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Frühjahrs-Must-Haves: Leder Espadrilles – Chanel vs. Lika Mimika

25.02.2013, 17.26 | von

leder espadrilles Frühjahrs Must Haves: Leder Espadrilles   Chanel vs. Lika Mimika

Verzeiht mir die Ausdrucksweise, aber: Ich habe keine Lust mehr auf die Scheiße da draußen. Da findet man sich kurz vor März noch in einer Winterdepression wieder, obwohl es doch langsam bergauf gehen müsste und jeder Versuch, die Heizung endlich runter zu drehen, scheitert spätestens dann, wenn man bibbernd aus der Dusche steigt. Es reicht. Wir wollen die Sonne zurück, wir brauchen Vitamin D geben keinen Cent mehr für warme Kleidung aus.

Stattdessen schwelgen wir in Gedanken schon in Open Air Rave- und Frühlingsträumen, inklusive der dazugehörenden Outfits. Leder-Espadrilles, da sind wir uns einig, sind unser persönliches (achtung, fieses Wort) MUST-HAVE der kommenden Saison. Die obigen sollte man zwar eindeutig vor zu viel Matsch verschonen, für das alltägliche Leben scheinen sie uns allerdings bestens geeignet.

 

 Frühjahrs Must Haves: Leder Espadrilles   Chanel vs. Lika Mimika

Über die im Schnitt 100 Euro teuren Modelle von Lika Mimika wollen wir uns gar nicht streiten, denn wenn es nach uns geht, sind sie ihren Preis dank des organischen Leders und des Produktionsortes Alicante (Spanien), wo sie handgefertigt werden, wohl wirklich wert.

Kritisch wird’s beim Blick auf die Kreationen von Chanel (Anna hatte auch schon berichtet). Bei ebay findet man sie derzeit für um die 500-600¢. Das ist was für Superreiche und Markenfanatiker, natürlich. Für die Anderen, nicht für uns, denkt man vielleicht im ersten Moment. Doch dann kommt alles anders.

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(Hier die aktuelle Version der Espadrilles aus Stoff via Chanel)

Als ich die auffällig gebrandeten Schühchen vor ein paar Monaten zum ersten Mal in den Untiefen des Internets entdeckte, rollte ich mit den Augen und tippte mir mit dem Zeigefinger gegen die Stirn. “Sind die eigentlich gehirnamputiert? Man muss doch verrückt sein, so viel Geld für solche Schuhe auszugeben, bloß weil Chanel drauf steht.” Klingt logisch. Doch nachdem ich mit gefühlt 200 Bildern elfenhafter Chanel-Espadrilles-tragender junger Damen konfrontiert wurde, fällt es mir schwer, diese Abneigung beizubehalten. Ganz ehrlich. Rational betrachtet, ist mir klar, was da passiert: Marken und Statussymbole machen süchtig, sie regen Gehirn-Areale an, die dieses unsagbare “Haben-Wollen-Gefühl” auslösen, wegen unserer seltsamen Sozialisierung, wegen der Medien und dem Image, wegen dieser Traumwelt, die so unerreichbar scheint, dass wir beinahe alles tun würden, um dazugehören zu dürfen. Beispielsweise Geld zum Fenster heraus werfen.

Egal, wie sehr ich diesen Schuhen noch verfallen werde, ich bleibe standhaft, sofern sie mir nicht für unter 100 Euronen angeboten werden, das verspreche ich. Was mich aber interessiert ist: Ist es überhaupt verwerflich, als Normalverdiener von Chanel-Schläppchen zu Träumen oder sie sich gar zuzulegen? Was sagt eure Moral dazu? Geht gar nicht? Oder darf man derartig unvernünftigen Gelüsten auch mal nachgehen?

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8 Kommentare
  1. annabanana:

    Darf man auch mal nachgeben :) Ist ja nichts anderes, als eine Louis Vuitton Tasche auch. Und wenn man erst mal eine besitzt, hat man ein ganz besonderes Stück, worauf man gut aufpasst, damit es 50 Jahre überlebt, evtl. ein Geschwisterchen bekommt und immer für einen da ist ;P Wenn man solche Anschaffungen allerdings ständig macht, sollte man zum ausgleich auch etwas an die “Kinder in Afrika” (ich drücke es mal so platt aus) spenden. so als ausgleich quasi. hm.

  2. Ronja:

    Ach Jane Waynes, danke, für wiedermal meinen Tag maden. Ich bin Lika Mimika verfallen & lege absofort zurück. Chanel ist dann doch noch zu weit weg…

  3. Lisa:

    Das Problem an den Chanel-Schühchen ist eben, dass sie – im Gegensatz zu einer Handtasche – nicht den Eindruck machen, als würden sie 50 (oder auch nur 5) Jahr überleben. Und zeitlos ist das Design leider auch nicht.

  4. Isabelle:

    Träumen tun wir ja alle, das ist gar nicht verwerflich. Aber gerade in diesem Fall würde ich wenn dann eher zu den spanischen Modellen greifen. Die sind ihr Geld aufgrund des Materials wert und auch mit dem regionalen Bezug eine Runde Sache. Ich persönlich trage Espandrilles (oder Alpargatas, wie sie der Spanier nennt) schon einige Sommer und bin amüsiert, dass sie jetzt im hochpreisigen Segment angekommen sind. Eigentlich sind es ja ganz einfache Schuhe, die ursprünglich von einfachen Leuten getragen wurden. Und das macht sie auch irgendwie lässig. Diesen “Upperclass-Upgrade” finde ich eher albern.

  5. wie gut dass ich sowas von im trend bin…in hellblau*

  6. jen:

    hat nicht Jessie die Chanels auch? ich meine, sowas bei Instagram gesehen zu haben. Wenn ich mich recht erinnere, kosten die “nur” 250€…
    Aber ehrlicherweise finde ich die gar nicht mal so schön. Echt nicht. Da sind die Lederdinger doch viel cooler. Allerdings, schwitzt man da nicht leicht drin?

  7. Chanel Schuhe sind wirklich hübsch, mir gefallen sie. Aber das ist so viel Geld für ein paar Espadrilles, die sicher nicht sehr lange halten werden. Wenn man das Geld nicht ganz so locker hat, würde ich darauf verzichten.
    Eine Investition in eine Chanel 2.55 wäre sinnvoller, da hat man länger etwas davon. Wenn man das Geld irgendwann zusammen hat. :D

  8. minou:

    ganz ehrlich: die chanel´s haben mit boheme einfach nichts mehr zu tun. und wenn ich die espadrilles für 10 euro bei hm nachgeschmissen bekomme: ich will die von LIKA! die farben, das material….wenn das mal kein statement ist. und davon abgesehen: support your local heros!!!!!!

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