Rezept //
Italianità auf dem Teller!

Gute, frische Pasta mit einer selbst zubereiteten Sauce – dazu braucht es oft gar nicht viel, manchmal nur ein wenig natives Olivenöl und Knoblauch – ist wohl nie eine schlechte Idee. Ein Gericht, so einfach und trotzdem immer ein Gedicht, wenn man sich frischen Zutaten bedient. Ich persönlich glaube nicht an Low-Carb, sondern an eine ausgewogene Ernährung bestehend aus vollwertigen Lebensmitteln. Etwas, das so vielen Menschen auf der ganzen Welt Freude bereitet, kann gar nicht schlecht sein! Deshalb liebe ich alles, was mit Teig zu tun hat. Ich finde stets etwas Meditatives im Kneten eines Brotteiges und finde, es gibt kaum etwas lässigeres, als mit einer Hand den Pastateig durch die Pastamaschine zu ziehen, während in der anderen Hand der restliche Teil künstlerisch durch die Lüfte gewirbelt wird. Letzteres bleibt meinen Talenten leider verwehrt, ein gutes altes Wallholz sorgt allerdings für ein ähnlich wunderbares Endergebnis.

Wer also seinem Gericht wirklich den letzten Schliff geben möchte, der kann seine Pasta selbst machen. Dazu gibt es etliche Anleitungen im Netz. Aber jede Pasta braucht ihre Sauce – und jetzt kommen wir zum Hauptteil. Wir weilten einige Tage in einer hübschen Villa Como, die wir via Airbnb gefunden haben, und bewunderten das bereits sonnengereifte mediterrane Gemüse in den Regalen. Wir kamen nicht darum herum unseren Korb mit den verführerischen Lebensmitteln zu füllen. Daraus entstand ein klassisches italienisches Gericht mit einem Twist. So viel sei verraten; der Ofen kommt hier zum Zuge!

Wer bereits einige Rezepte von mir ausprobiert hat, der weiß, dass ich auf Ofengerichte schwöre. Vor allem in Sachen Gemüsezubereitung ist der Ofen ein wunderbares Gerät. Die Vitamine bleiben im Gemüse enthalten und es wird knusprig oder saftig, je nachdem wie ihr es zubereitet. Diesen Vorteil haben wir auch bei diesem Pastagericht genutzt. Anstatt die Tomaten zu verkochen, ließen wir sie mit Knoblauch, Öl und Salz im Ofen garen. Mit ein wenig Chili und Basilikumöl verfeinern, das Ganze unter die gekochten Teigwaren ziehen und fertig ist der Gaumenschmaus. Dazu servierten wir gefüllte Zucchini, die wir ebenfalls im Ofen schmorten. Ein wunderbares Gericht für laue Sommerabende unter euren Liebsten!

Für 3 – 4 Personen

Gefüllte Zucchini:

  • 4 runde Zucchini
  • Parmesan oder Pecorino, geraspelt (ca. 100 g)
  • 1 EL geriebene Zitronenzeste
  • 3 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer

Zucchini putzen, Enden abschneiden und aushölen. Zucchinifleisch mit Knoblauch, Zitronenzeste und Käse in einem Mörser zerdrücken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die leeren Zucchini damit füllen und in eine Ofenform geben. Mit reichlich Öl beträufeln und für 45 Minuten bei 180 Grad schmoren. (Nach 15 Minuten die Tomaten in den Ofen geben, siehe unten.)

Pasta mit gerösteten Tomaten:

  • 500 g Linguine (ich empfehle euch hier wirklich auf die Qualität der Pasta zu achten oder bestenfalls sogar selbst ans Werk zu gehen!)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 1 große rote Peperoncini, entkernt, in feinen Streifen
  • 500 – 600 g Tomaten, geviertelt
  • wenig Pfeffer
  • Pecorino oder Parmesan, gerieben
  • 1 Strauch Basilikum
  • Olivenöl
  • 1/2 Zitrone

Basilikumblätter vom Stängel zupfen, waschen und schneiden. In Olivenöl einlegen.

Tomaten, Zwiebel und Knoblauchzehen in eine Ofenform geben. Mit Salz, Peperoncini und Pfeffer würzen und Zitronensaft darüber träufeln. Reichlich Öl darüber geben. In den Ofen geben und bei 180 Grad ca. 20 – 30 Minuten schmoren.

In der Zwischenzeit Linguine kochen, abtropfen und in die Ofenform geben. Mit der gerösteten Tomaten vermischen. Basilikumöl darüber giessen und mit gefüllten Zucchini servieren.

Buon appetito, amici!

4 Kommentare

  1. Ameli

    Sogar mit nicht-perfekten-Zutaten-weil-leider-nicht-in-Italien-wohnend unglaublich lecker! Wird definitiv in die Rezept Routine aufgenommen. Und freue mich schon aufs Nächste.
    Danke <3

    Antworten

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