BEAUTY // Bürstenschweine & Bürstenträume
– auf der Suche nach dem perfekten Haarwerkzeug

21.10.2015 um 9.37 – Beauty box3

buerstentest

Zurück aus einem kleinen, kreativen Sommer-Nickerchen, weckte mich Nike Jane mit einer brennenden Frage: „Welche ist denn nun DIE perfekte Haarbürste? Und muss die dann wirklich Hundert Euro kosten oder reicht im Zweifel die pink glitzernde aus dem Ein-Euro-Laden?“

Neue Mission also – auf zu neuen Taten:

Nun, das ist natürlich nicht mit einem Satz geklärt und grenzt, wie so oft im Beautyland, an pure Wissenschaft. Faktoren wie eigene Haarbedürfnisse, Anspruch an Ästhetik und Materialien, Empfindlichkeit der Kopfhaut oder Platz im Kulturbeutel spielen da eine Rolle. But: Challenge accepted!

Was für den Autoenthusiasten der Porsche 911, ist für mich Beautyferkel dann wohl die „Mason Pearson Wildschweinborsten-Bürste“ (mmmhhhh). Das Wunschmodell tausend Mal online angeglotzt, bleibt sie trotzdem noch ein fernes Wunschträumchen. Warum? Nun, die größtenteils handgefertigte Bürste aus britischem Hause, die verspricht im nassen wie auch im trockenen Haar bestmöglich durch die Mähne zu gleiten, weder zu knoten noch zu ziepen und sanft die Kopfhaut zu massieren, kostet ein kleines Vermögen. Um die hundert Euro um genau zu sein, in der Traum-Ausführung mit dunklem Holzgriff jawohl.

Buerste

Und was gibt’s da sonst noch so?

Faktor Borsten: Naturborsten sind in der Regel gegenüber Plastikborsten die bessere Wahl. Wildschweinborsten pflegen das Haar beim kämmen und verteilen Talg gleichmäßig in den Längen (was gut ist – so glaubt mir doch). Reine, harte Plastikborsten dagegen können das Haar auf Dauer schädigen wenn die Noppen vorne abfallen und die Borsten zu scharfkantigen Waffen werden. Mein Traumbürstchen ist nur mit wenigen einzelnen Nylon-Borsten zwischen dem Wildschweinwust bestückt, um gut durch mein mitteldickes Haar zu kommen. Nike, passt du auch auf?

Paddel-BürstePaddel beschreibt die Form der Bürste – die Fläche ist hier besonders groß, die Borsten stehen nicht so nah beieinander und sind damit bestens für sehr langes, dickes Haar geeignet. Hier gibt es wieder alle Ausführungen von Gumminoppen bis Naturborsten. Ihr wisst bescheid.

Buerste_Verpackung

Tangle TeaserViele meiner Freundinnen schwören ja auf den kleinen Bürsten-Stein. Ohne Griff und aus sehr biegsamen Gummiborsten bestehend, ist der für mich allerdings immer noch ein Fremdling. Gerade im Nassen Haar allerdings wirklich eine Wucht – zum Verteilen von Haarkur genau so perfekt wie für das Durchkämmritual zwischendurch. Der kleine Tangle-Knirps ist halt auch so irre praktisch für die Tasche und fühlt sich durch zarte Gumminoppen ganz angenehm auf der Kopfhaut an.

Processed with VSCOcam with c2 presetmeine.

RundbürsteHier geht’s ums reine Styling – die ist eher nichts für’s Alltagskämmen geeignet. Je nach Durchmesser eignen die sich perfekt für möglichst viel Volumen am Ansatz. Wichtig ist hierbei strähnchenweise vorzugehen und die Partien gut auskühlen zu lassen.

Liebste Nike – die Paddlebrush mit Wildschweinborsten-Nylon Mix sollte es also am allerbesten für unsere Wallemähnen sein. Hier eine günstigere Ausführung zur Pearson.

Danke für die Illustrationen liebste Jennifer Burtchen.

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9 Kommentare

  1. Annemarie

    Ich hab die Mason Pearson letztes Jahr zum Geburtstag bekommen. Ich liebe sie! Die ersten paar Male war es schon fast unangenehm, aber jetzt hat sich mein Kopf an die integrierte Kurz Massage gewöhnt. Abgesehen davon liegt sie prima in der Hand und sieht auch noch schön aus. Aber der Preis ist stolz und ich hätte sie wahrscheinlich nicht selbst gekauft, wenn ich sie nicht geschenkt bekommen hätte. Ich behaupte aber mal: super Anschaffung!

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  2. Sophie

    Ich schwöre auf den Tangle Teaser. Und das ist ein richtiges Phänomen. Jedem, dem ich davon erzähle, kauft sich so ein Teil. Und das Beste ist der Preis!
    Kisses von Firstpug

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  3. Tati

    Vom Tangle Teaser hat mir nach kurzer Zeit tatsächlich die Kopfhaut enorm gejuckt.

    Daher benutze ich nun die Holzbürsten aus dem DM, ohne die Plastikborsten dazwischen. Großartig! Habe aber auch nicht so super dickes Haar…

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  4. Laura

    Mein unangefochtener Bürstenfavorit: die weisse Paddlebrush mit Natur-und Plastikbotsten von DM!!! Hab sie schon dreimal verloren und in meiner Verzweiflung sogar 90 Pfund für eine Mason Pearson Bürste auf die Theke geknallt, aber die ist nur halb so gut! Denn deren Plastikborsten haben keine Noppen am Ende (kratz-y) und selbst das grosse Modell ist eben recht klein.

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  5. Lara

    Ich benutzte nur grobe Holzbürsten ohne Noppen. Die verteilen auch den Talg, aber nicht so stark wie Borsten, außerdem sind sie für lockiges Haar besser geeignet. Mit all den kleinen dünnen Borsten werden meine Haare meistens leider nur noch knotiger.

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  6. Katja

    Ein flammendes Playdoyer: tut es und kauft euch eine teure Bürste! Ja, das tut weh, aber ihr benutzt sie jeden Tag und freut Euch jeden Tag, und Euer Haar auch. Es lohnt sich so sehr! Ich habe mir mein Luxusexemplar (sehr ähnlich wie die Mason Pearson) vor inzwischen mehr als 7 Jahren gekauft, von „Alexandre de Paris“, mein Coiffeuse schwörte drauf. Zurecht, das kleine Monster hat zwar umgerecht auch so 70 Euro gekostet, aber wie gesagt: Jeden Tag Freude, jeden Tag in Gebrauch, Freude bei nassen und trockenen Haaren. (Für nasse Haare, Haarkur verteilen etc ist der Tangle Teaser auch gut, für mich aber nicht all everyday everything.)
    Hey, es ist preislich plusminus ein schöner Pulli weniger, den ihr kauft für den Preis, für etwas, das Euch jahrelang täglich beglückt. Go invest!

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