Inspiration: Bindi-Trend – Do or Don’t?

Bindis haben ihr Ursprung in der indischen Kultur – dort trug man den roten Punkt auf der Stirn lange Zeit nur als verheiratete Frau, inzwischen schmücken sogar kleine Mädchen sind mit aufklebbaren Stickern, die langsam aber sich den traditionellen Pulverfarbenkreis verdrängen. Ein Trend, der in den 90er Jahren auch in die westliche Welt überschwappte: Allen voran war es Gwen Stefani als prominentestes Beispiel, die den Stirnschmuck alltagstauglich machte. Im hinduistischen Glauben wird dieser Verzierung neben dem optischem Aspekt allerdings eine hauptsächlich religiöse Symbolik zugesprochen. Zwischen den Augen und der Nasenwurzel vermutet man nämlich das sechste Chakra, das sogenannte „dritte Auge“, das Tor zur Weisheit und Intuition.

Nicht nur im Zuge des 90er Jahre Revivals, das vor etwas mehr als einem Jahr seinen Lauf nahm, orientieren sich inzwischen sogar Modegrößen wie Karl Lagerfeld an indisch/orientalischen Stileinflüssen. Die Prefallkollektion von Chanel enthält also nicht bloß Dreadlocks, sondern auch Bindis – bloß viel prunkvoller als wir sie tragen würde. Aber würden wir sie überhaupt tragen, diese Bindis? Oh ja. Weil ich so oder so ein Fan von Punkten im Gesicht bin und ohne nur selten das Haus verlasse, tauschte ich die schwarzen Flecken neben meinen Augen vergangene Woche gegen einen ordentlichen Punkt auf der Stirn. Die Reaktionen: Ältere Menschen starrten mich seltsam an, meine Freundinnen lachten ein wenig ungläubig, mein Freund gewöhnte sich nach ein paar Stunden daran und andere wollten mir den „Dreck“ im Gesicht liebevoll wegwischen. Davon abbringen lasse ich mich trotzdem nicht. An dieser Stelle oute ich mich sogar: Ich bin eine Eso-Tante. Auch wenn man das nicht mehr sieht.

Fotos oben via fuckyeahprettyfaces, boys&girls, coolspotters, style.com, buzznet, livinglikelaree.

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