Dürfen wir vorstellen: Miss Nine

18.10.2010 Allgemein, Musik, Mode

Wir hatten euch die neue Levi’s Curve ID ja bereits vorgestellt, sie getestet und ja, auch für gut befunden. Vergangenen Samstag bot sich uns die Chance, Kristin Schrot aka Miss Nine – Model und Djane der Curve ID Kampagne neben Violet und Lykke Li – vor ihrem Gig einmal genauer kennen zu lernen. Wir trafen eine bezaubernde Frau, die mit ihrem niederländischen Akzent so erfrischend freundlich, charmant und ansteckend entspannt daher kam, dass wir uns gleich in sie verliebten.

Seit 2000 lebt die gebürtige Thüringerin bereits in Amsterdam und jettet seither durch die ganze Welt – ergattert Modeljobs und legt auf Events und Parties auf. Bislang war die 26-Jährige in unseren Köpfen noch nicht so präsent, aber das dürfte sich durch die erfolgreiche Levi’s Kampagne nun auch schnell ändern.


Woher ihr Künstlername stammt? Ganz einfach: Ihr Spitzname ist Nine, sie hat am 9. März Geburtstag und schnell für sich festgestellt, dass die Zahl Neun ihre Glückszahl ist. Herauskam Miss Nine. Simple und einfach, aber treffend. Wir finden ein etspanntes Plätzchen im Levi’s Store am Ku’damm. Um uns herum wird hektisch gewuselt, weil die Vorbereitungen für die anstehende Promo der Levi’s Curve ID bevor stehen. Für uns nimmt sie sich in ruhe Zeit, um sich kurz vorzustellen und einen kleinen Einblick in ihr Leben zu geben.

JW: Welche Worte beschreiben dich am besten?

Miss Nine: Ich würde mich als spontan, sportif, adventured und offen beschreiben!

JW: Nun bist du Model und Djane gleichzeitig. Wenn du dich jedoch entscheiden müsstest: Was würdest du eher fokussieren – das Modeln oder die Musik?

Miss Nine: Ach das ist eine unheimlich schwierige Frage. Ich liebe beides. Aber wenn ich auf das Haltbarkeitsdatum schauen würde, dann wäre es sicherlich das Modeln. Ich bin jetzt 26. Habe mit 16 mit modeln angefangen. Und ich denke, Musik machen kann ich auch später noch.

JW: Wieso hast du dich dafür entschieden nach Amsterdam zu ziehen?

Miss Nine: 2000 bin ich nach Amsterdam gezogen bzw. das erste Mal hingegangen. Mein Freund lebte in Holland und von dort bin ich dann sehr viel nach Spanien, Italien oder auch Amerika gereist. Das habe ich ein paar Jahre gemacht. Und irgendwann hat mich die Musik immer mehr gekribbelt und da mein Freund DJ war und das ganze Equipment zu Hause hatte, überlegte er, ich solle es auch einmal versuchen. „Probier’s doch mal. Versuch es einfach!“ lauteten seine ständigen Worte. Und nach kurzer Zeit hat mich die Idee gereizt und ich wollte es einfach einmal ausprobieren. Es hat natürlich ein bisschen gedauert, bis ich das raushatte, aber dann ging’s. Und mein Freund hatte ein paar Kontakte und konnte mir interessante Gigs besorgen. Da war ich etwa 18. Ich hab ein paar kleine Auftritte gehabt, bin mit ihm als Opening Act auf Tournee gegangen. Und per Zufall hat mich ein amerikanisches DJ Duo gesehen und mich auf Welttournee mitgenommen. Und von dem Moment an, war ich dabei und infiziert.

JW: Du bist also mehr oder weniger da reingestolpert?

Miss Nine: Ganz genau. Genauso wie in die die Mode. Ich komme aus Thüringen, aus einer ganz kleinen Stadt, wo alles noch ein bisschen ruhiger ist. Und die Leute verstehen auch heute nicht, was ich da genau mache und das ich davon leben kann. Am Anfang war es natürlich schwer für mich. Meine Familie stand mir gegenüber und meinte: „Nee, du machst was Solides!“ Dann habe ich erst nachgegeben und eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht. Aber als die Chance ein zweites Mal kam, habe ich zugegriffen und gesagt: „Jetzt will ich die Welt sehen“ Und weg war ich!

JW: Du bist Testimonial für die Curve ID und herausgekommen ist, dass du Modell „Bold“ brauchst. Du hast aber ja sicher auch sonst kein Problem eine Jeans zu finden, oder?

Miss Nine: Ach, auch ich habe mehrere Misskäufe gemacht. Man sieht eine tolle Jeans im Schaufenster und verliebt sich. Man zieht sie an und stellt fest, dass sie nicht richtig passt. Man will sie aber unbedingt haben. Und zu Hause ist man dann unzufrieden. Und mit der Levi’s Curve ID war es eben ganz anders. Ich wurde ausgemessen und muss sagen: Ja! Mir gefällt der Schnitt, mir gefallen die Waschungen. Die Jeans fühlt sich bei mir an wie eine zweite Haut.

JW: Du bist natürlich gerade in Levi’s eingekleidet. Was trägst du denn sonst am liebsten?

Miss Nine: Levi’s natürlich, die Marke errinnert mich einfach an früher. Meine Mutii hatte mich immer in Levi’s gesteckt. Und ich stehe ganz besonders auf italienische Labels. Dolce & Gabbana besipielsweise passt mir einfach immer. Auf das Designer Duo kann ich mich verlassen.

JW: Deine größte Modesünde?

Miss Nine: Ohjee, ich habe viele. Gerade aus der Jugend. Wenn ich mir die Sachen heute anschaue, denke ich einfach nur: „Gott, was hast du dir dabei gedacht?“

JW: Wie sieht ein ganz normaler Tag in deinem Leben aus?

Miss Nine: Meine Tage sind recht verschieden. Mit wenig Schlaf fängts an. Wenn ich aber ein gutes Frühstück bekomme, dann geht’s. Ein Start in den Tag ohne mein Frühstück bedeutet die Katastrophe. Danach geht’s ins Flugzeug. Essen und Power Nap. Und dann ist es auch schon wieder Zeit, um auf die Stage zu gehen. Und so geht das weiter, wenn ich Musik mache.

Vor allem ist es jeden Tag eine andere Stadt. Und wenn ich Modeljobs habe, dann laufe ich meistens morgens eine halbe bis dreiviertel Stunde. Dann gibt’s Frühstück und eine Sunshower. Wenn man nicht so oft Tageslicht sieht, ist das auf jeden Fall super. Dann gibt’s das Shooting. Das geht in etwa acht bis zehn Stunden. Das kommt natürlich immer darauf an.

JW: Du kommst eigentlich aus Deutschland. Nun lebst du mittlerweile in Amsterdam und bist ständig unterwegs. Wo ist für dich „daheim“?

Miss Nine: In Amsterdam. Definitiv. Dort habe ich ein Apartment. Dorthin gehe ich immer wieder zurück, dort komme ich an. Der Flughafen ist direkt um die Ecke. Ich bin also zu hause und kann aber doch ganz schnell weg. Deutschland ist es nicht mehr. Es ist recht kompliziert nach Hause zu fahren denn es dauert sehr lang bis ich in das kleine Dorf nahe Thüringen komme.

JW: Hast du denn noch ein typisches deutsches Lieblingsessen?

Miss Nine: Ja natürlich! Thüringer Klöße.

JW: Hast du ein Lieblingsmärchen?

Miss Nine. Oh ja: Die drei kleinen Schweinchen. Das habe ich früher immer so gerne gehört. Jedes kleine Schweinchen baut dort ein Haus, das eine ist auch Stroh, das andere aus Stein..

JW: Dein Lieblingslied?

Miss Nine: Im Moment ist es das Lied von Rihanna „New York New York“. Die spielt da so toll mit ihrer Stimme, da kommen die Emotionen richtig gut raus.

JW: Was hörst du privat für Musik?

Miss Nine: Ich höre gerne verschiedene Genres, um mich auch zu inspirieren. Ich will mich auch gar nicht fokussieren. Man kann das alles wunderbar mixen. Ein alter Song bekommt so beispielsweise ein neues Kleidchen. Meine Inspiration hole ich mir überall. Wenn ich schöne Klänge höre, nehme ich mein Telefon, drücke den Recordknopf und nehme auf. Später arbeite ich dann mit meinem Keyboard, nehme die Melodie auf und spinne weiter. Aber auch bei meiner Mutter kriege ich tolle Ideen. Wenn ich durch das Grüne fahre, die Berge und die Ruhe wirken lasse. Außerdem inspirieren mich meine Freunde. Mit offenen Augen wird man ständig inspiriert. Man muss es nur wirken lassen.

flache oder hohe Schuhe?
Flache.

Kaffee oder Tee?
Tee. Am liebsten Grüner.

Hund oder Katze?
Katze.

Laut oder Leise?
Leise.

Schlafen oder Party?
Party.

Dürfen wir vorstellen: Miss Nine

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