paar Outfits zu basteln und sich noch mehr reinzuverlieben, non? #5PieceWardrobe, mit dem Herzstück direkt aus Hamburg <3  weiterlesen

Outfit // Tweed Coat Goals

– 05.10.2015 um 7.13 – box1 Outfit Wir

EDITED GirlsIm Alltag bin ich eine notorische Zuspätkommerin, sehr zum Leidwesen meiner Freunde, wobei ich sogar selbst wenige Eigenschaften als so nervtötender empfinde wie vermasselte Pläne. Mir bleibt also kaum etwas anderes übrig, als ständig viel zu früh los zu tuckern, irgendwas ist ja immer, man vergisst das Portemonnaie, den Fahrschein oder gleich das komplette Hirn. So ähnlich erging es mir zum Beispiel am Freitag, als ich um Schlag sieben im Grill Groyal stramm sitzen musste, oder besser: durfte. Bereits um halb sieben schlawänzelte ich über die Friedrichstraße, überraschender Weise mit viel Zeit im Gepäck, weil ausnahmsweise mal nichts dazwischen kam. Noch schnell ein paar Strumpfhosen für Lio besorgen, dachte ich mir, und ganz minikurz bei & other stories vorbei, zum Gucken, nicht zum Kaufen. Naja, Pustekuchen. Die Herbstmantelfrage hat ein Ende – ich bestreite die ersten kalten Tage fortan also im Sherlock-Holmes Gedächtnis-Look.

Hochgeschlossen kann ich außerdem gut, weil ich am Tag darauf aber nicht in Spießigkeit ersaufen wollte, schafften es immerhin Cowboy-Schuhe an meine Füße. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass ich mir inzwischen vor lauter Fantum eine zweite Levi’s 721 in einer etwas kleineren Größe besorgt habe, zum pellwurstengen Posen. Schuldig hoch zwei, aber auch doppelt glücklich: weiterlesen

Fashion Week Tendenzen //
Über Mode, die Spaß machen darf.

– 28.09.2015 um 12.29 – box3 Mode Trend

spring summer 16 fun in fashionManchmal tut mir Mode leid, vor allem, wenn sie sich auf den spitzen und kritischen Zungen ihrer Betrachter herumtreibt. Es ist, als könne sie kaum etwas richtig machen, als zehre der ständig zu bestehende Drahtseilakt zwischen Tragbarkeit und Euphorie langsam aber sicher an ihren Nerven, als sei sie selbst nicht mehr sicher, was sie überhaupt will, wen sie bezirzen und kleiden mag. Vielleicht liegt der Fehler aber auch nicht bei der Mode selbst, sondern bei der Einstellung, mit der wir ihr gegenüber treten. Wer definiert überhaupt, was straßentauglich, wer, was zu viel ist? Meist die, die am Ende sowieso nicht für das brennen, was die Designer dieser Erde sich von Saison zu Saison für uns überlegen. „Alles langweilig“, hört man von hier, während dort hinten jemand brüllt „Verkleidungskiste!“. Na, was denn jetzt? Ich weiß, ich weiß, es gibt einen goldenen Mittelweg. Aber der ist nunmal nicht jederfraus Sache.

Umso glücklicher bin ich darüber, dass eine Handvoll Modeschöpfer und -Schöpferinnen an ihrem Mut zur optischen Dekadenz und Exzentrik festhalten und immer wieder dafür einstehen, dass Mode, ganz gleich in welchem Gewand sie daher kommt, vor allem eins muss: Spaß machen. Oder besser: Spaß machen dürfen. Wo kämen wir auch hin, ohne Leidenschaft und Experimente? Nach ein paar Jahren, die vor allem im Zeichen elegant-smarter Geradlinigkeit standen, die geprägt waren von schneeweißen Sneakern und Gemütlichkeit, wird eine Gegenbewegung jedenfalls immer deutlicher: Plötzlich wollen wieder dieses Bauchkribbeln ob des Besonderen spüren, wir wollen gesehen werden, statt in vornehmer Zurückhaltung zu verschwinden. Nicht immer, aber manchmal. Zumindest aber wollen wir die Freiheit genießen, uns in schreiende Farben, geschicktes Layering und verspielte Prints zu tunken, wann immer das Gemüt danach verlangt. Das wäre doch mal was. Wenn wir endlich begreifen würden, dass es tatsächlich Menschen gibt, die Mode lieben, in all ihren Facetten, aus tiefstem Herzen. Denen es Spaß macht, gelegentlich zu übertreiben, in Rollen zu schlüpfen und herum zu probieren bis Ananas-Früchte auf rosa Krawatten prangen. weiterlesen

Outfits //
3 x Alltag

– 10.09.2015 um 9.25 – Outfit Wir

outfitsDort oben links seht ihr meinen neuen Herbstmantel, der zwar ein bisschen so aussieht, als käme er von Isabel Marant, aber nein, er stammt von Esprit und ist mein persönlicher Kauf des gestrigem Abends, an dem die VOGUE Fashion’s Night Out in Berlin statt fand. Auf Bild zwei Trage ich die sooft verpönte, aber von mir sehr geliebte Latzhosenform und zwar eine von Citizens of Humanity, dazu meine Lieblingsfarbe des Winters: Rostorange. Kurz zuvor hatte ich übrigens eine Pizza bei Masaniello verspeist – ist direkt bei mir ums Eck, unglaublich empfehlenswert und unbedingt zum hinter die Ohren schreiben. Rechts habe ich versucht, mir vorzustellen, ich trüge einen Longbob, hat nur mittelgut geklappt – ich glaube ich bleibe vorerst meinem langen Stroh treu.

Das wars auch schon vom Alltag der vergangenen Woche. Und jetzt geht’s wirklich auf nach London. weiterlesen