All eyes on: Estrid aus Schweden – „Shave & Misbehave“ – ein veganer Rasierer, der mit jeder Bestellung Gutes tut

28.11.2019 Beauty

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Ob ich sie noch alle beisammen habe, fragt ihr euch jetzt womöglich und auch, was denn um alles in der Welt derart besonders an einer Rasierer-Company namens „Estrid“ sein soll, dass ich meine, die dazugehörige Erklärung sei einen ganzen Beitrag wert, aber ich sage euch – all die Fragezeichen werden schon gleich verflogen sein. Ich war ob der Anfrage bezüglich einer Zusammenarbeit nämlich zunächst nicht minder irritiert. Weil das Thema als solches mir im Grunde schon seit meinem 13. Lebensjahr auf den Keks geht, weil ich langsam keine Lust mehr habe, darüber zu sprechen, dass auch Frauen*, oh Wunder,  Haare nicht nur auf dem Kopf tragen dürfen (danke für nichts!), aber auch, weil die ganze Prozedur so überaus lästig sein kann.

Wegen der Zeit, der Wunden und des Verbiegens, um auch an entlegene Stellen zu gelangen, zum Beispiel. Manchmal vergesse ich das aber. Weil Rasieren immerhin Teil meiner täglichen Badezimmer-Routine ist. Fast. Es sei denn, es wird mir wieder lästiger als ohnehin schon, vor allem im Winter passiert das nicht selten. Dann streichle ich gelegentlich tagelang meinen süßen Bein-Igel, präsentiere meinen Freund Borsten auf dem Venushügel, von denen er in seinem eigenen Gesicht nur zu träumen wagt oder überlege, ob es nicht drigend an der Zeit wäre, sich die Achselhaare zu färben – aus Protest gegen meine eigene Sozialisierung, die mich viel zu lange gelehrt hat, was die Porno-Industrie uns bis heute ebenso wie die kuriose Welt der Werbung zu diktieren versucht: Blank muss es sein, und im besten Fall auch noch gebleacht, sogar der Po.

Dennoch fand ich mich gestern inmitten einer ganzen Handvoll wunderbarer Frauen wieder, die meiner Begrüßung zum Estrid Brunch lauschten. Und zwar sehr aufmerksam. Erst in diesem Moment begriff ich, wie seltsam es doch ist, dass wir so gut wie nie über etwas sprechen, dass die meisten von uns tun: Das Rasieren! 

 

Wir fragten uns, weshalb wir uns rasieren. Wie frei wir wirklich sind, wenn es darum geht, zu entscheiden, an welchen Stellen wir dem Haarwuchs an den Kragen gehen. Tun wir das alles tatsächlich für uns, aufgrund unseres eigenen Geschmacks, wegen unserer Vorlieben, oder doch „nur“ für unsere Partner*innen, der kruden Gesellschaft zu liebe, die beim Anblick behaarter Frauenbeine noch immer so tut als hätte sie es mit einem Schreckgespenst zu tun? In wiefern haben uns unsere Mütter geprägt, wer waren unsere Vorbilder, als wir zum ersten Mal den Drang danach verspürten, zu entfernen, was doch gerade erst gesprossen war, wir fragten uns, beim Gedanken an Madonna oder Bikini Kill, ob und warum das Frauenbild sich tatsächlich eine Zeit lang rückschrittig entwickelte, wir erzählten uns von One Night Stands, die geplatzt sind, weil Typen Angst hatten, sie könnten sich an Schamhaaren Wund reiben, von Freunden, die keine Ahnung davon hatten, dass auch weibliches Schmahaar bis zum Po wächst. 

Von den dicken Borsten auf unseren noch dickeren Zehen, von Oberlippenbärtchen, von selbst gewählten Komplettrasuren, damit es beim Sex besser flutscht und von einer Werbeindustrie, die nicht müde wird, am laufenden Band Klischees zu reproduzieren und nervige Narrative abzubilden, die doch ganz offensichtlich überhaupt nichts mit dem echten Leben zu tun haben. Ich meine, was tun die da, all die Models, nein „Göttinnen“, die ihre aalglatten Beine mit Rasierern streicheln als handle es sich hierbei um die geilste und spaßigste Zusammenkunft der ganzen Welt? Warum mit Klingen wedeln, wenn da doch augenscheinlich sowieso nichts wächst? Welchen Sinn sollen diese Bilder ergeben? Gar keinen, genau. 

Und deshalb gibt es jetzt Estrid.
Ich meine, schaut noch mal:

Was mir außerdem nicht bewusst war

  1. Herkömmliche Rasierer für Frauen enthalten nicht nur Gelatine, sondern auch Giftstoffe – ihr wisst schon, in diesem flutschigen Streifen vorn über den Klingen. 
  2. Die Verpackungen (nicht nur vom Rasierer selbst, sondern auch von Wechselkörpern) – so viel unnötiger Müll und so, so viel Plastik. 
  3. Die meisten Unternehmen haben Rasierer ursprünglich für Männer entwickelt und sehen Frauen als die sekundäre Kundengruppe. Das erklärt, warum Rasierer für Frauen oft so überteuert sind. 

Warum es außerdem, mal ganz abgesehen von der ohnehin hohen Qualität und der überaus beliebten skandinavischen Optik der Rasierer, eine gute Idee ist, Produkte von Estrid zu verwenden, kaufen oder verschenken:

  • Estrid Rasierer sind abgesehen von den Klingen aus Stahl (!) und liegen, das habe ich jetzt selbst wochenlang testen können, super in der Hand und am Körper. Der Plastikverbrauch wird auf ein Minimum reduziert.
  • Der Gleitstreifen auf den Klingen verzichtet komplett auf tierische Bestandteile und der Estrid Rasierer wird nicht an Tieren getestet (100% cruelty free).
  • Die veganen, 5-Klingen Wechselköpfe sind gründlich, sanft und schützen gleichzeitig unsere Haut. Pflegende Aloe Vera, Sheabutter und Vitamin E spenden zusätzlich Feuchtigkeit.
  • Die Verpackungen bestehen aus Mais-Stärke und recyceltem Papier und sind damit kompostierbar.  

 

Das Tu-Gutes-Für-Dich-Und-Für-Andere-Prinzip:

  • Für jeden Verkauf in Deutschland wird ein Teil (1%) an die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes gespendet.
  • In Schweden erhält die Organisation Kvinna till Kvinna, die Frauen in Kriegs- und Konfliktgebieten unterstützt, Spendengelder.
  • Nutzen ihr beim Kauf den Code JaneWaynexTerre wird zusätzlich noch mal 1€ pro Verkauf gespendet.
  • Der Black Friday Deal von Estrid: ALLE Einnahmen werden gespendet, an Kvinna till Kvinna und Terre des Femmes.
 


Die Rasierer können exklusiv über den Webshop bestellt werden, wobei man sich gleich für eine wiederkehrende Klingen-Bestellung entscheiden kann. Ganz nach Bedarf kann man auswählen ob man alle 30, 60 oder 90 Tage vier neue Wechselköpfe erhalten möchte. Das Abo ist jedoch jeder Zeit kündbar. 

 

 

Hier entlang geht es zum Shop & zu
noch mehr Informationen.

Und danke an die wunderbare und kluge Runde, die gestern ins Max Brown Hotel gekommen ist, um mit uns zu brunchen und zu diskutieren. Das war ein schönes, wichtiges Gespräch:

 

 
 
 
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 – in freundlicher Zusammenarbeit mit Estrid – 

12 Kommentare

  1. Lisa

    Danke für diesen Beitrag!
    Das klingt tatsächlich super, aber eine Frage habe ich: ich versuche, Internetbestellungen soweit wie möglich zu vermeiden – gibt es die Rasierer auch irgendwo im Laden zu kaufen? Das gleiche Problem hatte ich bei dem von dir empfohlenen Lipgloss von Kess, Nike, den ich auch eigentlich gern ausprobiert hätte.

    Vielleicht habt ihr ja einen Tipp für mich!

    Antworten
  2. Miriam

    Puh. Das finde ich jetzt gerade gar nicht leicht… Gilettewerbung auf hip gemacht! Klar würden hier unterschiedliche Frauenkörper gezeigt die sich offensichtlich wohl fühlen, egal wie viele Haare, egal wie viele Kurven. Trotzdem. Es ist und bleibt Werbung für einen Frauenrasierer. Vegan hin oder her. Und wenn schon voll im Trend, warum wurden dann ausschließlich Frauen gezeigt?
    Können wir bitte in einem Zeitalter ankommen wo keine Werbung mehr für Rasierer gemacht wird. Wahrscheinlich rege ich mich gerade so sehr auf, da ich gerade selber in einer Findungsphase stecke bezüglich meiner Körperbehaarung und da hilft mir so ein Video https://vimeo.com/258183407
    viel mehr als eine neue Werbung für den 20 Rasierer…

    Antworten
  3. Lotta

    Sei mir nicht böse Nike, aber das finde ich hier alles ganz schwierig…

    Ich weiß, ihr verdient mit Werbung Geld. Und versteh mich nicht falsch, ich gönn euch wirklich jeden Cent! Aber das hier so unkritisch einfach die Marketingbroschüre wiedergegeben wird, da musste ich mal kurz gegenhalten 😉

    Das wirkt alles so, als springt Estrid einfach nur geschickt auf den veganen-cruelty-free-Feminismus-Zug auf und leider wird das hier völlig ohne Hinterfragen, dafür aber völlig euphorisch angepriesen.

    Denn wenn man sich dann Estrid im Detail anguckt, wird mir schlecht.
    Erst erzählen sie was von die bösen bösen anderen Herstellern, die Rasierer einst für Männer entwickelten und deswegen Frauenprodukte ungerechterweise teurer sind und dann guckt man auf deren Preis: Starterpaket mit Rasierer und 2x Klingen und ne Halterung für 10,- Euro. Das ist locker oberster Schnitt bei allen Damenrasierern auf dem Markt. DANN muss ich auch noch ein Abo für neue Klingen bei ihnen abschließen, wo mir in regelmäßigen Abschnitten neue geschickt werden (4 für 9,95 – auch nicht billig) und dann erzählen sie uns in den FAQ noch, dass man ihre Rasierer nach jeder 5-7. Rasur wechseln sollte. Also entweder werden ihre Rasierer ultraschnell stumpf oder sie wollen eine möglichst hohe Schlagzahl bei den Abo-Versendungen…

    Dann ja – welch Überraschung – ist das Plastik aus dem der Rasierer hergestellt wird, vegan. WOW! ECHT? Gibt es auch unveganes Plastik??? Ich dachte ja immer Plastik wird aus Öl hergestellt, aber vielleicht gibt es auch mittlerweile Öl-Kühe…

    Guckt man sich dann an, wo sie produzieren, ist es mit einer verantwortungsbewussten Ökobilanz auch schnell vorbei. Klingen aus den USA, Rasier hergestellt in China aber hey, das Design ist aus Schweden. Mensch. Und die Klingen muss man sich zuschicken lassen, weil man sie nur online kaufen kann. (Und natürlich nur die Estrid-Klingen auf den Rasierer draufpassen)

    Natürlich gibt es die Rasierer dann auch ganz frauengerecht nur in total süßen, niedlichen Pastellfarben. Weil: Muss ja zum Barbie-Haus passen. Puh….

    Antworten
    1. Eva

      Der Rasierer ist aus Stahl, nicht aus Plastik. Wer sich so extrem aufregt, kann vorher auch den Artikel / die Produktbeschreibung lesen.
      Und 4 Klingen für 10€ sind nun wirklich nicht teuer.

      Antworten
  4. Nana

    Mensch Lotta. Jetzt mal ehrlich: Hast du dich auch über die Gründerin informiert? Eine wahnsinnig inspirierende Frau, die übrigens auch im Video mitspielt. Dann zum veganen Teil, da musst du richtig lesen! Der glitschige Streifen ist vegan und das ist eine Ausnahme. Das weiß aber kaum jemand… Das Abo… Kommt uns hier komisch vor, ist in skandinavischen Ländern aber sehr üblich. Kannste ja auch sofort abbestellen. Die Kampagne ist fantastisch, hast du Augen im Kopf? Jetzt gefallen dir die Farben nicht… Ja gut, da kann ich auch nix sagen. Aber die Kritik finde ich wirklich ein bisschen aus der Luft gegriffen. Ich freue mich hier über solche Kooperationen, liebe Janes.

    Antworten
  5. Dami

    no hate – aber biiiiitte nicht so viel online bestellen und liefern lassen 🙂 rasierer kriegt man auch wirklich prima offline oder kauft sich, wenn man weniger plastik möchte, einfach direkt nen hobel oder mehrfachrasierer (die beiden sachen gibts natürlich auch in der innenstadt, beim elektrofachmarkt des vertrauens oder in der nächsten drogerie) <3

    Antworten
      1. Ana

        Rasierhobel sind so was wie die ursprünglichen Rasierer, in die man die frischen Klingen selbst einspannt. Sie kommen ganz ohne Plastik aus, die Klingen sind super scharf und vergleichsweise günstig. In der Werbung tauchen die Hobel – wenn überhaupt – als Alt-Herren-Hobel auf, aber man sie wunderbar für Beinrasur & Co verwenden. Braucht nur etwas Übung, aber es gibt ein paar Frauen, die in Youtube Videos gute Tipps geben. 🙂

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  6. Franzi

    Ich verstehe die Kritik jetzt nicht unbedingt.
    Die Meisten von uns rasieren sich doch wenigstens ab und zu – jede so oft wie sie mag natürlich. Und ich habe bis vor dieser Anzeige nicht gewusst, dass der Streifen am Rasierer voller Chemie steckt und nicht vegan ist. Ich finde es super, dass es zu Gilette und diesen Marken eine cruelty-free Alternative gibt. Und ich verstehe nicht wie man ernsthaft daran Kritik äußern kann, nur weil jetzt (zum Glück!) viele weitere Marken cruelty-free Kosmetik herstellen. Das hat nichts mit einem Trend zu tun, sondern mit einem endlich stattfindenden Umdecken meiner Meinung nach.
    Ich habe zu Hause auch einen Rasierhobel mit dem ich mir die Achseln und die Beine rasiere. Aber im Intim-Bereich kriege ich es aufgrund der unflexiblen Form nicht hin mich vernünftig zu rasieren.
    Und die Kritik, dass nur Frauen gezeigt werden kann ich auch nicht verstehen. Endlich mal ein Rasierer, der von Frauen für Frauen hergestellt wird.

    Ich finde diese Werbung viiiiieeeel besser als zu fragwürdig hergestellter Mode.

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  7. Suzie

    Nee – tut mir leid – ich geh hier auch nicht mit. Auch nur wieder Schönheitsmist, den die Frau unbedingt braucht, um das männliche Auge nicht zu beleidigen (keine natürlichen Haare irgendwo). Und jetzt muss ich mir bei der ganzen Schönheitspflege auch immer noch vorwerfen lassen, wenn es nicht vegan, umweltfreundlich & sozial verträglich hergestellt wurde. Also noch mehr Druck, neben Essen, Kleidung, Abholung der Kinder von der Schule… Gibt es vegane Rasierer für Männer?

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  8. Mila

    Den hab ich https://www.bio-naturel.de/ecoyou-rasierhobel-olivenholz/?number=X000WXAKTJ&sPartner=12368&gclid=Cj0KCQiAoIPvBRDgARIsAHsCw09BygU64AhFCI5viKEg368jUSYcHbYuwc-8TI5qU1GHRCdjFAZ9e5waArDdEALw_wcB
    Es passen handelsübliche Klingen rein. Ohne irgendwelchen Aloe-Vera-Streifen-Schnickschnack (und als Rothaarige habe ich echt sehr empfindliche Haut!), ohne Plastik, Abo und Klingenversand. Na ja, vegan ist das Ganze sowieso. Und so einfach. Und gut sieht er auch noch aus, finde ich.

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  9. Laurie

    Ich oute mich jetzt Mal als Fan. Endlich Werbung, die mich anspricht, endlich ein Rasierer, den ich schön finde, AUCH IN ROSA. Leute, seid halt realistisch. Besser drei Farben, die Bestseller sind als zehn, die keiner kauft und dann haben wir wieder nur: Müll. Rosa-Hasserinnen sind nicht der Nabel der Welt. Get over it. Wir sind auch smart und kämpfen für unsere Rechte, wenn wir aus freien Stücken Rosa kaufen von einer Company, die sich engagiert. Aber kauft lieber Rasierhobel für euer Gewissen – obwohl damit vielleicht weniger Gutes getan wird. Kapiere die Kritik ehrlich nicht.

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