Komisch: Jeffrey Campbell macht Prada und Balenciaga nach & verklagt Steve Madden

18.07.2011 Schuhe, Allgemein

Vor einiger Zeit legte ich euch meine heimliche Liebe für die obrigen (linken) Balenciaga Boots dar. Damit einhergehend prallte ich recht schnell auf den Boden der gemeinen Tatsachen auf; in diesem Fall war es wie soooft der Preis, der mir jegliches romantisches Gefühl nahm. Damals schrieb ich sogar, dass ich auch einen waschechten Fake in Kauf nehmen würde, glaubte zugleich aber nicht an einen solchen glücklichen Zufall.

Ich hätte mir eigentlich früher denken können, dass es natürlich jemanden geben wird, der diesen Schuh kopieren würde. Und wer hat’s getan? Ja, natürlich – Jeffrey Campbell. Die Copy-Cat Nummer Eins im Schuhbusiness – man denke an dieser Stelle einfach an die wenig subtil nachgebauten Prada Brogues. Es juckt mir in den Fingern, bloß sind die schwarzen Cut Out-Treter mit einem Preis über 200$ noch immer nicht erschwinglich für einen jungen Menschen wie mich. Und die Nase des Schuhs schaut ein  bisschen zu weit in den Himmel. Diese Entscheidung muss reichlich überdacht werden, aber da habe ich ja so oder so noch bis Weihnachten Zeit. Das abstruse an dieser Geschichte ist aber: Nun verklagt Jeffrey Campbell doch tatsächlich  Forever21 und Steve Madden – wegen Abschauens der sagenumwobenden Litas. Dazu fällt mir nur eins ein: HÄH?

Diese Welt ist mir heute ein bisschen zu komisch. Zu wirr und wahrlich bescheuert. Oder was sagt ihr zu diesem Knaller?

Die Balenciaga-Fakes gibt’s übrigens hier.

Infos zur Klage via Zeitgeschmack.

9 Kommentare

  1. Nike Artikelautorin

    Liebe Caroline,
    sicher gibt es auch andere Quellen, aber wir möchten und müssen bei unseren Verlinkungen ehrlich sein. Dort haben wir’s zuerst gesehen, also kriegen die Jungs auch ihre Credits.
    Das ist der fairste Weg, oder was meinst du?

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  2. Caroline

    Das „ehrlich sein“ in allen „Ehren“ (ehrlich) – es kommt doch nicht hauptsächlich darauf an, wo ihr es gefunden habt. Wer genau interessiert sich dafür? Wichtig ist, dass ihr auf das Thema gestoßen seid. Mit ein bisschen Recherche hätte man sicherlich noch eine andere Quelle finden können (die das Thema ernsthafter behandelt), bei der man sich als Leser eures Blogs, der bisher immer Anspruch versprach, auch weiterhin ernst genommen fühlen darf.
    Zeitgeschmack ist der ungewollte Kirschkern im leckeren Fruchtjoghurt, der dazu führen kann, dass man sich scheut, jemals wieder Kirschjoghurt zu essen.

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  3. Nike Artikelautorin

    Liebe Caroline,
    ich kann sehr gut nachvollziehen, was du meinst. Und ich gebe dir recht, wenn es um weitere, seriöse Quellen geht. Ich verspreche dir aber, dass ich mich ganz bestimmt weiter informiert habe – das sollte man immer, sonst schreibt man nachher Dinge, die gar nicht wahr sind. Das liegt nicht an der Erstquelle „Zeitgeschmack“.

    Und dann stand ich vor dem Problem: Welche Seite verlinke ich denn nun? Die Entscheidung fiel aus besagtem Grund auf Zeitgeschmack, weil es mir in diesem Moment am logischsten schien.

    Ich finde es übrigens sehr gut, dass du dieses Thema ansprichst, denn da gehen die Meinungen weit auseinander und selbst ich bin mir noch nicht sicher, was ich nun am „richtigsten“ finde. Über deinen Einwand werde ich ganz bestimmt grundsätzlich nachdenken. Aber verlinkt man am besten wirklich nur die großen, seriösen Magazine und Blogs, oder eben die kleinen, die einen ja erst aufmerksam gemacht haben. Denen gebührt doch dann auch ein Credit? Ich bin wirklich überfragt.

    In diesem Fall: Der Text stammt komplett aus meinem Hirn. Die einzige Info, um die es beim via geht, ist die Sache mit der Klage. In dem Fall bedarf es, wie ich finde, keinem ultraseriösen Artikel als Quellenangabe.

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  4. Caroline

    Hallo Nike,

    ein Impuls zündet eine Reaktion, aber ich bezweifle, dass er eben so wichtig ist, wie das Resultat.
    Euer Resultat ist wichtig. Der Artikel ist interessant geschrieben und regt zum Nachdenken an, aber ich finde es als Leser schade, dass der Text dann auf eine zwielichtige Seite wie Zeitgeschmack zurück läuft.
    Ich denke, ihr solltet euch, um weiterhin ernst genommen zu werden, von diesen Seiten distanzieren.
    (Ich brauche diesen Link nicht besuchen, denn ich weiß schon jetzt, dass Rechtschreibfehler darin sein werden). Die Größe des Blogs oder Magazines und dessen Frequenz finde ich unwichtig in puncto Quellenangabe, auch wenn ich es immer befürworte, die kleinen unabhängigen Betreiber zu ehren, aber gerade deshalb sollte man doch Aschenputtel spielen – „die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen“. Ehrlich und seriös sollte jede Quelle sein, da bin ich anderer Meinung als dein letzter Satz.

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  5. Lisa

    Sorry, aber dass die Janes jetzt nicht mehr seriös sein sollten, fnde ich von dir, Corinna, sehr fragwürdig. Zeitgeschmack ist scheiße, aber wenn die Info von denen ist, dann ist das so. Dass sich so viel Zeit für die Antworten genommen wird und man ehrlich ist und Kritik annimmt, „ehrt“ doch die Schreiber hier.

    Dein Satz, dass du gar nicht nachschauen brauchst, was bei ZG steht, ehrt dich aber nicht. Vielleicht packst du dir besser an die eigene Nase.

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  6. Nike Artikelautorin

    Huhu Caroline,

    ich glaube, du hast mich in jedem Fall zu einem neuen Artikel animiert, denn das Thema Verlinkungen ist ganz schön komplex. So ganz traue ich mich aber noch nicht ran, denn wie man sieht, ist das ein ziemlich heißes Pflaster.

    Hierbei gebe ich dir recht: „Die Größe des Blogs oder Magazines und dessen Frequenz finde ich unwichtig in puncto Quellenangabe, auch wenn ich es immer befürworte, die kleinen unabhängigen Betreiber zu ehren, aber gerade deshalb sollte man doch Aschenputtel spielen – “die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen.“

    Stimmt genau. Und trotzdem fliege ich morgens über meinen Googlereader und ab und an auch über Seite wie Zeitgeschmack.

    Mein Uropa sagte aber immer „Ich lese auf dem Weg zur Arbeit die Bildzeitung, damit ich weiß, worum es geht. Wenn icham Schreibtisch angekommen bin, greife ich zur SZ, FAZ oder der ZEIT, damit ich weiß, was wirklich passiert ist.“

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  7. Caroline

    Hallo Nike,

    ich bin gespannt auf das Resultat, ganz ehrlich. Dein Umgang mit dem Thema ist
    vorbildlich und dein Uropa ist mir sehr sympathisch.
    Ich finde es auch nicht verwerflich über solch einen Blog zu fliegen, man sollte nur nicht
    zu dicht heran fliegen, damit es beim Landen keine Turbulenzen gibt.

    Aufrichtig,

    Caroline

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