Nachgefragt // Stylistin Réka Maria Probst über Ängste, Buchempfehlungen und ihre Interior-Schätze

22.05.2019 box3, Interview

In unserer „Nachgefragt“-Interviewreihe widmen wir uns Personen, die wir besonders spannend und inspirierend finden. Dieses Mal hat sich Stylistin und Creative Consultant Réka Maria Probst unserem Fragen-Gewitter gestellt und unsere Neugierde mit wunderbaren Antworten gestillt.

Nach ihrem Modedesign-Studium entschied sich Réka dazu, ihrem Herzen zu folgen und wechselte in das Styling. Nach Stationen beim Süddeutsche Zeitung Magazin und Interview Germany arbeitet sie heute ausschließlich an Freelance-Projekten und nennt sowohl Berlin als auch Mailand ihre Heimat. Ganz nebenbei hat die Stylistin mit „Tussi Studio“ ein eigenes Label gegründet, das wir in diesem Schmuck-Post bereits ordentlich angeschmachtet haben. Hier entstehen Ketten aus bunten Perlen, Haarspangen und jede Menge tollster Kitsch. Mit uns hat Réka jetzt über ihre liebsten Bücher, die beste Doku und ihre Interior-Schätze gesprochen:

– Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Mehr Infos dazu findet ihr hier –

Welche Bücher konntest du nicht mehr aus der Hand legen?

Gleich zu Beginn eine Beichte: Ich liebe Krimis! Wenn ich Bücher innerhalb von Stunden verschlinge, dann geht es sicherlich um irgendeinen Serienkiller und düstere Morde. Am liebsten auch noch auf wahren Geschichten basierend. Ich wurde für diese Leidenschaft schon öfter belächelt aber hey, jedem seine eigene Macke! Meinen Lieblingsthriller habe ich leider weiterverliehen, vergessen an wen und vermisse ihn schrecklich (Ja, ich gehöre zu der Sorte Mensch, die Bücher immer und immer wieder liest).

Deswegen nur eine kleine schriftliche Ode an „I am Pilgrim“ von Terry Hayes. Hayes ist eigentlich Drehbuchautor und deswegen ist dieses Buch auch so packend. Ich hab es an einem Tag durchgelesen, habe mit rasendem Herzen mitgefiebert und war mind blown als sich am Ende alles auflöste.

Der zweite Thriller „Der Flug der Störche“ spielt in den 90ern und wenn man den Klappentext liest, tendiert man eher dazu, zu gähnen, als sich dem Buch zu widmen. Aber es lohnt sich! Es ist wirklich wunderbar poetisch, intellektuell geschrieben und die Wendung hier ist ebenfalls unerwartet!

Mein drittes Buch „Who rules the world“ empfinde ich als Pflichtlektüre. Jeder der nur im Ansatz politisch interessiert ist, muss dieses Buch lesen! Nicht nur nützliches Wissen für Besser-Wisser-Dinner-Gespräche, sondern auch ein Anfangspunkt, viele seiner eigenen Motive und Verhaltensweisen zu hinterfragen. Ich verspreche, auch hier ist man von verschiedensten Wendungen mind blown. Das Buch von Fitzgerald habe ich zugegeben noch nicht durch. Es sind gesammelte Kurzgeschichten von Fitzgerald, also ideal für eine kleine Auszeit vom Alltag. Ich liebe seinen Schreibstil, die Übersetzung ist jedoch etwas holprig. Ich empfehle es also lieber auf Englisch!

Warum ausgerechnet Schmuck?

Ich will Tussi Studio nicht auf Schmuck beschränken, das ist erst der Anfang 🙂 Der Hauptgedanke ist allerdings, dass ich oft Schmuck und Accessoires sehe, die mir total gefallen, die aber so überteuert sind, dass sich die meisten das gar nicht leisten wollen. Persönlich habe ich auch nie eingesehen, für Modeschmuck viel Geld auszugeben. Deswegen gibt es bei mir bezahlbaren aber trotzdem hochwertigen Schmuck, Accessoires und bald viel, viel mehr, was hoffentlich meine Tussigirls happy macht und mich sowieso, weil ich dem nachgehen kann, was meine absolute Leidenschaft ist: etwas mit meinen Händen zu machen!

Welche Person würdest du am liebsten deinen Schmuck tragen sehen?

Ganz egal wer, Hauptsache sie haben Freude daran! Wirklich! Zu sehen, dass jemand
etwas trägt, das ich mit meinen eigenen Händen zusammengebaut habe, ist krass! Das
macht einen so stolz, dieses Gefühl kannte ich so bisher noch nicht. Wenn jetzt aber Alexa Chung mit einer Tussi Kette um die Ecke kommt, falle ich wahrscheinlich in Ohnmacht. Alexa forever!

 

 
 
 
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Wann bist du mit dem Ergebnis deiner Arbeit so richtig zufrieden?

Eigentlich nie, auch wenn mal ein kurzer Moment der Zufriedenheit aufblitzt, kommt schon bald der Gedanke, was man alles hätte besser machen können. Das ist bei mir mit allem so, ich bin ein starker Perfektionist. Vielleicht ist das auch der Motor, der mich antreibt!

Welches Schmuckstück war das erste, das du getragen hast?

Das erste, richtig echte Schmuckstück war ein Erbstück von meiner Urgroßtante. Es ist ihr Verlobungsring aus den 30ern. In der Mitte ist ein Bergkristall umgeben von lauter kleinen Diamanten. Ich trage ihn jeden Tag und ich liebe ihn, für nichts in der Welt würde ich ihn hergeben, denn so ist sie jeden Tag bei mir und beschützt mich.

Zeigst du uns deine Interior-Schätze?

Die Köpfe sind aus Sizilien. Ich habe sie auf einer Reise mit meiner besten Freundin letztes Jahr in Catania gekauft. Die Legende stammt aus der Zeit, als Sizilien arabisch besetzt war. Sie erzählt, dass sich ein dunkelhäutiger Mann in ein einheimisches Mädchen verliebte. Als er ihr seine Liebe gestand, verfiel sie ihm voll und ganz und die Beiden waren unsterblich ineinander verliebt. Kurz darauf jedoch erfuhr sie, dass ihr Geliebter Sizilien bald verlassen würde, weil in seiner Heimat bereits Frau und Kind auf ihn warten. Ohne zu zögern, schnitt sie ihm den Kopf ab, damit er sie nie verlassen kann. Sie stellte den Kopf in den Garten und pflanzte darin Basilikum, der so wucherte, dass die Nachbarn ganz neidisch darauf wurden und ebenfalls so einen Kopf haben wollten. So kommt es, dass man nun wirklich an jeder Ecke diese Köpfe kaufen kann.

Die Tigervase ist ein Andenken an meine Zeit in Mailand. Wir haben direkt gegenüber von einem Interior-Geschäft gewohnt und jedes Mal, wenn ich aufgewacht bin und die Vorhänge zur Seite gezogen habe, hat mich der Tiger aus dem Schaufenster angelächelt. Irgendwann war klar, er muss mit nach Deutschland.

Hier sieht man zwei meiner liebsten Stücke. Das Regal von New Tendency war das erste Möbelstück, das mein Mann und ich uns als Paar gekauft haben. Zum Glück im Sample Sale! Ich liebe die Farbe und ich kann es kaum erwarten, dass wir zwei alt und grauhaarig darauf schauen und uns an diese Zeit erinnern. Den Leuchtbuchstaben habe ich von meinem Mann vor vielen Jahren zum Geburtstag geschenkt bekommen. Er hat ihn selbst zusammengebaut und wenn wir nicht schlafen können, schalten wir das Licht ein und dösen langsam dazu ein.

Wie fängt für dich ein guter Morgen an?

Zunächst mindestens eine Stunde Sport, danach kalt duschen mit Musik und lautem und schrägem Mitsingen, dann eine oder zwei Tassen Kaffee und frühstücken. Dann schnell raus an die Sonne!

Was bedeutet für dich Schönheit?

Schönheit bedeutet für mich, von innen heraus zu strahlen, mit vermeidlichen Makeln sicher umzugehen und über sich selbst lachen zu können. Es gibt nichts Attraktiveres, wenn sich jemand seiner selbst bewusst ist, sich akzeptiert und das ausstrahlt. Selbstsicherheit ist pure Sexyness!!

Wie fühlst du dich dabei, älter zu werden?

Ach, bisher ist es total gut! Ich fühle mich tausendmal besser in und mit meinem Körper, als ich es noch vor zehn Jahren getan habe. Niemals würde ich tauschen wollen! Ich habe das Gefühl, ich wachse immer enger mit meinem Körper zusammen. Auf seinen Körper zu hören und ihm das zu geben was er braucht, habe ich erst in den letzten Jahren gelernt. Sport hat mir dabei wahnsinnig geholfen. Wenn älter werden so weitergeht, dann kann ich es kaum erwarten.

 
 
 
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Wovor hast du Angst?

Vor Spinnen, ganz schreckliche und panische! Aber im Großen und Ganzen gesehen davor, dass meinen Liebsten irgendwas passiert, sie einen Unfall haben oder krank werden. Deswegen dränge ich auch immer alle zur Vorsorge zu gehen! Tut es!

Wie verbringst du einen freien Tag am liebsten?

Am aller-, allerliebsten hänge ich mit meinem Mann und meinen Freunden am See ab, spiele Spiele und geh den ganzen Tag schwimmen. Am Abend am besten noch grillen und dann fällt man sonnengeküsst und schläfrig ins Bett.

Wann bist du so richtig entspannt?

Beim Sport machen oder in der Badewanne.

Welche drei Stücke aus deinem Kleiderschrank möchtest du nicht mehr missen?

Das Erste ist ein Givenchy Couture Kleid aus den 80ern und ich habe es für 80 Euro auf einem Designer Flohmarkt gekauft. Es lässt mein Herz höherschlagen und ich bin vollkommen verliebt!

Das Zweite ist mein Safe-Blazer. Ich habe ihn erst vor Kurzem auf einem Flohmarkt ergattert. Er ist aus reiner Seide, fühlt sich traumhaft an, und in dem Augenblick, in dem man ihn überstreift, fühlt man sich wie 100000 Dollar. Meine Haltung wird anders, meine Augen strahlen, egal wie verschlafen, müde oder verkatert ich bin, der Blazer wischt es alles weg. Daher mein Safe-Blazer!

Zu guter Letzt mein Batik-Shirt. Das habe ich mir letztes Jahr in einem Batik-Rausch selber gemacht. Ich liebe die Farbkombi und es macht instant gute Laune. Auch das wird es bald auf Tussi Studio geben!

Wann warst du zuletzt traurig?

Ich hatte kürzlich erst wieder starkes Heimweh nach Ungarn. Meine Familie mütterlicherseits ist noch komplett dort. Und da ich nur mit meiner Mutter aufgewachsen bin, ist die Bindung zu dem ungarischen Teil sehr stark. Früher war ich bestimmt 6 bis 7 Mal im Jahr bei meiner Oma, in den letzten Jahren schaffe ich es vielleicht zweimal. Einmal im Sommer, in das Haus meiner Oma am Plattensee oder an Weihnachten.

Vor Kurzem überkam mich wieder die starke Sehnsucht nach dem Plattensee, dem Geruch und dem Geräusch des Windes in den Bäumen. Das entfernte Lachen der Menschen, die im Wasser sind. Das Lachen meiner Oma, wenn sie eine Geschichte erzählt und der Geruch des Essens, der aus der Küche zur Terrasse herüberweht. Für mich ist das meine Heimat, und zweimal im Jahr ist einfach zu wenig.

Was liegt/steht auf deinem Nachttisch?

Lippenbalsam für die immer trockenen Lippen, „Becoming“ von Michelle Obama, ein Notizbuch und bestimmt irgendein Nagellack.

Was tust du, wenn du dich absolut nicht motivieren kannst?

Sport!! Immer! Wenn das nicht hilft, einfach in den saueren Apfel beißen und die Aufgabe in kleine Teilaufgaben auf eine Liste schreiben und abhaken, sobald sie erledigt sind. Das Abhaken motiviert!

Welches Lied läuft bei dir auf Repeat?

Fleetwood Mac – Dreams, seit Jahren und wahrscheinlich für immer.

Was würdest du immer wieder tun?

Mich tätowieren lassen und heiraten!

Was hättest du lieber anders gemacht?

Nichts, denn dann wäre ich nicht die Person, die ich heute bin. Wobei, ich hätte öfter und früher Nein sagen können und mich früher trauen können meine Meinung auszusprechen!

Auf welche drei Beauty-Produkte möchtest du nicht mehr verzichten?

Da muss ich jetzt leider meine drei Geheimwaffen Preis geben:

1. Nanolash Wimpernserum: Ich glaube ja normalerweise nicht an sowas, aber Indianerehrenwort, meine Wimpern sind dadurch gigantisch geworden!

2. klairs – freshly juiced vitamin drop: Die Drops stammen aus einem koreanischen Kosmetikshop in Mailand, aber ich glaube, man bekommt sie auch über Amazon. Die Drops haben meine Haut komplett verändert, keine Rötungen mehr, keine Pickelchen, kleine Narben, wie strahlende Haut direkt nach dem Urlaub. Nur den Sonnenschutz tagsüber nicht vergessen!

3. bumble and bumble – Volumenpowder: Jeder, der unter feinem Spaghettihaar leidet so wie ich, wird dieses Produkt lieben. Ich benutze es fast täglich und es macht aus meinem dünnen, leblosen Haar, den etwas voluminösen Out-of-Bed-ich-käme-mich-nie-Look. Ich liebe es! Besonders gut auch für Ponys, die zur Fettigkeit tendieren!

Shop Beauty:

Was ist dein Beitrag zu einer besseren Gesellschaft?

Das ist wirklich ein Punkt, den ich stetig verbessern muss. Im Alltag versuche ich mich mit aller Gewalt der in Deutschland vorherrschenden Negativität und Motzigkeit entgegenzustellen. Eine Freundin hat mir erst letztens erzählt, dass sie als Britin so erzogen wurde, dass man immer im Hinterkopf haben muss „if you don’t have anything nice to say, don’t say anything at all“ und hier habe ich das Gefühl leben vielen nach dem Gegenteil. Also versuche ich, mich dem vehement entgegenzustellen. Ich verteile Komplimente auf der Straße, wenn ich angepöbelt werde, antworte ich zuckersüß, überall versuche ich ein bisschen Positivität zu hinterlassen. Uns geht es in Deutschland so gut, da kann man auch mal ein bisschen happy drüber sein.

Sonst ernähre ich mich hauptsächlich vegan, nur zu besonderen Anlässen oder wenn das Craving zu groß wird, esse ich Fleisch und Käse. Außerdem bin ich im Refugee Budy Programm der Uni Potsdam. Da werden einem Flüchtlinge vermittelt, die an der UP studieren wollen. Man ist dann so was wie deren Tutor, man erklärt ihnen den Campus und alles was dazu gehört. Und wenn beide darauf Lust haben, kann man auch außerhalb des Uni-Kontexts miteinander abhängen.

Die beste Doku?

„What the health“ von Kip Andersen – wirklich schockierend und verändernd!

In welchem Outfit fühlst du dich am wohlsten?

Ehrlich gesagt in meinem nicht für die Außenwelt bestimmten Daheim-Outfit. Aber ob ich mich wohlfühle, hat eher etwas mit mir zu tun, als mit dem Outfit. Ich kann heute einen Look anhaben und mich Bombe fühlen und schon am nächsten Tag funktioniert es nicht mehr für mich.

Welches sind deine liebsten Modemarken?

Prada und Miu Miu!

Wer oder was ist deine größte modische Inspirationsquelle?

Alte Filme, Fotos, Magazine aber auch schlicht der Alltag. Manchmal denkt man, man hat etwas im Augenwinkel gesehen, das ist der Moment, in dem mich die Inspiration packt. Und natürlich die Nanny für immer und ewig!

Was steht zurzeit auf deiner Wunschliste?

Die Prada Sidonie in Batik und da wird sie wahrscheinlich auch noch lange stehen, bis sie durch etwas anderes sündhaft teueres ersetzt wird. Ansonsten ein Trip von der Ost- zur Westküste der USA mit dem Fahrrad. Die Idee kam mir letztens nach einer Fahrradtour, mein Mann war direkt begeistert und es ist zu unserem nächsten Projekt geworden.

 
 
 
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Was tust du für deinen Körper?

Meine Freunde würden sagen, ich treibe extrem viel Sport. Aber ich sehe es eher so, dass ich einfach jeden Tag mindestens eine Stunde Sport mache. Ich kann gar nicht anders, wenn ich es nicht tue, bin ich super grumpy und unhappy. Gerade habe ich auch ein neues Fitnessprogramm entdeckt, auf das ich schwöre: P.Volve! Es verändert deinen Körper in maximal drei Monaten und die Übungen sind so langsam und präzise, dass man sich total auf seinen Körper konzentrieren muss. Dadurch hat man dieses sogenannte „Runner’s High“, ohne dass man laufen gehen muss!! The best!!

Und die Verbindung von deinem Geist zu deinen Körperteilen wird dir so bewusst und stark, ich könnte darüber hier noch Stunden abraven! Zudem versuche ich mich auch – soweit es geht – gesund zu ernähren. Sündigen muss aber auch drin sein. Sich etwas zu verbieten, funktioniert eh nicht, deswegen lieber alles in Maßen genießen! Und wenn ich mal über die Stränge schlage, dann lege ich einen Fastentag ein, wie ein Resetbutton, der Wunder wirkt!

 
 
 
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Was hat dir in letzter Zeit richtig gute Laune bereitet?

Das Feedback auf Tussi Studio! Einfach unglaublich ermutigend und pushend!!

Mit welchem Schmuck behängst du dich am liebsten?

Ich trage eigentlich immer eine Mischung aus Echt- und Modeschmuck. Ich trage links immer meinen Verlobungsring und meinen Ehering. Mein Verlobungsring ist über 100 Jahre alt und stammt aus einer alten niederländischen Adelsfamilie. Er könnte für mich nicht perfekter sein! In der Mitte sieht man den Verlobungsring meiner Urgroßtante. Am Zeigefinger einen Siegelring mit dem Abbild von dem Maler van Dyck. Er stammt aus einer Kunstinstallation von Jonathan Johnson, bei der man sich diese Ringe aus einem Kaugummiautomaten ziehen kann, aktuell in der Fondazione Prada.

An meiner rechten Hand trage ich immer den Ring, den mir mein Mann zu unserem Einjährigen geschenkt hat. Der Ring mit der Perle stammt von Maria Black und der am kleinen Finger ist ein ganz alter Ring, ca. 200 Jahre alt. Damals war diese Art von Ring besonders in Mode, man kann die Hände auseinanderziehen und darunter verbirgt sich ein kleines Herz. Beide habe ich mir zu besonderen Momenten in meinem Leben selber gekauft.

Auch ohne meine zwei Ketten wird man mich niemals sehen. Beide stammen von meiner Oma. Die Namenskette ist aus dem Zahngold meiner verstorbenen Uroma und es war ein Geschenk zu meinem 18. Geburtstag. Die Kette mit dem Engel hat sie mir zur Hochzeit geschenkt. Und der bunte Rest stammt von Tussi Studio!

Lieblings-Snack?

Ohje, ich bin leider die Snackkönigin, obwohl ich immer predige, dass Snacks Gift sind. Ich liebe Tortillachips, Rauchmandeln, Erdnussbutter und Eis! Die beste Kombi ist Schokoreiswaffel mit Erdnussbutter und gefrorenen Bananen!

Wo shoppst du am liebsten für Interior?

Auf Ebay und auf Flohmärkten.

Wie verbringst du deinen Samstagabend am liebsten?

Mit einem tollen Drink in einer Bar, umgeben von dem Gelächter meiner Freunde, danach zum Karaoke oder zum Tanzen.

Und was hilft dir beim Einschlafen?

Den Trick habe ich mal in der New York Times gelesen, und er hilft immer: Im Kopf von 1 bis 4 zählen, dabei einatmen, 5 bis 6 den Atem halten, 6 bis 8 ausatmen und immer so weiter. Bloß nicht das Handy in die Hand nehmen!

Zu welchen drei Accessoires greifst du immer wieder?

Das erste Accessoire ist meine Hochzeitstasche. Ich wollte unbedingt die Antonia Bag von Shrimps für meine Hochzeit, da diese aber mein Budget gesprengt hätte, dachte ich mir, dass das ja so schwer nicht sein kann, und hab mir einen Beutel Perlen gekauft und hab drauf los gefädelt. Bis sie dann so aussah, hat es doch einige Nerven und Neustarts benötigt, aber das war es absolut wert. Nachdem ich dann wusste, wie es geht, habe ich noch mehr Perlentaschen gemacht, aber nach meinem Design. Demnächst wird es auch auf Tussi Studio welche zu kaufen geben, bei denen man sozusagen alles personalisieren kann.

Das Zweite ist mein Seidenscrunchie aus einem Mailänder Haar-Accessoire-Geschäft namens La Porta Blu. Es ist super, wenn man keine Zeit zum Haarewaschen hat.

Und das Dritte ist die PHONEY BAG von Tussi Studio. Sie ist perfekt zum Arbeiten und sieht gut aus, und ist tausendmal schicker als die ganzen anderen Handytaschen, die man so sieht!

Was würdest du tun, wenn du Königin von Deutschland wärst?

Puh. So vieles aber auch wieder nichts, weil ich dafür einfach viel zu unwissend bin. Ich würde irgendein Punktesystem entwickeln, in dem sich die Menschen durch gemeinnützige Taten, Sport und gesunde Ernährung Bonuspunkte sammeln können, die sie dann gegen bestimmte Leistungen eintauschen können. Überhaupt würde ich versuchen, Sport und gesunde Ernährung mehr in den Alltag der Leute zu integrieren, sodass es für alle irgendwann der Normalfall sein sollte.

Für mich ist es wirklich schlimm, mit anzusehen, wie viele Krankheiten allein durch schlechte Ernährung und mangelnde Bewegung entstehen. Und wenn ich schon mal Königin bin, würde ich die Steuern für Selbstständige senken und ein Programm entwickeln, das Entrepreneurship fördert, und das deutlich anders als der Gründerzuschuss es tut.

Nachgefragt // Stylistin Réka Maria Probst über Ängste, Buchempfehlungen und ihre Interior-Schätze

  1. Nicole

    Réka, I feel you! Heimweh nach der Familie, wie oft habe ich das in den letzten Monaten gehabt.
    Meine Familie stammt aus Polen und ich war als Kind/Teenager wirklich sehr häufig dort.
    Mittlerweile bin nur noch einmal im Jahr (und ich frage mich gerade: wieso?!) dort und muss die Zeit auch noch aufteilen, da mein Zukünftiger auch Pole ist. Ich mag seine Familie, aber es ist nun mal nicht „mein Blut“.

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