Weekend Reads // Über den „White Gaze“, Traumjobs, die es nicht gibt, #KamalaHarris & warum Menschen an Verschwörungstheorien glauben

Eine kleine Leseleiste zum Wochenende, die gerne im Kommentarfeld ergänzt werden darf. Damit uns weder Lehrreiches noch Wichtiges oder Schönes entgeht:

Es hat nicht mit Hanau angefangen
und es wird nicht mit Hanau aufhören

„Ein halbes Jahr ist es heute her, dass ein Rassist in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschoss: Gökhan Gültekin, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Hamza Kurtović, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov. Er ermordete sie am Abend des 19. Februars 2020 in der Shisha-Bar Midnight am Rande der Hanauer Innenstadt und in einer wenige Meter weiter liegenden Café-Bar. Wenig später eröffnete er in einer weiteren Bar im Hanauer Stadtteil Kesselstadt erneut das Feuer. Danach tötete er seine Mutter und sich selbst. Die Ermittlungen gegen ihn laufen noch.[…] Wie geht es Freund*innen und Nahestehenden der Opfer ein halbes Jahr nach der Tat? Wie haben sie die vergangenen Monate erlebt und was wünschen sie sich von der Politik? Wir haben mit vier von ihnen gesprochen.“

„[…] Es fühlt sich noch unrealistisch an, dass jetzt sechs Monate vorbei sind. Die Corona-Pandemie hat uns total eingeschränkt, man konnte sich nicht so gut persönlich austauschen, nichts unternehmen, um alles zu verarbeiten. Ich war den ganzen Tag daheim, und war viel alleine mit meinen Gedanken. Wenn man einmal darüber nachdenkt, was passiert ist, dass es einen selbst auch hätte treffen können, ist das sehr schwer. Ich hatte Angst, dass alle Opfer vergessen werden. Und ich bin froh, dass es viele Menschen gibt, die dafür kämpfen, dass man sich erinnert. Wir halten stark zusammen. Ich verstehe nicht, wie es zu der Tat kommen konnte. Ich frage mich, ob das auch passiert wäre, wenn der Täter ein Mann mit ausländischen Wurzeln gewesen wäre. Die Verantwortlichen sollten zurücktreten.“

Alle Protokolle von Sophie Aschenbrenner findet ihr hier.

 

 
 
 
 
 
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Saying Their Names: Was die Familien der Opfer von Hanau zu sagen haben

„Mein Sohn war blond, wie meine Frau. Einmal kam er von einem Date zurück und erzählte, dass die Frau im ersten Moment nicht begriffen hat, dass er Hamza ist – sie hatte nach einem dunkleren Mann Ausschau gehalten. Er witzelte, dass er einen anderen Namen bräuchte. Aber von der Polizei wurde er als ‚orientalisch‘ beschrieben. Was soll an ihm orientalisch gewesen sein? Ich glaube, die haben alle in dieser Shisha-Bar einfach als Ausländer gesehen. Und ich glaube, dass vieles hier und in Deutschland anders gelaufen wäre, wenn die Opfer andere Namen hätten, wenn sie Stefan und Marie geheißen und in Waldis Bierkeller gesessen hätten.“

Franziska Bulban und Carolina Torres sprachen mit Angehörigen der Opfer − alle Gespräche lest ihr hier.

Was ist der White Gaze?

„Wenn du einen Roman liest und in den Zeilen die Hautfarbe des oder der Protagonist*innen nicht beschrieben wird, gehst du dann davon aus das die Person weiß oder Schwarz ist? Bingo: weiß. Das hat einen Grund. Bücher werden für weiße Menschen geschrieben. Sowie Filme, Bilder, Technologien – die gesamte Welt. Kolumbus entdeckte Amerika und POC-Autor*innen, unabhängig ihres Genres, werden in der deutschen Buchbranche unter die “Ausländer*innen”-Literatur sortiert. Für dieses Phänomen gibt es eine Bezeichnung und zwar White Gaze. Es tritt immer dann auf, wenn geschaffene Kunst und Kultur von Schwarzen Menschen, in einem weißen Ethnozentrismus bewertet wird. Weißsein ist der Standard, normal, der Maßstab, der sich wie ein Deckmantel über die gesamte Welt legt. Alles, was dem nicht entspricht, ist nicht gut, falsch, nicht schön oder anders.“

Ein Beitrag von Ciani-Sophia Hoeder

Über Traumjobs, die es nicht gibt

„Wir halten ja ab und zu als lebender Beweis für Sachen her, zum Beispiel: Weirde Firmennamen können funktionieren. Oder: Erfahrungen mit Depressionen und Angststörungen müssen kein Grund sein, nicht zu gründen. Oder: Selbst wenn man eine 30-jährige Frau ist und zusammen mit seinen Kolleginnen eine Beratungsfirma aus dem Boden gestampft hat, wird man von gefühlt jedem Menschen konsequent und ungefragt als „Määäädels“ bezeichnet (please just… don’t). Und, ein weiterer Fakt, für den wir Beweis stehen: Man kann sich seinen eigenen Job basteln, man kann ihn mögen, ihn stellenweise sogar lieben – und dann kann es einem trotzdem richtig scheiße damit gehen (vielleicht sind das sogar manchmal die besten Voraussetzungen).“

Den ganzen Beitrag von Luisa Weyrich gibt es hier.

 

 
 
 
 
 
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#KamalaHarris

„Kamala Harris ist jetzt offiziell Vizepräsidentschaftskandidatin der US-Demokraten – und zeigt, warum Joe Biden sie braucht. Sie ist Donald Trumps stärkster Gegner.“  Eine Analyse von Johanna Roth.

„Die Senatorin Kamala Harris ist seit Jahren mit Lügen und Verleumdungen konfrontiert. Seit ihrer Nominierung zur Vize-Kandidatin der US-Demokraten wird das Gerücht gestreut, sie dürfe gar nicht kandidieren.“ Ein Beitrag von Patrick Gensing.

„‚Ich habe heute gehört, dass sie den Anforderungen nicht entspricht‘, sagte Donald Trump vor Reportern im Weißen Haus vergangene Woche. ‚Ich habe keine Ahnung, ob das stimmt. Ich hätte gedacht, also, ich hätte angenommen, dass die Demokraten das vorher überprüft hätten, bevor sie sich um das Amt als Vizepräsidentin bewirbt.‘ Es ging um Kamala Harris, die in Oakland geborene Tochter einer indischen Mutter und eines jamaikanischen Vaters und amtierende Senatorin aus Kalifornien.“ Eine Kolumne von Daniel C. Schmidt.

Außerdem:

 

 
 
 
 
 
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Herstory. #KamalaHarris is the first Black woman and the first person of Indian descent to be nominated for office on a major party ticket. But she is not the first Black woman to run for national office. Today, we pay homage to those who came before her — including the great Shirley Chisholm, unbought and unbossed, who ran for for PRESIDENT in 1972, and was asked by her opponent, New York Mayor John V. Lindsay, to suspend her campaign so he could more successfully pursue his. (“You’re my friend, but I’m so goddam fed up with all this shit you men keep putting down,” she told him. “If you’re so worried about cutting into the progressive vote, why don’t you and McGovern get together—and one of you decide to back out?”) ‼️‼️ And the lesser known but equally trailblazing Charlotta Bass, a journalist and newspaper publisher who joined a long-shot Progressive Party ticket for Vice President in 1952 — more than a decade before the Voting Rights Act was signed into law. As @marthasjones, the historian who alerted us to Bass’s legacy — and author of a fabulous new book about Black women’s contributions to voting rights, #Vanguard (thank you, Martha!) — put it in the Washington Post: “I don’t think you can understand how we got here in 2020 if you don’t appreciate the way in which Black women have built this moment. Kamala D. Harris doesn’t just drop from the sky. She’s a political figure whose career is very much linked to a history.“

Ein Beitrag geteilt von Feminist Fight Club (@feministfightclub) am

Die Darstellung ostasiatischer Frauen macht mich wütend

„Anfang des Jahres besuchte ich die Ausstellung „Love, Ren Hang“ in Berlin. Ren Hang war ein Fotograf, der vor allem für seine Aktfotos bekannt war. Seine Models waren seine Freund*innen, also andere junge Chines*innen. Es war nicht da erste Mal, dass ich mir Rens Werke anschaute, aber die Berliner Ausstellung bewegte mich besonders. Die Models waren nackt, aber nicht vulgär, die Bilder erotisch, aber nicht übersexualisiert. Ein ungewohnter Anblick, denn asiatische, speziell südost- und ostasiatische Frauen, werden durch den weißen männlichen Blick in der westlichen Medienwelt fast ausschließlich hypersexuell dargestellt.“

„Frauen kommen entweder als verwegene Drachenladys oder zarte Lotusblumen daher, aber dazu später mehr. Und während sie objektifiziert werden, sehen wir Männer oftmals entmaskulinisiert und als unbeholfene Nerds wie in „Girls Club – Vorsicht Bissig!“ oder nervigen Sonderling wie Mr. Chow in den Hangover-Filmen. Die westliche Darstellung ostasiatischer Frauen basiert auf jahrhundertealten sexistischen und rassistischen Narrativen, die sich durch Kolonialismus, Kriege und Migration entwickelt haben. Das Bild dieser Frauen ist geprägt durch den Blick des weißen Mannes, der die „Exotische“ nur in Relation zu sich und seinen eigenen (sexuellen) Bedürfnissen sieht. Es zieht sich durch Opern, über Romane bis hin zu Comics, Filmen und Serien durch alle medialen Darstellungsformen und ist bis heute gesamtgesellschaftlich präsent.“

Den gesamten Artikel von Nhi Le lest ihr hier.

 
 
 
 
 
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Die Angst vor dem Krankenhaus

Seit Beginn der Coronakrise sind weltweit deutlich mehr Frauen und Säuglinge während oder kurz nach der Entbindung gestorben – auch, weil sie seltener Ärzte aufsuchen. Eine Studie der Johns-Hopkins-Universität, die auf Modellrechnungen für 118 Länder basiert, prognostiziert im schlimmsten Fall mehr als eine Million zusätzliche Todesfälle von Kindern und von 56.700 Müttern im Jahr 2020 – aufgrund der Pandemie.

Die Todesfälle werden in beiden Ländern unter anderem auf die starke Unterbesetzung zurückgeführt. Ein Großteil des medizinischen Personals muss vorrangig Covid-19-Patienten behandeln oder ist selbst mit Corona infiziert. Weitere streiken aus Angst um ihre Gesundheit: Es fehlt an Schutzkleidung wie Masken und Handschuhen. Doch auch Desinfektionsmittel und Medikamente sind aufgrund von Lieferengpässen knapp geworden. Schwangere Frauen warten nun oft tagelang auf dringende Operationen, in Notsituationen oder bei Geburten kann ihnen kaum geholfen werden.

Den ganzen Artikel könnt ihr hier nachlesen.

Die Obamas positionieren sich klar gegen Trump

Zugegeben, allein die Anti-Trump-Haltung sorgt keinesfalls für Verwunderung, die öffentliche Positionierung dafür umso mehr. Geschiedene Präsidenten der USA halten sich nämlich meistens zurück, wenn es politische Einmischungen geht. Die Obamas sprechen allerdings Klartext:

 

 
 
 
 
 
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Zwischen den Stühlen

„Stelle mich in einen Raum mit Johannes und Lisa und beobachte, was passiert, und dir wird klar: Ich bin nicht die weiße Person im Raum. Das weiß-Sein von Jüd:innen ist im Gegensatz zu dem von wc-Deutschen fragil und kontextabhängig. Für wc-Deutsche sind wir nicht deutsch, fremd, wir werden rassifiziert, unsere Körper, unsere Anwesenheit unsere Existenz wird als nicht von hier, nicht von uns, nicht wie wir, fremd, böse, gefährlich, bedrohlich, von woanders, nicht deutsch kategorisiert. Ein jüdischer Körper gehört für wc-Deutsche nicht zum deutschen Volkskörper.“

Den ganzen Beitrag von Debora Antmann findet ihr hier.

 
 
 
 
 
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#FreeBritney

„Britney Spears ist eine Pop-Ikone ohnegleichen. Der einstige Teen-Star hat weltweit fast 100 Millionen Platten verkauft, mehrere Comebacks geschafft und damit eine Karriere hingelegt, die sich über fast drei Jahrzehnte erstreckt.

Doch die vergangenen Monate waren für die 38-jährige Sängerin aus Mississippi von Rückschlägen gezeichnet: Die Absage ihrer Dauershow in Las Vegas, die Erkrankung ihres Vaters Jamie Spears und die Spekulationen von Fans, dass Jamie Spears’ rechtliche Betreuung seiner Tochter übermäßig einschränkend geworden sei, was den Star dazu bewegen würde, auf Social Media versteckte Botschaften an ihre Fans zu schicken. All dies hat die #FreeBritney-Bewegung erneut ins Rollen gebracht. Supporter der Bewegung verlangen, dass die Einschränkungen im privaten und beruflichen Leben aufgehoben werden.“ Den gesamten Beitrag gibt es hier.

Kristina Hänel klagt gegen den Vergleich von Schwangerschaftsabbrüchen mit dem Holocaust

„Jedes faschistoid funktionierende fundamentalistische System schränkt die Freiheit des Einzelnen, sexuelle und reproduktive Rechte ein. Gleichzeitig hat die Entstehung des Paragrafen 219a, der die Werbung für den Abbruch einer Schwangerschaft verbietet, einen rechtsextremen Hintergrund: Er wurde 1933 von den Nazis eingeführt, um »Abtreibungsärzte« zu verfolgen. Auch Prostituierte und Homosexuelle wurden verfolgt. Als Ärztin, die Abtreibungen durchführt, habe ich Drohmails mit religiösen Argumentationen bekommen, aber auch rechtsextremistische Mails, in denen ich als Semitin bezeichnet und mir gesagt wurde, dass man mein Hirn zerquetscht auf dem Boden sehe möchte. Der Zusammenhang zwischen rechter Ideologie und der Ächtung von Schwangerschaftsabbrüchen wird also auch im Kontext meiner persönlichen Bedrohungslage immer wieder deutlich.“

Das gesamte Interview mit Kristina Hänel lest ihr hier.

Septemberausgabe: Vogue Hope

„Was zählt jetzt? Was muss sich verändern? Für Nicole Atieno, Aileen Moeck, Mirna Funk, Tupoka Ogette, Ayzit Bostan und Alice Hasters ist klar: Die Zeit des Abwartens ist vorbei. Wenn wir einen Wandel zum Besseren wollen, müssen wir jetzt handeln.“

Alles zur Septemberausgabe der deutschen Vogue findet ihr hier.

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Alice Hasters (@alice_haruko) am

 
 
 
 
 
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Podcast: „Zart Bleiben“ mit Herbert Grönemeyer

„Herbert Grönemeyer ist zu Gast und es geht um den unausweichlichen Soundtrack kritischer Männlichkeit, um neue Töne gegen die alte Leier und um die Erkenntnis, dass Väter auch mal Söhne waren …“

Die aktuelle Folge von „Zart Bleiben“ könnt ihr euch hier anhören: 

Männlich, 20, verschwörungsgläubig: Gespräch mit einem, der an die „Corona-Diktatur“ glaubt

„Marco, 20, zählt sich zum Kreis derer, die von vielen als Verschwörungstheoretiker oder Verschwörungsmystiker betitelt werden. Er selbst mag diesen Begriff nicht, er komme ihm abwertend vor. „Wahrheitssuchender oder jemand, der hinterfragt, wäre treffender“, sagt Marco.“„Zur Begrüßung streckt Marco lächelnd die Hand aus. Die Empfehlung, Fremden derzeit nicht die Hand zu schütteln, zählt für ihn nicht. „Ich bin ja kein Wissenschaftler“, sagt Marco, „aber diese ganzen Corona-Sicherheitsmaßnahmen wirken schon arg überzogen.“ Dann gibt er sich mit einem Ellenbogen-Bump zufrieden.“

Das gesamte Interview von Marc Röhling gibt es hier.

„Verschwörungstheorien beruhigen“

„Wenn Menschen nervös sind, besorgt oder sich bedroht fühlen, werden sie anfälliger für Verschwörungstheorien. Ganz einfach weil uns die Vorstellung der Zufälligkeit unangenehm ist: Menschen haben ein psychologisches Bedürfnis nach Sinn und Ordnung. Verschwörungen beruhigen. Hinter einem plötzlichen Virus wie Covid-19 ein Komplott zu vermuten würde bedeuten, dass irgendjemand einen Plan hat. Das beruhigt viele, selbst wenn dieser Plan böse ist.“

Das gesamte Interview mit dem Psychologen John Cook lest ihr hier.

Ich bin eine be_hinderte, Schwarze Künstlerin & das ist meine Geschichte

„Mein Name ist Lindsay Adams. Ich bin ein be_hinderte, Schwarze Frau, eine Künstlerin, eine Strategin, eine Kämpferin und eine Freundin. Jetzt, da ich in meinen 30ern bin, kann ich so in ein Gespräch einsteigen. Mittlerweile fühle ich mich wohl in meiner Haut – und mit all den Herausforderungen und Eigenheiten, die zu meinem Leben gehören. Ich wertschätze mein Leben und sehe es als etwas sehr Kostbares an.“

„Zwar ist CP ein Teil von mir, doch für andere ist es nicht direkt sichtbar. In meinem Fall sorgt es für eine semi-schwerwiegende Sprachbe_hinderung. Ich sage semi-schwerwiegend, weil es darauf ankommt, wen du fragst und wie viel Stress ich in dem Moment habe. An manchen Tagen, klingt meine Stimme glockenklar, an anderen ist es eine Herausforderung. Ich habe Probleme in Sachen Feinmotorik und selbst einfach scheinende Tätigkeiten, wie Schmuck anlegen und meine Haare frisieren, funktionieren nicht immer so gut (was sehr frustrierend sein kann, wenn du versuchst, einen Look zusammenzustellen). Ich habe Wege gefunden, mich anzupassen – hauptsächlich, weil ich es musste. Je älter ich wurde, desto mehr hab ich über meine besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen gelernt. Aber als ich noch jünger war, tat ich alles dafür, meine Be_hinderung zu vertuschen. Ich dachte, sie wäre etwas, das ich verstecken könnte, aber dem war nicht so.“

Den gesamten Beitrag von Lindsay Adams lest ihr hier.

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von wenigstenseinhuebschesgesicht (@wenigstenseinhuebschesgesicht) am

#WenigstensEinHübschesGesicht: Wie ein Instagram-Account Fat Shaming sichtbar macht

„Anna ist 32 Jahre alt, Sozialarbeiterin und lebt in Leipzig – und ist seit ihrer Jugend von Fat Shaming betroffen. Nach einer jahrelangen Essstörung, die sie bis heute begleitet, reichte es ihr. „Man kann weitestgehend sanktionslos Menschen aufgrund ihrer Körperform beschimpfen oder Vorurteile, die mit Mehrgewicht zusammenhängen, verbreiten. Andere Diskriminierungsformen bekommen mittlerweile zurecht öffentlich Gegenwind“, sagt sie. Deshalb hat Anna das Instagram-Profil „Wenigstens ein hübsches Gesicht“ gegründet. Dort haben von Fat Shaming betroffene Menschen die Möglichkeit, von ihren Erfahrungen zu erzählen, sich gegenseitig auszutauschen und die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren.“

Den gesamten Beitrag von Louisa Huttenlocher findet ihr hier.

Mansplaining: Männer, die Menstruation erklären

„Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen war in Bezug auf die gesellschaftliche Relevanz schon immer von Ungleichheit geprägt. Historisch betrachtet hatten Männer fast immer die Deutungshoheit, sie besetzten die wichtigsten Positionen in einer patriarchalen Gesellschaft und sind daran gewöhnt, von anderen Männern und Frauen gehört und ernst genommen zu werden. Auch wenn diese alten Strukturen dank der Leistungen von Feminist*innen nun langsam, sehr langsam aufbrechen, sind sie weitestgehend noch immer vorhanden. Mansplaining, also die Welterklärung von Männern, ist Teil davon.“ Den gesamten Beitrag findet ihr hier

 
 
 
 
 
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Polizei-Satire von Aurel: Die wahre „Cancel Culture“ ist konservativ

„Der Stand-up-Comedian Aurel Mertz macht seit 2019 Comedy für „Funk“, das junge Angebot von ARD und ZDF. Bereits Mitte Juli veröffentlichte er seine Satirenummer auf Instagram, sie geht die Themen Rassismus und Polizeigewalt direkt und drastisch an. Nun lud Aurel den Clip auch auf Twitter hoch – und erntet seitdem Hass und Empörung. […] Die Debatte über Aurel ist der umgekehrte Fall Lisa Eckhart. Die österreichische Satirikerin wurde jüngst von einer Lesung in Hamburg ausgeladen, dann wieder eingeladen, dann sagte sie selbst ab (SPIEGEL). […] Bei Aurel wie Eckhart sind die eigentlich Clips schon etwas älter, bei Aurel wie Eckhart entzündet sich der Protest, als sich Berufsempörte im Netz zu Wort melden. Und bei Aurel wie Eckhart mündet alles in der Frage: Was darf Satire? Und wie viel müssen wir lernen auszuhalten?“

Den gesamten Beitrag findet ihr hier.

In der Mediathek: „Paris Texas“ 

„Travis ist zurück. Von dort, wo er sich jahrelang versteckt hat. Stumm zwar, aber er ist wieder da. Mit der Hilfe seines Bruders beginnt er, die Scherben seines Lebens aufzukehren und wieder zusammenzukleben. Sein Sohn Hunter ist ihm abhandengekommen. Jane, seine Frau und große Liebe, ist verschwunden. In Texas schließlich begegnet er ihr wieder. Hinter einer Scheibe aus Glas. „Dieser Film“, so Wenders, „ist mir geglückt, mehr oder auf eine andere Art als meine früheren Filme. Wir sind zwar auch durch die Nacht geflogen ohne Instrumente, aber zum Schluss sind wir genau dort runtergekommen, wo wir hinwollten. ‚Paris, Texas‘ hatte von Beginn an eine viel direktere Richtung, ein genaueres Ziel. Und er hatte von Anfang an mehr Geschichte als meine früheren Filme und diese Geschichte wollte ich erzählen, was das Zeug hielt.“ „Paris, Texas“ ist Wenders‘ berühmtestes Werk; ausgezeichnet u.a. mit der Goldenen Palme des Filmfestivals in Cannes und dem Britischen Filmpreis, ist er zum Kultfilm geworden.“

„Paris Texas“ ist noch bis zum 14. September verfügbar. Hier gehts zum Film

Selbstwahrnehmung & Selbstzweifel

„Sich zuzugestehen, dass man sich entwicklen darf, ist wichtig“

Im Aha-Podcast spricht die Schauspielerin Marleen Lohse über die Suche nach der eigenen Identität und den Einfluss, den Bewertungen von außen auf unsere Selbstwahrnehmung haben.

Zum Podcast geht es hier (Edition F Plus).

Impostor-Phänomen: Die Angst, nicht gut genug zu sein

„Hoffentlich merkt niemand, dass ich das alles gar nicht so gut kann.“ „Phu, Glück gehabt, ist es mir dieses Mal gelungen.“ „Die sind nur nicht so streng mit mir, weil sie mich sympathisch finden.“ „Was, wenn meine Chef*innen feststellen, dass sie mit mir eine total unqualifizierte Person eingestellt haben?“ – Diese und ähnliche Gedanken treiben Menschen, die vom sogenannten Impostor-Phänomen betroffen sind, um. Egal wie erfolgreich sie sind, egal wie gut das Feedback ist, egal wie viele Qualifikationen sie vorweisen können – sie glauben nicht an ihre Fähigkeiten und leben mit der ständigen Angst, als Versager*in entlarvt zu werden und somit als Hochstapler*in dazustehen.

Das gesamte Interview lest ihr hier (Edition F Plus).

 
 
 
 
 
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