Monday Reads // Woher der Hass in uns kommt, weshalb es so schwer ist, Freunde zu finden & Anti-Rape-Nagellack

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Eine kleine feine Leseleiste zum Montag, die gerne im Kommentarfeld ergänzt werden darf. Damit uns weder Lehrreiches und Amüsantes, noch Wichtiges entgeht:

Warum ist es für Erwachsene so schwer, Freunde zu finden?

In der Kindheit musste man nur mal seine Schaufel borgen und schon hatte man neue Freunde. Als Erwachsene ist das anders – und Freundschaften gar nicht mehr so leicht. Machen wir vielleicht irgendetwas falsch? Die Antwort kennt Edition F.

My Vintage Levi’s Are Body Shaming Me

„It’s perhaps ironic that I’m writing this from inside a pair of my most body-shaming vintage Levi’s while eating a cornflake chocolate chip marshmallow cookie from Milkbar, because these three acts — sitting, wearing, eating — are at poetic odds with each other. The crop-circle-like demarcations on my stomach are all the proof I need. These jeans are the equivalent of an overzealous cheer captain circling all my “problem areas” with a red marker.“ Haley von Man Repeller spricht uns mir ihren von Hassliebe durchtränkten Worten über die Lieblingsjeans mitten aus der Seele.

Woher der Hass kommt – die Ratte in uns

Viel wird darüber gesprochen, warum Herabblicken und Hass auf andere derzeit so populär sind. Es gibt dafür eine einfache psychologische Erklärung – und damit eine Handlungsanweisung für den Umgang mit all der Verachtung. Eine Kolumne von Christian Stöcker.

Die Vogue auf arabisch

Hatice Kahraman hat sich die arabische „Vogue“ angesehen und sich dabei gefragt: Setzt sich das Magazin mit den Themen auseinander, die auch arabische Frauen beschäftigen? Kann man die Seite als einen Erfolg für die Emanzipation arabischer Frauen verstehen?

Anti-Rape Nagellack – kann das funktionieren?

Es gibt einen Nagellack, der zeigen soll, ob ein Getränk mit K.o.-Tropfen versetzt worden ist, um so Frauen besser vor Übergriffen zu schützen. Aber funktioniert das wirklich? Und wie sinnvoll ist das? Hier lang.

Jetzt beruhigt euch bloß nicht

Wird schon nicht so schlimm werden unter Donald Trump? Kann sein, dass der nächste US-Präsident künftig zahmer auftritt als im Wahlkampf. Doch der Hass seiner Anhänger, der ihn ins Amt gebracht hat, wird bleiben. Eine Kolumne von Margarete Stokowski.

Eine andere Welt ist möglich – aber als Drohung

„Die westliche Welt ist in heller Aufregung. Von überall her sprießen neue rechte Bewegungen aus dem Boden oder gewinnen an Fahrt. Von Trump, über AfD, FPÖ, Le Pen bis zu Brexit scheinen sie Leuten eine Stimme zu geben, die vorher glaubten nicht zu Wort gekommen zu sein. Seitdem wird abseits der „besorgten Bürger“ gerätselt, was die Ursachen für diesen Unmut sein könnte. Es ist vielleicht kein Zufall, dass gerade die Linke hier einen gespenstischen Wiedergänger ihrer Selbst gefunden haben zu glaubt. Und so sind auch die interpretatorischen Vereinnahmungsversuche nicht weit. Das seien alles Globalisierungsverlierer, vom kapitalistischen System abgehängte, die hier ihre politische Stimme finden. Die rüsten für den Klassenkampf, aber haben aufgrund „falschen Bewusstseins“ nur noch nicht realisiert, dass ihr eigentlicher Feind der Kapitalist ist. Die Zahlen geben das allerdings nicht her.“  Einer der interessantesten Texte der vergangenen Wochen hat der Tagesspiegel publiziert. Danke, Michael Seemann.

Warum ich Feministin bin

Miriam Suter, die auch schon für uns geschrieben hat, erklärt in einem kurzen Statement, weshalb sie von der Anti-Feministin zur überzeugten Feministin wurde. „Gerade als Teenager war ich die Antifeministin schlechthin. Ich habe zum Beispiel andere Frauen aufs Schärfste verurteilt, die es gewagt haben, zu enge Hosen anzuziehen oder einen zu tiefen Ausschnitt zu tragen. Und ich wollte gleichzeitig den Jungs – nicht mir selbst – um jeden Preis gefallen. Im Winter war wichtiger, dass meine Jacke den Blick auf meinen Hintern zulässt, als eine Nierenentzündung zu verhindern. Die darauffolgenden Jahre stimmten mich langsam, aber nachhaltig um.“ Hier lang, bitte!

Wo die Online-Werbung hinwill

Facebook und Google dominieren den Werbemarkt im Internet – wird sich das noch ändern? Das versucht Jonas Jansen zu beantworten.

Die Kunst des Scheiterns

„Dieses Jahr ist scheiße, und ich habe lange gebraucht, um das einzusehen. Ich war auf einer Beerdigung, habe mich getrennt, habe einen Job verloren und keinen neuen bekommen, ich habe mich gestritten, ich habe geheult, ich war unglücklich verliebt, ich war pleite und Trump, Erdogan, Brexit, Flüchtlinge, Anschläge und überhaupt.“ Ein sehr ehrlicher und schöner Text von Amélie via Amazed Mag.

Der Islam ist dabei, einheimisch zu werden

Die Soziologin Nilüfer Göle hat in ganz Europa mit Muslimen geredet, die sonst nicht zu Wort kommen. Die Ergebnisse ihrer bemerkenswerten Studie sind jetzt auch auf Deutsch erschienen. Zum Interview geht es hier entlang!

Die sechs Aufgaben der Kanzlerin

Merkel will 2017 wiedergewählt werden. Flüchtlinge, Fake-News, Union, Koalition: Bevor die Kanzlerin wieder Kanzlerin werden kann, muss sie allerdings eine Reihe herkulischer Aufgaben meistern. Mehr weiß ZEIT.de.

Die mit dem behinderten Kind

Ihre Tochter starb im Alter von vier Jahren. Das Netz trauerte. Bloggerin Mareice Kaiser setzt sich dafür ein, dass behinderte Kinder mehr sein dürfen als Diagnosen – und Eltern mehr als Pflegekräfte. Ein Porträt von Mareice Kaiser.

Gewaltdarstellung gegen sexualisierte Gewalt?

Die LAG hat einen Kinospot finanziert und in Auftrag gegeben, der zeigen soll, wie alltäglich und furchtbar sexualisierte Gewalt ist. Weil sie etwas bewegen wollen. Die Frage ist, ob hier gut gemeint auch gut gemacht ist. (…) Dieser Clip sorgt im Netz gerade ganz schön für Aufregung – und zwar nicht in der Art und Weise, die die LAG im Sinn hatte. Bis vor kurzem wurde er bundeslandweit ohne Triggerwarnung in den Kinos gezeigt. Erst nach sehr vielen kritischen Kommentaren, die teilweise vorschnell abgekanzelt und gelöscht wurden, ist das nachgebessert worden. Mehr bei Pinkstinks.

Ein Berliner ist genervt von rassistischen Fragen

„Lopaz, 36 Jahre alt, Künstler, Afroamerikaner und seit Jahren in Deutschland zu Hause, ist die dauernden Fragen leid. Von seinen Dreadlocks hat er sich laut dem Zeitungsbericht bereits getrennt. Denn fast jedes Mal, wenn er das Haus verlassen habe, sei er nach Drogen gefragt worden. Jetzt ist er in die Offensive gegangen und fragt sein Gegenüber selbst: „Woher kriege ich Drogen?“ In großen schwarzen Lettern hat er es auf ein T-Shirt gedruckt.“ Bento hat die ganze Geschichte für euch.

Die AfD rückt weiter nach rechts – und ihre Anhänger auch

Wie die Partei, so auch die Sympathisanten: Anhänger der rechtspopulistischen AfD werden laut einer Studie rechter und radikaler. Der Zwei-Jahres-Vergleich ernüchtert. Von Britta Kollenbroich. Auch anderorts redet man etwa aufgrund der US-Wahlen über Rechtspopulimus. Jakob Augstein findet: „Das ist eine Verharmlosung. Wir erleben die Rückkehr des Faschismus. Die Demokratie hat die Gefahr verschlafen. Jetzt ist es zu spät: In den USA ist ein Faschist an die Macht gekommen.“

Alle Weekend Rads auf einen Blick.

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