Weekend Reads // Ein Jahr nach Hanau, der Podcast „Fette Gedanken“ & die Initiative #StopAsianHate

19.02.2021 Leben, Gesellschaft

Eine kleine Leseleiste zum Wochenende, die unbedingt im Kommentarfeld ergänzt werden darf. Damit uns weder Lehrreiches noch Wichtiges oder Schönes entgeht:

1 Jahr nach Hanau

Der rechtsextremistische Terroranschlag von Hanau jährt sich heute auf den Tag genau und noch immer herrscht Sprachlosigkeit über die Tat und über die unzureichende Aufarbeitung. Rechter Terror ist real und rechtsextreme Anschläge sind längst keine Einzelfälle mehr. Durch Gräueltaten des NSU, durch den Mord an Walter Lübcke, durch Halle und Hanau zeigte die hässlichste Fratze rechten Gedankenguts sich von ihrer schlimmsten Seite und struktureller Rassismus bekam die mediale Aufmerksamkeit, die längst überfällig war. Deutschland hat ein Rassismus-Problem? Ja, guten Morgen. Und trotzdem: Wo bleiben die Folgen? Wer sorgt dafür, dass so etwas nicht mehr geschieht und wer kümmert sich um die Sicherheit von Menschen, die in Gefahr stecken, wer steht für die Hinterbliebenen ein?

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Die News-WG (@news_wg)

Am 19. Februar 2020 erschießt ein Mann in Hanau aus rassistischen Motiven neun junge Menschen. Es ist der verheerendste in einer ganzen Reihe rechtsextremer Terroranschläge der vergangenen Jahre. Wie konnte es schon wieder so weit kommen? Ein Jahr nach den Morden stehen wir erst am Anfang des Versuchs, das zu verstehen. Die Angehörigen der Opfer aber haben sich organisiert und kämpfen gemeinsam mit Unterstützer*innen für eine lückenlose Aufklärung, für politische Konsequenzen – und gegen das Vergessen. Denn einen Prozess wird es nie geben, der Attentäter ist tot. So wird eine schmerzhaft brennende Frage nie vor Gericht geklärt werden: Hätte die Tat verhindert werden können? Journalistin Sham Jaff und Reporterin Alena Jabarine machen sich in diesem Podcast auf die Suche nach einer Antwort. Sie rekonstruieren die Tat mit Hilfe der Angehörigen, werfen einen Blick in die Akten und legen – ein Jahr nach dem Anschlag – den Finger in die noch offenen Wunden.

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Hanau, eine Nacht und ihre Folgen

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PETITION //
Hessen braucht JETZT einen Rechtsterrorismus-Opferfonds! – Ein Jahr nach dem Anschlag in Hanau.

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Initiative 19. Februar Hanau (@19februarhanau)

Und hier in der Bildergallerie findet ihr die Kundgebungen, Gedenkveranstaltungen und Demonstrationen alle auf einen Blick:

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Missy Magazine (@missymagazine)

„Deutschland schuldet mir ein Leben“

[…] Er erschoss sie in der Shisha-Bar Midnight am Rande der Hanauer Innenstadt und in einer wenige Meter weiter liegenden Café-Bar. Wenig später eröffnete er in einer weiteren Bar im Hanauer Stadtteil Kesselstadt erneut das Feuer. Danach tötete er seine Mutter und sich selbst. „Wir stellen uns denen, die versuchen, Deutschland zu spalten, mit aller Kraft und Entschlossenheit entgegen“, sagte Kanzlerin Angela Merkel anlässlich des Jahrestags. Doch die Hinterbliebenen der Opfer fühlen sich von Politik und Polizei im Stich gelassen, schlafen kaum, sind verzweifelt. Emiş Gürbüz, Çetin Gültekin und Armin Kurtović erzählen, wie sie das vergangene Jahr erlebt haben und was sie fordern. 

Die Protokolle von Hinterbliebenen findet ihr bei Jetzt.de: Eine Mutter, ein Vater und ein Bruder sprechen von den Menschen, die ihnen der Attentäter nahm – und darüber, wie enttäuscht sie von den Behörden sind.

 

 
 
 
 
 
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„Ich sah‘ meine Freunde sterben“

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Der Abend des 19. Februars 2020 hat Piters Leben für immer verändert. Er war mit seinen Freunden in einer der Bars, wo ein Attentäter insgesamt neun Menschen ermordete: Gökhan, Sedat, Said Nesar, Mercedes, Hamza, Vili, Fatih, Ferhat und Kaloyan. Piter hat überlebt. Doch andere nicht. Zwei von ihnen, Hamza und Said Nesar, gehörten zu seinen engsten Freunden. Er hat gesehen, wie sie starben. Seitdem versucht er, mit dem Erlebten klarzukommen. Wie schafft er das? Wie geht es ihm heute?

Aminata [Belli] trifft Piter in Hanau. Sie sprechen über den Anschlag, der jetzt ein Jahr zurückliegt. Die beiden gehen außerdem zu den Orten, an denen die Morde passierten. Und sie besuchen die Initiative “19. Februar 2020 Hanau”, wo sich Piter seitdem engagiert. Die Initiative fordert Aufklärung über die Dinge, die damals schief gelaufen sind. Und sie will die Erinnerung bewahren an die Menschen, die am 19. Februar ihr Leben verloren.

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von COSMO (@cosmo_ard)

Kim war im vierten Monat schwanger, als sie den rassistischen Anschlag von Hanau knapp überlebte. Ihre Freunde Mercedes Kierpacz, Ferhat Unvar und Gökhan Gültekin verloren vor ihren Augen das Leben.

Im Gespräch mit Banu Güven schildert sie die Tatnacht, wie sie als schwangere Frau von mehreren angehaltenen Autos ignoriert wurde und sich und ihr Ungeborenes rettete. Wie alle Überlebenden und Hinterbliebenen will sie endlich Aufklärung.

Reminder zum Freitag

 

 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Female Collective (@femalecollective)

#StopAsianHate

Susie Lau thematisierte diese Woche ein weiteres strukturelles Rassismus-Problem, das durch Corona ganz neue Dimensionen angenommen hat: Rassismus gegenüber Asiat*innen.

And beyond these frightening stats are the unreported crimes, no-retort taunts and helplessness on the part of those that can’t articulate their hurt.

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Susie Lau (@susiebubble)

 

 
 
 
 
 
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Podcast-News

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von CHARLOTTE KUHRT (@charlottekuhrt)

FETTE GEDANKEN

Ab dem 1. März veröffentlicht Charlotte Kuhrt ihren neuen Podcast FETTE GEDANKEN, nachdem sie ihren vorherigen vor gut 18 Monaten einstellte. Nun aber ist sie zu am Mikrofon: Mit noch mehr Meinung, mit ganz viel neuem Wissen und noch mehr Tiefgang. Fette Gedanken dreht sich nicht nur um Charlotte selbst, sondern vor allem um ihre Hörer*innen: In 10 Folgen der ersten Staffel spricht sie ab demnächst immer montags über einen Themenbereich ihrer Selbstliebe und Körperakzeptanz Geschichte und will Euch damit vor allem Tools für euren eigenen Weg aufzeigen – mitsamt kleiner Challenge und Aufgabe für euch, die die 10 Wochen als Investition für sich nutzen wollen.

Dieser Podcast verspricht viel: Zusammen oder im eigenen Tempo zu wachsen, Veränderungen einzuläuten und sich lieben zu lernen. Am Besten gleich abonnieren ihr FETTE GEDANKEN und nichts verpassen.

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Support Tupodcast

Tupoka Ogette leistet mit ihrer Arbeit und nicht zuletzt mit ihrem Podcast Tupodcast wichtige Aufklärungsarbeit, die unterstützt werden sollte. Und genau aus diesem Grund sucht die Moderatorin, Beraterin zu Rassismuskritik und Trainerin jetzt Sponsoren, um nicht nur ihre wertvolle Arbeit, sondern auch die ihres Teams zu finanzieren. 

Fast alle Beteiligten an tupodcast sind Schwarze Menschen und uns ist es wichtig ihre Mitarbeit auch zu entlohnen. Daher zahlen wir unseren Gästen eine Aufwandsentschädigung, wir zahlen unseren Soundingenieur, die Fotografin und auch die Illustratorin.

Und nun seid ihr gefragt: Kennt ihr Unternehmen, die zu Tupokas Inhalten passen oder steckt ihr vielleicht sogar in einem, das perfekt passen könnte? Dann schreibt ihr doch fix eine E-Mail.

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Tupoka Ogette (@tupoka.o)

Ihr könnt auf uns zählen!

Nachdem sich im vergangenen SZ Magazin erstmals gleich 185 Schauspielerinnen auf einmal als lesbisch, schwul, bisexuell, queer, nicht-binär und trans outeten, um mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Diversität vor allem in Theater und Film zu fordern, ziehen die 11Freunde diese Woche mit einer anderen Branche nach: Dem Fußball.

Aber diesmal bekennen sich Fußballer*innen nicht, stattdessen solidarisieren sich 800 Profis und Kolleg*innen schon jetzt für den Fall, dass sich ein*e homosexuelle*r Fußballer*in outen sollte. 

Ihr könnt auf uns zählen! Kaum zu glauben, diese Worte im Jahr 
2021 schreiben zu müssen. Aber tatsächlich gibt es im deutschen Profi­fußball keinen einzigen offen homosexuellen Spieler. Was man sich durch den Hinweis schönreden könnte, dass die sexuelle Orientierung die Privatsache jedes Einzelnen ist. Das ist sie zweifelsohne. Da 
die Mehrzahl der Kicker allerdings sehr 
wohl nur allzu gerne mit ihren Partne
rinnen posiert, drängt sich der Verdacht auf, dass homosexuelle Spieler andere Gründe haben, ihre Orientierung geheimzuhalten. Etwa die Furcht vor Schmähungen in den Stadien, aber auch vor Ablehnung in der Kabine und vor unkalkulierbarer Aufmerksamkeit. Um zumindest die Angst davor zu mindern, von den ande
ren Spielern geschnitten zu werden, haben wir 
alle Mannschaften der Bundesliga gebeten, eine Erklärung zu unterstützen, die homosexuellen Spielern die Solidarität ihrer Kollegen zusichert. Viele Profis haben unser Schreiben unterzeichnet, darüber haben wir uns sehr gefreut. Klar ist: 
Solche Erklärungen sind keine Lösung, aber 
ein Anfang.

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von 11FREUNDE (@11freunde)

Video der Woche

Vogue Germany – Veiled Identities + Unveiled Stories

Im VOGUE-Video und einer Fotostrecke erzählen muslimische Frauen von ihrer Außen- und Selbstwahrnehmung. Jede Person in dieser Strecke hat viele Geschichten zu erzählen. Wir kommen alle aus unterschiedlichen Kulturen und Umständen, teilen aber ähnliche Erfahrungen. Lasst mich mit einer Geschichte von einer Freundin, Sharon, aus dem Kindergarten beginnen.

Sharon kommt aus Ghana, einem Land, das mir zu der Zeit unbekannt war und fern vorkam. Weder sie noch ich machten uns Gedanken über unser Aussehen und darüber, dass wir aus Kulturen stammen, die für die anderen Kinder fremd waren. Sharon und ich sprangen oft vor Aufregung umher als wir unsere Träume teilten, Reisepläne schmiedeten und in die Zukunft blickten. Uns war damals nicht bewusst, dass unser Aussehen oder die Sprache, die wir zu Hause sprechen, jemals ein Nachteil in unserer Gesellschaft sein und sich in den Weg unserer Träume stellen könnten. Denn als Kind unterscheiden wir unsere Freunde nicht nach äußerlichen Unterschieden oder Herkunft, wir lassen neben Schwarz und Weiß auch Grau zu. Alle Portraits findet ihr hier.

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Neslihan Değerli (@nessie)

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Ida Marie (@wellshesassy)

Toxische Sexualität

Ida Marie hat in ihren Stories von ihrer eigenen Erfahrung zum Thema Toxische Sexualität erzählt und wir wollen das Ganze natürlich unbedingt mit euch teilen:

Oh surprise, es ist das Patriarchat und die toxischen Vorstellungen von Sexualität, die damit einhergehen. Wir können sie nur ablegen, wenn wir sie erkennen. Wenn wir darüber sprechen und feststellen, dass wir nicht allein sind, dass wir nicht schuld sind. Erst wenn wir das begreifen, können wir unsere Wunden heilen, unsere eigenen Grenzen respektieren und auf die Signale unseres Körpers achten. 

Doku-Tipp

Die Jahrhundertschlacht

Sie sind unter 35 und haben alles andere auf Eis gelegt, um sich ganz ihrer Sache zu widmen. Ihr Ziel? Die Erde retten! Mittels eines radikalen, gewaltfreien Protests sollen Staatenlenker gezwungen werden, ihre auf dem Weltklimagipfel eingegangenen Verpflichtungen auch einzuhalten. Der Film begleitet die Anführer des französischen Teils der Bewegung. 

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Inklusion vs. Ableismus

Was ist Ableisumus? Und warum ist ableistisches Verhalten diskriminierend? Louise Dellert spricht mit der wunderbaren Autorin, Aktivistin und Coach Laura Gelhaar über diese Themen, nachdem sie selbst von einer Leserin auf ihr ableistisches Verhalten aufmerksam gemacht wurde. Laura Gehlhaar spricht regelmäßig über ihr Leben als Mensch im Rollstuhl und setzt sich für mehr Inklusion von Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft ein.

Weekend Reads // Ein Jahr nach Hanau, der Podcast „Fette Gedanken“ & die Initiative #StopAsianHate

  1. Milena

    Meine uneingeschränkte Empfehlung diese Woche (insbesondere für Menschen mit deutschen (Ur-) Großeltern) ist die Diskussion „Nazierbe“ von Sinthujan Varatharajah und Moshtari Hilal (sehbar als igtv auf Moshtaris Instagram account @moshtarimoshtari)

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