Tiny Jane // Englisch lernen mit den Kleinsten. Wir haben es ausprobiert: Mit Novakid

26.03.2021 Gesellschaft, Tiny Jane

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Ich frage mich seit mehr als fünf Jahren, was in den Köpfen unserer Kinder so vorgeht. Was sie denken, wenn sie dieses oder jenes anstellen. Wieso sie wie reagieren und was ihre klugen Köpfe jetzt schon wieder aushecken. Ich war in den vergangenen Jahren so oft überrascht und baff, habe unterschätzt und überschätzt und hoffe regelmäßig, nicht zu sehr am Ziel vorbeigeschossen zu sein. Mit bestem Wissen und Gewissen wollen wir doch alle nur beschützen, behutsam fördern, aber keineswegs überfordern, oder?

Aus meinem Baby von damals ist längst eine mal ziemlich toughe, wieder äußerst sensible Fünfeinhalbjährige herangewachsen, die es kaum erwarten kann, ab August in die Grundschule zu gehen. Allein der Gedanke bereitet mir Sorgen und erfüllt mich mit Stolz zugleich. Mein Kind, so groß. So eigenständig, so selbstbestimmt, so voller Wissensdurst. Der LUK-Kasten gehört längst zu ihren liebsten Spielsachen, Buchstaben werden behutsam miteinander verbunden und zu Wörtern geformt und erste Rechenaufgaben können gar nicht oft genug gestellt werden. Aber jetzt auch noch Englisch? -Nee, lieber nicht, dachte ich, als das Angebot der virtuellen Sprachschule Novakid, in der Kinder zwischen vier und zwölf die englische Sprache spielerisch erlernen können, in mein Postfach trudelte. Schließlich wollte ich sie nicht überfordern, denn immerhin steht auch der richtige Schulstart erst noch bevor. Trotzdem fragte ich sie natürlich und stieß, entgegen meiner Vermutung, auf ziemlich großes Interesse. Ok, wow. Wieder richtig gut eingeschätzt, dachte ich noch und buchte die erste, kostenlose Probestunde, um vorsichtig vorzufühlen, ob es ihr denn wirklich gefällt.

Vielleicht fehlt mir manchmal das Gefühl für die richtige Balance, denke ich in solchen Momenten. Schließlich will ich nicht zu überambitioniert sein und sie in eine Richtung drängen, die sie nicht will. Gleichzeitig möchte ich ihr aber auch nicht das Gefühl geben, sie zu unterschätzen.

Ich bin also felsenfest davon ausgegangen, dass Wilma mir sagen würde, dass sie keine Lust hätte und lieber spielen möchte, um sich die Stunden in dieser besonderen Zeit zu vertrödeln. Dabei hätte ich es auch irgendwie ahnen können, denn in letzter Zeit wird immer häufiger nachgefragt, was dieses englische Wort auf deutsch heißt oder wie das bekannte, deutsche Wort denn nun in englischer Sprache lautet.

Englische Wörter gehören hier, obwohl wir selbst keine Muttersprachler*innen sind, natürlich trotzdem zu unserem Alltag und dienten nicht zuletzt manchmal sogar als Geheimsprache zwischen meinem Freund und mir. Wenn irgendetwas nicht laut ausgesprochen oder geheim vor den Kids bleiben sollte, switchten wir kurz ins Englische, um uns auszutauschen. Jetzt wird allerdings längst nachgefragt und ein Ende dieser geheimen Ära scheint in Sicht. 

Mein Kind möchte also langsam Englisch lernen, zumindest spielerisch. Und an die Hand genommen werden wir dabei, wie oben angesprochen, ab sofort von Novakid. Vor allem aber wird es nach gefühlt 1384492 Tagen in der Pandemie Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Neben den üblichen Beschäftigungen, haben wir in Zeiten von Corona schon so einiges gemacht. Sportkurse am Laptop absolviert? Check. Mit Freund*innen gezoomt? Checkcheck. Jetzt Englisch. OK, OK. 

Über Novakid

Novakid ist eine virtuelle Lernplattform, bei der Kinder zwischen vier und 12 Jahren Englisch lernen können – und zwar im Live-Einzelunterricht mit englischen Muttersprachler*innen, spielerisch und im Tempo der Kids. Dabei können Eltern und Kinder aus über 1.000 qualifizierten Lehrkräften aus der ganzen Welt wählen und verschiedene Akzente und Persönlichkeiten kennenlernen. Das Konzept ist speziell für die Bedürfnisse von Kindern entwickelt worden und verbindet in 25-minütigen Unterrichtseinheiten Interaktion und Spiel. Die eigens entwickelte Online-Lernplattform legt den Schwerpunkt auf Personalisierung und KI-gestützte Datenextraktion und -analyse, um den Lehrplan und die verwendeten Unterlagen kontinuierlich zu verbessern.Nach jeder Stunde gibt es ein ausführliches, individuelles Feedback.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco (Kalifornien, USA) wurde 2017 von Max Azarow und Dmitry Malin gegründet. Derzeit ist Novakid in über 30 Ländern tätig und beschäftigt zusätzlich zu den Lehrkräften 130 Mitarbeiter*innen weltweit.

Unsere erste Probestunde (die erste ist immer kostenlos) musste trotz großer Euphorie dennoch abgebrochen werden, weil meine Tochter die ungewohnte Situation wohl dann doch komplett überforderte. Das „Hallo“ der Lehrerin nahm Wilma nämlich zum Anlass, um sich hinter dem Sofa zu verstecken und dort auch nicht mehr hervorzukommen. Ich glaube, sie hat einfach nicht damit gerechnet, dass wirklich und wahrhaftig ein richtiger Mensch im Laptop sitzt und mit ihr redet. Wir beendeten die erste Unterrichtsstunde also fix und ich krabbelte zu Wilma hinter das Sofa, um zu verstehen, was da gerade passierte. Eine Mischung aus Überforderung, Unwohlsein und Scham war dabei. Aber eines stand ziemlich schnell fest: Wir versuchen es einfach noch mal. Und diesmal sollte es, auf meinem Schoß, auch ganz wunderbar klappen: Farben wurden eingekreist, Sätze wurden wiederholt und erste Begrüßungen wurden einstudiert. 25 Minuten vergingen wie im Flug, kann ich euch sagen, und waren ziemlich witzig. Das Erstaunlichste: Obwohl mein Kind kein Englisch spricht, klappte die Kommunikation mit ein paar Stützen meinerseits unheimlich gut. Die repetitiven Fragen und wiederkehrenden Sätze prägten sich schnell ein und die Aufgabenstellung war so jedes Mal ziemlich verständlich. Das Wichtigste aber: Es hat Wilma nach ersten Anflügen von Unsicherheit Spaß gemacht und die nächsten Stunden können jetzt ganz einfach in unseren Kalender als einzigen festen Termin der Woche integriert werden. Funktioniert erstaunlich gut und sorgt hier sogar für ein aufregendes Highlight im Corona-Alltag.

Für euch habe ich unseren ersten Test mit der virtuellen Sprachschule gleich mit einer kleinen Fragerunde verbunden und bei einer Lern-Expertin genauer nachgefragt, was hinter dem Konzept steckt. Béa Beste, Gründerin einer bilingualen Schule, Autorin von „Gemeinsam schlau statt einsam büffeln“ und Bildungsexpertin bei Novakid hat uns Tipps zum Englisch-Einstieg gegeben und erzählt, welche positiven Nebeneffekt der virtuelle Englischkurs außerdem birgt:

Eine Fremdsprache ab vier Jahren lernen? Digital und ohne Vorerfahrung? Novakid versteht sich als digitales Klassenzimmer, das Spaß machen soll – oder wie würdest du das Ganze beschreiben?

Béa Beste: Wenn wir jetzt vom idealen Klassenzimmer der Zukunft ausgehen, schon. Also: Theoretisch ja, aber praktisch hat Novakid eigentlich gar nichts mit einem heute typischen Klassenzimmer zu tun. Novakid hat wunderbare Menschen, die extra ausgewählt und trainiert sind und eine liebevolle und spielerische Beziehung zu Kindern aufbauen. 1:1, von Angesicht zu Angesicht und eben digital. Ich würde das Ganze daher eher als digitale Spielfreundschaft auf Augenhöhe beschreiben. Und das ist auch die Idee dahinter: Eine neue Sprache lernen kleine und große Menschen im Umgang mit anderen Menschen, am besten wenn sie dabei Spaß haben. Deswegen sprechen wir eigentlich auch sehr ungern von “Fremdsprache” und lieber vom Lernen einer neuen Sprache.

 

 
 
 
 
 
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Ah, ich verstehe, was du meinst. Wie habt ihr denn das Konzept überhaupt erarbeitet und was ist das Besondere an Novakid?

Béa Beste: Max, der Gründer von Novakid, hat selber drei Kinder, die er alle zweisprachig erziehen wollte. Weil er dafür aber nichts passendes gefunden hat, hat er kurzerhand Novakid gegründet. Bis Novakid dann online ging, war es aber noch ein langer Weg, bei dem nicht nur viele Methodiker*innen und Pädagog*innen zusammengearbeitet haben, sondern auch viele Teststunden mit den Kindern der Mitarbeiter*innen durchgeführt wurden.

Für welches Kind ist Novakid genau das Richtige – und für welches vielleicht eher nicht?

Béa Beste: Ganz grundsätzlich richtet sich unser Angebot an Kinder zwischen vier und 12 Jahren. Dabei ist es ganz egal, ob schon englische Vorkenntnisse vorhanden sind oder nicht. Unsere Lehrkräfte sind speziell ausgebildet und haben jahrelange Erfahrung im Umgang mit Jungen und Mädchen, introvertierten und extrovertierten Kindern sowie unterschiedlichen Familien aus diversen Kulturen. Sie finden also für jeden Charakter die richtige Methode. Wichtig ist nur, dass das Kind Lust hat, eine neue Sprache zu lernen.

Ich muss gestehen, dass ich anfangs recht skeptisch war, schließlich möchte ich ungern in die überambitionierte Elternrolle schlüpfen. Als ich meine fünfjährige Tochter aber gefragt habe, ob sie virtuell vielleicht Englisch lernen möchte und Novakid ausprobieren will, war sie so begeistert und offen, dass es mich richtig vom Stuhl gehauen hat. Unterschätzen wir unsere Kinder manchmal vielleicht?

Béa Beste: Ich glaube, es liegt in der DNA von uns Eltern, dass wir unsere Kinder immer eher unterschätzen. Was du aus meiner Sicht absolut richtig gemacht hast, ist, sie zu fragen und nicht für sie zu beschließen. Damit traust du ihr richtig viel zu.

Das tue ich wirklich! Unsere erste Stunde musste trotz riesiger Euphorie dann doch abgebrochen werden, weil Wilma hinter das Sofa flitzte, um sich zu verstecken, nachdem die Lehrerin „Hallo“ sagte. Eine ziemlich ulkige Situation, die ich aber komplett ernst genommen habe, um die Stunde vorerst zu beenden. Ich war total begeistert, wie lieb und emphatisch Hanna (die Lehrerin) reagierte und wie verständnisvoll sie war. Erst bei einer weiteren Probestunde, die meine Tochter dann wirklich nochmal versuchen wollte, hatte Wilma offenbar das Vertrauen in sich und wirkte entspannt in dieser ungewohnten Situation. Passiert es regelmäßig, dass die Kids am liebsten gleich wieder Reißaus nehmen möchten?

Béa Beste: Ja, von Zeit zu Zeit kommt so etwas vor. Schließlich sind manche Kinder ja noch nicht einmal in der Schule und kennen solche Situationen gar nicht. Wir empfehlen dann immer, die Stunde trotzdem erst einmal weiterlaufen zu lassen. Unsere Lehrkräfte sind sehr gut ausgebildet und können damit sehr gut umgehen, denn schließlich ist die Arbeit mit Kindern ja unser Daily Business. Oft schafft man es mit einem Lied oder einem kleinen Spiel, dass sich das Kind doch vor den Bildschirm traut. Und auch wenn das nichts bringt und die Stunde abgebrochen werden muss, hören wir wirklich sehr oft, dass sich das Kind danach einen zweiten Versuch gewünscht hat – und der läuft dann meistens besser. Also im Prinzip genau wie bei dir. 

 

 
 
 
 
 
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Erfolgreiches Lernen ist oft stark verbunden mit den richtigen Lehrer*innen, die die Kinder unterrichten. Wie sucht ihr eure Lehrer*innen aus, was müssen sie mitbringen und was ist euch besonders wichtig bei der Auswahl?

Béa Beste: Vom Abschluss an einer Uni bis zu einem Nachweis über die Englischkompetenz, die Erfahrung im Umgang mit dem Unterrichten von Kindern und natürlich auch die starke und freundliche Persönlichkeit – unsere Anforderungen sind wirklich hoch. Stimmen die Rahmenbedingungen, müssen unsere Anwärter*innen eine Teststunde absolvieren. Erst dann entschieden wir, ob sie zu uns passen oder nicht.

Novakid-Lehrer*innen sind allesamt Native Speaker und sprechen erst einmal nicht die Sprache des Kindes. Wäre es nicht zugänglicher, wenn die Lehrer*innen, wie in unserem Fall, auch deutsch sprechen würden?

Béa Beste: Auf den ersten Blick werden wahrscheinlich die meisten diese Frage bejahen, denn das ist schließlich die Art und Weise, wie viele von uns eine neue Sprache gelernt haben. Wir arbeiten aber bewusst nur mit Muttersprachler*innen zusammen, die die Sprache des Kindes nicht sprechen. Die kleinen Sprachneulinge lernen intuitiv, saugen die Sprache auf wie ein Schwamm und verstehen vieles aus dem Kontext – mit Mimik, Gestik und Sprachmelodie. Wenn sie sich angenommen fühlen, gehen sie mit und brauchen ihre Muttersprache nicht als „Krücke”. Der Fachbegriff dafür nennt sich „Immersionsmethode”. Und auch meine Erfahrung als Gründerin und Betreiberin von bilingualen Schulen hat mir gezeigt, dass Kinder schneller von Menschen lernen, die ihre Muttersprache für den Dialog etablieren. Dann sind die Kinder nämlich auch schneller bereit, Fehler zu machen und die Sprache des anderen nachzuahmen.

Besteht die Möglichkeit, immer bei einer/einem Lehrer*in zu bleiben oder ist der Wechsel vielleicht gerade das Spannende?

Béa Beste: Wir empfehlen immer, Unterricht bei verschiedenen Lehrkräften zu buchen. So ist man einerseits zeitlich flexibler, andererseits gewöhnt sich das Kind auch von Anfang an an verschiedene Akzente und Persönlichkeiten.

Auf der einen Seite finde ich es irgendwie ganz schön, dass Wilma und ich jetzt ein festes Date haben (gerade in Zeiten von Corona), um am PC Englisch zu lernen. Auf der anderen Seite will ich sie aber auch nicht überfordern, immerhin ist sie noch nicht mal ein Schulkind: Was würdest du sagen, ist die richtige Balance zwischen fördern und Spaß vermitteln, und wie kann ich mein Kind am besten begleiten?

Béa Beste: Für mich zählt vor allem, dass das Kind Spaß dabei hat. Dann lernt es auch von ganz alleine und unbewusst. Aber sobald der Spaß an der Sache verloren geht, ist es wichtig, nicht darauf zu bestehen. Ich finde es okay, dann zumindest bei den Kursen zu erscheinen, aber wenn die Lust nicht wieder zurückkehrt, ist manchmal eine Pause die sinnvollste Option. Ich würde die Novakid-Verabredungen genauso handhaben wie Dates mit Freund*innen, Ponyreiten oder Kindertheater. Dem Kind also vermitteln: Wir versuchen, alles so einzuhalten wie abgemacht und nicht aus „kleinen Launen” heraus abzusagen. Aber wenn es in Druck ausartet, dann pausieren wir erst einmal.

Wie gesagt, ich war erst wirklich skeptisch, habe aber ziemlich schnell gemerkt, dass mein Kind es liebt, zu lernen, Neues zu erfahren und einfach fasziniert von der Sprache ist, die wir Erwachsenen (zumindest hier in Berlin) oft sprechen. Dass die digitale Komponente ihr richtig Spaß bereitet, ist eine ganz schön gute Begleiterscheinung. Aus deiner Erfahrung: Was lernen die Kinder mit Novakid außerdem – neben Wörtern der anderen Sprache?

Béa Beste: Novakid arbeitet ja mit Lehrkräften aus der ganzen Welt zusammen. Die Kinder können neben der englischen Sprache auch ein ganz großes Stück Weltkultur schnuppern und Diversität erleben. Eine verspielte Engländerin, die gerade in Südafrika sitzt und mit Kuscheltieren spielt oder ein Phi­l­ip­pi­ner, der in Irland studiert hat und nun von seiner Insel aus mit einem breiten Lächeln die Kinder mit Rockstar-Akzent abholt: Großartig! Das ist die vernetzte Welt, in der immer mehr Menschen für Kommunikation, Verständigung und Abbau von Vorurteilen sorgen.

Ich finde es total interessant, dass meine Tochter nach der „Unterrichtsstunde“ sogar noch weitermachen will und wir einzelne Gegenstände im Raum auf Englisch benennen oder ich ihr ganze Sätze übersetzen soll. Empfehlt ihr begleitende Übungen oder geht’s in diesem Fall auch virtuell weiter?

Béa Beste: Solches Feedback bekommen wir tatsächlich ziemlich häufig und freuen uns natürlich immer sehr, denn schließlich bestärkt uns das in unserem Konzept. Um der großen Nachfrage auch außerhalb der Unterrichtsstunden nachzukommen, stellen wir kostenfrei zusätzliche Übungen und Hausaufgaben im Kinderkonto zur Verfügung. Das interessante daran ist, dass die Kinder in der Regel so viel Spaß daran haben, dass Hausaufgaben auf einmal etwas Positives werden.

 

 
 
 
 
 
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Eine Art Mini-Zeugnis kommt nach jeder Stunde per Mail, ordnet den Entwicklungsstand ein und kommentiert die Stunde: Welchen Idee steckt hinter dieser Zusammenfassung?

Béa Beste: In der Regel empfehlen wir den Eltern, während des Unterrichts nicht im gleichen Raum zu sein, sondern eher im Nebenraum ihren eigenen Aktivitäten nachzugehen und lediglich die Türe offen zu lassen. So trauen sich die Kinder nämlich oft mehr zu und hoffen nicht auf ihre Eltern als Unterstützung. Trotzdem möchten wir natürlich, dass die Eltern auch wissen, wie es so läuft. Daher gibt der/die Lehrer*in nach jeder Stunde ein kurzes Feedback ab. 

Stillstand in Sachen Bildung ist natürlich nicht drin: Könnt ihr uns schon verraten, wohin die Reise als nächstes geht, was ihr plant oder am liebsten gleich umsetzen wollt?

Béa Beste: Wie du ja schon gemerkt hast, ist uns der spielerische Ansatz total wichtig. Deshalb wollen wir unsere Gamification-Angebote in nächster Zeit noch weiter ausbauen. Aktuell arbeiten wir an verschiedenen Spielen, die kostenfrei im Kinderaccount bei Novakid verfügbar sind. Dabei können Kinder aus der ganzen Welt in kleinen Spielen gegeneinander antreten, Coins sammeln und Avatare kaufen.

Liebe Béa, ich danke dir sehr für deine Zeit, deine Antworten und deine Tipps. Ich freue mich tatsächlich sehr auf die nächste Stunde, auch wenn ich auch beim nächsten Mal wahrscheinlich noch mit dabei sein werde und erst schauen muss, wann die richtige Zeit gekommen ist, um ihr den Raum allein zu geben. 

– In freundlicher Zusammenarbeit mit Novakid –

5 Kommentare

  1. Silke

    Ich verstehe dich so gut, liebe Sarah, und dass, obwohl wir uns gar nicht kennen. Wir wollen so viel richtig machen, wissen aber nicht, wie. Toller Text, dankeschön!

    Eine Frage habe ich trotzdem noch: ich hadere nämlich bei solchen Geschichten immer damit, dass es hier ja wieder um Medienkonsum geht. Deine Meinung dazu würde mich sehr interessieren! Liebe Grüße, Silke

    Antworten
    1. Sarah Jane Artikelautor

      Liebe Silke, danke dir für deine Rückmeldung.
      Ich verstehe total, was du meinst. Auch ich hadere immer sehr damit. Wilmas Medienkonsum ist aber vergleichsweise ziemlich gering (finde ich) und die Einheiten bei Novakid liegen bei gerade mal 25 Minutem betreutem Unterricht. Außerdem machen wir den Kurs nicht täglich.

      Auf der einen Seite will ich auch nicht, dass es zu viel wird, auf der anderen Seite sind es natürlich hierbei auch wieder Medien-Kompetenzen, vor denen wir uns nun auch nicht mehr verschließen können. Ich glaube, da muss jede*r die richtige Balance für sich finden und schauen, ob es dem Kind am Ende gut tut – oder ob es einfach zu viel wird. Bildschirmzeit gibt es hier zB unfassbar wenig (höchstens mal am Wochenende), dafür ist die Dauerbeschallung von Hörspielen für meinen Geschmack schon zu hoch bei uns. Ich glaube, wir tun uns alle einen großen Gefallen, wenn wir nicht zu streng mit allem sind und gleichzeitig auch nicht zu nachlässig: Das viel erwähnte „gesunde Mittelmaß“ funktioniert hier wahrscheinlich am besten. Sarah

      Antworten
      1. Emma

        Liebe Sarah, was nutzt ihr denn für die Hörspieldauerbeschallung? Tonies oder Hörbert oder eine ganz andere Lösung? Wäre toll, wenn du kurz antworten könntest. Merci und liebe Grüße!

        Antworten
        1. Sarah Jane Artikelautor

          Liebe Emma, bei Wilma haben wir mit einem gebrauchten Kassettenrecorder angefangen: My first Sony. Das fand ich so toll, weil ich den früher selbst hatte und wir bei einem Flohmarktbesuch so immer eine Kassette mitnehmen konnten. Nachdem der zweite dann aber auch kaputt gingen, sind wir zum CD-Player über gegangen. Aber auch hier: zwei mal hintereinander kaputt gegangen. Jetzt nutzt Wilma mein altes Smartphone, um Spotify zu hören. Das klappt super.

          Otto hat zum ersten Geburtstag eine TonieBox bekommen, aber hier merke ich, dass 15 Euro pro Hörspiel echt ne Nummer ist und die Kreativtonies auch keine richtig grandiose Lösung sind. Das war mit Kassetten auf dem Flohmarkt schon toller. Nunja, ich schaue also hin und wieder bei EbayKleinanzeigen, aber so viele braucht er ja auch noch gar nicht. So sieht das aktuell bei uns aus (: Tonies sind natürlich cool, weil sie sich selbst von einem einjährigen schon easy bedienen lassen.
          Ich hoffe, das war nicht zu wirsch, liebe Emma <3

          Antworten
          1. Emma

            Nein, überhaupt nicht. Lieben Dank für die ausführliche Antwort. In Berlin könnt ihr Toniehörspiele übrigens über die öffentlichen Bibliotheken wie die AGB/ZLB in Kreuzberg ausleihen. Liebe Grüße!

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