Unbequeme Wahrheiten: Hört Solidarität beim Urlaub auf?

27.04.2021 Kolumne

Freund*innenschaften mussten in den vergangenen zwölf Monaten so einiges aushalten. Da wurde sich gemeldet, dann wieder nicht. Verabredet und gleich wieder abgesagt. Es wurde gezoomt und es herrschte Stillstand. Jetzt aber hat es ein neuer Diskussionspunkt auf meine Agenda geschafft: Denn so wie im vorvergangenen März der erste Lockdown eingeläutet wurde, so jährt sich auch bald die nächste Urlaubssaison, die durchsetzt ist mit lockeren Stornierungsbedingungen, hochgezogenen Augenbrauen und dem Bedürfnis nach diesem „endlich mal Rauskommen“. Eins ist sicher: Urlaubsreif sind wir längst alle. Die Frage aber bleibt, wer sich Reisen in die Ferne noch leisten kann —  oder will.

Quarantänepflicht in den Niederlanden, Ausgangssperre in Frankreich, Einschränkung des öffentlichen Lebens in Italien. Lust auf Urlaub unter strengen Regeln, die einem schon zu Hause den letzten Nerv rauben? Muss man mögen. Corona Urlaub 2021 − ich war dabei − oder auch nicht. Glaubt man nämlich Instagram oder den eigenen Ohren, können sich einen Urlaub im Lockdown nur Ausgewählte erlauben. Was es braucht, ist nicht nur ein gefüllter Geldbeutel nach einem Jahr Pandemie, sondern auch eine ordentliche Portion Liberalismus, oder?

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von tagesschau (@tagesschau)

„Ich brauche jetzt echt ’ne Pause!“, „Mir ging es so schlecht!“, „Ich muss unbedingt rauskommen!“ -I feel you. Ja, ich fühle es richtig, so wie die meisten hier, die während der vergangenen Monate vielleicht mehr als nur die eigene Existenz verloren haben. Lasse ich den Sicherheitsaspekt außen vor, kommt mir gerade wenig absurder vor als wenige Wochen nach dem Trauergedenken der 80.000 Deutschen Corona-Opfer in den Flieger zu steigen, um einen Urlaub zu verleben.

Auf Instagram tummeln sich derweil Influencer*innen und Hobby-Fotograf*innen auf den Malediven oder Madeira. Malle, Ibiza, den Kanaren. Alles ist möglich. Für viele ein starkes Stück und Anlass zur Empörung. Erst kürzlich durfte ich Zeugin werden, wie in meiner Instagram-Bubble mehrere Leute via „Enge Freunde“-Funktion eine ausgelassene Grillparty mit mindestens zehn Menschen teilten und mir auch an anderer Stelle eine südeuropäische Urlaubsdestination samt Schaumwein, Pool und Dachterrasse nicht vorenthielten. So nach dem Motto: „Ich schäme mich zwar, aber angeben möchte ich trotzdem“, machten besagte Personen ihren Glücksmoment eben nur für ein paar Auserwählten zugänglich. Das schlechtes Gewissen in der Profilierung? Ob beides in Kombination so ein gutes Paar ist?

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Milena Karl (@milena.karl)

„Ich darf reisen, also reise ich“ müssen sich richtig viele denken. Das Ersparte aus dem letzten Jahr oder die Stornierung aus dem Sommer 2020 wollen schließlich ausgegeben werden. Und dabei ist es nicht so, als hätte ich nicht selber extrem großes Interesse Berlin, Deutschlands Pandemie-Moloch, endlich hinter mir zu lassen. Nur fühle ich mich leider schon schlecht, wenn ich eine unnötige Reise zur Familie plane, meine beste Freundin und ich nach unserer Impfung einen Besuch aushecken oder ich mich auf einer Fahrradtour zu dritt in Brandenburg befinde. Dies ist keine neue Runde Flugscham. Dies ist ein Appell an den gesunden Menschenverstand, den guten Willen und die Solidarität mit denen, für die ein Urlaub aus diversen Gründen aktuell nicht drin ist. Dass es diese sozialen Unterschiede auch sonst gibt, sollte uns sowieso schon länger sorgen.

Was aber führt dazu, dass ich mir im Geheimen ansehen muss, wie sich beschämte DINKs („Double Income No Kids“-Paare) in der Sonne aalen und mit dieser Absurdität nicht einmal hinterm Berg halten können?

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Jade De Brito (@jadedebritolopesprestes)

Meine beste Freundin fragte mich letztens am Telefon, wann ich glaube, selbst einzubrechen. In welcher Situation ich schon gedacht hätte „Scheiß drauf − ich lad jetzt die neun Leute ein“, „Ich flieg jetzt schnell nach Malle“ oder „ab ins Häuschen in der Uckermark mit der Freundesfamilie“. Und auch wenn meine Antwort kurz auf sich warten ließ, musste ich lachen, als mir einfiel, dass mir aktuell nichts ferner liegt, als mein Geld in die Hand zu nehmen und über alle Berge zu düsen. „Ich könnte das ja niemandem erzählen“, habe ich dann entgegnet. „Was sollte ich denn dir, meiner Mutter oder meinen anderen Freund*innen sagen?“. Mein moralischer Kompass, auch gesetzt durch mein engstes soziales Umfeld, wäre mindestens genau so irritiert, wie ich es heute bin. Ich könnte schlichtweg niemandem richtig erzählen, wohin es mich spontan getrieben hat, noch erklären, warum genau ich gerade jetzt die langersehnte Auszeit verdiene, auch wenn alle durchaus über psychischen Status quo, Stresslevel und Mehrfachbelastung Bescheid wissen.

Ich sehe so viele individuelle Schicksale und Gefühlslagen, während ich dies schreibe. Und ich habe es so lange mit Verständnis und Nachsehen für alle versucht. Bei diesen individuellen Entscheidungen, wo vielleicht nicht vermisste Verwandte, gesundheitliche Beschwerden oder anderweitige Probleme eine Auslandsreise veranlassen, werde ich schlichtweg stutzig bis wütend. Weil ich mir wünschen würde, dass wir noch durchhaltend zusammenstehen und Gefahren eindämmen, so lange wir eben müssen. Auch fürs Gemeinschaftsgefühl.

Wie steht ihr zur Urlaubsfrage?
Ab nach Mallorca oder auf zur Radtour ins Umland?

Lasst uns in den Kommentaren diskutieren!

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31 Kommentare

  1. Sanna

    Was in diesem Sommer noch ins Spiel kommen wird, ist ja auch die Frage, wer darf eigentlich wohin, weil er bereits doppelt geimpft ist? Wenn ich mir die aktuelle Diskussion über Privilegien, Grundrechte, Impf-Priorisierung usw. anschaue, werde ich nur noch wütend. Wir ALLE haben uns im letzten Jahr massiv eingeschränkt, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (und deren Eltern) hatten eine mindestens so schwere Zeit wie die einsamen Alten in den Pflegeheimen (und im übrigen – gerne vergessen – auch die alleinstehenden und ebenso einsamen Jungen, zu denen auch ich zähle). Ich finde es nicht zuviel verlangt, dass ältere Menschen, für die wir uns ja nun vor allem eingeschränkt haben, jetzt vielleicht im Gegenzug auch mal ein bisschen Solidarität walten lassen und auch alle diejenigen, die auf Stimmenfang für diese nun mal de facto größte Wählergruppe im Land sind, mal darauf verzichten würden, darauf zu pochen, nach Impfung jetzt doch bitte sofort alles wieder zu öffnen. Das Risiko von Ansteckungen ist noch immer da, und wie bereits vielfach diskutiert, tragen es jetzt die mittleren und jungen Altersgruppen, und die Kinder. Die letzte Prioritätsgruppe 3 ist noch nicht durchgeimpft, in Berlin wurden die Einladungen dazu noch nicht mal verschickt.
    Es kann nicht sein, dass diese Leute und der ganze Rest jetzt wieder das Nachsehen haben, das Risiko tragen und weiterhin eingeschränkt sind. Ich frage mich auch immer wieder, wieso die bekannten Langzeitschäden durch Nicht-Erwähnen konsequent heruntergespielt werden.
    In diesem Sinne empfinde ich es einfach als moralisch angezeigt, den Ball urlaubstechnisch einfach mal ein bisschen flacher zu halten. Und dass Infektionen und Mutationen durchaus durch Reisetätigkeit mit nach Hause gebracht werden, haben wir in der Vergangenheit auch zur Genüge erlebt.

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  2. Verena

    LIebe Fabienne

    ich bin einigermassen irritiert über diesen Artikel. Nicht dass ich deine Gefühle nicht nachvollziehen könnte, mich befremdet die Anspruchshaltung, die du daraus ableitest.

    Wie kommst du darauf, dass andere sich nach deinem persönlichen moralischen Kompass zu richten hätten? Merkst du denn gar nicht, wie vermessen das ist?

    Ich bin übrigens Risikogruppe 3, niemals käme ich darauf, dass andere sich deshalb einschränken müssten. Das ist nichts als billiges Missgönnen, sorry. Dass dies auch noch mit ‚Solidarität‘ umschrieben wird, ärgert mich als Betroffene extrem.

    Das ist mein Leben, wegen mir muss niemand zu Hause bleiben. Ich schränke mich massiv ein, aber das ist meine Entscheidung. Selbst eingeschränkt gibt es so viele Möglichkeiten, wie man sich das Leben schön machen kann.

    Abschießend – da hier so viel von Solidarität die Rede ist – hat denn jemand hier an die ganzen Menschen in Kurzarbeit gedacht, die händeringend darauf warten, daß Gastronomie und Hotellerie wieder aufmachen? Oder an arbeitslose Zimmermädchen in Griechenland (dort lebt man hauptsächlich vom Tourismus) wo die Sozialsysteme viel schlechter sind als hier?

    herzliche wenn auch irritierte Grüße

    Verena

    Antworten
    1. Fabienne Sand Artikelautor

      Liebe Verena, danke dir! Und danke vor allem für deine Perspektive auf das Thema. Mir ist es super wichtig darauf hinzuweisen, dass die „arbeitslosen Zimmermädchen in Griechenland“ nicht durch die gerettet werden können, die zwischen Lockdown X und Y in den Urlaub fliegen. Das war auch im letzten Jahr schon so. In meinem Text spreche ich AUCH über meinen moralischen Kompass – total richtig. Ganz sicher erwarte ich nicht, dass andere da haargenau so gepolt sind wie ich. Mich irritiert es aber zunehmend, dass Menschen mehr oder weniger Bedenkenlos in den Urlaub fliegen sobald sie können – eine Handlung die sich, reden wir über mitgebrachte Mutationen und weitere Pandemiehochphasen, auch auf mein Leben auswirken ohne Teil einer Risikogruppe zu sein. Ich fühle mich grad nicht nach einer Flugreise und mich erschreckt es, dass andere dies tun. Das ist das was ich sagen wollte, ist ja auch eine Kolumne dachte ich mir. Liebst, Fabienne

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      1. Verena

        Liebe Fabienne

        danke für deine Antwort. Eine Flugreise halte ich auch für sehr gefährlich und würde sie keinesfalls antreten.

        Tauschen möchte ich allerdings nicht. Wie leer muss ein Leben sein, wenn eine Urlaubsreise einen derartigen Stellenwert hat? Da hast du es doch viel besser, du kannst so schreiben, dass andere Menschen sich damit befassen und mit dir austauschen. So ein Urlaub ist rasend schnell vorbei, Talent und Interessen bleiben.

        Liebe Grüße!

        Antworten
    2. Lena

      Das ist das was mich gerade sehr stört. Jeder gegen jeden. Wenn Reisende Mutatationen aus England, Brasilien, Südafrika … mitbringen, dann ist das eben auch das Problem von uns allen und Risikopatienten müssen sich noch weiter einchränken.Krebsdiagnosen werden zur Zeit viel später gestellt als vor der Pandemie.
      Und ich finde es tatsächlich absurd das Auslandsreisen erlaubt sind aber der Spaziergang vor der eigenen Haustür verboten sein soll ab einer gewissen Uhrzeit.
      Wir hätten schon längst durch sein können mit dem ganzen Quark wenn nich irgendwelche Querdenker dauernd Polonaise tanzen würden.
      Von Maskendeals und Geiz ist geil beim bestellen von Impfdosen mal ganz zu schweigen.
      Es geht eben nur gemiensam.

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  3. Asita

    Fliegen ist in meinen Augen das größte No-Go. Die Entschuldigung „ich muss einfach mal raus“ finde ich behämmert (wie du sagst, wir müssen ALLE mal raus). Mit dem Auto und in eine Ferienwohnung finde ich ok, auch wenn ich nicht weiß ob ich dort wirkliche entspannen könnte, wenn die Inzidenzen überall noch so hoch sind.

    Antworten
  4. Jael

    Ich habe zwar nichts geplant, aber ehrlich gesagt, finde ich es für mich persönlich unbedenklich mir vorzustellen, im Sommer für eine Woche zum Beispiel nach Italien zu fahren, dort in einem Airbnb zu wohnen, durch die Natur zu tingeln und Lebensmittel einkaufen zu gehen – so wie ich das hier in Deutschland momentan eben auch mache. Ich kann deinem kritischen Impuls folgen und die Verantwortung von der du sprichst auch in gewisser Weise nachvollziehen, jedoch steht die ja auch stark in Zusammenhang mit „auf welche Art und Weise mache ich Urlaub“, oder nicht?
    Die geschlagene Brücke zu den Personen, denen es aus diversen Gründen aktuell nicht möglich ist, Urlaub zu machen, stört mich als Argument in dieser Thematik etwas. Darüber, dass das richtig beschissen ist, muss man glaube ich nicht diskutieren, aber – wie du selbst auch sagst – gibt es diese sozialen Unterschiede immer und in diese Richtung weiter argumentiert, dürfte niemand jemals überhaupt Urlaub machen.

    Worüber ich tatsächlich gestolpert bin und auch wirklich überrascht war, war das „beschämte DINKs („Double Income No Kids“-Paare)“, weil ich deine Schreibe vor allem wegen deiner sehr umsichtigen Sprache so mag, Fabienne. Und ich finde, dass es für das was du ausdrücken willst, vollkommen egal ist, in welcher familiären Konstellation Menschen Urlaub machen – deswegen laß sich das in diesem Zusammenhang für mich doch ziemlich despektierlich, was ich schade finde.

    Antworten
    1. Fabienne Sand Artikelautor

      Danke dir Jael! Ich habe mich in diesem Satz auf DINKS fokussiert, weil ich Menschen in einer gefestigten Beziehung und doppeltem Einkommen ohne Kinder als mehrfach priviligiert (natürlich nicht immer) betrachte die eben auch, ungebunden von Kindern, Ferien, etc. innerhalb einer anderen Flexibilität Urlaub machen können. Um ganz genau zu sein ist es noch eher ein exakter Einblick in das, was ich selber auf Social media beobachte und mich mürbe macht wenn ich bedenke, dass Menschen mit genau diesen Privilegien es wichtig finden das Brechen von Regeln oder Ausdehnen von Einschränkungen zur Schau stellen. Ich hoffe das macht Sinn? Und danke dir – grundsätzlich mache ich einen großen Bogen über diese Generalisierungen und es freut mich sehr, dass du genau das schätzt. Ich glaube hier wollte ich nur einen Punkt machen der mir selber sauer aufgestoßen ist,

      Antworten
      1. Jael

        Macht absolut Sinn! Danke für deine Antwort. Kontextualisiert kann ich’s ganz anders verorten.
        Bin definitiv auch der Meinung, dass diese Menschen oft privilegiert sind. Gerade in Coronazeiten – kein(e) Kind(er) = kein Homeschooling, beispielsweise. Nur merke ich dann doch auch, dass ich’s ab und zu schwierig finde, weil Nachwuchs zu bekommen in den meisten Fällen ja doch auch eine bewusste Entscheidung ist und man dementsprechend freiwillig Privilegien aufgibt. Ist es dann trotzdem valide, andere Personen zu kritisieren, die in der Hinsicht privilegiert bleiben?

        Antworten
        1. Verena

          Ich finde diese Denke, dass andere zu kritisierende Priviliegien hätten, so typisch deutsch im negativsten Sinne. Anstatt sich mit anderen zu freuen bzw auf das Schöne im eigenen Leben zu konzentrieren, wird auf das vermeintlich Schönere in anderr Leute Leben gestarrt,

          Dabei weiß man doch gar nicht wie das Leben anderer , vermeintlich Privilegierter, tatsächlich ist. Dieser Neid zeigt doch nur, was man selbst gerne hätte!

          Wie du sagst, wer weiß schon, ob die privilegierten DINKS nicht gerne Kinder hätten und nicht bekommen können?

          Das meiste im Leben hat einen Preis, den man von außen nicht sieht.

          Antworten
        2. Franziska

          Das hat jetzt natürlich nicht viel mit dem eigentlichen Thema zu tun, aber nur um kurz auf deine Frage zu antworten: ich finde es manchmal sehr nervig zu hören wie privilegiert kinderlose Paar doch sind. Es gibt sehr sehr viele Paare, die aus den unterschiedlichsten Gründen keine Kinder kriegen können, obwohl sie es sich sehnlichst wünschen. Es muss schon ein ganz schöner Schlag ins Gesicht sein dann immer wieder zu hören man sei ja so privilegiert. Wenn man sich bewusst entscheiden kann Kinder bekommen zu wollen und dies auch klappt gehört man auch zu den privilegierten Menschen.
          Btw: es ist natürlich keine Frage, dass während der Pandemie Kleinfamilien, Alleinerziehende und allgemein Eltern absolut fallen gelassen wurden und es ein unglaublicher Kampf ist diese Zeit zu überstehen.

          Antworten
          1. Fabienne Sand Artikelautor

            Hey Franziska. Ich verstehe was du meinst. Individuelles Leid ist schließlich real – auch ganz losgelöst von Privilegien. Und dennoch: diese hat man auch wenn man in einer Situation steckt die man sich selbst ganz anders wünscht oder vorstellt. Genau so muss ich auch deinem Umkehrschluss recht geben. Der Text bezieht sich fast ausschließlich auf pandemische Lebensrealitäten verknüpft mit finanziellen und zeitlichen Freiheiten. Die habe ich versucht losgelöst von Einzelschicksalen wie du sie beschriebst zu betrachten. Das diese in anderen Kontexten zu berücksichtigen sind steht für mich total außer Frage.
            Vielen Dank für deinen Kommentar und danke auch fürs noch einmal drauf hinweisen,

            Fabienne

      2. Fred

        RE: DINKS. Das sind Menschen die sich dagegen entschieden haben Kinder zu bekommen oder es nicht können. Kinder zu bekommen ist KEIN Dienst an der Allgemeinheit und auch sicherlich nicht an der Umwelt. Wenn ich keine Kinder habe, darf ich dann den eingesparten CO2 Ausstoss in meine Flugreisen investieren? Oder soll ich dafür aufkommen und zurück stecken, weil andere privilegierte Menschen gerne Kinder wollen?Man gibt da einem Impuls nach, der einem selbst Freude (oder was auch immer) bereiten soll. In meinen Augen ist es ein solidarischer Akt mit der Welt und Umwelt KEINE Kinder zu bekommen. Aufgrund von Kriegen und Hungersnöten, die der Westen zu verantworten hat, werden sowieso immer mehr Menschen her kommen müssen. Diese willkommen zu heissen und unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten ist wichtig. Nicht selbst Kinder in die Welt setzen.

        Antworten
    2. Iris

      Ja dann doch einfach so: alle die genug Geld haben, vom Home-Office aus arbeiten und denen es nicht so wichtig ist, was um sie herum passiert: go for it! Ab in den Urlaub! Endlich!
      Oh und sorry an die Leute, die diese langweiligen, blöden Jobs in Festanstellung haben… 2 Wochen Quarantäne geht nicht? Sorrryyy, dann fahr halt nicht in den Urlaub. Bist ja selbst schuld, dass du dir diese blöden Jobs ausgesucht hast. Wer will denn schon Kassierer*in, Erzieher*in oder Pflegekraft sein. Also danke, dass ihr es macht. Wir wissen es ja zu schätzen und sind ja auch echt entsetzt davon, wie wenig Geld ihr bekommt. Aber ey, voll selbst schuld, dass für dich alles bisschen kacke ist…
      lass mich doch jetzt gefälligst in den Urlaub fahren, und zwar ohne mir STÄNDIG ein schlechtes Gewissen zu machen – ich hab die Nase echt voll vom Lockdown. Ach du kannst deine Familie im Ausland nicht besuchen? Ein Verwandter ist krank und du kannst nicht hin weil du die keine Quarantäne leisten kannst? Schade. Tja, aber solange ich in den Urlaub fahren kann… bisschen Mitleid hab ich schon, aber das ist DEIN Problem.

      Antworten
  5. anne

    Flugzeugferien sind für mich persönlich ein No-Go, weil mir das Ansteckungsrisiko einfach zu hoch ist (wobei dazu ja unterschiedliche „Studien“ vorliegen). Finde es in diesem Zusammenhang auch stossend, dass die Fliegerei wieder so krass erlaubt ist, während alle anderen Arten von „Menschenansammlungen“ ja klar verboten bleiben, und das Fliegen genau so wenig notwendig ist wie bspw ein Theaterbesuch, bei dem man genau die gleichen Regeln anwenden könnte. Aber das ist ein anderes Thema.
    Zurück zum Urlaub: meiner Meinung nach sind „sichere“ Ferien durchaus möglich. Zbsp kann eine Freundesgruppe (die sich vielleicht lange nicht physisch getroffen hat) ein Ferienhaus mieten, sich eine Woche vor Ferien isolieren, vor Abreise präventiv einen Test machen, dann eine Woche Ferien zusammen verbringen. Mit dem Auto reisen ist ja sicher. Auch im Zug ist die Ansteckungsfahr relativ gering (mit Maske Abstand etc). Dann hätte man eine Woche Abwechslung, kann sogar sorglos eine Woche mit Freunden geniessen, und kann wieder Energie tanken für die bevorstehende Zeit. Ich finde, so ist das Verhältnis von Aufwand/Ansteckungsrisiko/“Nutzen“ voll ok. Ob das dann 3 oder 8 oder 10 Leute sind, spielt ja auch keine Rolle mehr, wenn sich alle an die Regeln halten. Und im Urlaub trifft man dann ja auch keine anderen Menschen. In der Schweiz zbsp sind während der ganzen Zeit auch Hotels offen geblieben, und Hotelgäste konnten im „internen“ Restaurant essen. Zu Ansteckungen kam es da kaum, und doch hatten die Gäste den erholsamen Urlaub (auch wenn stark eingeschränkt) und das Hotel wenigstens ein bisschen Umsatz. Natürlich leidet die Tourismusbranche extrem – vielleicht könnte man das Reisen auch noch eine Spur sicherer machen, indem man bspw das Contact Tracing und Testen vor und nach der Fliegreise noch verstärkt (dann können die Reisenden das Risiko, ob sie sich anstecken wollen, selber eingehen – aber wenigstens wird eine Weiterverbreitung in jedem Fall unterbunden. ob das machbar ist, weiss ich nicht)…

    Antworten
  6. Sofie

    Hi, danke für die interessante und aktuelle Frage, die einem doch im eigenen Umfeld auch immer wieder begegnet derzeit. Ist es unsolidarisch, zu verreisen, sollen Geimpfte ihre Grundrechte zurückbekommen, wo läuft hier aktuell die Linie ethisches/unethisches Pandemie-Verhalten? Ich für meinen Fall finde auch, dass die Art von Urlaub entscheidend ist; mit einem Flugzeug weit weg zu fliegen und auf der dort stattfindenden Rundreise fröhlich Mutationen zu begünstigen, ist in meinen Augen auch etwas anderes, als das Häuschen in der Uckermark, vor dem ich persönlich null bedenken hätte. Theoretisch kann man sich sogar im Voraus im eigenen Supermarkt eindecken und muss dort niemanden treffen. Oder übersehe ich was? Persönliche Vorkehrungen, wie sich selbst vorher/nachher freiwillig in Quarantäne zu begeben, sind ja auch drin und gehören für mein Dafürhalten jenseits politischer Regularien in den Bereich der Eigenverantwortung, von deren Vorhandenheit ich bei mir und meinen Mitmenschen auch ausgehe (Querdenker mal ausgenommen, selbstverständlich).
    Für mich sind „Privilegien“, also eigentlich eine Rückkehr zu Grundrechten für Geimpfte, eigentlich eine Selbstverständlichkeit – hierbei trifft es mich nicht, ich bin ungeimpft und als Schwangere auch noch Risiken ausgesetzt. 1) Was ist für mich besser, wenn andere genausowenig machen können wie ich? 2) Die Wirtschaft, Restaurants und Einzelhandel etc., könnten sich berappeln, was doch dem Allgemeinwohl dient 3) Das aktuelle gesellschaftliche Klima wird sich (hoffentlich) etwas verbessern und entspannen, wenn einige Freizeit-Erholungen für Teile der Gesellschaft wieder möglich sind.
    Wenn ich was übersehe oder falsch einschätze, freue ich mich über freundliche und lehrreiche Anmerkungen, no hate please.

    Antworten
    1. MiLO

      Liebe Sofie,

      danke für Deinen Kommentar, dem ich zustimmen kann, und sorry, dass ich mir jetzt nur eine bzw. zwei Stellen herauspicke.
      Es ist aber wichtig zu beachten (und daran scheitern aktuell leider auch diverse professionelle Medienvertreter), dass die Formulierungen „Grundrechte zurückbekommen“ bzw. „Rückkehr zu Grundrechten für Geimpfte“ problematisch sind. Niemand hier hat Grundrechte weggenommen oder während der Pandemie außer Kraft gesetzt. Grundrechte werden immer, durch jedes Gesetz quasi, beschränkt. Kein Grundrecht mit Ausnahme der Menschenwürde ist schrankenfrei gewährleistet. Aus eben diesem Grund müssen eben die Gesetze auch verhältnismäßig sein und werden vom Bundesverfassungsgericht überprüft. Eben weil jeder Einwohner sämtliche Grundrechte hat und immer haben wird.

      Wünsche Dir alles Gute für Deine weitere Schwangerschaft 🙂

      Antworten
  7. Britta

    Ich finde es total schön, Menschen im Netz mal wieder auf eine wertschätzende Art und Weise miteinander diskutieren zu sehen. Das rückt mein Weltbild gerade auf eine sehr wohltuende Art gerade. Danke Euch

    Antworten
  8. Veronika

    Auch ich freue mich darüber, dass hier obwohl anderer Meinung Niemand beleidigt oder pöbelt. Das findet man im Netz zuhauf.
    „MAL RAUS“ ist völlig nachvollziehbar nach einem Jahr Pandemie mit vielen Einschränkungen für Jung und Alt.
    Solidarisch sein ist vereinbar mit verantwortungsvollem Urlaub. Es muss ja keine Flugreise sein. Wenn sich weiterhin jeder ( geimpft, genesen oder getestet ) an die AHA Regeln hält, sollte einiges wieder möglich sein.
    Eine Neiddebatte mit gegenseitigen Forderungen und/oder Vorwürfen bringt uns nicht weiter.
    Jeder hat im letzten Jahr Opfer bringen müssen. Manche finanziell, manche seelisch manche physisch. Auch Kinder und Jugendliche nicht vergessen. Was das größere Opfer war kann man nicht ausrechnen, sollte man auch nicht.
    Also wir versuchen ALLE GEMEINSAM noch eine Zeit am selben Strang zu ziehen.
    LG.

    Antworten
  9. Katja

    Hallo,
    Ich habe mich und meine Gedanken zu diesem Thema in deinem Artikel wiedergefunden – allerdings bezogen auf 2020. Letztes Jahr habe ich mich wie viele sehr eingeschränkt, Reisen abgesagt, Familie nicht besucht (oder nur mit negativem Test), etc. Wo meine Freunde und Kollegen noch munter nach Madeira, Italien und Südafrika gereist sind, habe ich mich maßlos darüber aufgeregt, wie unverantwortlich das ist. Jetzt sehe ich die Sache allerdings anders. Seit Jahresbeginn mache ich jede Woche Überstunden und bin wieder regelmäßig auf Dienstreisen. Da ich in der klinischen Forschung tätig bin, werde ich regelmäßig getestet (Schnelltests und PCR) und trage grundsätzlich die ganze Zeit FFP2 Masken. Den Rest der Zeit verbringe ich im Homeoffice und das ist Teil des Problems. Alles in meiner Wohnung erinnert mich an Arbeit. Der Küchentisch, an dem ich seit über einem Jahr sitze, der Bildschirm, der auf dem Fensterbrett im Schlafzimmer steht, wenn ich ihn zum Wochenende wegräume, der Arbeitskoffer im Flur. Meine ersten und letzten Gedanken am Tag drehen sich um die Arbeit und ich finde durch die aktuelle Situation keine Ablenkung oder Entspannung in meiner näheren Umgebung. Deshalb plane ich tatsächlich in ein anderes Land in den Urlaub zu fahren, um den Kopf frei zu bekommen und mich zu erholen. Denn sonst drehe ich psychisch und breche körperlich zusammen. Natürlich kann es sein, dass nach dem Urlaub nicht alles wieder im Lot ist und ich zurück ins Hamsterrad falle, aber im Moment ist es das Einzige, was mir einfällt, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen.
    Um also auf deinen Artikel zurückzukommen – ich finde es bedenklich, Menschen zu veurteilen und als unsolidarisch anzuprangern, wenn sie Erholung im Urlaub suchen. Ja wir könnten alle Urlaub und Entspannung gebrauchen, weil wir uns alle eingeschränkt haben, aber bei Einigen ist die Resilienz vllt weniger ausgeprägt, die Grenze des Ertrag- und Belastbaren schneller erreicht als bei anderen. Nur weil es sich vllt nicht mehr alle leisten können, soll ich mich nun „solidarisch“ zeigen, mit untergehen und sehenden Auges in den Burn-Out rennen? Nein. Wenn ich mich an die Regeln hier zu Hause und im Urlaubsland halte, Maske trage, Abstand halte und Tests durchführe, ist auch eine Urlaubsreise sicher durchführbar.

    Antworten
    1. Veronika

      Ich verurteile niemanden wenn er verreist. Auch nicht wenn er ins Ausland fährt. Wenn du es so dringend brauchst, sei es dir gegönnt. Wirklich !!
      Aber man sollte eben darüber nachdenken, ob es so dringend wie z.B. bei dir notwendig ist , ins Ausland zu reisen.
      Es ist auch möglich, denke ich in nicht so weiter Ferne seinen Stress runter zu schrauben.
      Vielleicht kann das nicht jede/r.
      Also fahre in die Ferne aber bleibe bitte achtsam.
      LG

      Antworten
      1. Elisabeth

        Kann Katja nur zustimmen. Was ich nun seit einem Jahr nicht mehr brauche, ist das ewige Moralisieren. Ich bin seit einem Jahr so isoliert, arbeite (immer allein in einem kleinen Büro) neben dem Studium (ausschließlich Homeoffice als Ersti, somit konnte ich nicht mal wirklich andre Studierende kennenlernen), sehe meine Freunde nicht, da sie nicht in der neuen Stadt fürs Studium wohnen und bin zutiefst einsam – ja, ich werde einen Flug nach Spanien buchen, um nach einem Jahr meine beste Freundin zu sehen. Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen. Wenn man wie ich doppelt geimpft ist, die Antikörperanzahl kennt, FFP2 Maske trägt, sich an die Abstandsregeln hält, sehe ich nichts, absolut gar nichts verkehrt an Urlaub. Psychische Gesundheit ist auch wichtig und ja, für viele gehört Wegfahren, den Ort verlassen, Freunde im Ausland besuchen dazu. Und wenn es möglich und erlaubt ist, why not? Ich denke, wenn langsam mehr und mehr Menschen geimpft werden, dann wird sich die Situation auch bessern. Ich hab nur das Gefühl, dass es denen, die in den Urlaub fahren können (weil zb schon geimpft, etc) nicht gegönnt wird, sondern einfach viel Neid zu spüren ist…. Diese ganze Situation ist schon belastend genug, für mich war in meiner depressiven Phase das Ziel, meine Freundin Ende Mai in Spanien zu sehen, das, was mich getragen hat. Und dieses Moralisieren, nicht nur hier, ist das, was das Gegenteil bewirkt.

        Antworten
      2. Katja

        Hi Veronika, klar ist es theoretisch möglich in Deutschland auszuspannen. Wie wir aber alle wissen, sind Urlaubsreisen bzw. Hotels/Ferienwohnungen gesperrt für touristische Reisen. Grundsätzlich ist es aber auch wurscht, ob in/durch Deutschland reist oder ins Ausland, wenn man sich an die Regeln hält und vorsichtig ist. Ist ja auch nicht so, dass ich n Trip nach Indien mache 😉
        Ich finde es wirklich gut, dass du dieses Thema zur Sprache gebracht hast – so kann man alle Für und Wider miteinander diskutieren und wird so in seiner eigenen Meinungsfindung unterstützt. Und dann kann jeder selbst entscheiden, in welche Richtung man geht. Viele Grüße, Katja

        Antworten
    1. Meike

      Hallo Agnes, das sehe ich genauso. Selbst das RKI hat Urlaubsreisen im Gegensatz z.B. zu Familienbesuchen nicht als infektionsantreibend bewertet, da sollte man sich an Statistiken halten anstatt an ein Bauchgefühl und eine individuelle Moral. Auch dass Flugreisen gefährlicher sein sollen als Bahnreisen ist wissenschaftlich nicht belegt. Ich sehe kein Problem mit Menschen, die sich – egal ob auf einer Urlaubsreise oder zuhause – vernünftig verhalten. Ich treffe z.B. zuhause allein schon aus beruflichen Gründen (ich bin Lehrerin) täglich deutlich mehr Menschen als im Urlaub. Und eine Regierung, die mich relativ ungeschützt seit einem Jahr fast ohne Pause in die Schule schickt und Lehrer weiterführender Schulen immer noch nicht impft braucht mir daher nicht kommen mit einem Appell, auf Urlaub zu verzichten. Und andere Menschen schon gar nicht – wenn ich niemanden gefährde fühle ich mich da aber auch einfach nicht mehr angesprochen bzw. verurteilt. Irritieren tut es mich trotzdem – ich lebe nach dem Grundsatz „Leben und leben lassen“, in Pandemiezeiten mehr denn je. Es wurde schon oft gesagt, aber ich denke im Hinblick auf Konflikte in Freundschaften, dass wir uns „nach Corona“ da gegenseitig einiges zu verzeihen haben, wenn wir jetzt andere für ihr Verhalten verurteilen, ohne die Beweggründe dahinter genau zu kennen.

      Antworten
  10. Ina

    Was ich einfach schwierig finde im Moment: Man darf ins Ausland reisen, nicht aber länger als einen Tag ins Umland fahren. In manche Bundesländer darf man erst gar nicht einreisen — nach Mallorca schon. Man darf nicht mit Partner bei der Familie übernachten (weil mehr als 1 Person). Wer in der Stadt lebt, keinen Garten oder Balkon hat, nicht in übervolle Parks will, dem bleiben wenig Möglichkeiten sich zu erholen. Und ja, der Wohnung zu entkommen, die wirklich inzwischen sehr stark mit Arbeit (Home Office) assoziiert ist. Es ist nett einen Tag im Umland zu verbringen, aber richtig erholsam wird es erst, wenn man mal eine oder mehrere Nächte ganz raus ist, woanders schläft, woanders aufwacht. Oder wenigstens mal zwei Tage draußen ist. Aber wer fährt schon morgens 1,5 h aus der Stadt raus ins Grüne, abends dann wieder zurück und am nächsten Wochenendtag das ganze nochmal? Das ist dann auch nicht mehr erholsam. Nicht einmal Camping ist erlaubt. Ich habe mich selbst gegen Reisen in meiner Urlaubszeit entschieden, fühle mich aber frustriert.

    Antworten
  11. Lola

    Danke für solche Artikel, die Diskussionen/Konversationen wie diese auslösen.
    Ich habe mittlerweile schon garkeine Lust mehr das Verhalten von Bekannten, vor allem über Social Media zu bewerten. Ich bin einfach sowas von emotional ausgesaugt von den letzten 13(?) Monaten mit Kleinkind und Selbstständigkeit und Pandemie überhaupt, dass ich weder negative noch positive Energie auf Speicher habe. Mir ist alles so viel egaler geworden, bei mir auf jeden Fall ein Nebeneffekt des seit Anfang des Jahres herrschenden Stimmungstiefs.
    (egal natürlich nicht bezogen darauf, wie ich selbst am verantwortungsvollsten mit der Pandemie und den Sicherheitsmaßnahmen umgehe)
    Was ich unbedingt noch hinzufügen möchte:
    Ich freue mich im Moment am meisten über deine Beiträge, Fabienne. Es macht richtig Spaß Leserin zu sein.

    Antworten
  12. Pingback: Der Zwiespalt: Fliege ich nach Kreta, oder lass ichs lieber sein? - amazed

  13. Chris

    Ich sehe es eher so, dass die Grundrechte eingeschränkt sind für jeden einzelnen, damit man nicht andere ansteckt und fröhlich das Virus weiter gibt. Ist man jedoch zweifach geimpft, sehe ich es als eine Selbstverständlichkeit an, dass man sich wieder frei bewegen darf und meinetwegen auch Urlaub machen darf, denn was, außer der Neid, spricht dagegen? Auch das Wort Impfprivilegien ist falsch gewählt. Man bekommt einfach nur seine Grundrechte zurück. Und natürlich trägt man als Geimpfter weiterhin FFP2 und hält sich an Abstände usw. Der Philosoph Markus Gabriel hat in dem Matze Hilscher Podcast ganz objektiv das Urlaubsdilemma in der Pandemie besprochen. Sehr zu empfehlen für neue, philosophische Sichtweisen und das Gefühl außer Acht gelassen.

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  14. Martina

    Auch mir machen die Einschränkungen zu schaffen, aber als Alleinerziehende habe ich das Risiko einer Ansteckung anders einzuschätzen und Erholung mit FFP2 Maske oder kurzfristigen, regionalen Lock Downs kann ich auch 2021 nichts abgewinnen. Wer es braucht, soll wohin auch immer auf Urlaub fahren/fliegen und den Preis – hier meine ich auch Ansteckungsgefahr, medizinische Betreuung am Urlaubsort, Quarantäne, Test,… – aus eigener Tasche bezahlen und nicht der Allgemeinheit auf der Tasche liegen. Wer meint, sein Leben ist so wichtig, dass es mit der Welt auf allen Social Media Kanälen geteilt werden muss, lässt sich von Corona & Co auch nicht abhalten. Neid verspüre ich nicht, eher Bedauern über diese Ignoranz der medizinischen Fakten. Man muss nicht alles tun, was möglich ist!

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