Lasst uns über Pigmentflecken & Pickelmale sprechen

28.05.2020 Beauty

Bild @ Anjana Dev. Falls es so etwas wie einen Jahreshautkalender geben sollte, würde der sich bei mir in zwei Jahreszeiten teilen. Sommer und Winter. Hört sich eigentlich banal an, aber die Sache ist verzwickt. Und genau deswegen muss ich noch mal weiter ausholen, denn meine Gesichtshaut hat zwei Gesichter: Mal ist sie komplett pickelfrei und glatt, mal blüht sie auf und ist zurück in der Pubertät angekommen. Dazwischen gibt es natürlich noch hormonell bedingte Konstanten in Form von Pickelausbrüchen, die mich dennoch meistens kurz vor der Periode überraschen. Na gut, oder vielleicht auch, wenn ich mich sehr fettig und zuckerlastig ernähre.

Manchmal ist es mir dennoch ein Rätsel, warum sich schon wieder so ein ungeliebter Gast ankündigt – und so schnell auch nicht verschwindet. Dann wieder folgen sogar Phasen, in denen meine Haut sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt und wieder andere, wo ein Pickel den nächsten jagt.

Das war es aber lange noch nicht, denn jetzt kommen wir der eigentlichen Problematik erst so richtig nah: Nach jedem Pickel, den ich in meinem Gesicht habe, bleibt bei mir ein dunkler Fleck zurück. Pigmentflecken und Pickelmale entstehen durch Hyperpigmentierung, eine Überproduktion an Melanin. Melanin färbt aber nicht nur unsere Pickelmale, sondern auch unsere Haare, Augen und Haut. 

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Shiny | #skinpositivity (@its.shiny) am

In der ersten Phase meines Hautkalenders, also im Winter, sehe ich aus wie ein Mitglied der Twilight-Truppe. Was ich damit sagen möchte: Ich bin blass. So blass, dass ich manchmal gefragt werde, ob es mir gut geht. Was natürlich mit einem beleidigten Schnauben quittiert wird. Das eigentlich Ungünstige daran ist aber, dass sich so meine dunklen Pickelmale noch deutlicher hervorheben. Und es dauert wirklich lange, bis diese bei mir verschwinden.

In der zweiten Phase, im Sommer also, ist es leider nicht viel besser. Ich habe mich von meinen Vampirfreunden getrennt und meine Haut hat einen zarten Tan. Bloß muss ich blitzgescheit sein und wahnsinnig aufpassen, denn sobald ich in die Sonne gehe, erklären sich die UV-Strahlen zu meinern persönlichen Feindinnen: Durch sie bildet die Haut verstärkt Pigmente. Die UV-Strahlung steigt ab dem Frühling enorm an und es kommt NICHT zu einen ausgleichenden, ebenmässigen Effekt auf der Haut. Hautton und Fleck nähern sich an? Pustekuchen! Genau das Gegenteil ist der Fall: Die dunklen Flecken werden deutlich dunkler und brennen sich durch die Sonne quasi ein. So richtig verschwinden sie dann erst wieder im Winter.

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von MERME Berlin (@mermeberlin) am

Ich konnte über die Jahre einiges an Erfahrungen sammeln und habe euch hier eine Liste an Tipps und Produkten zusammengestellt, um gegen die Hyperpigmentierung anzukämpfen. Es gleicht leider einer Sisyphusarbeit, denn erst kommen die Pickel, dann die Flecken und dann wieder die Pickel.

Aber es wird wesentlich besser, wenn ihr auf entzündungshemmende Wirkstoffe und Vitamine wie Zink und Niacinamid ,auch bekannt als Vitamin B3 setzt. Auch Retinol, Vitamin A und Vitamin C helfen der Haut. Für mich ist es wichtig, Produkte mit diesen Wirkstoffen in meine tägliche Beauty-Routine einzubinden, schließlich sollen die Anwendungen einen nachhaltigen Effekt erwirken.

Einmal pro Woche wird außerdem gepeelt, um der Haupt bei der Regeneration zu helfen und alte Hautschüppchen loszuwerden. Dabei sollte man nicht über entzündete Stellen wie Pickel rubbeln oder ein Enzympeeling auftragen. Seid sanft zu eurer Haut, denn gestresste Haut, wird immer sensibler, was wiederum zu mehr Pickelausbrüchen führt.

Außerdem würde ich von zu intensiven Maßnahmen abraten: Zu viel Säure, zum Beispiel, trägt zwar dazu bei, die dunklen Stellen aufzuhellen, aber kann auch den natürlichen Schutzmantel der Haut angreifen. Dann wird sie im Sommer extrem empfindlich gegenüber UV-Strahlung und anderen negativen Umwelteinflüssen. Bleibt im Zen.

Kommt ihr gar nicht mehr klar, könnt ihr euch professionelle Hilfe bei Dermatologen holen. Diese können euch gezielt beraten und eventuell ein Fruchtsäurepeeling oder eine Lasertherapie durchführen. Bei chemischen Peelings wie dem Fruchtsäurepeeling wird die oberste Schicht der Haut abgetragen, je nach Konzentration können die Wirkstoffe auch tiefer in die Haut eindringen. Deswegen hier nur den Profi ranlassen.

Bei der Lasermethode werden gezielt die betroffenen Stellen beschossen, der Laser dringt tief in die Haut ein und zerstört die Ablagerungen von Melanin. Die „Brocken“ werden dann vom eigenen Immunsystem abgetragen und die Pigmentflecken verschwinden schnell.

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Ourania Marmara (@ouraniamarmara) am

Um zu verhindern, dass die Flecken, vor allem im Sommer, noch dunkler werden, solltet ihr jeden Tag Sonnencreme auftragen. Nachdem ich mein Gesicht eingecremt habe, warte ich kurz und gebe dann einen extra Klacks auf die dunklen Stellen. Hier konnte ich schon nach dem ersten Sommer eine enorme Verbesserung feststellen. Falls ihr Sunblocker verwenden wollt, könnte eure Vorsicht ins Gegenteil verkehren, denn rund um die dunklen Stellen bildet sich oftmals ein heller Kreis. Tatsächlich ist mir das auch schon passiert.

Ein letzter Tipp: Lasst eure Haut nicht austrocknen. Wenn die Haut mit genügend Feuchtigkeit versorgt ist, wird sie elastischer und kann sich so wesentlich schneller regenerieren. Aber denkt immer dran: Ihr seid nicht alleine mit diesem Thema. Wir haben fast alle, in unterschiedlichen Ausprägungen, Pigmentflecken, Verfärbungen oder dunkle Male an unserem Körper. Vergesst das nicht!

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Anjana Dev (@anjanaadev) am

4 Kommentare

  1. Lu

    Ich hab ganz tolle Erfahrungen mit Dermarollern (ca. 1 mm) gemacht. Man muss zwar sehr vorsichtig sein (alles gut desinfizieren und die Haut muss zu 100% abgeheilt sein), aber das ist viel günstiger als eine Behandlung beim Hautarzt und nach einigen Anwendungen verschwinden sogar Akne-Dellen.

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