Angehört: D E N A – „Game“ & „Boyfriend“

16.05.2012 Allgemein, Musik

Es gibt Lieder, die sich schon mit dem ersten Beat in deinen Gehörgang fressen. Meist bleiben sie dort ein paar Tage lang, bis schließlich die Übersättigung einsetzt, die Ernüchterung. Aus Euphorie wird plötzlich Langeweile und was wir eben noch in den Himmel gelobt haben, wird im nächsten Moment in der letzten Ecke des Plattenkellers vergraben. Und es gibt D E N A. Denas Musik ist das Gegenteil von Stillstand. Sie klingt nach Kaugummiapparat und Diskokugel, nach einem Mädchen, dem das Herz auf der Zunge liegt. Es braucht vielleicht ein paar Anläufe, bis all die Töne und Denas Stimme vom Kopf ins Herz rutschen und am Ende unsere Füße schütteln als gäbe es kein Morgen mehr. Aber wenn genau das passiert, dann kapitulieren wir vor den Beats der in Bulgarien geborenen Wahlberlinerin und fragen uns, wieso es nicht mehr Denas auf der Welt gibt. Die Antwort darauf ist einfach: Weil Dena eben Dena ist. Kein Fake, kein vom Musikbusiness geformtes Püppchen, sondern eine extrem talentierte junge Dame, die ihre Träume lebt, statt auf das Irgendwann zu warten. Ihre Texte sind so ehrlich wie sie selbst. Ungeschönt und geradeaus. Denn wer braucht schon pathetische Poesie, wenn die Realität dir genug Stoff für Silben liefert, die wir uns am liebsten fett gedruckt über’s Bett hängen würden.

Ganz unbekannt ist Dena nicht: Wer genau hinhört, der findet ihre Stimme längst in einigen Tracks der Whitest Boys Alive wieder – Erlend, Marcin, Sebastian und Daniel haben nämlich schon längst begriffen, dass da was Großes im Anmarsch ist. Miss Denitza „Dena“ Todorova, wir würden gern noch viel, viel mehr von dir hören.

 

Denas Musik könnt ihr hier kaufen.

 

D E N A live in Berlin: Samstag, 26. Mai um 23:00 – Lovelite Berlin.


Artwork by Mario Urban // Original photo by Stefan Botev.
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