Fair Friday // Der Fair Fashion Kleiderschrank
– Ich gebe auf.

19.05.2017 um 7.50 – Fair Fashion

Schon vor einiger Zeit habe ich von meinem vermeintlichen Scheitern berichtet – davon, dass mein Streben nach umfassender Nachhaltigkeit mich fast die Fürsorge für mich selbst gekostet hätte. Ich nahm mir fest vor, nicht mehr so streng mit mir zu sein und mir das ewige Mantra, dass ich andere so gerne vorbete, auch einfach mal selbst zu Herzen zu nehmen.

„Nur weil man nicht alles richtig machen kann, heißt das nicht, dass man alles falsch machen muss“ – soll in meinem Fall heißen: Nur weil ich es nicht 100 Prozent schaffe, ist es nicht so, als würde ich nichts hinkriegen. Gesagt getan, ich rede also seitdem regelmäßig beruhigend auf mich ein. Und es hat funktioniert, ich habe mich besser gefühlt, für ganze 3 Wochen. Dann hatte ich alles wieder vergessen. Meinen Text, die Nachsicht mit mir selber und meine anderen Zielsetzungen.

Ich startete nochmal einen neuen Versuch, mit voller Kraft und Disziplin zum fairen Kleiderschrank. Denn ich mag es nicht, wenn es einen auf dem Papier idealen Zustand gibt und ich ihn nicht erreichen kann. Aber: Alles, was ja eigentlich Spaß machen soll an so einem Projekt, artete nach kurzer Zeit wieder in eine Hausaufgabe aus, die ich mir selber auferlegt hatte.

Fair gehandelte und nachhaltige Kleidung ist teuer – und zwar extrem viel teurer als H&M oder ähnliche Modehäuser. Das ist vielleicht keine sonderlich neue Erkenntnis und ich kenne auch alle Argumente für ethisch einwandfreie Mode, aber was wahr ist, muss wahr bleiben. Klar, ein Armedangels T-Shirt bekommt man schon für 30 Euro, ebenso eins mit Funktionsschnitt. T-Shirts sind allerdings auch mein kleinstes Problem, denn erstens trage ich gar nicht so viele und zweitens gibt es die mittlerweile in fair und bezahlbar wie Sand am Meer. Aber was ist mit Blusen, Mänteln, Schals, Bodies und Jeans? Auch die möchte ich in einer ethisch produzierten Version besitzen, aber gleichzeitig auch nicht auf modischen Anspruch und Ästhetik verzichten. Denn nein, eine Bluse ist nicht gleich eine Bluse. Ich möchte keine Jeans, die so konzipiert wurde, dass sie möglichst 70% der Bevölkerung irgendwie passt und wenn mir noch ein einziges Mal jemand einen „nachhaltigen“ Schal aus 100% Acryl (Hello, Mikroplastik) andrehen will, flippt mein ökologisches Bewusstsein aus. In Wahrheit nämlich schmachte ich den klassischen Acne Schal aus Wolle an, möchte mir bei COS eine Bluse kaufen oder finde einfach keine bezahlbaren Boots aus Kunstleder, die nicht oberhässlich sind.

Aber trotzdem: Ich blieb hart. Stundenlang durchforstete ich das Internet nach ethisch schöner Kleidung, die mein Herz höher schlagen lässt. Bestellte links und rechts Pakete, um sie dann wieder enttäuscht zurück zu schicken (und das Co2-Thema in Sachen Internethandel fange ich jetzt gar nicht erst an). Und am Ende fand ich sogar ein paar Teile, nach denen ich ewig gesucht hatte. Die habe ich mir dann gekauft – und mein Erspartes von fast drei Monaten dafür aufgebraucht. Das ist für mich völlig in Ordnung und ich habe mich auch über meine Funde gefreut, aber sie machen eben auch maximal 15 Prozent meines Bedarfs an Kleidung aus – und dabei versuche ich wohlgemerkt das Konzept Capsule Wardrobe konsequent zu leben und generell möglichst wenig zu besitzen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir auch fast nie Second-Hand Kleidung gekauft, denn die wurde ja auch nicht fair produziert, sondern ist „nur nachhaltiger“. Das reichte mir aber nicht, ich wollte das Maximum erreichen und kann heute sagen: Selbst mit eiserner Disziplin und dem finanziellen Verzicht auf schöne Dinge würde ich mit einem 100 Prozent fairen Kleiderschrank bankrott gehen – vorausgesetzt ich würde ihn überhaupt befüllen können.

Ich habe es nicht geschafft, ich bin gescheitert. Es ist einfach zu früh für den perfekten Kleiderschrank, die Nachfrage viel zu klein und die Preise unmenschlich. Es ist ehrlich gesagt erleichternd, das einmal auszusprechen. Nachdem ich etwa eine Woche mit meiner eigenen Wut gekämpft habe und endlich irgendwann einsah, dass ich sowieso nichts gegen den Status Quo tun kann, machte ich meinen Frieden mit dem zweitbesten Schritt und beäugte die etwas vernachlässigte Freundeschaft mit Second-Hand-Kleidung noch einmal genauer.

Kleiderkreisel, Ebay und Co sind aktiviert, die besten Vintagespots für die nächste Städtereise recherchiert und zu meiner eigenen Freude kann ich endlich wieder sagen: Mode macht mir Spaß. Ich kaufe nach wie vor nichts tierisches, auch nicht gebraucht. Und ich versuche mich – auch wie vorher – an einem sehr gemäßigten Konsum. Aber dieses Gefühl, endlich wieder ein Kleid, einen Rock oder eine Faux Lederjacke zu haben, die wunderschön sind und zu mir passen: Es ist unbeschreiblich.

Es ist schwerlich eine neue Erkenntnis, dass das, was ich trage, einen Einfluss darauf hat, wie ich mich fühle und damit dann wiederrum darauf, wer ich bin. Manch einer mag das als erste-Welt-Problem bezeichnen, aber die Wahrheit ist: In der ersten Welt sind erste-Welt-Probleme eben tatsächlich echte Probleme. Ich möchte mich nicht mehr jeden Tag dafür geißeln, dass ich es nicht schaffe, ein Fair Fashion Label zu unterstützen. Dass mein Wunsch nach schöner Kleidung größer ist als der Wille nach Verzicht. Dass ich alleine nicht dafür sorgen kann, dass nachhaltige Klamotten erschwinglich sind. Dass ich nicht perfekt sein kann.

Umso mehr werde ich mich über jedes fair produzierte, biologische Kleidungsstück freuen, das den Weg in meinen Schrank findet. Aber ich mache es nicht mehr zu meiner Top-Priorität. Denn zur Zeit kann ich da nur verlieren. Es ist vielleicht einfach noch zu früh.

Credits: Pinterest (Giorgia Hawkins, iconosquare)

14 Kommentare

  1. Neele

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!!! Warum kann es nicht einfach bei H&M, Zara und Co. die gleichen Teile einfach „in fair“ geben. Im Bereich von Lebensmitteln ist es so einfach. Ich finde auch nie das, was ich suche, habe es allerdings auch noch nie so intensiv wie du versucht. Respekt dafür und Hut ab, dass du es weiter versuchst durch zu ziehen.

    Liebe Grüße Neele

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  2. Veronika

    Ich kaufe seit Jahren fast nur noch Second Hand, für mich die nachhaltigste Form mich einzukleiden. Und auch wenn mir München sonstoft auf den Wecker geht (Stichwort Pelzkragen im Winter), ist es in dieser Hinsicht unschlagbar. Die Flohmärkte hier (insbesondere die Nachflohmärkte) bieten eine Fülle an tollen Klamotten, Taschen und Schuhen. Mich stört es auch nicht, Schuhe Second Hand zu kaufen, wenn ich sehe, von wem ich sie kaufe…Und dann noch ein nettes Gespräch dazu und die beidseitige Freude- für mich die schönste Art, einzukaufen<3
    Sollte also einer deiner Städtereise auch nach München führen, kann ich dir die Nachtflohmärkte/Mädelsflohmärkte und die Hofflohmärkte sehr empfehlen:-)

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  3. Kristiane

    Hm, anteilig kann ich Deine Gedanken nachvollziehen, an anderen Stellen werde ich etwas stutzig. So empfinde ich zum Beispiel nicht die Preise nachhaltiger Mode als „unmenschlich“, sondern vielmehr die der FastFashion-Industrie. Vielleicht ist das aber auch ‚Wortreiterei‘.
    Mich stört wahrscheinlich einfach, dass in dem Text Argumente mitschwingen, die so häufig gegen nachhaltige Mode angeführt werden. In der Regel jedoch von Seiten derer, die sich nicht die Mühe machen ihren eigenen Konsum einmal in Frage zu stellen, oder sich genauer umzusehen: Nachhaltige Mode ist nicht bezahlbar. Daneben ist sie außerdem öko aber eben nicht modisch oder trendy.
    Beides stimmt meiner Meinung nach nicht. Zumindest nicht, sofern ich als Konsument bereit bin das vorherrschende System (und somit die Schnelllebigkeit der konventionellen Modeindustrie) als auch mein eigenes Verhalten zu hinterfragen und es nicht dabei zu belassen.

    Die kommentierte Forderung „Warum kann es nicht einfach bei H&M, Zara und Co. die gleichen Teile einfach „in fair“ geben. Im Bereich von Lebensmitteln ist es so einfach.“ empfinde ich deswegen als schwierig und zu kurz gedacht.
    Zum einen da mMn viele ‚Trendteile‘ auch in nachhaltig zu haben sind. Aber vor allem da ich persönlich die Adaption des Tempos – welches die konventionelle Modeindustrie in Bezug auf Kollektionen, Saisons und Trends anschlägt – keinesfalls als zielführend beurteile. Immer mehr, mehr, mehr und das ständig und zugleich bezahlbar für alle, geht das überhaupt in nachhaltig? Oder anders gefragt, sollte es das überhaupt, steht es nicht im Widerspruch zu Nachhaltigkeit?

    Aber bitte verstehe mich nicht falsch, ich spreche nicht von einer dogmatischen Haltung, die der Idee eines zu 100% nachhaltigen Konsums erlegen ist. Dieser ist unter den herrschenden Umständen meines Erachtens wirklich nicht möglich.
    Genau deswegen gehe ich unbedingt mit, wenn Du Dich von einem Vorhaben verabschiedest das „umfassend“ den gewünschten „100 Prozent“ entspricht, einem „idealen Zustand“ gleichkommt und den eigenen Anspruch auf ein „Maximum“ hoch schraubt. Kampf dem Perfektionismus. Er ist es, so denke ich, der einem die Freude nimmt.
    Dann lieber viele kleine Schritte, die doch weitaus mehr sind als nur ein Beruhigungsmittel für das eigene Gewissen. Und oh ja, SecondHand zu kaufen ist bestimmt ein Schritt mit großer Wirkung. Der sich obenauf wunderbar auf den Haushalt ausweiten lässt und wie es Veronika erwähnt nebenbei zu netten Kontakten führen kann.

    (Schöne, nachhaltige(re) Jeans (ersteres ist natürlich eine Geschmacksfrage) bieten http://www.kingsofindigo.com/ an. „For our Veggie denim line as well as white jeans we use jacron patches, made from pressed paper.“)

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    1. FairfashionOOTD

      Tolle Ergänzung, Kristiane!
      Über die „unmenschlichen Preise“ bin ich auch gestolpert.

      @Julia: Ich bin auch zwiegespalten, was diesen Beitrag angeht. Ich kann deinen Frust nachvollziehen. Und gleichzeitig frage ich mich wie förderlich es ist, wenn auf einem so reichweitenstarken Blog wie TIJW „hohe“ Preise als so ein elementares Hindernis (und Rechtfertigungsgrund) dargestellt werden. Hier werden immerhin auch Designerkleidung, -schuhe, -taschen – und vollkommen ok, ist ja ein Modeblog – zu äquivalenten Preisen dargestellt.
      Ich kann mir vorstellen, dass ein solcher Beitrag einige darin bestärkt, weniger zu tun, als ihnen möglich ist. Das Plädoyer für 2nd Hand als günstige Alternative finde ich hingegen gut.

      Geschmäcker sind natürlich verschieden, aber ich finde, es ist durchaus möglich trendige Fair Fashion Teile zu finden. Es gibt inzwischen auch im deutschsprachigen Raum viele Blogs die sich diesem Thema widmen und immer wieder Perlen tollen Modedesigns zu Tage fördern. Solche entdecke ich zum Beispiel auf Mochni, Kunstkinder Mag, natürlich unserem Nicetohave Mag und vielen weiteren (hier eine Linksammlung: https://www.nicetohavemag.de/fair-nachhaltig-mode-blogs/)

      Ein inzwischen schon ganz schön umfangreiche Sammlung an nachhaltigen Labels und Inspirationen, wie diese „angezogen“ aussehen, sowie eine wachsende Bibliothek an Kollektionshighlights findest du auf fairfashionOOTD.com und dem dazugehörigen Instagramaccount (www.instagram.com/fairfashionOOTD) <3

      Bleib dran, liebe Julia! Ich hoffe auf viele weitere Fair Fridays!

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      1. Kristiane

        Dazu habe ich auch noch eine Ergänzung parat: Ein kostenloser SlowFashion Guide anlässlich des diesjährigen Fair Fashion Revolution Day erschienen: „Wardrobe Revolution ist dein Guide für einen langsameren Kleiderschrank.“

        Hier zu finden: http://www.wardroberevolution.org/

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  4. Julia

    Danke Dir für diesen ehrlichen Text. Mit ähnlichen Problemen habe ich auch zu kämpfen und das nicht nur bezüglich meines Kleiderschrankes. In vielen Lebensbereichen fehlen mir sehr oft die ökologischen Alternativen, die sich in jeder Hinsicht richtig anfühlen. 2nd Hand Kleider finde ich (wenn ich sie finde) allerdings am allerbesten. Sie kosten einfach keine weitere Energie. Denn auch fair und ökologisch produzierte Kleider verbrauchen Wasser und andere kostbare Ressourcen und sollten meiner Meinung nach nur ganz bewusst gekauft werden.
    Erst letzte Woche bin ich bei der Suche nach einem Bikini kläglich gescheitert. Ich möchte schließlich, dass ich ihn viele Jahre mag und mich nicht in ein, zwei Jahren schon wieder auf die Suche machen. So versuche ich alles abzuwägen, keine faulen Kompromisse! Und stelle mir immer wieder die Frage: Ist ein perfektes aber konventionell produziertes Produkt, das mich viele viele Jahre begleitet, nicht vielleicht sogar mehr wert als ein „grünes“ Teil, das schon bald in der Ecke liegt? Ich versuche wirklich mit viel Energie das alles richtig zu machen, sofern es in meiner Macht steht, aber oft stehe ich auch hilflos vor den miesen Entscheidungen.
    USE WHAT YOU HAVE

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  5. Susanne

    Gut geschrieben! Für mich ist es einfach nicht bezahlbar mir schöne, vegane und fair produzierte Kleidung zu kaufen. T-Shirts sind wirklich kein Problem, aber alles andere?
    Ich stelle fest, daß ich mein Geld gar nicht mehr bei H&M etc. ausgeben mag und deswegen ist meine persönliche Alternative eben auch das Seconhand-Shopping…

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  6. Mila

    Für eine Person allein mag es finanziell ja vielleicht noch machbar sein, aber was, wenn man wie wir auch noch zwei Kinder hat? Dann kann man sich von dem Konzept des 100 prozentigen fair living echt verabschieden. Für uns ist das weder finanziell noch zeitlich drin … Und auch das second-hand-shopping wird ab Größe 128 echt schwierig. Viele Second-hand-Läden führen gar nichts in größeren Größen – so jedenfalls meine Erfahrung hier in Prenzlauer Berg. Der Grund: Irgendwann wachsen Kinder nicht mehr so schnell aus ihren Klamotten heraus und können sie dementsprechend in Kita oder auf dem Schulhof abrocken. Und auch Second-Hand-Läden verkaufen natürlich keine vollends verschlissenen Teile, ergo: Es gibt nichts in größeren Größen … Meine persönliche Lösung liegt in der Tat im Weniger. Ich kaufe für meine Kinder auch mal ein H&M-Teil, aber keine zehn Stück. Ihre Schränke quellen nicht über. Und wenn meine große Tochter ein Shirt durchhat, dann trägt es danach die Kleine auf.

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  7. Josephine

    Irgendwie verstehe ich grundsätzlich nicht, warum 2hand weniger nachhaltig seien sollte als fair produzierte Ware. Im Endeffekt ist doch schließlich die erneute Nutzung und Verwertung von alten Rohstoffen (sprich andernfalls Müll) umwelttechnisch wesentlich anstrebsamer als Neuproduktion? Wäre aber offen für jeden, der mir da auf die Sprünge helfen würde.
    Btw- ein Gespräch zwischen dir und Madeleine von DariaDaria würde sicher interessant sein- vor allem weil ihr sehr unterschiedliche Charaktertypen zu seien scheint und ggf von einander lernen könntet.

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    1. FairfashionOOTD

      Liebe Josephine, Nachhaltigkeit ist ja nicht (nur) äquivalent mit Umweltschutz, sondern hat drei Dimensionen. Neben der ökologischen, eine soziale und ja, auch eine ökonomische. Kleidung aus zweiter Hand von Zara & Co wurde nicht fair produziert. 2nd ist ökologisch(er) als ein Neukauf und weist möglicherweise auch eine bessere Ökobilanz als faire und ökologische Neuware auf. Ein weiterführender Gedanke: Mich würde mal interessieren, ob H&M und andere schon an Businesskonzepten arbeiten, die 2nd aufgreifen. So ähnlich wie bei Outlets: Ursprünglich wurden Brands dort ihre alten Lagerbestände/Überproduktionen/B-Ware los. Inzwischen wird extra für Outletmalls produziert.

      Dein Vorschlag eines Zwiegesprächs zwischen Madeleine und Julia finde ich klasse!

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  8. Aru

    Ich habe den größten Respekt vor allen, die sich wirklich an Fair Fashion halten. Leider muss ich gestehen, dass ich da Nachholbedarf habe und deswegen auch oft ein schlechtes Gewissen…

    Liebe Grüße
    Ari

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  9. Laura

    Also was mich stutzig macht ist, wieso die gekauften Teile nur 15% deines Bedarfs decken? Hast du so wenig? Ich scheue mich seit längerem vor dem ganzen Prinzip „Capsule Wardrobe“ wenn es dazu gehört, so viel neu zu kaufen, bis es vermeintlich perfekt ist.
    Das hat irgendwie was von Selbstbetrug, da man so immer weiter kaufen und kaufen kann und nicht im Generellen einfach mal versucht, den Konsum einzuschränken.

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  10. Franzi

    Ich kaufe schon sehr lange nicht mehr bei H&M, Zara und Co. ein. Das liegt zum einen daran, dass sie bewiesenermaßen unter schlechtesten Bedingungen herstellen, aber auch, weil die Teile nicht mehr als 3 Wäschen überleben in den meisten Fällen. Auch wenn ich nur 10€ für ein Trendteil hingelegt habe, ist es mir doch zu schade wenn ich es nur eine handvoll Male tragen kann.
    Daher kaufe ich bereits seit einer Weile eher „teurere Klamotten“ (ca. 50€ aufwärts) und erfreue mich einer längeren Haltbarkeit. Allerdings musste ich auch feststellen, dass es bei weitem nicht immer der Fall ist. Manchmal fallen leider auch diese Teile nach wenigen Tragen auseinander oder verlieren die ursprüngliche Form.
    Seit Neustem kaufe ich Kleidung bei fairfashion-Onlineshops. Da ich eh schon ein bisschen mehr für Mode ausgegeben habe, sind diese Preise sehr gut zu verkraften.
    Ich muss dazu sagen, dass ich mich eher klassisch kleide und mich die neuesten Trends nicht mehr wirklich interessieren. Ich mag Klassiker wie Blue Jeans, weiße Blusen, Trenchcoats etc. etc. und die kann man sich einmal zum vernünftigen Preis kaufen und dann jahrelang tragen. Daher kaufe ich im Monat maximal 1 Teil.
    Second-Hand shoppe ich auch mal ganz gern. Da findet man besondere Teile für wenig Geld.
    Man sollte seinen eigenen Stil finden, bedacht Kleidung kaufen und nicht jedem Trend hinterher laufen. Dann schränkt sich der Konsum von ganz alleine ein.
    Es ist auch nicht wirklich nachhaltig den kompletten Kleiderschrank auf einmal gegen fairfashion auszutauschen. Immerhin werden auch dafür wertvolle Ressourcen verbraucht. Aber wenn ein bestehendes Teil kaputt geht oder nicht mehr passt, kann man es gegen ein fairfashion Produkt austauschen.

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  11. Minou

    Hey Julia!

    Danke für deine Fair Friday Beiträge & für deine Ehrlichkeit!

    Ich schreibe gerade meine Bachelorarbeit genau zu dem Thema & habe euch vor kurzem eine E-mail an hello@janewayne geschickt!

    Ich würde mich riesig riesig freuen wenn ich euch mit in meiner Arbeit aufführen kann & dürfte!

    Sonnige ( kommt seltener vor ) Grüße aus Hamburg!! M

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