The Body Shop // Verpackungen sparen & es ein Stückchen besser machen: #RefillReuseRepeat

06.09.2021 Beauty, Nachhaltigkeit

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Wenn es um das Thema Verpackungsmüll geht, prahlen wir hierzulande zwar stets damit, dass uns im internationalen Vergleich keiner etwas vormachen kann und wir in puncto Mülltrennung unangefochten auf Platz eins stehen, bloß vergessen wir bei all der Lobhudelei eine ziemlich entscheidende „Kleinigkeit“: wir gehören nämlich auch zu den Ländern, die am meisten Müll produzieren! Bereits vor wenigen Jahren widmete ich mich schon mal dem Thema Entsorgung und Müll-Vermeidung und seither steht es ganz oben auf meiner Prioritätenliste, wenn es um Klimaschutz und Nachhaltigkeit geht. Tatsächlich hat es sich zu meinem kleinen Herzensprojekt entwickelt, darauf Acht zu geben, selbst nicht zu viel Verpackungsmaterial zu verschwenden, unverpackter Einzukaufen und strikter denn je zu trennen, um möglichst viele Materialien zu recyceln und wieder in den Kreislauf zu bringen.

Verbrauchte Verpackungen ordnungsgemäß zu entsorgen, um sie wieder zu verwerten ist also das Eine. Müll überhaupt einzusparen allerdings das Andere. Und vor allem hier herrscht großer Bedarf! Längst gehen wir vielleicht mit unseren Mehrwegbeuteln in Supermärkte oder setzen gar auf gänzlich unverpackte Läden – aber wie sieht das eigentlich in anderen Bereichen aus? Wie zum Beispiel in der Kosmetikbranche? Wenn ich mir an dieser Stelle also einmal an die eigene Nase fassen darf, ist vor allem in diesem Bereich noch ganz schön Luft nach oben – bei mir persönlich und bei den Marken selbst. Eine Brand will das Thema jetzt aber noch einmal verstärkt angehen und nicht nur weiter auf nachhaltige Verpackungen setzen, sondern sie am liebsten gleich möglichst einsparen. Die Rede ist von The Body Shop, die sich nicht nur seit ihrer Gründung natürlichen Inhaltsstoffen widmen, sondern auch unermüdlich nach alternativen Verpackungsalternativen suchen, um nachhaltiger zu werden. Nun fokussiert sich die britische Kosmetikmarke ein wiederholtes Mal dem Thema „Refill“ – und diesmal soll es wirklich klappen! Wieso? Das wollen wir euch heute ans Herz legen:

The Body Shop Refill

Die Idee des Nachfüllens ist bei The Body Shop nämlich ganz und gar nicht neu, denn bereits in den 90er Jahren gab es das Angebot zum Nachfüllen in den Stores – es wurde bloß nicht ausreichend genutzt wurde und nur wenig von den Konsument*innen angenommen. Möglicherweise war die Zeit vor 30 Jahren einfach noch nicht reif, jetzt aber drängt sich das Thema Umweltschutz so unaufhaltsam auf, dass wir gar nicht mehr anders können und wollen, um diesen unumgänglichen Schritt in die bessere Richtung zu gehen. Für unsere Natur und das Klima, versteht sich.

The Body Shop Refill

2021 steht bei den Body Shop also ganz im Zeichen der modernen Refill-Stationen, die bereits nach und nach in den Stores eingeführt werden, nachdem sie 2019 in zwei Concept Stores getestet wurden.

Die Welt versinkt geradezu in Plastik und die Schönheitsindustrie trägt einen erheblichen Teil dazu bei. Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigt, dass 89 Prozent der Nutzer*innen finden, Unternehmen und Händler*innen müssten deutlich mehr dagegen unternehmen – und The Body Shop reagiert.

Und wie funktioniert das Ganze?

In weltweit 400 The Body Shop Läden wird es in diesem Jahr bereits Refill-Stationen geben – und 2022 folgen 400. Auf euch warten die Bestseller aus ihrem Sortiment zum wieder und wieder befüllen: Duschgel, Shampoo, Conditioner oder Handseife können dort ganz einfach in wiederverwendbare Aluminiumflaschen gefüllt werden. In Deutschland bedeutet das: In den Shops in Augsburg, Berlin ALEXA , München Kaufingerstraße, Hamburg Europapassage und Münster hat The Body Shop bereits Refill-Stationen installiert.

Nun könnte man abschätzig behaupten, dass dieser Schritt wahrlich nur wenig bewirkt, aber The Body Shop hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Mit dem Wechsel zu Refill könnten Berechnungen zufolge jedes Jahr über 25 Tonnen Plastik eingespart werden*. Jede und jeder Einzelne kann dadurch jährlich 32 Plastikflaschen davor bewahren, in den Müll geworfen zu werden* und verhindern, dass 260g CO2 in die Atmosphäre gelangen*.

*Die Berechnung nimmt an, dass eine Kund*innen von 250ml Einwegflaschen zur Refill Variante in vier verschiedenen Formaten wechseln (Shampoo, Conditioner, Duschgel & Handseife). Wenn sie davon 8 pro Jahr erwerben, ergibt das 32x Refill im Jahr.

#RefillReuseRepeat

The Body Shop Refill

Nachfüllen ist nicht nur gut für unseren Planeten, sondern auch für unseren Geldbeutel, da wir beim Nachfüllen jedes Mal mehr für unser Geld bekommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass The Body Shop auch heute noch frei von Kritik ist, bloß weiß die Kosmetikmarke selbst, wo ihre Schwachstellen liegen und versucht fortwährend, an ihnen zu arbeiten, mit Innovationen mehr für die Umwelt zu tun und sie gleichzeitig weniger zu belasten, ihrem Anspruch sozialer Verantwortung durch verschiedenste Initiativen weiter nachzukommen und ihre Konsument*innen zu einem positiven Wandel zu ermutigen.

Das Sortiment der nachfüllbaren Produkte ist bisher zwar noch auf die Bestseller begrenzt, soll aber schon ganz bald ausgeweitet werden: Für eure schönen Körper gibt es ab sofort also die Duschgele Almond Milk & Honey, Shea, Moringa, British Rose, Pink Grapefruit oder Strawberry. Für eure Haarpracht Shampoo und Conditioner mit Ingwer oder Shea. Und für eure fleißigen Hände Handwaschgele mit prickelndem Tea Tree und nussigem Shea.

The Body Shop Refill

Und nun?

Das war es natürlich nicht, denn wie schon bei der The Body Shop Body Butter, werden auch die anderen Produkte im Sinne der Nachhaltigkeit sukzessiv umgestellt. Das britische Beauty-Label hat sich bis zum Jahr 2030 außerdem klare Ziele zum Thema Verpackungen gesetzt:

  • •Alle Produktverpackungen sollen abbaubar, wiederverwertbar, umtauschbar oder sogar völlig ohne Verpackung erhältlich sein.
  • Alle umtauschbaren oder nachfüllbaren Verpackungen sollen aus erneuerbaren und recycelten Materialien hergestellt werden.
  • Jede Verpackung, die zurückgebracht wird soll innerhalb der The Body Shop Lieferkette wiederverwertet werden.
  • Das Community Fair Trade Programm mit Plastics for Change wird weiter expandiert.
  • Weitere nachhaltige Verpackungslösungen werden getestet.

The Body Shop Refill

Was wir außerdem tun können?

  • Geht weniger verschwenderisch mit euren Beauty-Produkten um und überlegt euch am besten im Vorfeld genau, was ihr überhaupt braucht
  • Sollte es keine Refill-Stationen oder verpackungsfreie Alternativen in eurer Nähe geben, schaut unbedingt nach sogenannten Vorteilspacks, um daheim nachzufüllen und Verpackungsmüll zu sparen
  • Der Kauf von Konzentraten empfiehlt sich außerdem immer, um das Ganze daheim mit Wasser zu verlängern
  • Braucht eure Beauty-Produkte vollständig auf und trennt ggf Deckel von Verpackung: Manchmal kann beides zusammen nicht recycelt werden
  • Entsorgt euren Müll ordnungsgemäß und mit bestem Gewissen! Eine genaue Übersicht, was in welche Tonne darf, erfahrt ihr hier

– Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit
The Body Shop –

3 Kommentare

  1. Ines

    Das Refill-Konzept von TheBodyshop ist ein begrüßenswerter Schritt in Richtung Müllvermeidung. Aber teilweise klappt es im Kosmetikbereich schon ganz ohne Plastikmüll: Shampoo und Conditioner gibt es in fester Form (sieht aus wie Seife, wird mit Wasser aufgeschäumt und auf die Haare gegeben), Duschgel gibt es ebenfalls als feste Produkte (ganz ohne Verpackung oder mit Papierhülle) und Zahnpasta ist in Form fester Tabs erhältlich. Bei den meisten Drogieriemärkten bekommt man Zahnbürsten fast ohne Plastik, mit Griff aus Holz oder Bambus ist. Zum Händewaschen tut es ein ganz normales unverpacktes Seifenstück, es muss nicht unbedingt Flüssigseife sein. Also es lässt sich gerade im Kosmetikbereich schon viel Verpackung einsparen.

    Antworten
    1. Sarah Jane Artikelautor

      Du hast so Recht! Das sind wirklich wichtige und begrüßenswerte Schritte, die ich hier auch schon teilweise alle mitgehe. Dank dir für deine Auflistung und Ergänzung, liebe Ines!

      Antworten
    2. Sabri

      Liebe Ines – du hast Recht, man kann wirklich schon viel Verpackung sparen, eine Freundin von mir studiert und forscht in dem Bereich und hat mir letztens gesagt, dass z.B. die festen Conditioner bei uns plastikfrei sind, dafür aber in der Herstellung viel mehr Wasser verbraucht wird als wenn man einen flüssigen Conditioner kauft – das hab ich auch letztens bei Leon von xskincare gelesen, der ja auch in der Kosmetikbranche forscht/herstellt/rezensiert. Das heißt natürlich nicht, dass ein unverpackter Conditioner nicht besser für die Umwelt ist, mich hat das nur selbst überrascht, als ich das gehört habe 🙂

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